Beiträge von dude

    Nach meiner persönlichen Einschätzung hat McProfit sein Vermögen auch eher mit Immobilien gemacht und nicht mit Aktien. Die tatsächliche Rendite ist ihm selbst unbekannt soweit ich weiss. Inwieweit er eine gute Einzelaktienstrategie hat(te), bleibt aus meiner Sicht offen. Klar ist nur, dass er augenscheinlich ein gutes Händchen beim Vermögensaufbau hatte. Ob er trotz, mit oder durch seine Aktienstrategie reich wurde, bleibt daher offen.


    Ganz allgemein lässt sich ein Vermögensziel, was überwiegend von der Rendite der Anlage abhängt, nur schwer eingrenzen bzw abschätzen. Einen gewissen Erwartungswert kann man haben. Am Ende ist das aber eigentlich nur Zahlenspielerei. Die (bärische) Renditeerwartung sollte allenfalls auf die Höhe der Sparrate und den Anlagehorizont Auswirkung haben.


    Ich persönlich hab mir die "klassische" Million auch als Ziel gesetzt. Ich bin da aber sowohl bei der Zielerreichung überhaupt, als auch beim Zeithorizont flexibel. Wenn es die Million nicht wird, ist das für mich auch ok.

    Ich halte deine Argumentation für Interessengetrieben und deine Art der Unterstellung und Herabwürdigung fügt sich da nur nahtlos ein. Ich bin bereit eine Partei zu wählen, auch wenn sie punktuell nicht in meinem Sinne entscheidet. Vermutlich wird mein Vermögen ohnehin das Ausmaß übersteigen, was ich "gesund" ausgeben kann, ohne der hedonistischen Tretmühle zum Opfer zu fallen.

    Die "politische Fratze" der Bitcoinbubble finde ich erschreckend bis beängstigend. Deswegen kann ich mir den meisten Bitcoincontent auch nicht reinziehen.

    Deine Argumentation in diesem Thread war boch gemäßigt, aber wird auch hier zunehmend überheblich bis beleidigend. Da kommst du in etwa so gut weg, wie bei deiner unreflektierten Einschätzung zu Sinn oder Unsinn von AKWs in nem anderen Thread. Ich bin jetzt erstmal raus hier.

    Insbesondere bei der Programmierung müsste man dann nen heissen Draht haben, sonst wird das nix. Das wird weitgehend in Bayern programmiert. Glaube Verbesserungsvorschläge schaffen es da kaum bis über die Bundeslandgrenze. Theoretisch gibt es Prämien, die werden aber nur spärlich ausgezahlt.

    Es macht schlicht und ergreifend keinen Unterschied, was ich für richtig und für falsch halte. Nur weil ich deine Argumente weitgehend nicht für stichhaltig halte, heisst das nicht, dass ich für eine Besteuerung von Bitcoin abseits der jetzigen Form bin. Du scheinst da emotional tiefer drin zu sein, als dir bewusst ist. Da kommt auch ne latente "Der Staat ist scheisse" Mentalität durch, weswegen ich mich grds nur schwer mit der Bitcoin bubble identifizieren kann.

    Bedenklich finde ich nur den Vorschlag der Linken, die proof of work Coins gerne verbieten würden(soweit ich das richtig aufgeschnappt habe). Dann eben wieder Kreuz bei grün bei der nächsten Wahl.

    Kapitalfuchs

    Nach meinem Kenntnisstand gilt die "Widerspruchslösung". Sprich: Wenn man nicht widerspricht, wird es digital bekannt gegeben. Da das letztlich im Hintergrund läuft und aktuell noch nicht umgesetzt ist, habe ich mich damit aber auch nicht weiter beschäftigt.

    "Haben wir schon immer so gemacht" ist bei mir immer der Satz, bei dem ich tiefer einsteige. Gott sei Dank hab ich ein Team, was offen für Veränderung ist und da kann man im eigenen Bereich schon gewisse Dinge regeln. Hab erst vor einigen Wochen eine interne Lösung mit der Amtsleitung besprochen, die für alle Beteiligten eine Verbesserung darstellt, vom Landesamt so aber nie und nimmer durchgewunken werden würde. Möchte da aber nicht ins Detail gehen, um Anonymität zu wahren.

    Bitcoin ist mit Kapitalertragsteuer immer noch lukrativer, als andere Assets.

    Dass es ohne Steuer "angenehmer" (mehr Rendite), als ohne ist, liegt doch auf der Hand. Empfinde die Nachfrage als provokant.

    Persönlicher Steuersatz dürfte bei mir später höher sein, als die Kapitalertragsteuer, daher bevorzuge ich persönlich den Kapitalertragsteuersatz.

    Die (einseitige) Abschaffung der Haltefrist halte ich insofern für unfair und inkonsequent. Meine persönliche Meinung zur geplanten Besteuerung habe ich ja schon mehrfach runtergerödelt.

    Bin auch nach wie vor noch der Meinung, dass das Ding noch kippen kann. Meine Anlagestrategie wird jedenfalls nicht davon beeinflusst, ob und in welcher Höhe Bitcoin besteuert wird. Zumindest im Ausmaß der derzeitigen Vorschläge. Wenn sowas wie in den Niederlanden käme mit Besteuerung fiktiver Erträge, dann würde das ggf. nochmal anders aussehen, aber das seh ich nie und nimmer kommen. Auch keine Vorabpauschale, wie bei ETFs.

    Aus Sicht der Finanzverwaltung gab es da in den letzten Jahren wahnsinnige Fortschritte. Selbst die Papiererklärungen werden mittlerweile gescannt und wie eine elektronische Erklärung eingespielt. Anfragen an die Steuerberater können über die Vollmachtsdatenbank direkt digital an den Steuerberater übermittelt werden, Belege können in der Erklärung gezielt gespeichert werden und können vom Bearbeiter beim Finanzamt abgerufen werden (Anzeige und Geschwindigkeit sicher ausbaufähig). Immer mehr Steuererklärungen laufen automatisch durch, die elektronische Akte erleichtert das Arbeiten im Homeoffice, Juris KI trägt enorm zur schnellen Einordnung von Sachverhalten bei etc.! Aber auch da sind die meisten technischen Neuerungen immer begleitet von technischen Rückschritten, weil keine Leute aus der "Basis" bei der Weiterentwicklung herangezogen werden.

    Ich habe mal an einer Schulung eines neuen Systems teilgenommen, bei dem in der speziellen Situation durch einen automatischen Vermerk sicher gestellt werden sollte, dass dies die originalen Daten aus dem Steuerkonto sind. Man konnte den Vermerk 1 zu 1 manuell eintippen. Hat mich 30 Sekunden meiner Zeit gekostet. Da es für Verbesserungsvorschläge in aller Regel im besten Fall nur warme Worte gibt, hab ich das irgendwann sein lassen.

    Fax gibts nur noch für die ewig gestrigen und auch da im Grunde als Eingang wie eine Email. Steuerbescheide werden ab 2027 ebenfalls digital zugestellt, wenn eine Verknüpfung besteht.

    Meine Meinung zur Besteuerung von Bitcoin habe ich ja schon mehrmals kund getan. Mich persönlich hält das aber nicht davon ab, in Bitcoin zu investieren. Die Alternativen sind ja alle nicht wirklich besser (aus meiner persönlichen Sicht). Das Argument, dass der Staat damit die Bürger von ihrer Altersvorsorge abhält, halte ich daher nicht für valide. Natürlich ist es mit einer Steuerfreiheit angenehmer. Andererseits ist mir Kapitalertragsteuer lieber, als persönlicher Steuersatz. So muss ich mir keine Gedanken machen, wieviel ich später entnehme. Der Anteil an Bitcoinhaltern, die für die Altersvorsorge sparen, dürfte (höchst subjektiv) sehr gering ausfallen. Denke die meisten cashen aus, sobald es mittel 5 stellig oder gering 6 stellig ist.

    Das funktioniert doch ganz einfach. Eigentlich sollte das ja Standard werden. Aber nein, da kam wieder politische Gegenwind aus einer bestimmten Richtung.

    4 mit Faktor steht und fällt mit der richtigen Berechnung. Das kann auch zu unliebsamen Nachzahlungen führen. Wäre so in der Praxis aus meiner Sicht auch nicht so gut umzusetzen, weil es einen erhöhten personellen Mehrbedarf mit sich bringt. Den damaligen Vorschlag der Ampelregierung zu 4 mit Faktor habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.

    Möglichkeiten zur Gestaltung gibt es genug, die meisten nutzen diese nur nicht. Mit Steuerklassenrechner ist das aus meiner Sicht auch kein Hexenwerk für steuerliche Laien.

    Ich verstehe deinen Punkt, durchaus. Wer aber das Geld nicht hat, bis zur Steuererklärung vorzustrecken, dem hilft Faktor nicht. Und diese Konstellationen gibt es leider.

    Was meinst du mit "leisten können"? Den rechtmäßigen Steuerabzug auf seine steuerpflichtigen Einkommen? Genauer als 4 mit Faktor geht auf Ebene der Steuerklasse nicht bei Ehegatten, wo beide verdienen.

    Bei Beiträgen, wie dem von Mischu habe ich ehrlich gesagt den Eindruck, dass man sich gar nicht mit der Thematik auseinander setzen will. Als ob irgendwer behaupten würde, dass Bitcoin wie Immobilien wären. Es behauptet auch niemand, dass Bitcoin Gold sei. Die Assets werden miteinander verglichen und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten festgestellt. Welche argumentativen Schlüsse man daraus zieht, ist ja erstmal ne persönliche Entscheidung.

    Ich persönlich halte die Entscheidung für Bitcoin für weniger riskant, als die für eine eigene Immobilie, auch wenn ich beruflich bedingt viel Expertise mitbringe, um mit etwas Recherche die Rentabilität eines Vermietungsobjektes abschätzen zu können.

    Alaska79x Und du glaubst, dass sich das Problem löst, in dem man das Ehegattensplitting wegfallen lässt? Das ist doch in erster Linie ein Eheproblem und in 2. Linie eines von schlechten Entscheidungen, deren Langzeitfolgen man nicht bedenkt. Denken wir uns das Ehegattensplitting weg. Glaubst du, dass deine Mutter dann so viel arbeiten würde, dass das Problem keines mehr wäre? In meiner idealisierten Welt könnte der Mann (oder "Gutverdiener") die Altersvorsorge für beide in die Hand nehmen. In der Realität scheitert es meist daran, dass das Wissen für die sinnvolle Altersvorsorge nicht besteht oder nicht genügend Geld für eine sinnvolle Altersvorsorge vorhanden ist. Dass der Mann bei einer Scheidung besser wegkäme als die Frau, halte ich auch für einen Irrglauben. Am Ende machen Scheidungen ärmer bis arm. Als Mann mehr Geld durch Vollzeit zur Verfügung zu haben, weil die Frau sich dann überwiegend in Trennung um die Kinder kümmert, wäre für mich auch kein schönes Szenario. Ich würde meine Arbeitszeit für ein Wechselmodell reduzieren. Ich hab lieber Zeit mit meinem Kind, als Geld auf dem Konto.

    Deshalb ist femalke finance so wichtig. Frauen steigen aus dem Unbehagen und Mennes Schubladen heraus und brauchen dabei kein schlechtes Gewissen haben.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung in meinem Umfeld mangelt es Frauen in erster Linie an einem: Dem Willen sich damit auseinander zu setzen. Das hat sicher auch gesellschaftliche Gründe. In den meisten Partnerschaften überlassen Frauen (zumindest nach meiner anekdotischen Erfahrung) den Männern den "Versicherungskram" und die Finanzen. Beim Haushalt und der Kindererziehung ist es meist umgekehrt. Es gibt dafür viele Gründe. Frauen werden auch nicht bestärkt darin.

    Ich glaube es sollte normalisiert werden, dass man seinen Jungs das Kochen und Wäsche waschen beibringt (in sehr jungen Jahren) und Frauen den Schrecken vor Finanzen nimmt.

    Mein Hauptargument in Richtung meiner Partnerin in Bezug auf Finanzen ist die Unabhängigkeit, die dabei entsteht. Ich möchte nicht, dass meine Partnerin in irgendeiner Art und Weise von mir abhängig ist. Dazu gehört ein Grundverständnis, was eine Rentenlücke ist, wie hoch mein genereller Rentenanspruch ist, wie der Zinseszinseffekt funktioniert etc.! Am Ende aus meiner Sicht alles keine Raketenwissenschaft. Trotzdem behandelt meine Partnerin das Thema nach wie vor "stiefmütterlich". Wenn ich mich von meiner Partnerin trennen würde, wäre sie ganz sicher von Altersarmut betroffen. Mit Wechselmodell bei Kindererziehung wäre sie auch in einer schlechten finanziellen Lage. Ich kann meine Partnerin aber nur informieren, handeln kann ich nicht für sie.

    Als Eltern sollte das Ziel der heutigen Zeit sein, dass das eigene Kind mit Mitte 20 in der Lage ist eigenständig seinen Haushalt zu führen, kritisch abwägen kann, welche Versicherungen nötig sind und welche Fallstricke lauern, in der Lage sein eine Steuererklärung auszufüllen, sich mit Budgetierung seines vorhandenen Einkommens zu beschäftigen, sich selbst ein akzeptables Essen zubereiten zu können und einfache handwerkliche Tätigkeiten hinzubekommen. Das Geschlecht sollte dabei keine Rolle spielen. Ich kann das nur für mein Kind umsetzen.

    Es geht nicht nur um die Steuerklassen an sich. Es geht um die psychologische Wirkung (siehe Artikel) des Splittings.

    Die psychologische Wirkung ist ja überwiegend deshalb da, weil man die Effekte nicht in Gänze versteht. Manche glauben ja auch, dass sie mit einer Gehaltserhöhung mehr Steuern zahlen müssten und dann am Ende weniger in der Tasche hätten. Das ist (begrenzt auf die Steuer) halt ein Irrglaube, der mit den Fakten wenig zu tun hat. Am Ende muss es darum gehen sinnvolle Anreize zu setzen. Vermutlich würde ein "psychologisch attraktiveres" Modell mehr Zuspruch bekommen, selbst wenn es unter dem Strich zu weniger Geld in der Tasche führen würde. Mein Verstand weigert sich aber, dass als eine gute Option zu sehen.

    Ich arbeite ja bekanntlich selbst beim Finanzamt, aber dieses fehlende Wissen zu den Steuerklassen überrascht mich immer wieder. Wenn ich was nicht weiss, brauch ich bei solchen Dingen 5 Minuten google oder 5 Minuten KI und ich hab das Thema zumindest mal eingegrenzt je nach Komplexität. Aufklärung wäre wohl tatsächlich wichtiger, als Abschaffung, aber wie erreicht man Leute mit sowas tendentiell langweiligem, aber gleichzeitig wichtigem?

    Frank Thelen ist für mich nur knapp über Dirk Müller. Natürlich ist mir bewusst, dass es auch zwingend Leute in dem Bereich geben muss, die sich auch von Bitcoin wieder verabschieden. Aus meiner Sicht ist die Tendenz nach meiner Wahrnehmung klar pro Adaption Bitcoin. Dabei ist zb Andreas Beck jetzt kein Bitcoin Maxi aber die Sicht der jeweiligen Leute wird zunehmend positiver.