Ehegattensplitting

  • Obwohl Frau bin ich nicht gewillt, in den Tenor über die Ungerechtigkeit des Ehegattensplittings bezüglich Berufstätigkeit und Absicherung einzustimmen.

    Wirklich jede Frau mit mittlerer Schulbildung sollte sich um ihre Finanzen selbst kümmern können. Und das unabhängig, ob sie Teilzeit arbeitet, gar nicht arbeitet und/oder womöglich mit 3/5 besteuert wird. Wir können Frauen doch nicht dauerhaft als finanziell und geistig minderbemittelt darstellen. Da protestiere ich energisch.

    Auch eine Frau, die eine Familienrolle ohne Berufstätigkeit ausfüllt, kann Kontoauszüge lesen und wie das Geld verdient und verteilt wird sollte ihr niemals egal sein. Es ist nun wirklich keine Raketenwissenschaft Zahlen zu addieren und durch zwei zu teilen.

    Es sind alle Möglichkeiten vorhanden um Parität innerhalb der Ehe zu schaffen, vom Ehevertrag bis zum Dreikontenmodell über individuelle Absprachen und Absicherungen. Man muss es nur tun.

  • Obwohl Frau bin ich nicht gewillt, in den Tenor über die Ungerechtigkeit des Ehegattensplittings bezüglich Berufstätigkeit und Absicherung einzustimmen.

    Wirklich jede Frau mit mittlerer Schulbildung sollte sich um ihre Finanzen selbst kümmern können. Und das unabhängig, ob sie Teilzeit arbeitet, gar nicht arbeitet und/oder womöglich mit 3/5 besteuert wird. Wir können Frauen doch nicht dauerhaft als finanziell und geistig minderbemittelt darstellen. Da protestiere ich energisch.

    Auch eine Frau, die eine Familienrolle ohne Berufstätigkeit ausfüllt, kann Kontoauszüge lesen und wie das Geld verdient und verteilt wird sollte ihr niemals egal sein. Es ist nun wirklich keine Raketenwissenschaft Zahlen zu addieren und durch zwei zu teilen.

    Es sind alle Möglichkeiten vorhanden um Parität innerhalb der Ehe zu schaffen, vom Ehevertrag bis zum Dreikontenmodell über individuelle Absprachen und Absicherungen. Man muss es nur tun.

    Ich denke, dass das in Deutschland noch sehr unterschätzt wird. Gerade auch aber nicht nur im Bereich der Regelung des Versorgungsausgleichs kann man großzügig vom gesetzgeberischen Modell abweichen. Bspw. kann man auch Verpflichtungen des Alleinverdieners vereinbaren, dass er weiterhin freiwillig Beiträge an die Rentenversicherung abführt für den anderen, oder dass er eine bestimmte Geldanlage durchführt und das für den Fall der "Nichtbefolgung" bspw. mit Rücktrittsrechten kombinieren. Es gibt da doch mehr Gestaltungsspielraum als man denkt, gerade wenn ein vermeintlich wirtschaftlich schlechter gestellter Partner geschützt werden soll. Die Notarkosten einer solchen Vereinbarung, die sich durchaus in Grenzen halten, sollte man da in der Tat nicht scheuen.

    Viele assoziieren mit Ehevertrag oft etwas schlechtes. Der vom Gesetzgeber bestimmte Ehevertrag (Standardtyp: Alleinverdiener mit Kindern) passt für die meisten aber überhaupt nicht, und auch im Standardfall kann man ggf. Gründe zum Abweichen haben.

  • Depotfee deins passt nicht zu den Erkenntnissen zu (Finanz-)Bildung in D. Jugendliche mwd haben Nachholbedarf in den einfachen Finanzdingen. Sparen ist nochmal etwas anderes als Investieren in die Zukunft. Ein Ehevertrag ist da weit weg vom Alltag.

    Manche vergessen, dass sie privilegiert sind. Von den Eltern informiert oder besitzen Wissbegier oder haben eine gute (Aus-)Bildung.

  • Was bietet eigentlich die neue Riestervariante für nicht berufstätige Ehepartner?

    Hier mal ein komplett unpolitische Antwort (in diesem teilweise recht aufgeladenen Thread) auf die obige Frage: aus den FAQ  vom BMF:

    Mittelbar zulageberechtigte Ehegattinnen oder Ehegatten, die keine eigene Förderberechtigung haben, müssen ebenfalls jährlich mindestens 120 Euro in ihre Altersvorsorgeverträge einzahlen, um eine Grundzulage zu erhalten. Die Höhe der Grundzulage richtet sich nach den Beitragszahlungen der unmittelbar förderberechtigten Ehegattinnen oder Ehegatten, beträgt jedoch maximal 175 Euro.

  • Depotfee deins passt nicht zu den Erkenntnissen zu (Finanz-)Bildung in D. Jugendliche mwd haben Nachholbedarf in den einfachen Finanzdingen. Sparen ist nochmal etwas anderes als Investieren in die Zukunft. Ein Ehevertrag ist da weit weg vom Alltag.

    Manche vergessen, dass sie privilegiert sind. Von den Eltern informiert oder besitzen Wissbegier oder haben eine gute (Aus-)Bildung.

    Jeder sollte sich aber bewusst sein, dass die bürgerlich Ehe in erster Linie ein rechtliches Konstrukt ist (anders als die kirchliche). Soll heißen, dass das rechtliche Folgen hat. Wenn man rechtliche Beratung sucht, dann gibt es dafür bspw. Rechtsanwälte. Ist das teuer, je nach dem sicherlich (Stunden), aber das ist das typische Problem der Leute wie lieber das Produkt xy vom Struki zu kaufen, der anscheinend das kostenlos macht, aber im Hintergrund dick Provision, Abschlusskosten usw. kassiert als einfach direkt zu bezahlen bspw. beim Honorarberater.

  • Dem Ehegattensplitting ist es egal, ob der Mann oder die Frau der Hauptverdiener ist. Aus meiner persönlichen Erfahrung machen sich Frauen auch wenig bis keine Gedanken über ihre Altersvorsorge. Dass sich arbeiten für die Frau nicht lohnen würde, habe ich bereits widerlegt. Und, dass es erstmal keinen Unterschied macht, ob der Alleinverdiener mehr verdient oder die Ehefrau in Teilzeit arbeitet. Die Steuerbelastung am Ende ist identisch.

  • Sich auf die Steuerbelastung zurückzuziehen ist, ist zu schlicht gestrickt.


    KI Zusammenfassung der Argumente:

    Das Ehegattensplitting ist ein komplexes Thema, bei dem die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen oft unterschiedlich interpretiert werden. Die Behauptung, es sei für Frauen nicht nachteilig, wird von vielen Ökonominnen und Sozialwissenschaftlern kritisiert, da es strukturelle Anreize schafft, die traditionelle Rollenmuster verstärken können.


    1. Verlust der individuellen finanziellen Unabhängigkeit:
      Das Splitting begünstigt Paare, bei denen ein Partner (oft die Frau) weniger oder gar nicht erwerbstätig ist. Für Männer kann das bedeuten, dass sie als alleinige Hauptverdiener unter Druck geraten, während ihre Partnerinnen finanziell abhängig bleiben. Das kann zu einem Machtungleichgewicht führen, das auch für Männer unangenehm ist – etwa bei Trennungen oder wenn der Hauptverdiener arbeitslos wird.
    2. Risiko bei Scheidung oder Tod des Partners:
      Wenn eine Frau aufgrund des Splitting-Systems weniger in die eigene Rente oder Altersvorsorge einzahlt, steigt das Risiko, dass sie im Alter armutsgefährdet ist. Das betrifft indirekt auch den Mann, da er dann möglicherweise für den Unterhalt aufkommen muss oder die soziale Absicherung des Partners übernehmen muss.
    3. Wirtschaftliche Ineffizienz:
      Viele Ökonomen argumentieren, dass das Splitting dazu führt, dass qualifizierte Arbeitskräfte (oft Frauen) aus dem Erwerbsleben ausscheiden oder nur Teilzeit arbeiten. Das bedeutet einen Verlust an Produktivität und Steuereinnahmen für den Staat. Für Männer, die an einer starken Wirtschaft interessiert sind, ist das ein relevantes Argument.
    4. Fairness und Chancengleichheit:
      Das System belohnt traditionelle Familienmodelle, in denen der Mann arbeitet und die Frau zu Hause bleibt. Das kann als ungerecht empfunden werden, besonders wenn beide Partner gleichwertig zur Familie beitragen wollen. Männer, die eine partnerschaftliche Beziehung anstreben, könnten das Splitting als Hindernis sehen.
    5. Langfristige Folgen für die Gesellschaft:
      Wenn Frauen weniger erwerbstätig sind, sinkt die Geburtenrate langfristig, da viele Frauen Kinder bekommen, aber nicht genug Zeit haben, um sowohl Familie als auch Karriere zu vereinbaren. Das kann zu einem Fachkräftemangel führen, der auch Männer betrifft.
  • Britty, das ist mir Dir doch einfach nicht auszuhalten. Man kann doch nicht einfach stumpf nachplappern, was man irgendwo liest oder die KI einem ausspuckt. Bitte versuch doch erstmal die Mechanik hinter dem Ehegattensplitting zu verstehen.

  • Langfristige Folgen für die Gesellschaft:
    Wenn Frauen weniger erwerbstätig sind, sinkt die Geburtenrate langfristig, da viele Frauen Kinder bekommen, aber nicht genug Zeit haben, um sowohl Familie als auch Karriere zu vereinbaren. Das kann zu einem Fachkräftemangel führen, der auch Männer betrifft.

    Da ist doch irgendwie der Wurm drin!

  • Vlt sollte man auch nochmal googlen, wie so eine KI überhaupt funktioniert. Wenn mehrheitlich Bullshit über ein Thema zu finden ist, dann wird die KI exakt auf diesen Bullshit trainiert. Garbage in, garbage out...

  • Vlt sollte man auch nochmal googlen, wie so eine KI überhaupt funktioniert. Wenn mehrheitlich Bullshit über ein Thema zu finden ist, dann wird die KI exakt auf diesen Bullshit trainiert. Garbage in, garbage out...

    Die Gemeinsamkeit von KI, Espressomaschinen, Computern und Geldanlage ist, dass das Problem meist vor der Maschine sitzt.

  • Nochmal: Dem Ehegattensplitting ist es egal, wer der Hauptverdiener ist. Die Ursachen der Schieflage sind vielfältig. Das Ehegattensplitting trägt dazu aus meiner Sicht allenfalls in sehr geringem Umfang bei. Ich halte eine Überarbeitung des Ehegattensplittings grds für sinnig, da insbesondere Familien profitieren, bei denen das Einkommensgefälle sehr hoch ist.

    Grds bin ich ein Freund von KI, aber wenn man die grundsätzliche Thematik nicht ohne KI verstanden hat, kann man die KI auch nicht in die ricjtige Richtung schubsen. Die KI ist bisweilen gewaltig auf dem Holzweg.

  • KI Zusammenfassung der Argumente:

    Könntest du bitte auch deinen Prompt an die KI bekannt geben und welche KI du benutzt hast?

    Wirtschaftliche Ineffizienz:
    Viele Ökonomen argumentieren, dass das Splitting dazu führt, dass qualifizierte Arbeitskräfte (oft Frauen) aus dem Erwerbsleben ausscheiden oder nur Teilzeit arbeiten. Das bedeutet einen Verlust an Produktivität und Steuereinnahmen für den Staat. Für Männer, die an einer starken Wirtschaft interessiert sind, ist das ein relevantes Argument.

    Wenn das Ehepaar entscheidet, dass ihnen ein Bruttoeinkommen von 100k im Jahr fürs Leben reicht, dann kann es doch ihre Sache sein, wie das Einkommen verteilt ist. Wenn Frau jetzt mehr arbeitet und Mann dafür weniger, bringt das weder zusätzliche Arbeitskräfte, noch zusätzliche Steuereinnahmen.


    Langfristige Folgen für die Gesellschaft:
    Wenn Frauen weniger erwerbstätig sind, sinkt die Geburtenrate langfristig, da viele Frauen Kinder bekommen, aber nicht genug Zeit haben, um sowohl Familie als auch Karriere zu vereinbaren. Das kann zu einem Fachkräftemangel führen, der auch Männer betrifft.

    Was hat sich die KI denn da zusammen gereimt? Frauen, die nicht arbeiten, bekommen keine Kinder. Also müssen Frauen arbeiten, um Kinder zu bekommen. Dann haben sie aber keine Zeit mehr zum arbeiten, weil sie sich um die Kinder kümmern müssen. Also lösen sich die Kinder dann wieder in Luft auf, weil die Frauen jetzt wieder zu Hause sind?

  • Dass durch weniger Erwerbseinkommen weniger Altersvorsorge besteht, ist ein logischer Fakt. Aber auch das hat nichts mit dem Ehegattensplitting zu tun.

    Man könnte den Artikel auch exakt umschreiben, dass durch die Streichung von Ehegattensplitting der entsprechende ETF Sparplan der Familie reduziert werden muss und genau dann eine äquivalente Lücke bei der Altersvorsorge entsteht.

    Der Artikel argumentiert nämlich nicht gegen Ehegattensplitting, sondern gegen Teilzeit.

  • Auch wenns mannchen nicht passt. Ehegattensplitting fördert Teilzeitarbeit.

    Nochmal: Es macht keinen Unterschied aus steuerlicher Sicht, ob der Mann, der vorher 80.000 € verdient, jetzt 90.000 € verdient oder die Frau 10.000 € verdient. Die steuerliche Belastung unterm Strich ist identisch. Ganz unabhängig von der Tatsache, dass das Geschlecht beim Ehegattensplitting (ich wiederhole mich erneut) keine Rolle spielt.

    Wenn der Ehemann die Steuerklasse 3 hat und die Frau die 5, ist die Lohnsteuer anteilig beim Mann zu niedrig und bei der Frau zu hoch. Das ändert aber nichts an der tatsächlichen Steuerbelastung. Es lässt sich jederzeit eine Regelung finden, die allen Beteiligten Rechnung trägt. Was unabhängig vom Ehegattensplitting bleibt: Je mehr man verdient, desto höher ist der Steuersatz. Das Teilzeiteinkommen wird aber NICHT höher besteuert. Wer das behauptet, hat keinerlei Ahnung (so leid es mir tut, aber ich muss das in dieser Deutlichkeit sagen). Ich habe in meinem ersten Beitrag bereits erwähnt, dass es hier ein psychologisches Wahrnehmungsproblem gibt. Das ist aber nicht ursächlich im Ehegattensplitting, sondern allenfalls in der Steuerklassenwahl zu suchen (die nur beim Lohnsteuerabzug von Bedeutung ist).

    Du kannst dich da so oft wiederholen, wie du möchtest. du liegst falsch.

    edit: Vielleicht sollte man mehr Vergleichsrechnung anstellen und die Leute fachlich informieren.

    Und zum 2. Satz: Das Ehegattensplitting fördert keine Teilzeit, sondern es begünstigt Ehepaare (egal welchen Geschlechts) ;) Der Wegfall des Ehegattensplittings führt zu einer Mehrbelastung. Die Familien haben (ohne ausgearbeitete hoffentlich faire Alternative) weniger Geld in der Tasche.

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