Beiträge von Grossrat

    Ich finde es ehrlich gesagt erstaunlich, wie man die Realität der letzten Jahre so ausblenden kann.[und diverse weitere ähnliche Posts]

    Ach du liebe Zeit, bei diesem ganzen neoliberalen Thiel’schen Links-Bashing weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll.

    Du nennst einfach alles links, was Staat ist, und glaubst dann, damit sei irgendwas erklärt, ist es aber nicht.
    Deutschland ist nicht an linker Politik gescheitert, sondern an konservativem Stillstand, neoliberaler Kürzungslogik und offenem Marktversagen.
    Auch deine Staatsquoten Erzählung zieht nicht. Deutschland lag 2024 bei 49,5 Prozent und damit praktisch beim EUDurchschnitt von 49,2 Prozent. Das ist doch nun wirklich kein sozialistischer Sonderweg! Und ein großer Teil dieser Ausgaben ist dazu nicht linke Utopie, sondern Rente, Pflege, Gesundheit und soziale Sicherung in einer alternden Gesellschaft.
    Allein der Etat für Arbeit und Soziales liegt 2026 bei rund 197 Milliarden Euro und macht etwa 38 Prozent des Bundeshaushalts aus. Die Leistungen an die Rentenversicherung liegen bei rund 127 Milliarden Euro. Dazu kommt jetzt Aufrüstung. Für 2026 stehen 82,69 Milliarden Euro im regulären Verteidigungsetat und weitere 25,51 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Wenn du steigende Staatsausgaben siehst und reflexhaft „links“ rufst, blendest du also aus, was diese Ausgaben tatsächlich treibt.
    Bei der Energie ist es genauso eindeutig. Sozialdemokratische und grüne Politik wollte die Abhängigkeit von fossilen Importen durch erneuerbare Energien beenden. Konservative haben Ausbau, Netze, Speicher und Industriepolitik jahrelang gebremst, während Deutschland 2021 noch 52 Prozent seines importierten Erdgases aus Russland bezog. Das war doch nicht links, das war fossile Besitzstandspolitik und „Geiz ist geil“.
    Auch die Autoindustrie wurde nicht von linker Politik gezwungen, Batterien, Software und bezahlbare Elektroautos zu verschlafen. Weltweit wurden 2025 über 20 Millionen Elektroautos verkauft, jedes vierte neue Auto war elektrisch. Der Markt hat sich gedreht, China hat geliefert, deutsche Konzerne haben zu lange Dieselromantik gepflegt. Das ist Managementversagen, kein Sozialismus.
    Beim Wohnen sieht man das Marktversagen noch klarer. In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen. Nicht, weil es zu viel linke Politik gab, sondern weil der Markt dort baut, wo Rendite winkt, nicht dort, wo Menschen mit normalem Einkommen wohnen müssen.
    Mehr? Gerne. Die Infrastruktur wurde über Jahrzehnte kaputtgespart. IW und IMK beziffern den zusätzlichen öffentlichen Investitionsbedarf auf knapp 600 Milliarden Euro in zehn Jahren. Das war kein linker Investitionsrausch mit Arbeiterchor, sondern bürgerliche Substanzvernichtung im Namen der schwarzen Null.
    Genauso Hartz, Minijobs und Niedriglohn. Das wurde als Flexibilisierung verkauft, hat aber Druck nach unten erzeugt. Studien zeigen sinkende Reallöhne und mehr Ungleichheit. Menschen wurden nicht befreit, sie wurden diszipliniert. Und nein, der freie Markt löst Armut nicht. Der Markt reagiert auf Kaufkraft, nicht auf Bedürftigkeit. Wer kein Geld hat, ist im Markt nicht frei, sondern irrelevant.
    2025 waren in Deutschland 17,6 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, also 21 Prozent der Bevölkerung. Armut wird nicht kleiner, wenn man den Staat schwächt, sie wird nur härter, sichtbarer und vererbbarer.
    Deutschland hat ganz sicher nicht zu viel linke Politik. Deutschland hat zu lange Besitz geschützt, Arbeit belastet, Investitionen verschoben, fossile Abhängigkeit konserviert und Marktversagen romantisiert. Wenn du das alles „links“ nennst, beschreibst du nicht Deutschland, sondern deine ideologische Brille.

    Und was bedeutet Neoliberalismus wirklich für normale, nicht reiche Menschen? Er bedeutet, dass dein Lohn möglichst flexibel sein soll, deine Miete aber nicht. Dass du privat vorsorgen sollst, obwohl dein Gehalt kaum reicht. Dass Schulen, Bahn, Pflege und Verwaltung kaputtgespart werden und du dann hören darfst, der Staat funktioniere halt nicht. Dass Gewinne privatisiert werden, während Risiken, Krisen und Folgekosten bei der Allgemeinheit landen. Dass Arbeit hoch belastet wird, Vermögen aber geschont bleibt. Dass man dir Freiheit verspricht, aber am Ende vor allem Unsicherheit liefert. Für Reiche ist Neoliberalismus Wahlfreiheit. Für normale Menschen ist er meistens nur Druck, Mangelverwaltung und die permanente Drohung, selbst schuld zu sein. Genau deshalb ist dieses „der Markt wird es schon richten“ kein Freiheitsversprechen, sondern eine politische Ausrede. Der Markt rettet nicht die, die wenig haben, er bedient die, die zahlen können.

    Der durchschnittliche Einkaufspreis ist für Strategy nicht die entscheidende Kennzahl.

    Genau das sehe ich tatsächlich anders.
    Market Timing ist egal ist bei einem ETF-Sparplan vernünftig. Bei einem Unternehmen, das Milliarden hebelt, Preferreds ausgibt und inzwischen sogar BTC verkaufen muss, weil laufende Verpflichtungen bedient werden müssen, finde ich Timing dagegen eigentlich ziemlich relevant.

    Mich wundert einfach, wie man seit August 2020 kaufen kann und am Ende trotzdem bei rund 75000$ Durchschnitt landet. Das sieht für mich weniger nach einer genialen Strategie aus als nach konsequentem Kaufen in Hochpreisphasen. Die Tiefs scheinen dagegen erstaunlich selten genutzt worden zu sein. Gerade jemand, der so überzeugt von BTC, Halving und Vierjahreszyklen ist, hätte doch zumindest versuchen können, nicht ausgerechnet die teuersten Phasen so massiv zu hebeln.

    Man kann ja über BTC wirklich denken was man will, aber ich halte Strategy nicht für etwas Gutes. Scheitert sie, und diese Gefahr ist eben höchst real, gerade weil das Geschäftsgebaren so schlecht ist, zieht sie Bitcoin in den Abgrund und mit ihm gleich den Großteil des ganzen Kryptomarktes. Und wem damit gedient sein soll, konnte mir bislang auch niemand sagen.

    […] anders ausgedrückt: Stand heute hält man mehr BTC als zu Beginn des letzten Monats.

    Es ist schon bemerkenswert, wie zuverlässig du ausweichst. Man erkennt ja deine Antworten inzwischen daran, dass sie fast nie den eigentlichen Kritikpunkt behandeln, sondern einen neuen aufmachen, den vorher niemand behauptet hat. Das nennt man nicht Gegenargument, das ist Ablenkung.

    Die Frage war nicht, ob Strategy im Juni netto Käufer oder Verkäufer war. Die Frage war, warum ausgerechnet der größte HODL-Prediger inzwischen BTC verkauft und nach fast sechs Jahren trotzdem einen geradezu erbärmlichen Durchschnitts-EK von rund 75000 Dollar hat.

    Wenn du darauf irgendwann einmal mal antwortest solltest, haben wir vielleicht tatsächlich eine Diskussion. Bis dahin produzierst du vor allem eins, Nebel.

    Aus aktuellem Anlass, weil Strategy mal wieder BTC verkauft statt HODLt, weil offenbar Geld für Verpflichtungen gebraucht wird:

    Strategy kauft seit August 2020 Bitcoin. Seit fast sechs Jahren. Und trotzdem liegt der durchschnittliche Einstieg inzwischen irgendwo im Bereich von rund 75.000 Dollar pro BTC. das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Wer 2020 angefangen hat, Bitcoin zu kaufen, hätte eigentlich einen historischen Frühstarter-Vorteil haben müssen. Damals lag BTC noch grob bei 10.000 bis 12.000 Dollar, Ende 2020 hatte MicroStrategy sogar einen Durchschnittspreis von unter 16.000 Dollar. Und heute steht man nach Jahren des angeblich genialen HODL-Managements bei einem Durchschnitts-EK, der eher nach spätem FOMO aussieht als nach strategischer Brillanz.

    Das Problem war also offenbar nicht, dass Strategy zu wenig an Bitcoin geglaubt hat. Das Problem war eher, dass sie ihre eigene Predigt immer weiter gekauft haben, auch als der Preis längst absurd heiß war.Und jetzt wird es richtig fies: Ausgerechnet dieses Unternehmen, das jahrelang als heiliger HODL-Tresor verkauft wurde, verkauft nun BTC. Natürlich nicht, weil Bitcoin plötzlich doch nur ein hochvolatiles Spekulationsobjekt ist, nein nein, sondern wegen Liquidität, Finanzierung, Dividenden, Kapitalmarktlogik und all den anderen schnöden Fiat-Kram, der im Maximalisten-Nebel sonst immer als Krankheit des alten Systems gelten.
    Erst kauft man sich den Durchschnitts-ek auf erbärmliche 75.000 Dollar hoch, dann verkauft man bei deutlich tieferen Kursen wieder Stücke davon. Und das soll jetzt kein Problem sein, sondern nur ein Nebensatz, und natürlich ist es irgendwie genial…

    Interessant, oder? 😉

    Vielleicht war Strategy ja nie der geniale Bitcoin-Tresor, sondern einfach Ur der größte FOMO-Käufer im Wolf of Wallstreet-Outfit.
    Aus „immer nur kaufen, niemals verkaufen“ wurde jedenfalls erstaunlich schnell: „Man kann ja noch ziemlich lange verkaufen.“

    Die „schlechte Jugend von heute“, ein Dauerbrenner seit 4.000 Jahren.

    • Ca. 2000 v. Chr. (Altes Ägypten):
      „Die Jugend hat heute überhaupt kein Pflichtbewusstsein mehr. Sie ist von Grund auf verdorben, böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vor ihr, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.“ (Gefunden auf einer altägyptischen Tonscherbe)
    • Ca. 700 v. Chr. (Hesiod, griechischer Dichter):
      „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr für die Zukunft unseres Landes, wenn die Jugend von heute morgen an die Macht kommt. Diese Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich.“
    • Ca. 400 v. Chr. (Sokrates, griechischer Philosoph):
      „Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer.“
    • Ca. 350 v. Chr. (Aristoteles, griechischer Philosoph):
      „Die Jugend von heute ist von Grund auf verdorben. Sie ist ungestüm, will alles besser wissen und duldet keinen Widerspruch.“
    • Ca. 1274 (Peter von Amiens, Priester):
      „Die Welt befindet sich in einer Übergangsphase. Unsere Jugend hat keinen Respekt mehr vor dem Alter, sie ist ungezogen, ungläubig und liederlich in ihren Sitten.“
    • 1624 (Aus einer Predigt in Deutschland):
      „Die Jugend von heute will nicht mehr lernen. Sie treibt sich nur noch herum, kleidet sich hochmütig und verachtet die Zucht und Ordnung der Kirche.“
    • 1790 (Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter):
      „Die Jugend von heute hört auf niemanden mehr. Sie glaubt, alles selbst am besten zu wissen, und rennt blindlings in ihr Unglück.“
    • 1854 (Aus einem deutschen Pädagogik-Magazin):
      „Das übermäßige Lesen von Romanen und die allgemeine Vergnügungssucht zerstören den Charakter unserer Jugend. Sie wollen keine harte Arbeit mehr leisten.“
    • 1920 (Aus einer deutschen Tageszeitung):
      „Der Einfluss des Kinos und der modernen Tanzmusik verdirbt die Sitten der jungen Generation vollkommen. Sie kennen keine Scham und keinen Anstand mehr.“
    • 1980er Jahre (Aus der Wirtschaft zum Thema Ausbildung):
      „Die Jugendlichen, die sich heute um eine Lehrstelle bewerben, können weder richtig schreiben noch rechnen. Es fehlt ihnen völlig an Disziplin und Leistungsbereitschaft.“
    • Heute (Moderne Arbeitswelt):
      „Die Gen Z will gar nicht mehr richtig arbeiten. Sie fordert sofort eine Vier-Tage-Woche, Homeoffice und fordert Chefs heraus, ohne selbst etwas geleistet zu haben.“

    Das Ende ist nah! 😱😉

    ich halte es auch für kindlich alle über 40 millionen arbtienehme runter genral verdacht zu stellen.

    man erntet was man sät.

    Das halte ich tatsächlich absolut nicht für kindlich, sondern eher schon für ziemlich heftig und völlig unnötig.

    Meine geringe Empörung resultiert wahrscheinlich daher, dass ich noch nie die telefonische AU genutzt habe, sondern von Anfang an die Video-Doc-Funktion. Ich fand das einfach schon immer besser, und das bleibt uns ja uneingeschränkt erhalten.

    Also kann man von den 1% telefonischen Krankmeldenden noch mal diejenigen abziehen, die Videotelefonie beherrschen.

    Ja, und ich denke, wir sagen beide, dass das ein völlig unnötiges Fass ist, was da aufgemacht wurde.

    Aber vielleicht sollten wir das Ganze auch einfach nicht so hochhängen, denn wenn nur so wenige tatsächlich die Telefon-AU nutzen, wird der Teil, der es nicht zum Video-Doc schafft, auch nicht den Untergang der Hausarztpraxen bedeuten. Aber das recht aufwandsgeringe Praxiseinkommen fällt dann natürlich weg. Zwei Minuten mit der medizinischen Fachkraft telefonieren ergibt einen anderen Erlös, als das Prozedere eines persönlichen Besuchs, was vielleicht auch ein wenig den Furor der Hausarztverbände erklärt?

    wenn jemand eine AU möchte ist ein artztbeusch obligatorisch

    Ähm, nochmal: nein, ein Arztbesuch ist NICHT obligatorisch, du kannst statt dessen einen Video-Doc von daheim kontaktieren, gerne auch von deinem Bett aus.

    Und mit Verlaub, ich halte deine Reaktion tatsächlich für recht kindlich.

    der artzt besuch wird verlangt, und dass ist dann eben die konsequenz daraus.

    Ist die Reaktion nicht vielleicht etwas kindlich? Ein Arztbesuch wird ja de facto eben nicht verlangt, weil eben der Video-Doc genügt. Mich sieht mein Hausarzt nie bei kleineren Dingen wie Männergrippe oder Magen-Darm, die regelmäßig nach ein bis drei Tagen vorbei sind. Aus Fairnisgründen besorge ich aber schon immer eine AU vom ersten Tag an, weil sich dann mein AG den Großteil des Lohns über die U1 erstatten lassen kann.

    Mich stört die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung als Symbol des Misstrauens auch,

    Aber man kann auch ein bisschen Druvk rauslassen, was nämlich immer noch erlaubt sein wird, ist die Krankschreibung vom Video-Arzt, was die meisten GKVs (Barmer, DAK, TK…) und viele PKVs anbieten.

    Ich selbst nutze das jetzt schon seit Jahren, eigentlich immer schon am ersten Tag und es funktioniert gut und reibungslos. Also kein verschnupftes, verhustetes oder sonstig verkniffenes Rumsitzen in Wartezimmern, sondern einfach kurz mit Handy oder iPad zum Video-Doc. Inkl. AU und evtl. Rezepte.

    Ein bereits vorhandener Schuldtitel verliert AFAIK auch nach einer evtl. erfolgreich durchlaufenden Privatinsolvenz des Schuldners nicht seine Gültigkeit. So ein Schuldtitel hat eine Gültigkeit von 30 Jahren.

    Ja, bestehende Schuldtitel bleiben formell gültig, aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn sie verlieren nach einer erteilten Restschuldbefreiung (RSB) im Regelfall ihre rechtliche Durchsetzbarkeit.
    Versucht ein Gläubiger dennoch, aus einem alten Titel, wie einem Vollstreckungsbescheid oder Urteil zu vollstrecken, kann sich der Schuldner erfolgreich wehren.

    Deine KI-Texte sind so schlecht... ^^

    BTW: Wie läuft es eigentlich bei Ethereum, Cardano, Axelar und Co.? Da hört man ja gar nichts mehr von. Die haben doch echten Nutzen und sollten eigentlich die Zukunft sein?

    Grossrat
    23. November 2025 um 14:28

    Nein, meine Texte sind gut, sogar so gut, dass dir nichts anderes einfällt, als schnell noch irgendwo Trockeneis hervorzukramen, um neuen Nebel werfen zu können, damit niemand merkt, dass dir die Antworten fehlen. Aber wenn das sogar ich merke, bekommen das andere erst recht mit. 😉

    Aber weil du so lieb fragst: bei ETH bin ich aktuell gut 30% im Minus, schmerzhaft. Axelar habe ich schon vor einer ganzen Weile zum Glück noch mit Gewinn verkauft, Cardano hatte ich nie, weil das zwar eine nette Technik, das ganze System aber extrem schwerfällig ist - gut, im Vergleich zu BTC immer noch wie der DC-Flash gegen den von der Zoomania-Zulassungsstelle. Aber ist halt die x-te Layer 1, die sich nicht durchsetzt.

    Ansonsten laufen meine Altcoins wirklich ziemlich gut. Mein KI-Cluster mit Stand heute bei 47% plus, der Finance-Cluster ist noch krasser, zwischen 60% und 120% im Plus (meine größte Position hier ist Hype mit 103% plus). Privacy liegt aktuell bei 3% plus, das sind aber auch noch sehr junge Projekte, da ist zwischen Totalverlust und „to the moon“ alles möglich.

    Sorgenkind ist neben ETH und SOL aktuell der Bereich „Infrastruktur“, z.B. Link oder Wormhole, die sind bei minus 27% und minus 40%, liefern aber brutal bei Umsatz und Gewinn im Geschäft. Aber „Logistik“ ist gerade einfach nicht so sXxy.
    Unterm Strich bin ich in der aktuellen Situation portfolioweit immer noch nur etwa 10% im Minus, was bei der aktuellen Marktlage quasi nichts ist, und selbst beim allgemeinen Absturz gestern konnten trotzdem drei meiner Coins knapp zweistellig zulegen.

    Also ja, die Altcoins sind nicht nur technisch die Zukunft, weil sie umfangreich echten Nutzen liefern, sie sind sogar jetzt noch recht befriedigend, auch wenn ich mich mal wieder über eine längere bullische Phase freuen würde.

    Noch ein Satz zum Thema: seit diesem Jahr lässt sich immer häufiger beobachten, dass sich immer mehr Alts mit überzeugenden Use Case von der Kursentwicklung des BTC befreien. Das betrifft sowohl etablierte Projekte wie ein paar frisch gelaunchte Perlen. Diesen Prozess habe ich hier schon vor langer Zeit mal vermutet und langsam wird es wahr. Immer mehr Menschen verstehen, dass BTC zwar Teil der Kryptowelt, aber nicht die ganze Kryptowelt ist und dass es neben heute nutzlosen Memecoins wie Bitcoin eben doch sehr revolutionäre und höchst brauchbare Protokolle gibt.

    Ob BTC in ein paar Jahren noch die wichtige Rolle von heute spielt, weiß niemand, ich persönlich glaube es jedoch nicht. Auch Glaube - ich weiß - aber bei mir fehlen der Weihrauch und die Gregorianischen Gesänge 😉

    Die Reaktion nächsten Monat wird interessant. 13 % Dividende incoming? 🤑😬 – Zudem werden sehr wahrscheinlich BTC-Bestände* von Strategy verkauft, um die Dividende im nächsten Monat bezahlen zu können. Das könnte bereits eingepreist sein, wenn man sich den Kurs anschaut, es kann aber noch mal weiter runtergehen. Für mich ist das erst einmal kein Grund zur Panik. Strategy hat bereits einen Bärenmarkt überstanden. Damals fielen die Kurse zeitweise sogar deutlich stärker.

    Ich bleibe daher entspannt. Die Dividende von aktuell rund 200 Euro pro Monat wandert bei mir weiterhin direkt zurück in STRC.


    *aktuell belaufen sich die jährlichen Dividenden-Zahlungen auf 30.000 BTC. Bei einem Bestand von rund 850.000 BTC, kann Strategy also noch ziemlich lange durchhalten, selbst wenn der Kurs von BTC bzw. MSTR sich nie wieder erholen würde.

    Wow!

    Das Bemerkenswerte an diesem Beitrag ist, er ist erstaunlich ehrlich und gerade deshalb so entlarvend. Den religiösen Nebelwerfern scheint langsam das Trockeneis auszugehen.
    Eben war Bitcoin noch digitales Gold, unantastbarer Wertspeicher, HODL forever, niemals verkaufen, immer nur kaufen, der angeblich so sichere Weg in Freiheit, Unabhängigkeit und Wohlstand.
    Und jetzt? Jetzt ist der mögliche BTC-Verkauf durch Strategy plötzlich nur noch ein technischer Nebensatz zur Dividendenzahlung. Aus „Bitcoin verkauft man nicht“ wird „Strategy kann ja noch ziemlich lange Bitcoin verkaufen“.

    Hier fällt die Maske.
    Nachdem Bitcoin aus dem Nerd-OG-Kindergarten in die echte Finanzwelt entlassen wurde, zeigt sich nun, das ist doch kein Goldersatz, sondern ein tulpenzwiebeliges Hochspekulationsobjekt mit religiöser Begleitmusik.
    Strategy ist kein Tresor, sondern ein kapitalmarktgetriebener Bitcoin-Hebel. Solange der Kurs steigt, wirkt das irgendwie genial. Sobald er fällt, reden wir plötzlich über Dividenden, Finanzierungskosten, Verwässerung, Verkaufsdruck und Vertrauen. Also über genau die Risiken, die im Maximalisten-Nebel sonst immer weggeräuchert werden.

    Gold muss keine Story erzählen. Gold muss keine Laseraugen tragen. Gold braucht keine täglichen Glaubensbekenntnisse.
    Bitcoin schon. Und wenn der große HODL-Tempel irgendwann BTC verkaufen muss, um das eigene Finanzkonstrukt zu bedienen, dann ist das kein Detail. Das ist die Pointe, aber ob sie lustig ist?

    Ich möchte höchst vorsorglich darauf hinweisen, dass Frauen mitnichten pauschal in den MINT-Fächern unterrepräsentiert sind.
    Frauen sind im Durchschnitt deutlich seltener in stark technisch-abstrakten MINT-Fächern wie Ingenieurswesen, Informatik, Mathematik oder Physik vertreten, aber keineswegs generell in allen naturwissenschaftlichen Bereichen. In Chemie z.B. ist es ausgeglichen, in Biologie, Pharmazie oder Medizin sind sie dagegen stark überrepräsentiert.