hans2204 Weißt du zufällig, wie stark der S-Broker ins Sparkassen-System eingebunden ist?
Ich meine, dass er zwar zur Sparkassen-Gruppe gehört, aber komplett separat operiert.
Das heißt, man kann bei Fragen nicht zur Sparkasse gehen, bekommt eine separate Dokumentation (z. B. Steuerbescheinigung) und hat auch nicht die Möglichkeit, ihn in die Sparkassen-App einzupflegen.
Das ist ja bei einem Sparkassen-Depot oder einem Deka-Depot anders.
Oder sehe ich das falsch (siehe unten)?
- Sparkassen-Depot = klassisches Filialdepot, lokal geführt, komplett integriert.
- Deka-Depot = Fondsdepot bei der Deka, über Sparkasse zugänglich, stark auf Fonds spezialisiert.
- S Broker = eigenständiger Online-Broker der Sparkassenwelt, aber technisch und organisatorisch weitgehend separat.
Wenn es dem TE um den bekannten Service seiner örtlichen Sparkasse geht, wäre ja dann der S-Broker die falsche Wahl, oder? Der hätte zwar das (S) im Namen, aber keinen Bezug zur örtlichen Sparkasse. Also kein großer Unterschied zu einem ING- oder DKB-Depot....
Bliebe also nur ein Sparkassen-Depot, ein Deka-Depot oder der Wechsel zu einer anderen Filialbank (falls es um den persönlichen Service geht und das S nicht so wichtig ist).
Der sBroker ist ein selbständiger Broker und trägt nur das "S" in seinem Namen. Er gehört aber zur DekaBank. Die DekaBank ist der zentrale Fondsanbieter für alle Sparkassen.
Die örtliche Sparkasse hat eigene Depotkonten, die aber recht teuer sind. Sowohl der Handel mit Wertpapieren als auch das Depot selbst sind von den Kosten her nicht vergleichbar mit einer onlineBank oder gar einem NeoBroker.
Bei der örtlichen Sparkasse gibt es dafür aber auch eine "Beratung" oder Hilfestellung beim Handel mit Wertpapieren.
Der onlineBroker "sBroker" wird vermutlich nicht aktiv von den Sparkassen angeboten, sondern nur als "Not"-Lösung vorgestellt, wenn ein Kunde aufgrund der Kosten beim klassischen Sparkassendepot mit Abwanderung droht.
Eine Beratung oder Hilfestellung -für was auch immer- ist für das sBroker-Depot bei der örtlichen Sparkasse ausgeschlossen.
Die Kosten sind im Vergleich zum klassischen Sparkassendepot deutlich günstiger.
Beim sBroker kann ein eigenes Verrechnungskonto geführt werden, aber es ist auch möglich, dass der Handel direkt über ein Sparkassenkonto abgewickelt wird. Wird beim sBroker ein eigenes Verrechnungskonto geführt, dann sind Überträge von diesem Konto nur auf ein vorgegebenes Referenzkonto (bei welcher Bank auch immer) möglich - bedeutet, dass kein Zahlungsverkehr mit diesem Konto möglich ist.
Für das Depot werden eigene Steuerbescheinigungen ausgestellt und du musst ggf. dort einen separaten Freistellungsauftrag erteilen.
Für dieses Depot gibt es eine eigene App für dein smartphone - ob das Depot auch in die Sparkassen App eingepflegt werden kann, weiß ich nicht.