Also wir hatten für 15 Jahre Zinsbindung abgeschlossen, allerdings ohne Sondertilgungen. Die Banken, die uns begleiten wollten, verlangten alle einen Zuschlag von 0,3-0,6% für die Sondertilgungen. Das war mir zuviel, zumal wir kein Erbe oder sonstige nennenswerte Geldzuflüsse innerhalb der 15 Jahre erwartet haben. Dafür können wir den Tilgungssatz mehrmals ändern, was wir nach 3 Jahren dann auch gemacht haben. Am Anfang konnten wir nichts zurücklegen, aber durch Gehaltssteigerungen ist das jetzt möglich. Also wird das übrige Geld auf die Seite gelegt und sobald wir kündigen können, schauen wir mal, wie die Zinssätze stehen. Evtl. schliessen wir neu ab und setzen dafür dann das gesparte Geld ein. Sind die Zinssätze hoch, warten wir einfach weiter ab.
Ich persönlich würde eine selbst genutze Immobilie immer für mind. 15 Jahre finanzieren. Die Unwägbarkeiten wären mir da viel zu groß, um mit kurzen Laufzeiten zu „zocken“.
Ich hab seit Abschluss der Finanzierung aus unterschiedlichen Gründen zweimal den Arbeitgeber gewechselt, meine Frau einmal. Und ein zweites Kind ist dann auch noch gekommen. Corona war auch noch dazwischen. Also es ist viel passiert, was wir beim Abschluss nie im Leben erwartet hatten.
Da ist es schon beruhigend zu wissen, dass die Finanzierung solide ist und noch einige Jahre läuft.
Klar, hätte ich damals gewusst, dass 3 Jahre später mein Netto so hoch ist wie mein damaliges Brutto, hätte ich die Finanzierung auch etwas anders aufgebaut. Aber wer weiß sowas schon.