Beiträge von hans2204

    Grundsätzlich gilt, dass jede Art einer Währungsabsicherung Rendite kostet. Ich gehe davon aus, dass die Anlage in einem Aktien ETF immer langfristig ausgerichtet ist und nicht als kurzfristige Spekulation genutzt wird.
    Wenn du also einen weltweit anlegenden ETF wählst, dann lautet die Fondswährung in der Regel USD. In dem ETF sind aber auch Wertpapiere enthalten, deren Heimatwährung nicht USD und auch nicht EUR ist. (z.B. Australien, Japan, Großbritannien, etc.)
    Eigentlich müsste man dann jede dieser Währungen absichern, das macht aber keinen Sinn, denn unterm Strich verlierst du nur Rendite.

    Einen Geldmarktfonds würde ich immer in der Währung anschaffen, in der ich selbst "zuhause" bin. Also wenn mein Lebensumfeld der Euroraum ist, dann ist dies ein Geldmarktfonds auf EUR - wäre ich in USA zuhause, dann würde es ein Geldmarktfonds auf USD sein.

    Hallo zusammen bin etwas verwirrt normaler Weise sollte ein depotwechsel laut Quellen im Internet kostenlos sein . Doch vorhin habe ich gesehen das die lagerstelle meiner Wertpapiere in Großbritannien ist .

    Würde das jetzt bedeuten das es doch was kostet

    Es kommt auf das Wertpapier an. Wenn die Lagerstelle gewechselt werden muss oder soll, dann fallen Kosten an - wie hoch die sind, kann ich nicht beantworten. Die Lagerstelle hat häufig Einfluss auf den Börsenplatz, an dem du das Papier handeln kannst.
    Ansonsten ist der Depotübertrag zwischen inländischen Depotbanken/Brokern kostenfrei.

    Bezüglich der Kosten im S-Broker: Kann es sein das der S-Broker für mich aufgrund der Aktion young invest kostenlos ist?

    Die Aktion "YoungInvest" gilt vom 18. bis zum 25. Lebensjahr

    Depotführungskosten sind bei einem Sparplan auch kostenlos.

    Depotkosten fallen während dieser Zeit auch nicht an.

    Auch Einzelkäufe würden mich nur 1,99 koten, was auch human ist.

    Auch das gilt nur für diesen Aktionszeitraum.

    Wenn du deinen 25. Geburtstag gefeiert hast, dann ändern sich die Konditionen für Wertpapierumsätze und die Depotverwaltung. Wie die in x Jahren ausfallen werden, muss man zu gegebener Zeit sehen.

    Ist die App vom S Broker neu? Wie kann es sein dass die nur 300 Bewertung im App Store hat? Das verwirrt mich etwas…

    Ich weiß nicht, ob man eine neue App erstellt hat - ich selbst nutze ausschließlich die normale Webseite.
    Allerdings ist der Internetauftritt seit einiger Zeit vollkommen neu gestaltet worden, mag sein, dass das auch Auswirkungen auf die App hatte.

    Für weitere Fragen ruf doch einfach mal die Hotline an - da sind "richtige" Menschen am Telefon, die meines Erachtens auch gute Informationen geben.

    Ich selbst habe ein oder zwei Male etwas wissen wollen, was mir die Hotline nicht beantworten konnte. Das waren aber auch ganz spezielle Fragen.

    Meine Frage wäre jetzt sollte man eher zu ein neobroker wechseln um besser einkaufen zu können eventuell auch über direktkäufe

    Nun wenn du jeden Monat deinen Sparplan "manuell" eingeben willst, dann mach das.

    Für einen langfristigen Sparplan wäre mir das zu aufwändig und der eventuell, unter Umständen mögliche finanzielle Vorteil könnte genau so gut auch ein möglicher Nachteil werden.

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    Ich habe aktuell ein DekaBank Depot auf dem ich per sparplan in einen Deka-Etf investiere. Außerdem habe ich ein scalable depot wo ich ich einzelaktien kaufe.

    Nach Recherche habe ich erkannt, dass das Depot bei der deka für mich keinen sinn mehr macht. Ich (und vor allem meine eltern) will meine etfs aber eigentlich bei einer „richtigen“ Bank lassen.

    der "sBroker" und "scalable" sind beides onlineBanken.
    Was verstehst du unter einer "richtigen" Bank? - Meinst du eine Filialbank, zu der du hingehen kannst und einen Ansprechpartner hast?

    Wenn ja, dann kannst du dort selbstverständlich ein Depot anlegen und du kannst auch deine Wertpapiere von den beiden Brokern dorthin übertragen lassen. Es können aber immer nur ganze Anteile übertragen werden, wenn du Bruchteile (bei den ETFs) hast, dann werden die durch den jetzigen Broker verkauft.

    In das neue Depot bei der Bank deiner Wahl kannst du selbstverständlich auch deinen ETF-Sparplan fortführen - du musst nur die Kosten erfragen.

    Ich selbst nutze den sBroker seit ca. 25 Jahren und kann nichts Negatives berichten. Die Kosten für den An- und Verkauf von Wertpapieren sind geringer als bei einer Direktbank, aber höher als bei einem Neobroker.

    Es kommt immer darauf an, was du machen willst. Für einen ETF-Sparplan mit den ETFs der Dekabank bist du dort gut aufgehoben, wenn du aber "Exoten" kaufen möchtest, dann kann ein anderer Broker günstiger sein.

    Ich habe eine neue Girocard/Debit/MasterCard erhalten.
    Meine alte Karte hatte auf der Rückseite ein Feld für die Unterschrift. Die neue Karte hat so etwas nicht mehr.
    Auch wenn es nicht mehr oft vorgekommen ist, musste ich beim Einsatz der alten Karte tatsächlich ab und an bei Einkäufen an der Kasse eine Unterschrift leisten, welche mit der Unterschrift auf der Rückseite verglichen wurde.

    Wird bei der Zahlung mit der neuen Karte jetzt tatsächlich "ausgeschlossen" jemals wieder eine Unterschrift leisten zu müssen?

    Es kommt darauf an, wie das Unternehmen, bei dem du eine Zahlung mit deiner Karte leistet, diese Zahlung abrechnet.
    Im Normalfall ist es so, dass du ab einem bestimmten Betrag eine PIN eingeben musst und danach wird im Hintergrund geprüft, ob die Zahlung von deinem Kreditinstitut geleistet wird, weil dein Guthaben oder deine Kreditlinie ausreichend ist.
    Hier ist sichergestellt, dass der Händler sein Geld auch bekommt und es bedarf keiner weiteren Unterschrift.

    Manche Händler nutzen aber immer noch ein anderes (eigentlich veraltetes) Verfahren. Ein Abgleich bzw. Prüfung, ob die Zahlung tatsächlich durch die Bank erfolgt, findet hier nicht statt oder kann nicht stattfinden.
    Wenn der Händler die Zahlung nicht erhält, wird er dann wird er diesen Beleg mit deiner Unterschrift verwenden um zunächst einmal deinen Namen und deine Adresse bei der Bank zu ermitteln und anschließend wird er dich entsprechend zu mahnen und notfalls verklagen. Das Risiko der Nichtzahlung bleibt damit beim Händler.

    Ich habe ausländische Zinseinnahmen, von denen bisher keine Kapitalertragssteuer abgezogen wurde, bei der Steuer angegeben. Als Rentner liegt unser Steuersatz unter 25%. Dennoch wurde keine Günstigerprüfung durchgeführt, weil die ausländischen Zinsen dies verhindern. Ist dies so richtig oder lohnt sich ein Einspruch? Ich verstehe dieses KO-Kriterium nicht, denn in der Einkommenssteuererklärung wird ja Kap. abgezogen, also unter dem Strich werden diese Erträge wie andere auch behandelt.

    Wird abgezogene ausländische Quellensteuer ebenso behandelt oder kann ich die ohne weiteres nächstes Jahr angeben (wenn keine ausländischen Zinsen mehr anfallen?)

    Bei den inländischen Kapitaleinkünften werden von den Kreditinstituten 25% Kapitalertragsteuer + Soli + Kirchensteuer abgezogen, wenn ein erteilter Freibetrag nicht mehr ausreicht.

    Bei der Günstigerprüfung durch das Finanzamt prüft das Finanzamt nun für dich, ob es günstiger ist, die Kapitalertragsteuer zu zahlen oder stattdessen deine Kapitaleinkünfte auf dein Einkommen zu rechnen, um diese dann mit der Einkommensteuer zu versteuern.

    Für deine ausländischen Kapitaleinkünfte sind bislang überhaupt keine Steuern einbehalten worden - von daher kann auch keine Günstigerprüfung stattfinden.

    Der DEKA hat nochmal eine deutlich stärkere Gewichtung auf die Top10 Werte und nochmal mehr USA Anteil, das ist ja fast schon ein S&P500. Die TOP10 machen da schon über 35% aus und USA 76%.


    Mir wäre der normale MSCI World aktuell schon viel zu US und Tech lastig und damit zu wenig breit gestreut, aber der DEKA ja nochmal viel mehr.

    Die Zusammensetzung der ETFs ist hier zwar nicht das eigentliche Thema, doch wenn Vergleiche angestellt werden, dann sollte man nicht Äpfel und Birnen vergleichen.

    Der
    iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)
    und der
    Deka MSCI World -Climate Change- ESG UCITS ETF

    sind jetzt nicht unbedingt miteinander vergleichbar.

    Der Vergleichsfonds zum iShares MSCI World wäre der Deka MSCI World UCITS ETF.
    Der US Anteil liegt mit 72,20% zwar auch höher als beim iShares MSCI World, aber beträgt nicht 76,0%

    hans2204 Weißt du zufällig, wie stark der S-Broker ins Sparkassen-System eingebunden ist?
    Ich meine, dass er zwar zur Sparkassen-Gruppe gehört, aber komplett separat operiert.
    Das heißt, man kann bei Fragen nicht zur Sparkasse gehen, bekommt eine separate Dokumentation (z. B. Steuerbescheinigung) und hat auch nicht die Möglichkeit, ihn in die Sparkassen-App einzupflegen.
    Das ist ja bei einem Sparkassen-Depot oder einem Deka-Depot anders.
    Oder sehe ich das falsch (siehe unten)?

    • Sparkassen-Depot = klassisches Filialdepot, lokal geführt, komplett integriert.
    • Deka-Depot = Fondsdepot bei der Deka, über Sparkasse zugänglich, stark auf Fonds spezialisiert.
    • S Broker = eigenständiger Online-Broker der Sparkassenwelt, aber technisch und organisatorisch weitgehend separat.

    Wenn es dem TE um den bekannten Service seiner örtlichen Sparkasse geht, wäre ja dann der S-Broker die falsche Wahl, oder? Der hätte zwar das (S) im Namen, aber keinen Bezug zur örtlichen Sparkasse. Also kein großer Unterschied zu einem ING- oder DKB-Depot....:/

    Bliebe also nur ein Sparkassen-Depot, ein Deka-Depot oder der Wechsel zu einer anderen Filialbank (falls es um den persönlichen Service geht und das S nicht so wichtig ist).

    Der sBroker ist ein selbständiger Broker und trägt nur das "S" in seinem Namen. Er gehört aber zur DekaBank. Die DekaBank ist der zentrale Fondsanbieter für alle Sparkassen.

    Die örtliche Sparkasse hat eigene Depotkonten, die aber recht teuer sind. Sowohl der Handel mit Wertpapieren als auch das Depot selbst sind von den Kosten her nicht vergleichbar mit einer onlineBank oder gar einem NeoBroker.
    Bei der örtlichen Sparkasse gibt es dafür aber auch eine "Beratung" oder Hilfestellung beim Handel mit Wertpapieren.

    Der onlineBroker "sBroker" wird vermutlich nicht aktiv von den Sparkassen angeboten, sondern nur als "Not"-Lösung vorgestellt, wenn ein Kunde aufgrund der Kosten beim klassischen Sparkassendepot mit Abwanderung droht.

    Eine Beratung oder Hilfestellung -für was auch immer- ist für das sBroker-Depot bei der örtlichen Sparkasse ausgeschlossen.
    Die Kosten sind im Vergleich zum klassischen Sparkassendepot deutlich günstiger.

    Beim sBroker kann ein eigenes Verrechnungskonto geführt werden, aber es ist auch möglich, dass der Handel direkt über ein Sparkassenkonto abgewickelt wird. Wird beim sBroker ein eigenes Verrechnungskonto geführt, dann sind Überträge von diesem Konto nur auf ein vorgegebenes Referenzkonto (bei welcher Bank auch immer) möglich - bedeutet, dass kein Zahlungsverkehr mit diesem Konto möglich ist.

    Für das Depot werden eigene Steuerbescheinigungen ausgestellt und du musst ggf. dort einen separaten Freistellungsauftrag erteilen.
    Für dieses Depot gibt es eine eigene App für dein smartphone - ob das Depot auch in die Sparkassen App eingepflegt werden kann, weiß ich nicht.

    s-Broker vs DekaDepot:
    Vielen Dank an Horst, ANDREJ und Hans für die Diskussion zum s-Broker. Dieser Unterschied war mir nicht bewusst. Laut Finanztip-Website (https://www.finanztip.de/wertpapierdepot/s-broker/) kostet ein ETF-Sparplan 1,25% des Orderwerts - das wären ja nochmal 0.25% mehr als Ausgabeaufschlag beim Deka Depot?

    Bis auf Weiteres sind eine Vielzahl von ETF-Sparplänen der DekaBank beim Sparplan bis zu EUR 500,00 Euro kostenfrei. Aus meiner Sicht ist das kein kurzfristiges Angebot, denn die Kostenfreiheit für diese ETFs besteht schon seit einigen Jahren.

    Möchtest du ETFs von anderen Dienstleistern kaufen, dann solltest du auf der Internetseite unter ETF-Sparplänen nachsehen, welcher kostenfrei angeboten wird und bei welchem ETF Transaktionsgebühren verlangt werden.

    Sorry, aber manchmal muss man eben die Standardsprüche bringen: ist eben dein Geld. Und wenn du das dicke Dienstauto vom Sparkassen Vorstand mit finanzieren willst, kannst du das gerne tun. Danken würde es dir nicht.

    Also wenn Thorsten82 ein Kunde der Sparkasse ist, dann ist das so und das ist so zu akzeptieren. Nicht jeder mag Kunde beim xyz Broker werden und nicht jeder möchte bei einer onlineBank oder einer Neobank sein Konto unterhalten, auch wenn die Kosten dort günstiger sind oder gar ganz wegfallen.

    Die Abwicklung von Wertpapiergeschäften beim sBroker ist sicher nicht so günstig, wie bei deinem so oft gescholtenen Broker "TR". Dafür geschieht die Abwicklung beim sBroker professionell und aus meiner Sicht vorbildlich und kann man auch mit einem Depot bei der ING vergleichen.
    Der sBroker gehört übrigens zur DekaBank und ein Vorstand einer Sparkasse hat gar nichts davon, wenn ein Kunde dort seine Wertpapiergeschäfte online abwickelt.

    Etwas merkwürdig finde ich die Freigabeverfahren: Beim DekaBank Depot nur mit PIN, beim s-Broker wahlweise App oder papierhafte iTAN-Liste. Das war bei richtigen Banken doch schon vor langer Zeit als unsicher abgeschafft worden.

    Ja, das wundert mich auch ein wenig, andererseits sind Verfügungen nur zugunsten des Verrechnungskontos möglich und nicht auf ein fremdes Konto.

    Für die Ausführung von Kaufaufträgen berechnet die Deka Bank ein volumenabhängiges Orderentgelt in Höhe von 1 %.

    Ist auch so in meinen Abrechnungen und den jährlichen Kostenausweisen aufgeführt. Insofern wäre der s-broker die günstigste Variante. Allerdings ist der wohl an ein s-Girokonto gebunden, was ich nicht mehr habe.

    Das sBroker Depot kann als Verrechnungskonto auch ein Fremdkonto haben - es ist nicht an ein Sparkassenkonto gebunden.

    Ich würde da eher den s-broker empfehlen. Je nach Depotvolumen oder Umsatz ist der auch ganz kostenlos.

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    Wenn die Fonds in einem DekaDepot liegen sollen, werden 1% Ausgabeaufschlag berechnet. Laufende Kosten sind nur die Produktkosten von 0,16% oder mehr und die Depotgebühr von 12,50€/Jahr

    Der Kauf von ETFs der DekaBank beim sBroker ist kostenfrei, wenn der Fonds von der Fondsgesellschaft erworben wird. Eine "Beratung" bei der örtlichen Sparkasse wird es nicht geben, wenn du dieses Depot nutzen möchtest.

    Es ist auch möglich ETFs der DekaBank ins DekaBank Depot zu kaufen - mir ist nicht bekannt, dass da ein Ausgabeaufschlag genommen wird.
    Dieses konnte ich in dem Fondsportrait zumindest nicht finden.


    Meine Fragen sind jetzt: wie verteile ich 2025 die Freistellungsaufträge richtig? Wie transferiere ich meine 1.000 € Freibetrag 2026 wieder zurück und was muss ich bei der Steuererklärung 2026 beachten? Ich möchte gerne Ordnung in die Freistellungsaufträge bringen, mir ist leider nicht klar, wie.

    Die Vorgehensweise wurde in den vorherigen Beiträgen beschrieben. Eine Ergänzung dazu:

    Ihr macht jetzt einen oder mehrere "Eheleute-Freistellungsaufträge" bis zur Gesamtsumme von € 2.000,00 und befristet diese bis zum Jahresende 2025. Die bisherigen "Einzel-Freistellungsaufträge" müsst ihr löschen.
    In 2026 kann jeder seinen eigenen Freistellungsauftrag wieder erneut so erteilen, wie er möchte.

    wir tragen uns als Familie mit dem Gedanken, ein Depot zu eröffnen, das auf eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts eingetragen ist.

    Überraschenderweise gibt es bislang keine Direktbank (oder ggf. einen Neobroker), der dies anbietet.

    Das wird bei einer onlineBank oder gar einer Neobank nicht funktionieren, denn der Aufwand dafür ist für die Bank zu groß.
    Neobanken bieten nur "einfache Konten" ohne sonstigen "Schnickschnack" auf den Kontoinhaber (Einzelperson) an - Gemeinschaftskonten werden bei Neobanken nicht angelegt. Bei onlineBanken könnte es ähnlich sein.

    Ein Hinweis zu dem Vorhaben:
    Für Gemeinschaftskonten auf Personengemeinschaften, die nicht verheiratet sind (also z.B. BGB Gesellschaften - Erbengemeinschaften - Geschwisterkonten etc.) können keine Freistellungsaufträge erteilt werden. Zinserträge werden also immer mit Abzug von Steuern verbucht. Die Zuordnung dieser Zinserträge und Steuern beim Finanzamt ist recht aufwändig, da diese Personengemeinschaften eine eigene Steuernummer benötigen und dann in der Einkommensteuererklärung anteilig auf die Einzelpersonen anzugeben sind.
    Den Aufwand würde ich mir ersparen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

    Aus meiner sicht, dass es eben nicht Haushaltsnah ist.

    Zu dem Thema gab es auch schon einmal eine Klage vor dem Finanzgericht in Nürnberg. Dort wurde geurteilt, dass sich die Steuerermäßigung des § 35a Abs. 2 EStG nach dem Wortlaut der Vorschrift auf die Leistungen "in einem inländischen Haushalt" beschränkt.

    Im Haushalt bedeutet in der privaten Wohnung bzw. dem Haus nebst Zubehörräumen und Garten (vgl. FG Nürnberg, Urteil v. 22.9.05, IV 33/2005).
    Dazu gehört nicht die sich in räumlicher Entfernung befindliche Grabstätte.

    Unirak ist ein Fondsprodukt der Union Investment und wird in der Regel von den Volksbanken vertrieben.

    Bei diesem Fonds handelt es sich um eine Anlage, die überwiegend in internationale Aktien sowie in weltweite Anleihen investiert ist, die auf die Währung Euro lauten.
    Die laufenden Fondskosten betragen 1,50% vom Fondsvermögen.

    Du bekommst dafür keine Rechnung, doch mindern diese Kosten dein Anlageergebnis, denn die Fondsgesellschaft (Union) entnimmt diese Kosten aus dem Fondsvermögen, gleichgültig ob dein Fonds Gewinn oder Verlust macht.

    Bei einem Verkauf fallen Steuern (Kapitalertragsteuer+Solidaritätszuschlag) auf die Kursgewinne der letzten Jahre an. Frag bitte vorsichtshalber vor einem Verkauf nach, wie hoch die mögliche Belastung ist, damit du nicht nachträglich enttäuscht wirst.

    Wenn du in dem Bereich "Wertpapiere-Aktienanlagen" weiterhin investieren möchtest, dann wäre ein weltweit anlegender ETF mit wesentlich günstigeren Kosten eine Alternative. Hierzu solltest du nach den Ankaufkosten bei der Bank fragen oder gleich ein Depot bei einem onlineBroker eröffnen, wo die Kosten deutlich günstiger sind.

    Exakt diese Fragestellung kommt mir aber sehr bekannt vor.

    Sollte ich mich irren?

    Nein, du irrst dich überhaupt nicht - der Beitrag wurde jetzt schon zum dritten Mal (22.02.25 - 14.06.25 und heute) eingestellt.
    Vermutlich waren die Antworten auf seine Fragestellung nicht so, wie sie von ihm gewünscht werden.