Beiträge von dude

    Mir sind schon diverse der genannten Konstellationen begegnet, selbst die schlichte Nichtanerkennung eines anhaltenden Sachverhalts, der im vorherigen Steuerjahr bereits belegt worden ist.

    Im Fachjargon nennt sich das "Abschnittsbesteuerung". Im Zweifel hatte man dann in den Vorjahren Glück und irgendwann hat es jemand aufgegriffen und gestrichen. Die viel besagte 110 € "Arbeitsmittelpauschale" existiert z.b. überhaupt nicht. Wird trotzdem in aller Regel anerkannt bzw. geduldet.

    Hinata

    Bentin hat 1000%ig nicht übermittelt, weil er/sie von hochgeladen schreibt. man kann aber keine Belege direkt zum Finanzamt hochladen, sondern kann die hochgeladenen Belege in die Steuererklärung einbinden oder separat übermitteln mittels Formular.

    Vielleicht die Belege inkl. Bestätigung vom Juli und Erklärung/Widerspruch zum Bescheid in den Postkasten des FA werfen?

    Die digitale Übermittlung war doch nie das Problem, sondern die fehlende Ünermittlung. Das ist kein technisches Problem.

    Sonstige Nachricht über Elster mit Begründung und Belegen und um Bescheidänderung bitten. Einspruch ist schon wieder mehr unnötige Arbeit.

    Wenn die Belege nur hochgeladen wurden, hat das Finanzamt weder Kenntnis über Existenz noch Inhalt. Belege mit Antrag auf schlichte Änderung per Belegnachreichung einreichen und Änderungsbescheid abwarten. Dass hochgeladene Belege nicht ans Finanzamt übermittelt werden, erscheint als Infotext, wenn man es denn liest und nicht weg drückt.

    Karol

    Das ist der springende Punkt: Einzelaktien sind kein solides Investment. Wenn genug Kapital reinfließt, wächst das Depot mit value Werten trotzdem. Welt ETF ist für die Altersvorsorge das Maß aller Dinge für den Standardinvestor.*


    *(auch die, die sich für schlauer halten)

    Ein sehr reflektierter Beitrag McProfit 👍

    Auch wenn ich weder ein Freund von Immobiliengeschäften, noch von Einzelaktien bin, steht dein (finanzielles) Lebenswerk für sich. Im Hinblick auf deine Immobiliengeschäfte warst du scheinbar zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit der nötigen Intelligenz und der Fähigkeit zum Unternehmertum.

    ichbins

    Stimme da grs zu. Die Krux ist, wenn man seine Strategie als gut proklamiert, aber die belastbaren Zahlen zur Einordnung gar nicht kennt. Man kann auch das Millionendepot mit 2% Rendite erwirtschaften, wenn genug Geld reinfließt.

    Solange man mit seiner eigenen Strategie gut fährt, ist doch alles gut. Zur Empfehlung an andere wäre dann schon wichtig, ob das subjektive Gefühle von objektiven Kriterien getragen ist.

    Nach meiner persönlichen Einschätzung hat McProfit sein Vermögen auch eher mit Immobilien gemacht und nicht mit Aktien. Die tatsächliche Rendite ist ihm selbst unbekannt soweit ich weiss. Inwieweit er eine gute Einzelaktienstrategie hat(te), bleibt aus meiner Sicht offen. Klar ist nur, dass er augenscheinlich ein gutes Händchen beim Vermögensaufbau hatte. Ob er trotz, mit oder durch seine Aktienstrategie reich wurde, bleibt daher offen.


    Ganz allgemein lässt sich ein Vermögensziel, was überwiegend von der Rendite der Anlage abhängt, nur schwer eingrenzen bzw abschätzen. Einen gewissen Erwartungswert kann man haben. Am Ende ist das aber eigentlich nur Zahlenspielerei. Die (bärische) Renditeerwartung sollte allenfalls auf die Höhe der Sparrate und den Anlagehorizont Auswirkung haben.


    Ich persönlich hab mir die "klassische" Million auch als Ziel gesetzt. Ich bin da aber sowohl bei der Zielerreichung überhaupt, als auch beim Zeithorizont flexibel. Wenn es die Million nicht wird, ist das für mich auch ok.

    Ich halte deine Argumentation für Interessengetrieben und deine Art der Unterstellung und Herabwürdigung fügt sich da nur nahtlos ein. Ich bin bereit eine Partei zu wählen, auch wenn sie punktuell nicht in meinem Sinne entscheidet. Vermutlich wird mein Vermögen ohnehin das Ausmaß übersteigen, was ich "gesund" ausgeben kann, ohne der hedonistischen Tretmühle zum Opfer zu fallen.

    Die "politische Fratze" der Bitcoinbubble finde ich erschreckend bis beängstigend. Deswegen kann ich mir den meisten Bitcoincontent auch nicht reinziehen.

    Deine Argumentation in diesem Thread war boch gemäßigt, aber wird auch hier zunehmend überheblich bis beleidigend. Da kommst du in etwa so gut weg, wie bei deiner unreflektierten Einschätzung zu Sinn oder Unsinn von AKWs in nem anderen Thread. Ich bin jetzt erstmal raus hier.

    Insbesondere bei der Programmierung müsste man dann nen heissen Draht haben, sonst wird das nix. Das wird weitgehend in Bayern programmiert. Glaube Verbesserungsvorschläge schaffen es da kaum bis über die Bundeslandgrenze. Theoretisch gibt es Prämien, die werden aber nur spärlich ausgezahlt.

    Es macht schlicht und ergreifend keinen Unterschied, was ich für richtig und für falsch halte. Nur weil ich deine Argumente weitgehend nicht für stichhaltig halte, heisst das nicht, dass ich für eine Besteuerung von Bitcoin abseits der jetzigen Form bin. Du scheinst da emotional tiefer drin zu sein, als dir bewusst ist. Da kommt auch ne latente "Der Staat ist scheisse" Mentalität durch, weswegen ich mich grds nur schwer mit der Bitcoin bubble identifizieren kann.

    Bedenklich finde ich nur den Vorschlag der Linken, die proof of work Coins gerne verbieten würden(soweit ich das richtig aufgeschnappt habe). Dann eben wieder Kreuz bei grün bei der nächsten Wahl.

    Kapitalfuchs

    Nach meinem Kenntnisstand gilt die "Widerspruchslösung". Sprich: Wenn man nicht widerspricht, wird es digital bekannt gegeben. Da das letztlich im Hintergrund läuft und aktuell noch nicht umgesetzt ist, habe ich mich damit aber auch nicht weiter beschäftigt.

    "Haben wir schon immer so gemacht" ist bei mir immer der Satz, bei dem ich tiefer einsteige. Gott sei Dank hab ich ein Team, was offen für Veränderung ist und da kann man im eigenen Bereich schon gewisse Dinge regeln. Hab erst vor einigen Wochen eine interne Lösung mit der Amtsleitung besprochen, die für alle Beteiligten eine Verbesserung darstellt, vom Landesamt so aber nie und nimmer durchgewunken werden würde. Möchte da aber nicht ins Detail gehen, um Anonymität zu wahren.

    Bitcoin ist mit Kapitalertragsteuer immer noch lukrativer, als andere Assets.

    Dass es ohne Steuer "angenehmer" (mehr Rendite), als ohne ist, liegt doch auf der Hand. Empfinde die Nachfrage als provokant.

    Persönlicher Steuersatz dürfte bei mir später höher sein, als die Kapitalertragsteuer, daher bevorzuge ich persönlich den Kapitalertragsteuersatz.

    Die (einseitige) Abschaffung der Haltefrist halte ich insofern für unfair und inkonsequent. Meine persönliche Meinung zur geplanten Besteuerung habe ich ja schon mehrfach runtergerödelt.

    Bin auch nach wie vor noch der Meinung, dass das Ding noch kippen kann. Meine Anlagestrategie wird jedenfalls nicht davon beeinflusst, ob und in welcher Höhe Bitcoin besteuert wird. Zumindest im Ausmaß der derzeitigen Vorschläge. Wenn sowas wie in den Niederlanden käme mit Besteuerung fiktiver Erträge, dann würde das ggf. nochmal anders aussehen, aber das seh ich nie und nimmer kommen. Auch keine Vorabpauschale, wie bei ETFs.

    Aus Sicht der Finanzverwaltung gab es da in den letzten Jahren wahnsinnige Fortschritte. Selbst die Papiererklärungen werden mittlerweile gescannt und wie eine elektronische Erklärung eingespielt. Anfragen an die Steuerberater können über die Vollmachtsdatenbank direkt digital an den Steuerberater übermittelt werden, Belege können in der Erklärung gezielt gespeichert werden und können vom Bearbeiter beim Finanzamt abgerufen werden (Anzeige und Geschwindigkeit sicher ausbaufähig). Immer mehr Steuererklärungen laufen automatisch durch, die elektronische Akte erleichtert das Arbeiten im Homeoffice, Juris KI trägt enorm zur schnellen Einordnung von Sachverhalten bei etc.! Aber auch da sind die meisten technischen Neuerungen immer begleitet von technischen Rückschritten, weil keine Leute aus der "Basis" bei der Weiterentwicklung herangezogen werden.

    Ich habe mal an einer Schulung eines neuen Systems teilgenommen, bei dem in der speziellen Situation durch einen automatischen Vermerk sicher gestellt werden sollte, dass dies die originalen Daten aus dem Steuerkonto sind. Man konnte den Vermerk 1 zu 1 manuell eintippen. Hat mich 30 Sekunden meiner Zeit gekostet. Da es für Verbesserungsvorschläge in aller Regel im besten Fall nur warme Worte gibt, hab ich das irgendwann sein lassen.

    Fax gibts nur noch für die ewig gestrigen und auch da im Grunde als Eingang wie eine Email. Steuerbescheide werden ab 2027 ebenfalls digital zugestellt, wenn eine Verknüpfung besteht.

    Meine Meinung zur Besteuerung von Bitcoin habe ich ja schon mehrmals kund getan. Mich persönlich hält das aber nicht davon ab, in Bitcoin zu investieren. Die Alternativen sind ja alle nicht wirklich besser (aus meiner persönlichen Sicht). Das Argument, dass der Staat damit die Bürger von ihrer Altersvorsorge abhält, halte ich daher nicht für valide. Natürlich ist es mit einer Steuerfreiheit angenehmer. Andererseits ist mir Kapitalertragsteuer lieber, als persönlicher Steuersatz. So muss ich mir keine Gedanken machen, wieviel ich später entnehme. Der Anteil an Bitcoinhaltern, die für die Altersvorsorge sparen, dürfte (höchst subjektiv) sehr gering ausfallen. Denke die meisten cashen aus, sobald es mittel 5 stellig oder gering 6 stellig ist.