Beiträge von Benutzername#0815

    Schiefe Wetten im Portfolio sind auch selten als All-In gedacht (wie beispielsweise Unternehmensgründungen es oft sind).

    Bitcoin beispielsweise war lange so eine schiefe Wette.

    Wenn man 5% komplett verliert: Na und.

    Wenn man eine Verzehnfachung darauf verpasst: Das ändert viel.

    Welches Risiko ist größer?

    Ich würde diese Wetten auch nicht suchen. Wenn man aber eine realistische schiefe Wette vor sich hat und die Frage ist:

    Riskiere ich 5% meines Vermögens oder potentielle Opportunitäskosten in Höhe meines halben Vermögens. Was ist dann wirklich das größere Risiko?

    Worüber würde ich mich mehr ärgern?

    Was würde das Leben stärker verändern?

    Wenn das so ist, dann brauchen wir ja alle nur Lotto spielen? Es ist auch ganz einfach: man muss nur die richtigen ankreuzen 🙂

    Lotto hat einen stark negativen Erwartungswert und ist extrem schief.

    Beides muss bei schiefen Wetten auf Aktien nicht gegeben sein.

    Auch eine Unternehmensgründung ist eine ziemlich schiefe Wette. Wenn's klappt kann man extrem reich werden aber sehr oft verliert man.

    Sagst du auch jedem Gründer: Geh lieber Lotto spielen und kreuz die richtigen Zahlen an?

    Und? Hast Du es gesehen?

    Wie viele Millionen hast Du gemacht?

    Wie gesagt, es bringt NICHTS es zu sehen.

    Man muss auch sehr genau wissen, wann es kracht, wenn man es ausnutzen will.

    Von Unterbewertungen kann man langfristig profitieren, wenn man sie erkennt.

    Von Überbewertungen nur, wenn man sie erkennt und genau weiß, wann sie sich wieder abbauen. Was praktisch kaum möglich ist.

    Daher sind die Märkte bei Übertreibungen so anfällig.

    Diese so genannten Wetten sind einfach sinnlos und haben nichts mit Geldanlage zu tun.

    Es ist Zockerei.

    Ist es denn auch irrational?

    Solche schiefen Wetten, mit denen man zwar alles verlieren aber noch sehr viel mehr gewinnen kann, können in der Vermögensaufbauphase rational sein.

    Schiefe Wetten sind neben Erben eigentlich die einzige Möglichkeit, ein wirklich sehr großes Vermögen aufzubauen.

    Muss man nicht machen, kann gewaltig schiefgehen und sollte mit steigenden Depotwert einen immer kleineren Anteil annehmen.

    Aber das macht es nicht in jedem Fall irrational. Sonst wäre jeder Unternehmer irrational.

    Trader42 Sind nicht auch dann alle Informationen eingespeist, wenn zwar jeder weiß, dass es crashen wird, aber niemand wann?

    Dann hat jeder noch die Chance schnell genug raus zu kommen und alle spielen weiter.

    Nur kann zwar jeder rauskommen, nur eben nicht alle :D

    Überbewertungen können eh nur schwer abgebaut werden.

    Selbst wenn die Überbewertungen offensichtlich sind. Denn es besteht ja die Chance, dass es kurzfristig weiter geht, also wird weiter gespielt.

    Während Unterbewertungen meist behoben werden, indem Leute kaufen und dann halt warten ist dies bei Überbewertungen nicht möglich.

    Denn wenn du meinst eine Überbewertung zu sehen, bringt dir das nichts.

    Für eine Shortposition muss man nicht nur wissen, dass es irgendwann runter geht, sondern auch genau wann.

    Sollte man mit dem Timing (nicht der Überbewertung selbst) daneben liegen, kann dies den Preis sogar noch weiter in die Höhe treiben, da du zum Glattstellen deiner Position dann kaufen musst.

    Und je weiter es steigt, desto mehr Leute müssen ihre Position durch Käufe schließen und der Kurs schießt noch weiter hoch.

    Ich kann mir daher beim besten Willen nicht vorstellen, wie der Markt Übertreibung auch nur im Ansatz so gut beheben kann wie Untertreibung .

    Nicht umsonst gibt es den Spruch: Der Markt kann länger irrational sein als du selbst liquide.

    Weil jede Underperformance zum MCap-Index eine gleich große Outperformance an anderer Stelle erzeugt.

    Wenn man Underperformance identifizieren kann, hat man auch eine Hinweis, wo die dazugehörige Outperformance zu finden sein könnte.

    Man hört immer wieder, wie man Geld verbrennen kann. Beispielsweise trendige Themen-ETFs oder Hype-Aktien.

    Gleichzeitig soll Outperformance aber immer nur Glück sein. Dabei geht Outperformance und Underperformance immer nur zusammen.

    Das tut man aber. Wer Gleichgewichtung anstrebt, kauft von Unternehmen geringer Größe einen überproportional hohen Anteil.

    Aus der Außenperspektive.

    Aber welche Relevanz hat die insgesamt existierende Aktienanzahl für mich?

    Wieso muss ich wissen, wie viele Aktien es insgesamt gibt damit ich weiß, wie viele ich brauche?

    Dass ich mehr kaufen will, als es gibt, wird mir nicht passieren :D

    Für Indexfonds mag das relevant sein, denn anders gewichtete Indexfonds könnten sonst wirklich irgendwann mehr kaufen als es gibt.

    Das ist eine Einschränkung für eine Strategie, die beliebig groß werden soll, dass sie proportional zum Angebot kauft.

    Das macht die Strategie beliebig skalierbar, was für die Anbieter wichtig ist.

    Hä?

    Ich habe doch sogar mit der MCap-Gewichtung als Durchschnitt argumentiert.

    Wenn jemand vom MCap abweicht, so muss irgendwo im Markt eine exakt gegenteilige Abweichung existieren. Sonst landen wir nicht im Durchschnitt.

    Und wenn dieser jemand unterperformt so ist die genau gegenteilige Abweichung zwangsläufig überperformend.

    Und ich glaube halt zu wissen, was dieses unterperformende Portfolio ist. Nämlich das Hype-Portfolio.

    Somit ist die exakt gegenteilige Abweichung überperformend.

    Wobei exakt ohne negative Gewichtung nicht geht, aber die Tendenz.

    Tja, da kann ich inhaltlich nicht folgen.

    Und nein, nur weil es eine unterdurchschnittliche Gruppe gibt, bist Du noch lange nicht überdurchschnittlich.

    Wenn ich weiß, welche Aktien die unterdurchschnittliche Gruppe hält, dann schon.

    Das Portfolio dieser Gruppe ist ja schlechter als der Markt.

    Wenn ich aus dem Markt nun genau die Aktien ausschließe, müsste ich besser sein.

    Geht nicht perfekt, wenn ich Aktien nicht negativ gewichten kann, aber die Tendenz sollte schonmal positiv sein.

    Letztlich gilt ja: Wenn ein Portfolio relativ zu MCap anders gewichtet ist und deshalb unterdurchschnittlich läuft, gibt es irgendwo das dazugehörige Übergewicht das entsprechend besser läuft.

    In Summe ergibt sich ja über alle Investoren die MCap-Gewichtung und die Marktrendite.

    Wenn ich solche Sätze lese, erhärtet sich bei mir der Verdacht, dass Du die Marktkapitalisierung nicht verstanden hast und dass darauf alle Missverständnisse beruhen.

    Es wird nicht von einer Aktien mehr gekauft als von der anderen, sondern die eine Aktie ist lediglich teurer als die andere.

    Man kauft proportional zu Anzahl der ausstehenden Aktien wie oben beschrieben. Da herrscht erstmal kein Missverständnis, sondern so funktionieren MCap-Indices.

    Das kann man nun verschieden interpretieren.

    Meine Interpretation ist, dass man mehr kauft, je mehr da ist. Und da die Aktienanzahl nunmal keine Marktmeinung ist, ist auch die Gewichtung (die sich durch Bewertung der Aktie hieraus ergibt) keine Marktmeinung.

    Man kann es auch so interpretieren, dass ein proportionaler Kauf rein nach Aktienanzahl dazu führt, dass man einen gleichen Anteil der freien Aktien aller Unternehmen kauft.

    Auch diese Interpretation ist korrekt.

    Wenn man eine Gleichgewichtung anstrebt heißt dies eher, dass man sich nicht entscheiden kann, welche Aktie besser ist.

    Es heißt nicht, dass man für jede gleich viel zahlt. Den Preis kann ich mir ja nicht aussuchen.

    Gewichtung und Bewertung hängen über die Aktienanzahl zusammen, sind aber nicht das Gleiche!

    Oder von mir aus aus Unternehmens"größe" und Bewertung, wenn man es abstrakter mag. Aber auch die Unternehmens"größe" ist keine Marktmeinung.

    (Das heißt übrigens nicht, dass ich Fan von Gleichgewichtung bin. Das hat schon auch Nachteile, wie der zu hohe Turnover).

    Emilian Ein Inflationsrisiko sehe ich da trotzdem nicht.

    Es ist ein wirtschaftliches, demografisches und politisches Klumpenrisiko in Deutschland.

    Das ist aber eine andere Risikostruktur als Inflationsrisiko, wo man in Wellen dauerhafte Verluste einfährt und praktisch keine Erholungschance hat.

    Aktien bieten dazu eine gute Diversifikation über andere Länder unten sollten daher sicher nicht fehlen.

    Was genau ist die Aufgabe der nominalen Rente der Versicherung?

    Zockerei als Quelle der Überrendite?! Wie das?

    Wer mit Aktien zockt, der wird in der Mehrheit der Fälle eine Unterrendite erzielen, eben weil die meisten Aktien eine Unterrendite erzielen.

    Wenn ich eine Gruppe von Personen finde, deren Rendite im Schnitt unterdurchschnittlich ist, so habe ich auch ein Portfolio, das überdurchschnittlich ist.

    Nämlich das Marktportfolio minus das Gruppenportfolio.

    Und meine These ist, dass diese Gruppe Hype-Investoren sind.

    Und dass Quality, Value, Low Volatiliy das Gegenportfolio ist.

    12345 Doch, sogar praktisch ausschließlich. Das macht die MCap-Indices ja so einfach.

    Du musst nur die freien Aktien aller Unternehmen zählen und ins Verhältnis setzen. Und solange sich die Anzahl der Aktien nicht ändert, musst du auch nicht handeln.

    Wenn der Index aus 3 Unternehmen

    A mit 10 Aktien

    B mit 20 Aktien

    D mit 100 Aktien besteht

    So ist die Aufteilung der Aktien im Index

    1 zu 2 zu 10.

    Fertig.

    Nur mit leuchtet es einfach überhaupt nicht ein , wieso das eine Marktmeinung ist.

    Die Anzahl der Aktien ist doch keine Marktmeinung.

    Der Markt bewertet den Preis einer Aktie, damit der Preis fair ist.

    Aber der andere entscheidende Teil der MCap ist keine direktes Ergebnis von Meinungen und somit ist auch die MCap keine Marktmeinung.

    .Ja, in einem 08/15-MSCI World-ETF nimmt von über 1.000 Unternehmen allein Apple 4-5% ein. Ist das ein Klumpenrisiko? Ist Apple überbewertet? Der Markt sagt, Apple ist richtig so bewertet. Woher soll ich es besser wissen als der Markt?

    Was hat Klumpenrisiko mit der Bewertung zu tun?

    Du sollst die Aktie ja nicht zu einem anderen Preis kaufen (wäre natürlich toll, wenn das ginge), sondern in einer anderen Gewichtung .

    Gerade, wenn du alle Aktien fair bewertet findest, kannst du sie ja fast beliebig gewichten.

    Nur weil es von etwas mehr gibt, muss man davon nicht mehr kaufen.

    Der Immobilienmarkt ist beispielsweise größer als der Aktienmarkt.

    Also muss ich ja auch mehr Immobilien als Aktien haben nach der Logik.

    Ne, der Zusammenhang erschließt sich mir nicht.

    Warum ich die Anzahl aller frei verfügbaren Aktien zählen muss um daraus abzuleiten, wie viele ich zu kaufen habe, erscheint mir komplett unlogisch.

    Die Anzahl der freien Aktien hat doch praktisch keinen Einfluss auf mich.

    Aber wenn ich sie vorher nicht zähle, spekuliere ich gegen den Markt?

    Hä?


    Zum Teil ist es natürlich auch die Lust am Zocken. Man kann ja schließlich gewinnen. Das ist wie beim Lotto. Der Umstand, dass es tatsächlich Gewinner gibt, beweist angeblich, dass es funktioniert.

    Die Chancen und Risiken interessieren dabei freilich nicht.

    Und könnte nicht genau da die Quelle einer möglichen Outperformance gegenüber dem Markt liegen?

    Dass Zockerei und Überbewertungen existieren, ist doch offensichtlich. Sowohl auf Einzelwertebene aber auch auf Ebene von Sektoren (Dotcom) oder Regionen (Japan).

    Und MCap, also "der Markt" tendiert dazu, genau hier mitzulaufen.

    Die Überperformance des einen ist die Unterperformance des anderen. Und Hypes tendieren zu Unterperformance.

    Passt also.

    Auch passt es gut, dass es gerade Qualität, Value und Low Volatiliy ist, die historisch überdurchschnittlich waren.

    Übertreibungen können im Markt nur schwer abgebaut werden, denn Shortselling hat ein unfaires Risikoprofil.

    Daher können Übertreibungen lange anhalten und weit gehen.

    Dass man mit einer Buy-And-Hold-Strategie von Qualität besser fährt, ist daher nicht unplausibel.

    Emilian Wenn dein Ziel nicht darin besteht, ein maximales Erbe zu hinterlassen oder mit 100 Jahren eine Weltreise zu starten, ist die erwartete Rendite nicht der wichtigste Punkt.

    Genauso wichtig ist es, dass dein Einkommen sich nicht zu sehr von deinen Kosten entfernt (insbesondere nach unten :D)

    Die GRV entwickelt sich tendenziell mit den Lebenshaltungskosten.

    Ein Eigenheim sichert halbwegs (und auch nur, wenn es gut in Schuss ist) die Mietkosten.

    Aktien hingegen machen kurzfristig irgendwas. Sie haben zwar die höchste erwartete Rendite, aber da sie kurz- bis mittelfristig nicht unbedingt mit den Lebenshaltungskosten korrelieren, kannst du das nicht voll ausnutzen und musst mit einem guten Risikopuffer fahren.

    Außerdem kannst du auch das Aktiendepot aggressiver entsparen, wenn du eine inflationsgeschützte Rente im Rücken hast. Dann kann man notfalls auch mal die Entnahme runterfahren in Krisen. Wenn man aber auf das Aktiendepot zwingend angewiesen ist, muss man vorsichtiger sein.

    Was das politische Risiko der Rente angeht, stimmt das natürlich zum Teil. Schwer abzuschätzen.

    Aber das Inflationsrisiko einer nominalen monatlichen Rente der Versicherung würde ich auch nicht geringer einschätzen.

    Nein, der Hinweis auf eine Value-Prämie reicht nicht. Die Faktorprämien mag es geben. Ich weiß es nicht. Wenn es sie gibt, sind es aber Risikoprämien.

    Das wirst du nur schwer beweisen können.

    Grundsätzlich gibt es sowohl Studien, die ein höheres Risiko von Value-Aktien in wirtschaftlich schlechten Phasen zeigen.

    Genau so aber auch Studien, die auf einen übertriebenen Optimismus bei Growth-Aktien hinweisen, sodass diese einfach zu teuer sind.

    Beides sind plausible Erklärungen für eine mögliche Value-Prämie.