S Broker Test Wie gut sind die Depots der Sparkassen?

Timo Halbe
Timo Halbe
Experte Geldanlage

Das Wichtigste in Kürze

  • Der S Broker ist ein empfehlenswertes Wertpapierdepot, mit dem Du zum Beispiel ETFs kaufen und verwahren kannst.
  • Du kannst das Depot von S Broker auch eröffnen, ohne Kunde oder Kundin einer Sparkasse zu sein.
  • Die Sparkassen-Finanzgruppe bietet aber noch zwei andere Depots an: das Deka-Depot und das Sparkassen-Depot. Die beiden kannst du nur mit einem Sparkassen-Girokonto eröffnen, mit deutlich höheren Kosten als beim S Broker.

So gehst Du vor

  • Vergleiche das Leistungsangebot der Depots der Sparkassen-Finanzgruppe mit dem anderer Depots.

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Du hast ein Konto bei einer der Sparkassen und willst schon lange Geld in Wertpapiere investieren? Dann bist Du sicher schon auf eines der drei Depots der Sparkassen-Finanzgruppe gestoßen – vielleicht über eine Finanzberaterin oder einen -berater beim Gespräch in der Filiale oder online.

Aber ist ein Sparkassen-Depot gut? Worin unterscheiden sich die Depotmodelle der Sparkasse, und welches könnte zu Dir passen? Oder sind Depots von anderen Anbietern interessanter für Dich? Bei einem Neobroker kannst Du beispielsweise locker 100 Euro im Jahr an Kosten sparen, je nach Depotmodell sogar weit über 1.000 Euro pro Jahr. Dieser Ratgeber hilft Dir, das passende Depot für Dich zu finden.

Logo S Broker
S Broker

Online Depot

  • bei Einmalanlage: 3,99 Euro bis zu einem Anlagebetrag von 1.000 Euro. Darüber: 3,99 Euro plus 0,25 Prozent des Anlagebetrags (max. 54,99 Euro).
  • Sparplan für 1,25 Prozent der Sparrate
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • Depotführung kostenlos mit Wertpapier-Sparplan oder 1 Trade pro Quartal oder 10.000 Euro Depotvolumen, sonst 3,99 Euro pro Monat

Wie gut ist der S Broker der Sparkasse?

Der S Broker gehört zu den Empfehlungen in unserem Finanztip-Depotvergleich. Der Anbieter landete bei den verfügbaren Leistungen mit der Note „sehr stark“ auf dem zweiten Platz. Der S Broker sammelt Punkte in vielen Bereichen: Du hast alle deutschen Börsenplätze zur Verfügung, dazu mehrere Direkthändler sowie ausländische Börsen. Somit ist auch das Angebot an handelbaren Wertpapieren groß. Gemeinschaftsdepots und Kinderdepots sind möglich. Praktisch ist auch der angebotene Auszahlplan, wenn Du in der Entnahmephase regelmäßig ETF-Anteile verkaufen lassen möchtest. 

Beim Vergleich der Kosten belegt das Depot allerdings einen der hinteren Ränge unter den Finanztip-Empfehlungen, erreicht aber immerhin 6,2 von 10 möglichen Punkten. 

Vor 2025 gehörte der Anbieter noch nicht zu unseren Empfehlungen, doch besonders bei der Bewertung der Kosten hat der S Broker 2025 mehr Punkte holen können und damit sein Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert. 

Wir haben bei unserem Depotvergleich neun weitere, empfehlenswerte Anbieter ermittelt. Einen Überblick bietet Dir unsere Vergleichstabelle. Hier kannst Du den S Broker der Sparkassen mit anderen Depotangeboten vergleichen. Die Anbieter sind alle für einen kostengünstigen Vermögensaufbau geeignet, unterscheiden sich aber in den Details.

Depotvergleich: Hier findest Du das passende Depot

Wie beurteilt Finanztip das Deka-Depot und die Regionaldepots?

Die anderen Depots der Sparkassen-Finanzgruppe waren nicht Teil unserer Untersuchung. Das hat mehrere Gründe. Beispielsweise ist ein Deka-Depot kein vollwertiges Wertpapierdepot, weil man damit keine Aktien und nur eine stark eingeschränkte ETF-Auswahl handeln und verwahren kann. Handelbar sind nämlich nur Deka-Fonds, Zertifikate oder ausgewählte Kooperations-Fonds. 

Die regionalen Sparkassendepots sind immer nur im Bereich der jeweiligen Sparkasse erhältlich und haben so viele unterschiedliche Preismodelle, dass eine allgemeine Einstufung keinen Sinn hätte.

Sowohl das Deka-Depot als auch die Depots der regionalen Sparkassen setzen voraus, dass Du bereits Kundin oder Kunde der Sparkasse bist, was in den meisten Fällen eine laufende Kontoführungsgebühr verursacht. Die Kosten der genannten Depots sind generell höher als bei Direktbanken und auch dem S Broker. Immerhin bieten die Depots der regionalen Sparkassen eine große Auswahl an Wertpapieren und lassen sich zum Teil auch offline führen, ohne dass Du Online-Banking nutzen musst. 

Wie unterscheiden sich die Depots der Sparkassen-Finanzgruppe?

Die Sparkassen-Finanzgruppe bietet drei verschiedene Depots an: den S Broker, das Deka-Depot und das regionale Sparkassen-Depot. Die Depots unterscheiden sich vor allem in ihren Leistungen, weshalb sie verschiedene Zielgruppen ansprechen.

Was bietet der S Broker? 

Das S Broker-Depot wird von der S Broker AG angeboten, die seit 2016 Teil der Deka-Gruppe ist und somit auch Mitglied der Sparkassen-Finanzgruppe. Möchtest Du über dieses Depot handeln, dann steht Dir auch hier die gesamte Bandbreite von Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und Zertifikaten zur Verfügung – insgesamt gibt es mehr als 6.000 Sparpläne. Darunter 1.600 börsennotierte Indexfonds, sogenannte ETFs, und 3.000 Fonds. 

Bist Du Dir trotz der großen Auswahl unsicher, ob ein Wertpapier beim S Broker handelbar ist? Dann kannst Du die Suchfunktion für Wertpapiere auf der S Broker-Website nutzen. Gib dort die Kennnummer, die sogenannte ISIN, des Wertpapiers ein. Zeigt die Suche einen Treffer, lässt sich das Papier handeln. Du bekommst beim S Broker neben dem Verrechnungskonto auf Wunsch ein zusätzliches Tagesgeldkonto, das „KontoPlus“. Dein Guthaben wird zwar verzinst, der Zinssatz liegt aktuell allerdings deutlich unter den von uns empfohlenen Angeboten für Tagesgeld. Hier sind aktuell bis zu 3,2 Prozent pro Jahr drin.

Möchtest Du ein Depot bei S Broker eröffnen, kannst Du das auch tun, wenn Du kein Kunde oder keine Kundin der Sparkasse bist. Das ist ein Unterschied zu den anderen Sparkassen-Depots, die wir in diesem Ratgeber vorstellen. Du musst nur den Eröffnungsprozess auf der Website durchlaufen. Wie das geht, erfährst Du in diesem Abschnitt. Wichtig: Nutz die Suchfunktion für Wertpapiere am besten vor der Depoteröffnung. So weißt Du, ob Deine bevorzugten Wertpapiere dort überhaupt handelbar sind.

Nach der Depoteröffnung kannst Du Wertpapiere über das Telefon, die S Broker-App und S Broker-Website handeln. Transaktionen über eine Beraterin oder einen Berater sind mit dem S Broker nicht möglich.

Was bietet das DekaBank-Depot? 

Das DekaBank-Depot ist ein Depot des Wertpapierhauses der Sparkassen-Finanzgruppe, der Deka. Mit dem Depot hast Du die Möglichkeit, Aktien, ETFs, Zertifikate, Anleihen und etwa 1.000 verschiedene Fonds der Deka-Gruppe und ihrer Kooperationspartner zu handeln. Zu den Kooperationspartnern gehören beispielsweise BlackRock, Goldman Sachs, J.P. Morgan, UBS und die Deutsche Bank. Möchtest Du ein Depot bei der Deka eröffnen, geht das nur über eine der Sparkassen und nur wenn Du ein Girokonto bei dieser hast. Kunden und Kundinnen anderer Banken können kein DekaBank-Depot eröffnen.

Wenn Du das Depot eröffnet hast, kannst Du Wertpapieraufträge online, per Telefon und App oder über einen Berater oder eine Beraterin der Sparkassen ausführen. Wichtig: Du kannst mit dem DekaBank-Depot nur Wertpapiere der Deka-Gruppe und ihrer Kooperationspartner handeln. Eröffne daher nur das Depot, wenn das Angebot an Aktien, ETFs, Zertifikaten und Fonds der Deka sowie ihrer Kooperationspartner ausreichend für Dich ist. 

Was bietet das Sparkassen-Depot?

Als Kunde oder Kundin einer Sparkasse wird Dir in der Regel das Sparkassen-Depot angeboten – ob online oder in der Filiale. Mit diesem kannst Du, im Gegensatz zum Deka-Depot, mit nahezu der gesamten Bandbreite an zugelassenen Wertpapieren handeln. Möglich sind also Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen und Zertifikate.

Bist Du kein Kunde oder keine Kundin einer Sparkasse, kannst Du dieses Depot nicht eröffnen. Du kommst also nicht um die Eröffnung eines Girokontos bei einer Sparkasse herum, wenn Du ein Sparkassen-Depot nutzen möchtest.

Wie beim Deka-Depot hast Du auch bei diesem Depot die Möglichkeit, Wertpapieraufträge online, per Telefon und App oder über einen Berater oder eine Beraterin der Sparkassen zu handeln. Möchtest Du eine Beratung in Anspruch nehmen, dann solltest Du Dich so gut wie möglich auf das Gespräch vorbereiten. Wie Du das machst, zeigen wir Dir in unserem Ratgeber zur Anlageberatung.

Welche Kosten fallen für die Depots der Sparkassen an?

Die Kosten für einen Aktien-Einzelkauf, Fonds-Sparplan und die Depotführung variieren bei den Sparkassen-Depots. Möchtest Du ein Limit, einen Orderauftrag oder einen Wertpapiersparplan einrichten, ändern oder löschen, ist das in der Regel bei allen Depots kostenlos. Schau Dir aber das Preis-Leistungsverzeichnis Deiner Sparkasse genau an, bevor Du dort ein Depot eröffnest. Denn jede einzelne regionale Sparkasse bietet eigene Depotkontomodelle mit anderen Preisen an.

In der Tabelle unten vergleichen wir die Kosten der einzelnen Sparkassen-Depots. Als Beispiel für eine regionale Sparkasse zeigen wir die Konditionen der Berliner Sparkasse. Beispielhaft für eine deutlich günstigere Alternative führen wir das Depot der Direktbank ING auf.

Auffällig sind vor allem die enorm hohen laufenden Kosten eines Premium- oder Komfort-Depots, das es in vielen regionalen Sparkassen gibt. Hier ist zwar der persönliche Kontakt zu den Beratenden inbegriffen, allerdings ist eine laufende Beratung aus unserer Sicht absolut nicht notwendig. Ein einfaches Online-Depot mit einem guten ETF bringt langfristig wahrscheinlich eine vergleichbare oder sogar bessere Rendite, verursacht aber viel geringere Kosten.

Wie vermeidest Du laufende Kosten beim S Broker?

Für das S Broker-Depot fällt grundsätzlich eine Nutzungsgebühr an: 3,99 Euro pro Monat. Das kannst Du aber vermeiden. 

Um das Depot ohne laufende Kosten zu führen, richtest Du einfach einen Sparplan ein. Einen ETF-Sparplan empfehlen wir Dir sowieso für den langfristigen Vermögensaufbau. Alternativ kannst Du einen Einzelkauf oder -verkauf pro Quartal tätigen. Auch mit einem Wertpapierbestand von mindestens 10.000 Euro entfallen die laufenden Gebühren des Depots.

Kosten verschiedener Depots im Vergleich

 Ankauf Wertpapiere 5.000 €ETF-Sparplan 100 €Verwahrung
S Broker17,97 € (3,99 € + 0,25 % vom Orderwert + 0,99 € Handelsplatzgebühr + 0,49 € Abwicklungsgebühr)1,25 € (1,25 % des Orderwerts)0 € (bei mind. einer Order im Quartal, einem Sparplan oder bei einem Depotbestand von mind. 10.000 €, sonst 3,99 € monatlich)
Berliner Sparkasse, Depot Direkt22,40 € (9,90 € Grundpreis + 0,25% vom Kurswert, max. 99 € pro Order)3 € (2 € Grundpreis + 1 % vom Kurswert)24 € pro Jahr (entfällt bei Sparplan ab 100 € im Monat1) + 0,18 % des Depotvolumens pro Jahr min. 6 €
Berliner Sparkasse, Depot Premium mit Anlageberatungin Pauschalpreis enthalten (bis 75 Transaktionen/Jahr, danach 0,8 % + 9,90€ pro Order)in Pauschalpreis enthalten (bis 75 Transaktionen/Jahr, danach wie bei Depot Direkt)1,5 % des Depotvolumen pro Quartal, min. 750 €
Deka-Depotzum Ausgabeaufschlag2zum Ausgabeaufschlag212,50 € pro Jahr (online)
19,50 € pro Jahr (online/offline3)
ING 17,40 €0 €0 €

1 Für Immobilienfonds und ETFs fällt die Gebühr allerdings an.
2 Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, wenn Du Fondsanteile kaufst. Seine Höhe kann variieren.
3 Beratungsgespräch in einer Filiale.
Quelle: Berliner Sparkasse, Deka, S Broker, DKB (Stand: Januar 2026)

Wie eröffnest Du ein Depot beim S Broker?

Nun schauen wir uns Schritt für Schritt die Eröffnung eines S Broker-Depots an. Bei den anderen Sparkassen-Depots unterscheidet sich der Eröffnungsprozess an manchen Stellen, aber das Prinzip ist sehr ähnlich. Such Dir ein ruhiges Plätzchen, wo Du Dich durch den Fragebogen klickst. Die Fragen sind sehr einfach und es dauert nicht lange.

Wenn Du Dir die Eröffnung allein nicht zutraust, kannst Du das regionale Sparkassen-Depot oder Deka-Depot über Deinen Berater oder Deine Beraterin in der Filiale eröffnen lassen. Sei Dir aber im Klaren darüber, dass es sich dabei dann nicht um den S Broker und damit auch nicht um eine Finanztip-Empfehlung handelt.

Schritt 1: Welches Depotmodell? 

Im ersten Schritt wählst Du auf der Produktseite der S Broker-Website die Rubrik „Aktuelles & Services“ und gehst auf „Online-Depoteröffnung“. Auf der nächsten Seite musst Du Dich dann für ein Einzel- oder Gemeinschaftsdepot entscheiden. Ein Gemeinschaftsdepot führst Du im Gegensatz zum Einzeldepot mit einer anderen Person zusammen. Entscheidest Du Dich für ein Gemeinschaftsdepot, dann muss auch die zweite Person den Eröffnungsprozess durchlaufen.

Zur Auswahl steht übrigens auch ein sogenanntes CFD-Handelskonto. Das kannst Du jedoch nur eröffnen, wenn Du bereits ein Einzeldepot beim S Broker besitzt. Sei Dir bewusst, dass CFDs vollkommen anders als Aktien oder Aktienfonds funktionieren. Sie sind sehr komplexe Produkte und sehr spekulativ. S Broker schreibt selbst auf seiner Website: „Ca. 74,5 Prozent der Kleinanleger verlieren Geld im CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.“ 

Möchtest Du mehr über CFDs wissen, kannst Du Dich im Ratgeber Trading informieren. Solltest Du Dich zusätzlich für ein CFD-Handelskonto entschieden haben, dann kannst Du CFDs nicht über die S Broker-Mobile-App handeln. Hierfür ist die S Broker-CFD-App vorgesehen.

Schritt 2: Welche Daten musst Du angeben? 

Nachdem Du Dich für ein Depot entschieden hast, gibst Du zunächst Deine Personen- und Kontaktdaten ein und klickst auf „Weiter“. Im nächsten Fenster wirst Du nach Deiner Steuer-Identifikationsnummer und Steueransässigkeit gefragt – damit der S Broker für Dich Abgeltungssteuer abführen kann. Die Steuer-ID benötigst Du nicht sofort, musst sie dann aber nachreichen.

Danach musst Du noch Dein Girokonto angeben, das als Verrechnungskonto dienen soll. Über dieses Girokonto kannst Du Geld auf Dein Depot einzahlen, aber auch Beträge vom Depot auszahlen. Wichtig: Ein Sparkassen-Girokonto kannst Du nur als Verrechnungskonto angeben, wenn Deine Sparkasse mit S Broker kooperiert. Ob das bei Deiner Sparkasse der Fall ist, erfährst du auf der S Broker-Website über den „Sparkassenfinder“. Die oben beschriebene Tagesgeld-Zinsaktion des S Brokers kannst Du nur wahrnehmen, wenn Du das Verrechnungskonto bei S Broker einrichten lässt.

Schritt 3: Wie gut sind Deine Wertpapierkenntnisse? 

Im dritten Schritt gibst Du Deine bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen mit Wertpapieren an. Hierfür möchte S Broker wissen, ob Du bereits Erfahrungen in den jeweiligen Wertpapierklassen gesammelt hast. Wenn Du ein anderes Depot eröffnest, kann das Aussehen des Fragebogens und die Einteilung der Kategorien etwas abweichen.

Übrigens: Die ETF-Empfehlungen von Finanztip fallen in die Gruppe „Aktienfonds“. Hast Du bisher keine Erfahrungen damit gesammelt, dann lass Dich nicht verunsichern. Niemand ist von Anfang ein ETF- oder Börsenprofi. Du solltest in diesem Fall nichts ankreuzen und Dich bei Finanztip über das Thema Wertpapiere informieren. Du kannst in diesem Fall trotzdem mit ETFs handeln, erhältst nur vorher einen zusätzlichen Warnhinweis. 

Schritt 4: Wie kannst Du Dich ausweisen?

Zu guter Letzt musst Du noch Deine Identität verifizieren. Hierfür gibt es zwei verschiedene Verfahren: Beim Postident-Verfahren gehst Du mit Deinen ausgedruckten Unterlagen für die Depoteröffnung und Deinem Personalausweis zu einer Postfiliale. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Post stellt dann anhand Deines Personalausweises Deine Identität fest. 

Das zweite Verfahren heißt Videoident. Hierbei wird Deine Identität über eine Online-Videoübertragung festgestellt. Hier hältst Du Deinen Personalausweis einfach in die Kamera Deines Smartphones, Tablets oder PCs – der Eröffnungsprozess ist dann abgeschlossen. Nachdem Du Deinen Antrag eingereicht hast, bekommst Du innerhalb weniger Tage Deine Depot-Unterlagen mit Zugangsdaten zugeschickt.

Schritt 5: Wie legst Du im neuen Depot los? 

Sobald Du Deine Zugangsdaten für das Depot bekommen hast, melde Dich über die Website des S Brokers an. Ab jetzt kannst Du Wertpapiere kaufen, verkaufen und Sparpläne anlegen. Besonders ans Herz legen möchten wir Dir unsere Finanztip-Empfehlungen für ETF-Sparpläne, weil diese ETFs besonders breit aufgestellt sind und damit gut für Deine langfristige Geldanlage passen. Außerdem haben sie niedrigere laufende Produktkosten als die meisten aktiv verwalteten Investmentfonds, etwa die der Deka.

Bevor Du Anteile an einem ETF oder andere Wertpapiere kaufst, vergewissere Dich, dass Du vorher den erforderlichen Geldbetrag auf das Verrechnungskonto einbezahlt hast.

Wie sicher sind die Sparkassen-Depots?

Das Verrechnungskonto und Dein Depot führst Du bei einem Mitglied der Sparkassen-Finanzgruppe. Diese haben eine deutsche Banklizenz und sind Mitglied im Haftungsverbund der Sparkassen, der als gesetzlicher Einlagensicherungsfonds anerkannt ist. Damit ist Dein Guthaben bis 100.000 Euro auf dem Verrechnungskonto im Fall einer Bankpleite gesichert. Es geht also um das Geld, das Du noch nicht oder nicht mehr in Wertpapiere investiert hast. Darüber hinaus bieten die Sparkassen einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds ohne Begrenzung: den sogenannten Haftungsverbund der Sparkassen. 

Die ETF-Anteile oder Aktien, die Du gekauft hast, sind hingegen nicht über die Einlagensicherung geschützt. Schließlich kann sich ihr Wert ständig im Börsenhandel ändern und theoretisch auf null fallen, aber auch extrem ansteigen. Aber keine Sorge: Wertpapiere sind juristisch Sondervermögen. Sie fallen also bei einer Zahlungsunfähigkeit der Sparkasse nicht in die Insolvenzmasse. 

Autoren
Salim Rehan

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