In meinem ganzen Berufsleben habe ich bei keinem meiner Arbeitgeber etwas von "Betriebsrente" gehört. Da gab es maximal die Möglichkeit der Direktversicherung per Gehaltsumwandlung ohne jede Arbeitgeber-Beteiligung. Das Ganze mit den üblichen Nachteilen bei Arbeitgeberwechsel.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es Betriebsrenten, insbesondere mit AG-Beteiligung nur bei größeren Unternehmen und dem öffentlichen Dienst gibt.
Auf der anderen Seite gibt es "Versorgungszusagen". Die stammen allerdings meist aus alten Zeiten und wurden nur Mitarbeitern in Leitungsfunktionen gewährt. Hierbei wird ein bestimmter Betrag, abhängig von Position und Beschäftigungsdauer, garantiert. Die Beiträge hierfür übernimmt der Arbeitgeber. Bei langjährig Beschäftigten kommen dabei Zahlungen heraus, die die maximale erreichbare GRV-Rente sehr deutlich überschreiten. Meine Frau hat noch einen solchen Vertrag.
Allerdings wurde, auch bedingt durch die Nullzinsphase, versucht, bei vielen beteiligten Unternehmen (alles sehr bekannte Namen, habe ich seinerzeit auf einer Präsentation gelistet gesehen), die begünstigten Mitarbeiter bezüglich dieser Versorgungszusagen abzufinden. Hier wurden hohe sechsstellige Summen aufgerufen.
Letztlich ist also das Thema "Betriebsrente" bzw. "Versorgungszusage" einfach abhängig davon, bei welchem Arbeitgeber man gelandet ist.