Zahnzusatzversicherung

Mut zur Lücke: Auf diesen Schutz können Sie verzichten

Julia Rieder Stand: 28. Juni 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) müssen einen Teil der Kosten für Zahnersatz fast immer selbst zahlen.
  • Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt den Eigenanteil und privat abgerechnete Behandlungen ganz oder teilweise.
  • Es ist schwierig, den richtigen Zeitpunkt für den Vertragsabschluss zu finden: Wer zu lange wartet, kann seine Zähne häufig nicht mehr versichern oder erhält nur eingeschränkte Leistungen. Wer die Zahnzusatzversicherung dagegen in jungem Alter abschließt, zahlt über die Jahre oft mehr Beiträge, als er an Erstattung erhält.
  • Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich am ehesten, wenn Sie damit rechnen, dass Ihnen immer wieder große und teure Behandlungen bevorstehen.
  • Wählen Sie dann einen der von uns empfohlenen Teilkasko-Tarife. Angebote, die die komplette Rechnung erstatten, sind zu teuer.
So gehen Sie vor
  • Prüfen Sie, was Sie bei einem der von uns empfohlenen Tarife zahlen müssten. Für einen 45-Jährigen liegt der Monatsbeitrag bei etwa 20 bis 30 Euro.
  • Entscheiden Sie dann, ob Sie das Risiko für größere Zahnbehandlungen selbst tragen wollen oder eher auf die Versicherung setzen wollen.
  • Wollen Sie das Risiko selbst tragen, sollten Sie ab sofort die Monatsrate für die Versicherung auf ein separates Sparkonto für Ihre Zähne überweisen.
  • Setzen Sie dagegen auf die Versicherung, achten Sie auf eine hohe Erstattung beim Zahnersatz und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Für gute Leistungen zu einem fairen Preis empfehlen wir folgende Tarife: DKV Kombi Med Zahn KDT85, Hallesche Megadent und Janitos Ja dental plus.

Bei den meisten Menschen geht irgendwann der eine oder andere Zahn kaputt. Das verursacht nicht nur Zahnschmerzen, sondern tut besonders gesetzlich Versicherten auch im Portemonnaie weh. Muss ein Zahn ersetzt werden, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung nicht die gesamten Kosten.

Je nachdem, ob Sie sich für einen günstigen Zahnersatz wie eine Metallkrone oder für ein teures Implantat entscheiden, müssen Sie einen Eigenanteil zwischen 100 und einigen 1.000 Euro selbst zahlen. Eine Zahnzusatzversicherung kann abhelfen, lohnt sich aber nicht immer.

Welchen Zahnersatz zahlt die gesetzliche Krankenversicherung?

Zahnersatz kann für gesetzlich Versicherte teuer werden. Die Krankenkasse zahlt grundsätzlich die Hälfte der Kosten für die sogenannte Regelversorgung. Dabei handelt es sich um eine einfache und zweckmäßige Behandlung, die aus medizinischer Sicht ausreichend ist. Das kann bei Seitenzähnen eine Krone oder Brücke aus Metall sein oder eine herausnehmbare Teilprothese, sofern mehrere Zähne fehlen. Für jedes Zahnproblem haben Krankenkassen und Zahnärzte festgelegt, welche Behandlung als Regelversorgung gilt und wie viel Euro der Festzuschuss der Krankenkassen dafür beträgt.

Haben Sie Ihr Bonusheft für die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt in den vergangenen fünf Jahren regelmäßig abstempeln lassen, erhöht sich der Zuschuss der Kasse auf 60 Prozent der Regelversorgung. Bei einem Bonusheft mit Stempeln über zehn Jahre hinweg sind es 65 Prozent.

Kosten für Regelversorgung mit einer Krone

 ohne Bonus5 Jahre Bonusheft10 Jahre Bonusheft
Gesamtkosten Krone312 €312 €312 €
Festzuschuss der Krankenkasse156 €187 €203 €
Eigenanteil156 €125 €109 €

Annahme: Krone in einem vollständigen Gebiss, Werte gerundet
Quelle: Website der TK (Stand: 12. Juli 2018)

Auch bei der einfachen Regelversorgung zahlen Sie somit 35 bis 50 Prozent der Kosten für den Zahnersatz selbst. In Härtefällen zahlt die Krankenkasse allerdings bis zu 100 Prozent der Rechnung.

Zum 1. Oktober 2020 werden die Festzuschüsse für Zahnersatz von 50 auf 60 Prozent erhöht. Damit steigen auch die Zuschüsse mit einem lückenlos geführten Bonusheft von 60 auf 65 Prozent beziehungsweise von 65 auf 70 Prozent der Kosten der Regelversorgung. Das hat die Bundesregierung im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) geregelt.

Wenn Sie sich in Absprache mit Ihrem Zahnarzt für eine andere Versorgung entscheiden, zum Beispiel für ein Implantat statt einer Brücke oder eine optisch schönere Krone aus Keramik statt Metall, kann es deutlich teurer werden. Die Kasse bezahlt für ein Implantat den gleichen Betrag wie für eine Brücke. Die Mehrkosten für die teurere Behandlung müssen Sie selbst tragen.

Wie Sie auch ohne Zahnzusatzversicherung beim Zahnarzt sparen können, erklären wir Ihnen weiter unten im Text.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt, hängt stark davon ab, ob Sie in Zukunft viel und hochpreisigen Zahnersatz brauchen. Denn die Zahnzusatzversicherung ist verhältnismäßig teuer. Ein guter Vertrag kostet etwa 360 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Die viel wichtigere Haftpflichtversicherung gibt es bereits für 60 Euro im Jahr.

Beim Schutz für die Zähne geht es zwar um Kosten von einigen Tausend Euro, existenzbedrohend sind die Ausgaben für Zahnersatz jedoch selten. Sie sollten sich deshalb zunächst um alle wichtigeren Versicherungen kümmern, bevor Sie über einen Zahnzusatz-Vertrag nachdenken.

Die entscheidende Frage, die Sie sich dann stellen müssen, ist, wie Sie die Gesundheit Ihrer Zähne einschätzen. Die verhältnismäßig teuren Beiträge rechnen sich erst, wenn Sie hohe Kosten für Zahnersatz haben.

Brauchen Sie hingegen absehbar nur alle paar Jahre eine Krone oder ein Implantat, ist es günstiger, regelmäßig etwas Geld auf die Seite zu legen, um davon irgendwann eine große Zahnbehandlung zu zahlen. Das geht sehr einfach, indem Sie etwa ein separates Tagesgeldkonto einrichten, und dann monatlich einen bestimmten Betrag von Ihrem Girokonto darauf überweisen. Als Richtgröße für die Höhe der monatlichen Überweisung können Sie den Beitrag nehmen, den die von uns empfohlenen Anbieter verlangen.

Das Kostenrisiko einer größeren Zahnbehandlung in dieser Form selbst zu tragen, ist für alle Menschen, die nicht mit sehr aufwändigen Behandlungen rechnen, auf jeden Fall eine mögliche Lösung. Im besten Fall sparen Sie auf diese Weise mehr an, als Sie jemals für Zahnbehandlungen benötigen. Ansonsten haben Sie zumindest schon mal einen Grundbetrag, den Sie für Ihre Zähne verwenden können.

Von der Sparkonto-Lösung können Sie jederzeit zur Zahnzusatzversicherung wechseln. Ohnehin ist es nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss der Versicherung zu finden. Zwar sind die Beiträge in jüngeren Jahren günstiger als später, dafür ist es aber auch unwahrscheinlicher, dass Sie Leistungen in großem Umfang in Anspruch nehmen müssen. Warten Sie aber auch nicht zu lange, denn für bereits kaputte Zähne zahlt die Versicherung in den meisten Fällen nicht.

Nur wenn Sie die Versicherung einige Jahre vor den ersten größeren Behandlungen abschließen, haben Sie gute Aussicht, die volle Leistung Ihres Zahnzusatz-Tarifs zu erhalten. Denn eines wollen die Anbieter vermeiden: für größere Behandlungen aufkommen zu müssen, wenn die Kunden erst wenige Monate Beiträge gezahlt haben.

Welche Haken gibt es bei der Zahnzusatzversicherung?

Über folgende Spielregeln sollten Sie sich bewusst sein, bevor Sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen:

  • Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung beantragen, müssen Sie angeben, ob Ihr Zahnarzt Ihnen schon zu einer Behandlung geraten hat oder eine solche geplant ist. Für anstehende Therapien kommt die Versicherung nicht auf. Das heißt, dass Sie mit dem Abschluss nicht warten können, bis Ihr Zahnarzt Ihnen sagt, dass etwas an Ihren Zähnen gemacht werden muss.
  • Auch mit einer Zahnzusatzversicherung müssen Sie oft einen Teil der Rechnung selbst bezahlen. Selbst bei guten Tarifen bleibt meist ein Eigenanteil von 10 bis 20 Prozent. Versicherungen, die die gesamte Rechnung übernehmen, sind unverhältnismäßig teuer.
  • Viele Tarife haben eine Wartezeit. Damit können Sie in den ersten acht Monaten nach Vertragsschluss meistens keine Leistungen für Zahnersatz in Anspruch nehmen. Es gibt allerdings auch einige Angebote ohne Wartezeit.
  • Zudem zahlen praktisch alle Tarife in den ersten drei bis fünf Jahren nur begrenzte Summen, sodass Sie davon am Anfang keine große Gebiss-Sanierung finanzieren können.
  • Wenn Ihre Zähne in sehr schlechtem Zustand sind und zahlreiche fehlen, kann es im Extremfall sein, dass Sie überhaupt keine Zusatzversicherung bekommen.

Vor dem Hintergrund dieser Einschränkungen sollten Sie überlegen, ob eine Zahnzusatzversicherung für Sie persönlich sinnvoll ist.

Wie finde ich eine gute Zahnzusatzversicherung?

Wenn Sie sich für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, sollten Sie vor allem auf die Leistungen schauen und erst in zweiter Linie auf den Preis. Denn gerade besonders günstige Angebote enthalten oft viele Fallstricke. Welche Punkte wichtig sind, listen wir im Folgenden auf. Unsere Empfehlungen DKV Kombi Med Zahn KDT85, Hallesche Megadent und Janitos Ja dental plus bieten solide Leistungen zu einem fairen Preis. Wie wir bei der Auswahl dieser Empfehlungen konkret vorgegangenen sind, erfahren Sie weiter unten im Text.

Hohe Erstattung für Zahnersatz

Mit einem Zahnzusatzvertrag lässt sich eine Vielzahl von Leistungen versichern: von Hypnose beim Zahnarzt über Schienen gegen Zähneknirschen bis hin zur professionellen Zahnreinigung. Die größten Kosten fallen jedoch beim Zahnersatz an.

Deshalb ist es am wichtigstem, dass ein Tarif gute Leistungen bei der Versorgung mit Implantaten, Brücken und Kronen bietet. Inlays, also passgenau gefertigte Füllung aus Kunststoff, Keramik, Gold oder Titan, gehören eigentlich nicht zum Zahnersatz, die Zusatzversicherungen zahlen sie aber in der Regel ebenfalls. Das ist auch wichtig, denn bei Inlays, die 600 bis 700 Euro kosten können, gibt die gesetzliche Krankenkasse nur die 50 Euro dazu, die eine Amalgamfüllung kosten würde.

Eine gute Zahnzusatzversicherung sollte für Zahnersatz mindestens 75 Prozent der Rechnung erstatten, einschließlich des Anteils der gesetzlichen Krankenversicherung. Das bedeutet, dass Kasse und Zusatzversicherung zusammen so viel übernehmen, dass Ihnen noch ein Eigenanteil von höchstens 25 Prozent bleibt. Je höher der Erstattungsprozentsatz, desto besser.

Viele Anbieter staffeln ihre Leistungen danach, wie regelmäßig der Versicherte bei der jährlichen Zahnvorsorge war. Ein durchgehend gestempeltes Bonusheft sichert Ihnen also nicht nur bei der gesetzlichen Krankenkasse eine höhere Zuzahlung, sondern auch bei der privaten Zusatzversicherung.

Tarife, die die komplette Rechnung zahlen, sind allerdings auch besonders teuer. Um abzuwägen, ob sich der höhere Beitrag lohnt, haben wir für verschiedene Tarife ausgerechnet, welchen Aufpreis jedes Prozent Erstattung kostet. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Tarife mit 100 Prozent Erstattung überproportional teuer sind.

Wir gehen deshalb davon aus, dass es sich in vielen Fällen lohnt, einen Tarif mit einer etwas geringeren Erstattung zu wählen und den Eigenanteil aus den gesparten Beiträgen zu zahlen. Aus diesem Grund empfehlen wir Tarife, die zwischen 75 und 90 Prozent des Rechnungsbetrages übernehmen.

Die Zahnzusatzversicherung sollte unbedingt nicht nur die Regelversorgung abgedecken, sondern auch zusätzliche Kosten für teurere Materialien oder einen höherwertigen Zahnersatz. Ein Tarif, der mit „Verdopplung der Kassenleistung“ wirbt, ist eine Mogelpackung. Denn auch der doppelte Kassenzuschuss reicht nicht aus, um teure Implantate zu finanzieren.

Leistungen bei Zahnbehandlung

Zusätzlich zum Zahnersatz lassen sich bei vielen Anbietern weitere Leistungen mitversichern. Das können zum Beispiel Wurzel- oder Parodontal-Behandlungen (Verfahren gegen chronische Zahnfleischentzündungen) sein. Allerdings zahlt diese in vielen Fällen auch die gesetzliche Krankenkasse.

Auch eine Rechnung von 150 Euro für eine Kunststofffüllung schmerzt, ist aber im Vergleich zu den Kosten für Zahnersatz verkraftbar. Aus diesem Grund haben wir solche Leistungen in unserem Vergleich von Zahnzusatzversicherungen nicht berücksichtigt.

Zahnprophylaxe ist nicht ausschlaggebend

Eine professionelle Zahnreinigung kann man auch selbst bezahlen, dafür ist keine Zahnzusatzversicherung nötig. Außerdem gibt es von vielen gesetzlichen Krankenkassen einen Zuschuss zur jährlichen Zahnreinigung.

Falls Sie einen Vertrag wählen, in dem die Zahnreinigung inklusive ist, sollten Sie auch wirklich regelmäßig hingehen. Denn die Versicherung hat in den monatlichen Beitrag dann schon einen Aufpreis für die Zahnreinigung eingerechnet.

Erstattungsgrenzen beachten

In den ersten Jahren nach Abschluss sind die Erstattungen von Zahnzusatzversicherungen auf sehr geringe Summen begrenzt. Das können beispielsweise 750 Euro in jedem der ersten vier Versicherungsjahre sein. Je höher die Leistungen ist den ersten Jahren sind, desto besser.

Außerdem ist es vorteilhaft, wenn die Erstattungsgrenzen möglichst wenige Jahre gelten, beispielsweise nur drei statt fünf Jahre lang. Danach sollte es keine jährliche Obergrenze mehr für die Erstattungen geben.

Auch die Zahl der Implantate, die die Versicherung bezahlt, sollte möglichst nicht begrenzt sein. Nach einem Unfall begrenzen viele Anbieter die Erstattung nicht. Auch wenn die Leistungsgrenzen der Anfangszeit nicht mehr gelten, zahlt die Zahnzusatzversicherung Rechnungen nur bis zu den gültigen Höchstsätzen der Gebührenordnungen der Ärzte und Zahnärzte. Überhöhte Kosten für Material oder das Labor, das den Zahnersatz anfertigt, kann die Versicherung kürzen.

Reichen Sie deshalb vor Beginn einer Behandlung am besten immer den Kostenvoranschlag Ihres Zahnarztes, den sogenannten Heil- und Kostenplan, bei der Versicherung ein. Diese teilt Ihnen dann verbindlich mit, welche Kosten sie übernehmen wird.

Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit

Viele Tarife haben eine Wartezeit von acht Monaten. Das bedeutet, die Versicherung zahlt erst nach dieser Zeit für Behandlungen. So wollen die Anbieter verhindern, dass Sie erst einen Vertrag abschließen, wenn Sie schon Zahnprobleme haben. Oft erlässt die Versicherung die Wartezeit, wenn Sie mit einer zahnärztlichen Untersuchung nachweisen, dass Ihre Zähne in Ordnung sind.

Einige Zahnzusatzversicherungen verzichten aber auch grundsätzlich auf eine Wartezeit, darunter unsere Empfehlung der Halleschen (Tarif Megadent).

Unabhängig von der Wartezeit gilt jedoch immer: Kein Geld gibt es für Behandlungen, zu denen Ihr Zahnarzt Ihnen nachweislich schon vor dem Abschluss der Versicherung geraten hat oder für Behandlungen, die er bereits begonnen hat.

Dieses Prinzip hebelt der Anbieter Ergo-Direkt aus und wirbt mit dem Tarif ZEZ, der auch dann einen Zuschuss zahlt, wenn die Behandlung schon läuft. Der große Haken: Für relativ geringe Leistungen müssen die Kunden mindestens zwei Jahre lang verhältnismäßig hohe Beiträge zahlen. Solche Angebote halten wir deshalb nicht für empfehlenswert.

Gesundheitsfragen ernst nehmen

Im Antrag für eine Zahnzusatzversicherung müssen Sie einige Gesundheitsfragen beantworten. Diese sind nicht so umfangreich wie bei anderen Versicherungen, dennoch sollten Sie ehrlich und gewissenhaft antworten. Denn im schlimmsten Fall können Sie Ihren Versicherungsschutz verlieren, wenn Sie falsche Angaben machen.

Meist fragen die Versicherungen nach fehlenden Zähnen, nach herausnehmbaren Prothesen und danach, wie alt bestehender Zahnersatz ist. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrem Zahnarzt nach, falls Sie sich nicht genau erinnern. Auch, ob er Ihnen bereits zu einer Behandlung geraten hat, müssen Sie angeben.

Wie die Anbieter mit Ihren Angaben umgehen, ist unterschiedlich. Einige schließen bereits fehlende Zähne vom Versicherungsschutz aus, bei anderen können Sie Zahnlücken gegen einen Aufpreis oder niedrigere Erstattungsgrenzen in den Anfangsjahren mitversichern. Ab vier fehlenden, nicht ersetzten Zähnen wird es häufig schwierig, überhaupt einen Vertrag zu bekommen.

Auch wenn Sie eine herausnehmbare Zahnprothese tragen, bekommen Sie bei verschiedenen Versicherern unterschiedlich gute Konditionen. Viele Anbieter behandeln herausnehmbare Prothesen wie ersetzte Zähne und versichern diese mit. Einige setzen herausnehmbare Prothesen aber auch mit fehlenden Zähnen gleich oder lehnen Kunden mit Prothese grundsätzlich ab.

Oft steigen die Beiträge mit dem Alter

Zahnzusatzversicherungen berechnen ihre Beiträge auf zwei Arten: Die einen Tarife sparen einen Teil des Beitrags (die sogenannten Altersrückstellungen) dafür an, dass die Beiträge mit dem Alter nicht zu stark steigen. Dadurch haben sie einen konstanten Beitrag, sind von vorneherein jedoch etwas teurer. Die anderen Tarife beinhalten keinen Sparanteil. Sie sind für junge Kunden günstiger, kosten dafür aber mit zunehmendem Alter deutlich mehr.

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bei Tarifen mit konstantem Beitrag und Altersrückstellungen können Sie besser abschätzen, ob Sie sich die Zahnzusatzversicherung auch in höherem Alter noch leisten können. Allerdings verlieren Sie einen Großteil der angesparten Altersrückstellungen, falls Sie den Vertrag kündigen. Dadurch sind Sie unflexibler und stärker an Ihren Versicherer gebunden.

Der Vorteil solcher Tarife ist, dass Sie diese ohne Verluste kündigen und in einen Tarif mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis wechseln können. Außerdem ist die Auswahl an Angeboten mit steigendem Beitrag deutlich größer.

Welche Tarife sind empfehlenswert?

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich nur dann, wenn Sie viel Wert auf teuren Zahnersatz und optisch schicke Materialien legen. Wenn Sie mit der Regelversorgung der Krankenkasse zufrieden sind, können Sie den Eigenanteil meist von Ersparnissen bestreiten.

Haben Sie sich entschieden, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, beginnt die Suche nach dem besten Angebot. Und die gestaltet sich oft schwierig, denn es gibt ein fast unüberschaubares Spektrum von Hunderten Tarifen in allen Preislagen. Tarife, die nur einen kleinen Zuschuss zum Zahnersatz leisten, lohnen sich meist ebenso wenig wie sehr teure Tarife mit vielen Zusatzleistungen. Inmitten der riesigen Auswahl ein gutes, mittelpreisiges Angebot zu finden, ist mühsam.

Finanztip hat deshalb zwischen Mai und Juli 2018 verschiedenen Zahnzusatzversicherungen verglichen und Tarife herausgesucht, die gute Leistungen zu einem fairen Preis bieten. Wie wir dabei vorgegangen sind, lesen Sie am Ende dieses Textes.

Wir empfehlen die Tarife DKV Kombi Med Zahn KDT85, Hallesche Megadent und Janitos Ja dental plus.

Bis Februar 2019 empfahlen wir zusätzlich den Tarif Z90 der Inter, bis Juni 2019 den Tarif MediZ Premium der Gothaer. Diese Tarife sind inzwischen jedoch nicht mehr online abschließbar und erfüllen damit ein Auswahlkriterium unserer Untersuchung nicht mehr. Auf der Website der Inter können Kunden nur noch den Tarif Z90 Plus abschließen, den wir nicht untersucht haben. Auch der nunmehr einzige online abschließbare Tarif der Gothaer – MediZ Duo – war nicht Teil unseres Vergleichs.

Die von uns empfohlenen Angebote kosten im Durchschnitt über 30 Jahre gerechnet zwischen 26 und 37 Euro im Monat. Den Durchschnittsbeitrag geben wir an, um besser vergleichbar zu machen, was die einzelnen Tarife langfristig kosten. Denn je nach Anbieter entwickelt sich der Beitrag mit zunehmendem Alter des Kunden unterschiedlich.

Nach Alter gestaffelte Preisbeispiele

 

DKV Kombi

Med Zahn

KDT85

Hallesche

Megadent1

Janitos
Ja dental
plus2

Durchschnittsbeitrag
43 bis 73 Jahre
28 €37 €37 €
Beitrag bei Abschluss
mit 35 Jahren
14 €23 €23 €
Beitrag bei Abschluss
mit 45 Jahren
20 €30 €28 €
Beitrag bei Abschluss
mit 55 Jahren
29 €35 €35 €

Annahmen: Kunde ohne Vorerkrankungen und Zahnlücken; Preis pro Monat, Zahlen gerundet
1Tarif erstattet zweimal im Jahr maximal 80 € für die professionelle Zahnreinigung
2Tarif erstattet 90 % für eine professionelle Zahnreinigung (maximal 100 € im Versicherungsjahr)
Quelle: Auskünfte der Anbieter (Stand: 15. Februar 2019)

DKV
Kombi Med Zahn KDT85
  • 85 % Erstattung für Zahnersatz, 90 % bei Partner-Zahnarzt
  • für je 4 € mehr im Monat bis zu 3 Zahnlücken mitversichert
  • bis zu 1.500 € Leistung in den ersten 3 Versicherungsjahren
  • 8 Monate Wartezeit, entfällt bei Unfall
  • ab 4 Zahnlücken kein Vertrag möglich
Nur beim Anbieter abschließbar
Hallesche
Megadent
  • 80 % Erstattung für Zahnersatz, 90 % mit 5 Jahren Bonusheft
  • keine Wartezeit
  • bis zu 5.000 € Leistung in den ersten 5 Versicherungsjahren
  • bei fehlenden Zähnen nur sehr niedrige Leistung in ersten Jahren
  • herausnehmbare Prothesen gelten als fehlende Zähne
  • ab 4 Zahnlücken kein Vertrag
Janitos
Ja dental plus
  • 80 % Erstattung für Zahnersatz, 85 % mit 5 Jahren Bonusheft, 90 % mit 10 Jahren Bonusheft
  • bis zu 4.000 € Leistung in den ersten 4 Versicherungsjahren
  • eine Zahnlücke ohne Einschränkungen mitversichert
  • bei mehreren fehlenden Zähnen nur sehr niedrige Leistung in ersten Jahren
  • bei herausnehmbarem Zahnersatz oder 4 Zahnlücken kein Vertrag möglich
Nur beim Anbieter abschließbar

DKV Tarif Kombi Med Zahn KDT85

Die DKV zahlt mit dem Tarif Kombi Med Zahn KDT85 zusammen mit dem Zuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung 85 Prozent des Rechnungsbetrages
unabhängig davon, ob Sie ein Bonusheft führen. 90 Prozent Erstattung bekommen Sie, wenn Sie sich bei einem Partner-Zahnarzt der DKV behandeln lassen. Diese Ärzte sind über das Godentis-Netzwerk organisiert, dem bundesweit etwa 350 Zahnmediziner angehören.

Die Leistungen sind zunächst gedeckelt, auf 500 Euro im ersten Versicherungsjahr, 1.000 Euro in den ersten zwei Versicherungsjahren und 1.500 Euro in den ersten drei Versicherungsjahren.

Gar nicht zahlt die DKV hingegen, wenn die gesetzliche Krankenversicherung keine Vorleistung erbringt. Das kommt sehr selten vor, etwa wenn Sie sich bei einem Zahnarzt ohne Kassenzulassung behandeln lassen oder ein Eingriff rein aus kosmetischen Gründen erfolgt. Reichen Sie also in jedem Fall vor der Behandlung den Heil- und Kostenplan bei der DKV ein, um zu erfahren, welchen Zuschuss Sie bekommen. Unsere anderen Empfehlungen kürzen die Erstattung in solchen Fällen lediglich.

Falls Ihnen bereits Zähne fehlen, können Sie bei der DKV bis zu drei Zahnlücken in den Versicherungsschutz einschließen lassen. Das kostet allerdings 4 Euro Aufpreis im Monat pro Zahn. Ab vier fehlenden, nicht ersetzten Zähnen bekommen Sie bei der DKV keinen Vertrag mehr.

Hallesche Tarif Megadent

Der Tarif Megadent der Halleschen startet mit einer Erstattung von 80 Prozent für Zahnersatz und Inlays; mit fünf Jahre gestempeltem Bonusheft sind es 90 Prozent. Kosten für die Regelversorgung übernimmt die Versicherung komplett.

Die Leistungen sind in den ersten fünf Jahren gedeckelt. Die Erstattungsgrenze für Zahnersatz liegt im Jahr des Vertragsabschlusses bei 1.000 Euro und steigt mit jedem Kalenderjahr um weitere 1.000 Euro. In den ersten fünf Jahren können Sie also Leistungen für höchstens 5.000 Euro in Anspruch nehmen. Haben Sie allerdings mindestens eine Zahnlücke oder herausnehmbaren Zahnersatz, reduzieren sich die Höchstbeträge um 75 Prozent. Das bedeutet, in den ersten fünf Jahren bekommen Sie höchstens 1.250 Euro.

In der Tarifkombination Megadent sind auch Leistungen zu Zahnbehandlung und Prophylaxe enthalten. Es gibt zweimal im Jahr jeweils 80 Euro Zuschuss zur Zahnreinigung; und auch Kosten für Kunststofffüllungen oder Narkose und Akupunktur übernimmt die Versicherung. Dementsprechend ist der Tarif auch etwas teurer als unsere Empfehlungen ohne Leistungen für Zahnprophylaxe und -behandlung.

Sofern die anderen von uns empfohlenen Tarife keine Erstattung für Zahnreinigung und Zahnbehandlung vorsehen, können Sie solche Leistungen gegen einen Aufpreis dazu buchen. Wägen Sie aber genau ab, ob sich die Mehrkosten wirklich lohnen.

Janitos Tarif Ja dental plus

Auch der Tarif Ja dental plus der Janitos koppelt die Zahlung für Zahnersatz und Inlays an die Zahnvorsorge: Standardmäßig erstattet die Janitos 80 Prozent, mit 5 Jahren Bonusheft 85 Prozent und mit 10 Jahren Bonusheft 90 Prozent.

Wichtig zu beachten: Sie müssen sich vor der Behandlung den Heil- und Kostenplan Ihres Zahnarztes von der Janitos genehmigen lassen. Sonst kürzt die Versicherung bei Rechnungen von mehr als 1.000 Euro ihre Leistungen um die Hälfte.

In den Anfangsjahren ist die Erstattung begrenzt auf 1.000 Euro in den ersten zwölf Monaten und auf jeweils weitere 1.000 Euro in jedem folgenden Jahr. So bekommen Sie höchstens 4.000 Euro in den ersten vier Jahren.

Haben Sie zwei Zahnlücken, reduzieren sich die Höchstbeträge drastisch auf höchstens 1.200 Euro in den ersten vier Jahren. Bei drei fehlenden Zähnen liegt die Erstattungsgrenze bei gerade einmal 600 Euro. Damit kommt der Tarif nur für Kunden mit noch recht guten Zähnen infrage. Menschen, die bereits eine herausnehmbare Prothese als Zahnersatz tragen, bekommen überhaupt keinen Vertrag für den Tarif Ja dental plus.

Wie das Angebot der Halleschen gehört auch dieser Tarif zu den teureren unter unseren Empfehlungen. Dafür sind auch Leistungen zur Zahnprophylaxe und -behandlung eingeschlossen. So erstattet Janitos neben Kosten für Parodontal- und Wurzelbehandlungen auch 90 Prozent der Rechnung für eine professionelle Zahnreinigung, allerdings nur bis zu einem Betrag von 100 Euro.

Wie bekomme ich günstigen Zahnersatz ohne Zusatzversicherung?

Auch ohne eine Zahnversicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Kosten für den Zahnarztbesuch zu senken.

Für Geringverdiener

Wer sich keinen Zahnersatz leisten kann, muss nicht mit schlechten Zähnen leben. Für Geringverdiener gibt es bei den gesetzlichen Krankenkassen eine Härtefallregelung. Das bedeutet, bei Versicherten mit Bruttoeinnahmen von weniger als 1.246 Euro im Monat (Stand: 2019) übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für die Regelversorgung vollständig.

Lebt ein Angehöriger mit im Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze auf 1.713,25. Für jeden weiteren Angehörigen steigt die Grenze um zusätzliche 311,50 Euro (Stand: 2019).

Auch wenn Sie die Einkommensgrenze knapp überschreiten, können Sie einen erhöhten Zuschuss der Krankenkasse bekommen. Diese übernimmt dann nicht die komplette Rechnung für die Regelversorgung, gibt aber abhängig von Ihren finanziellen Verhältnissen und den Zahnarztkosten mehr dazu als normalerweise.

Um von der Härtefallregelung zu profitieren, müssen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag stellen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zur Härtefallregelung bei Zahnersatz.

Für Normalverdiener

Mit einer klugen Wahl der gesetzlichen Krankenkasse müssen Sie beim Zahnarzt weniger selbst zahlen. Denn viele Kassen bieten im Zahnbereich über die gesetzlichen Leistungen hinaus freiwillige Zusatzleistungen an. So gibt es bei manchen einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung, die Sie sonst voll selbst zahlen müssen.

Bei anderen Kassen kann Zahnersatz günstiger sein, wenn Sie sich von Zahnärzten behandeln lassen, die mit der Kasse kooperieren. Haben Sie ein zehn Jahre lückenlos geführtes Bonusheft, übernimmt die Krankenkasse dann häufig die kompletten Kosten für die Regelversorgung. Einige Kassen schließen auch Verträge mit Zahnkliniken im EU-Ausland, wo Zahnersatz häufig deutlich günstiger ist.

Wie Sie zu einer Kasse mit guten Zusatzleistungen wechseln, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Mehr dazu im Ratgeber Gesetzliche Krankenversicherung

  • Bei Zusatzleistungen, Beitrag und Service gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Krankenkassen.
  • Von uns empfohlene Anbieter: HEK, TK, BKK VBU, Bahn-BKK und BKK24

Zum Ratgeber

Egal, wo Sie versichert sind: Wenn eine teure Zahnbehandlung ansteht, sollten Sie Preise vergleichen. Denn beim selben Befund können die Kosten in unterschiedliche Praxen enorm voneinander abweichen. Holen Sie sich deshalb von mindestens zwei Zahnärzten einen Kostenvoranschlag.

Das Recht auf so eine Zweitmeinung hat jeder, schließlich ist es für Laien schwierig einzuschätzen, welche Behandlung sinnvoll und welcher Preis angemessen ist. Die Patientenberatung der Zahnärztekammern berät kostenfrei zu Zahnersatz und -behandlungen. Sie können aber auch einfach zu einem anderen Zahnarzt gehen, Preise über ein Internetportal vergleichen oder Angebote Ihrer Krankenkasse zur Zweitmeinung nutzen.

Übrigens: Ausgaben für Zahnersatz können Sie unter Umständen auch als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen.

So haben wir ausgewählt

Vergleich Zahnzusatzversicherungen 2018

Wir haben zwischen Mai und Juli 2018 Preis und Leistung verschiedener Zahnzusatz-Tarife verglichen. Bei der Auswahl der Grundgesamtheit haben wir uns auf Bewertungen gestützt, die aus dem Test der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 5/2018) und dem Rating zu Zahnersatz des Analysehauses Franke & Bornberg (Stand: 16. Mai 2018) stammen. In die Grundgesamtheit nahmen wir nur Tarife auf, die bei Finanztest die Note „sehr gut“ und bei Franke & Bornberg ein „FFF“ oder „FF+“ erhalten haben.

Von den verbliebenen Tarifen haben wir die Preise verglichen. Dafür nutzten wir den von Finanztest ausgewiesenen Durchschnittsbeitrag zwischen 43 und 73 Jahren. So wurde ein Preisvergleich zwischen den Tarifen mit konstantem Beitrag und denen mit altersbedingten Beitragssteigerungen möglich.

In unserer weiteren Analyse haben wir uns dann auf 21 Tarife konzentriert, die das günstigste Drittel der leistungsstarken Grundgesamtheit bildeten. Tarifkombinationen, die nicht online auf der Website des Anbieters abschließbar waren, haben wir aussortiert. Somit blieben zehn Tarifkombinationen übrig:

  • Concordia Tarif ZT
  • DKV Kombi Med Tarif KDT85
  • DKV Kombi Med Tarif KDT85 + KDBE
  • Gothaer Tarif MediZ Premium
  • Hallesche Megadent
  • Huk24 Tarif ZZ Premium Plus
  • Huk Coburg Tarif ZZ Premium Plus
  • Janitos Tarif JA dental plus
  • Inter Tarif Z90
  • Inter Tarif Z90 + Zpro

Da die Tarife ZZ Premium Plus der Huk24 und der Huk-Coburg identisch sind, haben wir in der weiteren Untersuchung nur das minimal günstigere Angebot der Huk24 berücksichtigt. Die DKV und die Inter sind mit zwei Tarifkombinationen vertreten, von denen jeweils eine Leistungen zur Zahnprophylaxe enthält. In beiden Fällen haben wir uns auf den günstigeren Tarif ohne Prophylaxe-Leistungen konzentriert.

So gelangten letztlich sieben Tarife in die Endauswahl. Die Versicherungsbedingungen dieser Tarife haben wir verglichen und darauf geprüft, ob es Kriterien gibt, die aus unserer Sicht gegen einen Abschluss sprechen. Nach dieser Prüfung hielten wir die folgenden fünf Tarife für empfehlenswert: Gothaer MediZ Premium, DKV Kombi Med Zahn KDT85, Hallesche Megadent, Janitos Ja dental plus und Inter Z90.

Seit Februar 2019 gehört der Tarif Z90 der Inter jedoch nicht mehr zu unseren Empfehlungen. Kunden können den Tarif inzwischen nicht mehr online abschließen – das war jedoch ein Auswahlkriterium für unsere Untersuchung. Ein Neuabschluss des Z90 ist weiterhin möglich, allerdings nur über den Vertrieb der Inter oder einen Versicherungsmakler. Gleiches gilt für den Tarif MediZ Premium der Gothaer. Er gehört seit Juni 2019 nicht mehr zu unseren Empfehlungen, nachdem die Gothaer den Online-Vertrieb eingestellt hat. Der Tarif ist aber weiterhin über Versicherungsmakler und den Außendienst der Gothaer erhältlich.

Den Tarif ZZ Premium Plus der Huk24 haben wir nicht in die Liste der Empfehlungen aufgenommen, weil die Huk24 über die ganze Vertragslaufzeit höchstens zehn Implantate bezahlt und die Erstattungssumme auf 20.000 Euro im Jahr deckelt. Die anderen Tarife begrenzen die Zahl der Implantate oder die jährliche Erstattungssumme nicht.

Auch der Tarif ZT der Concordia hat es nicht unter die Empfehlungen geschafft. Er war unter den sieben leistungsstarken Tarifen derjenige mit der schlechtesten Test-Note von Finanztest und verfügte aus unserer Sicht, was Preis und Leistung angeht, über kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Angeboten. Zu diesem Schluss sind wir gekommen, nachdem wir die Regelungen zu Erstattungshöhen für Zahnersatz und Inlays sowie Wartezeiten verglichen haben, ebenso wie Summenbegrenzungen in den ersten Jahren und Höchstsätze erstattungsfähiger Kosten.

Autor
Julia Rieder

Stand: 28. Juni 2019


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