Beiträge von gb75

    Gibt es da online und kostenfrei einen hilfreichen Rechner?

    Rentenbesteuerungsrechner

    Da könntest Du mal berechnen, wie groß der Netto-Unterschied zwischen Rente mit und ohne Abzug ist. Auf der Basis kannst Du schon Mal ermitteln, wie viel Nettorente Du kompensieren musst.

    Unter anderem wird dort als Zwischenergebnis auch das zu versteuernde Einkommen ausgegeben. (Mit den dort gemachten Standardeinstellungen ergibt sich rund 20.000€ zvE. Das übernehme ich einfach mal für mein Beispiel)

    Wenn Du während der Teilrente wie bisher weiter arbeitest, sollte sich Dein zu versteuerndes aus Deiner Erwerbstätigkeit nicht großartig ändern. Ich gehe Mal davon aus, dass Dir Dein aktueller Steuerbescheid vorliegt. (angenommen zvE 24.000€)

    Zur Abschätzung der auf den Hinzuverdienst entfallenden Steuer könntest Du mal den Unterschied von 20.000 (gekürzte Rente) und 44.000€ in den folgenden Rechner eingeben

    Einkommensteuer

    Das wären in meinem Beispiel für 20.000€ zvE eine Einkommenssteuer von 1.570€ und für ein zvE von 44.000€ eine Einkommenssteuer in Höhe von 8.503€.

    Heißt also auf die 24.000€ fallen rund 6.933€ Steuern an. Wenn Du das durch 12 teilst, kennst Du Deinen monatlichen Steuerabzug. Den würde ich einfach mal durch den in Deiner aktuellen Gehaltsabrechnung ersetzen und schauen, was sich dann dort als netto ergeben würde.

    Damit solltest Du dann relativ gut abschätzen können, wie groß dein Netto während der Hinzuverdienstzeit ist.

    Von der Summe dessen, was Du während des Teilrentenbezugs hinzuverdienst, kannst Du inflationsangepasst so zwischen 3% und 4% jährlich entnehmen, wenn Du es anlegst und sicher sein willst, dass es bis zum Ende reicht.

    Fehlt dass auf der rechten Seite nicht das G×48?

    Ja, da hast Du recht. Ich schätze das fehlt. Muss ich korrigieren. Danke

    Wo taucht denn der weitere Erwerb von Rentenpunkten ab Bezug der Teilrente in der Gleichung auf?

    Die zwischen 63 und 67 erworbenen Rentenpunkte sollten ja auf beiden Seite in gleicher Höhe eingehen. Insofern habe ich das auf beiden Seiten weggelassen

    Hallo WeiseFrau!

    Eigentlich möchtest Du wissen, ob reduzierte Rente + Hinzuverdienst mehr bringt als nicht reduzierte Rente. Also:

    (x + 48) * 85,6% * R67 + 48 * G > x * R67

    wobei R67 = Rente mit 67, G = Gehalt, x = Lebensmonate nach Vollendung des 67. Lebensjahrs, R67/G = Rentenniveau (ich habe unten 48% angenommen, das müsstest Du für Dich individuell abschätzen)

    48 * G > x * R67 - (x + 48) * 85,6% * R67 | - (x + 48) * 85,6% * R67

    48 * G > x * R67 - (x * 85,6% * R67) - (48 * 85,6% * R67) | - (x + 48) * 85,6% * R67 ausmultiplizieren

    48 * G > R67 * (x - 85,6% * x - 48 * 85,6%) | R67 ausklammern

    48 * G > R67 * (14,4%x - 41,088) | Klammer vereinfachen

    48 * G/R67 > (14,4%x - 41,088) | /R67

    48 * 100/48 > (14,4%x - 41,088) | ersetze R67/G mit 48% (Rentenniveau des Eckrentners) : hier eine individuell passende andere Zahl einsetzen

    100 > (14,4%x - 41,088) | linke Seite ausrechnen

    141,088 > 14,4%x | +41,088

    141,088/14,4% > x | /14,4%

    980 > x | linke Seite ausrechnen

    Interpretation: Damit reduzierte Rente + Hinzuverdienst weniger bringt als 100% Rente mit 67 müsstest Du 67Jahre + 980Monate = 148 Jahre alt werden.

    Dabei ist unterstellt, dass Du bis 67 weiterhin Rentenpunkte in der Höhe wie bisher erwirbst.

    den ich vermutlich aber eher langsam verfolgen werde, weil ich doch auch unsicher bin

    Find ich vernünftig. Lass Dich nicht unter Zeitdruck setzen.

    Trotzdem noch ein paar Gedanken:
    Wenn Du die zahlreichen Einzelpositionen loswerden möchtest, fallen entweder im jetzigen Depot oder im zukünftigen Depot Steuern an. Das ist unabhängig davon, wo der Verkauf stattfindet. Und wenn Steuern anfallen, solltest Du Dich glücklich schätzen, denn dann hast Du mit Gewinn verkauft. - Dazu vielleicht nochmal der Hinweis, dass die Bank nach Ausschöpfen des im Freistellungsauftrags (sofern Du einen gestellt hast) genannten Betrags Kapitalertragsteuer abführt. Sollte Dein Einkommen (810€ monatlich?) unterhalb des Grundfreibetrags (in 2026: 12.348€ pro Jahr) liegen, kannst Du bis zu diesem Betrag Einkünfte steuerfrei vereinnahmen. Mit anderen Worten: 2.500€ (Differenz aus 12.348€ und 12*810€) + 1.000€ Sparerfreibetrag... und in Wirklichkeit wird es noch mehr sein (da kann ein Steuerprogramm mal Hilfe leisten). Wenn Du nichts weiter tust, wird die Bank ab dem ersten Euro über dem im Freistellungsantrag gestellten Betrag Steuer abführen. Die überzahlte Steuer kannst Du Dir dann im nächsten Jahr im Rahmen einer Einkommenssteuererklärung zurückerstatten lassen. Oder Du stellst einen Antrag auf Nichtveranlagung... Dazu gibt's bei Finanztip aber sicher irgendwo einen Artikel.

    Die zweite Dimension sind die nicht unerheblichen Kosten für die Vermögensverwaltung (rd. 1.800€!). Wenn Du die loswerden möchtest, könntest Du natürlich erstmal nur die Vermögensverwaltung kündigen. Dann würde Dein Depot halt nicht mehr aktiv von einem Vermögensverwalter gemanagt. Keine Ahnung, was die Bank dann für Depotmodelle anbietet.

    Die dritte Dimension sind die anfallenden Transaktionskosten, falls Du tatsächlich verkaufen willst. Wenn Du Glück hast, sind die in den 1.800€ schon enthalten. Um sich Zeit zu kaufen, könnte man die Papiere trotzdem zu einem günstigen Online-Broker übertragen lassen. (Da wäre ich tatsächlich einigermaßen vertrauensselig, dass die das schon fehlerfrei hinbekommen) - Knackpunkt sind ggf. Bruchteile, die sich nicht übertragen lassen, aber ich habe auf Deinem Depotauszug beim Überfliegen keine Bruchteile gesehen.

    Die vierte Dimension betrifft dann die Frage, was man mit dem freigewordenen Geld macht. Die hängt halt ganz stark mit der Frage zusammen, wann man das Geld braucht.

    Zusammenfassend würde ich die Papiere so wie sie jetzt sind in ein günstiges Depot übertragen und die Positionen nach und nach verkaufen/umschichten.

    Hallo Rubeltrubel,

    Du schreibst, dass Du bei Veräußerung der Positionen eine große Steuerlast erwartest. - Darüber würde ich mir an Deiner Stelle erstmal versuchen klar zu werden: Wie groß sind die zu erwartenden Gewinne/Verluste? Dazu sollte der Finanzberater auskunftsfähig sein.

    Dann schreibst Du, dass Du 820€ Altersrente beziehst. Mit 62 wird das vermutlich keine Altersrente aus der gesetzlichen Rente sein. Je nachdem welcher Teil dort steuerpflichtig ist, kannst Du noch einiges an Kapitalerträgen mit einem Steuersatz von 0% versteuern. (Stichwort: Grundfreibetrag)

    Auf der anderen Seite auch schon mal keine so cleveren Entscheidungen getroffen und mit Verlust verkauft oder immer noch im Depot

    Das hat ja nichts mit Cleverness oder Können zu tun, sondern war reines Glück.

    Ich bin mittlerweile klug genug, das nicht wiederholen zu wollen. Vor 20 Jahren habe ich mal mit Hebelprodukten rumgespielt. Das hat ein oder zweimal gut geklappt. Beim dritten Mal war das Geld dann futsch.

    Dann hatte ich während der Finanzkrise mal die Idee, dass die Commerzbank definitiv unterbewertet sein müsse. Das hat dann bis vor Kurzem gedauert bis ich die wieder verkauft habe. Da ich Steuern bezahlt habe, muss ich sogar mit Gewinn verkauft haben. Eigentlich waren die schon abgeschrieben.

    Und ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen als Minderheitsaktionär an einem Squeeze-out teilzunehmen. Daher rührt mein Aktienverlustverrechnungstopf, der mich hin und wieder dazu verleitet darüber nachzudenken, Einzeltitel zu handeln. Diesen Monat bin ich halt einmal schwach geworden und hatte Glück.

    Nur mal so interessehalber: Hat die DRV transparent gemacht, wie die 168€ ausgleichbarer Betrag und der aufgerufene Preis zustande kommen?

    Die 168€ sind bei Annahme von 40,79€ aktuellem Rentenwert pro Rentenpunkt so ca. 4,11 Rentenpunkte. Wenn Du mit 14,4% Abzügen in Rente gehen möchtest, musst Du 4,11/85,6%=4,81 Rentenpunkten erwerben. Bei einem Preis von 9662€ je Rentenpunkt wären das rund 46.500€

    Oder hast Du nicht den frühestmöglichen Zeitpunkt angegeben also etwas weniger als 14,4% Abzüge? - Auf 45.375 komme ich mit 41 Monaten vorher und 12,3% Abzügen.

    Vielleicht rechnet die DRV aber auch noch ganz anders. Da wäre ich mal intessiert.

    Vielen Dank

    Nur so nebenbei:
    Mit 100 sind das dann immer noch 168€ pro Monat bei der 3%-Verzinsung, wie du schreibst.
    Bei der DRV sind es dann aber keine 168€ mehr, da die Rente sich voraussichtlich mehr als verdoppelt

    Vielleicht hast Du Recht.

    Da hier ja nach Optionen gefragt wurde, wollte ich nur eine andere Möglichkeit als die Einzahlung in die GRV einbringen. Ob das finanziell vor- oder nachteilhaft ist, hängt von politischen Entscheidungen und weltwirtschaftlichen Entwicklungen ab. Nach aktuellem Stand, könnte es aber auch ungefähr gleich ausgehen. Vermutlich werden die Weichen dafür gestellt, dass die Rente zukünftig etwas langsamer steigt als bisher. Bei Anwendung der Bengen'schen 4%-Entnahme-Regel könnte man aus 45.000€ zumindest 30 Jahre mit hoher Sicherheit inflationsangepasst 150€ pro Monat entnehmen.

    Der eigentlich wesentliche Nachteil bei der Einzahlung in die GRV ist aus meiner Sicht, dass man anschließend nicht mehr frei über das Geld verfügen kann, aber auch das kann ja je nach Typus Mensch ein Vorteil sein.

    Bevor es eine böse Überraschung gibt: Die Betriebliche Altersvorsorge und die 2 fondsgebundenen Rentenversicherungen würde ich mir nochmal genau anschauen. Das ist recht komplex, in Abhängigkeit vom Durchführungszeitpunkt und Vertragsabschluss.

    Sehr wahrscheinlich musst Du die mit dem vollen Beitragssatz (KV+PV) verbeitragen (Stichwort: fiktive Verteilung auf 120 Monate bei Einmahlzahlung). Wenn es schlecht läuft, werden Anteile davon auch noch nachgelagert besteuert.

    Der Vollständigkeit halber noch ein Update: Ab 2027 sind es im Zuge der Altersvorsorgereformgesetzes tatsächlich 1,5% der Bezugsgröße:

    Das ist wirklich mal eine gute Nachricht für alle Riestersparer mit Verträgen, die Land unter sind und die nicht darauf spekulieren 100 Jahre alt zu werden - Auch wenn es noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist! Für morgen (08.05.) steht es erst noch mal auf der Tagesordnung des Bundesrats, der noch zustimmen muss.

    Der in #41 zitierte Abschnitt ist im Artikel 1 des Gesetzes geregelt und der soll tatsächlich nicht erst in 2027, sondern bereits am Tag nach der Verkündung in Kraft treten. Also sollte der Teil der sich auf die Riesterrenten bezieht (Eine Kleinbetragsrente ist 1. eine Rente...), tatsächlich vielleicht schon zur Mitte 2026 gelten.

    Icke freu mir :thumbup: Damit qualifizieren sich beide meiner stillgelegten Riesterverträge höchstwahrscheinlich für die Abfindung wegen Kleinbetragsrente.

    Berechnung kann ich mittlerweile nachvollziehen-die rechtliche bzw. steuerliche Komponente nicht.

    Stell Dir einfach vor, was passiert wäre, wenn Du anstatt des Riestervertrags einen ungeförderten Banksparplan abgeschlossen hättest.

    Angenommen Du hättest jedes Jahr ein Budget von 5.000€, aus dem Du unter anderem auch den Riestervertrag bespart hättest.

    Dann hast Du jedes Jahr 1.925€ daraus entnommen, um den Riestervertrag zu besparen. freundlicherweise hat der Staat Dir noch 175€ dazugegeben. Danach hattest Du so oder so noch 3.075€ übrig. Anschließend hast Du im Rahmen Deiner Steuererklärung nochmal 581€ Steuererstattung bekommen (um die gleichen Beträge wie in meinem Post oben zu verwenden). Die Steuererstattung ist zurück in Deinen Topf geflossen. 3.075€ + 581€ = 3.656€.

    Um den gleichen Topf von 3.656€ zu erhalten, hättest Du nur 1.344€ in den Banksparplan einzahlen können. Tatsächlich sind auf diese Weise über die Vertragslaufzeit also nur 32.362,06€-9.960,77€ = 22.401,29€ Eigenbeiträge zusammen gekommen.

    Die Rückzahlung von Förderung und Steuererstattungen der Vorjahre hat genau diesen Zustand hergestellt.

    In deiner letzten Steuererklärung schaut sich das Finanzamt nun den Gewinn an, den Du mit dem Sparplan gemacht hast:

    28.157,49€ - 22.401,29€ = 5756.20€ Gewinn

    Und der Gewinn wird dann mit Deinem persönlichen Steuersatz besteuert...

    Angenommen man zahlt jährlich 1925€ ein, dann tut man das erstmal aus seinem versteuerten Einkommen. Wenn Du das rund 17 Jahre getan hast, kommst Du auf deine gut 32.000€.

    Dann bekommst du jährlich 175€ Grundzulage. Wenn Du die 17 Jahre bekommen hast, bist Du bei Deinen rund 3.000€ Grundzulage.

    Wenn Du dann deine jährliche Steuererklärung machst, kannst Du die 1925€+175€ als Sonderausgaben abziehen. Damit werden Deine ursprünglich mal versteuerten Beiträge zu steuergestundeten* Beiträgen. Bei einem durchschnittlichen Grenzsteuersatz von 36% macht das dann 2.100€ x 36% = 756€. Da Du ja schon 175€ bekommen hast, werden die von den 756€ wieder abgezogen, so dass auf dem Steuerbescheid steht, dass Dir 581€ erstattet werden. Wenn das 17mal passiert ist, bist Du bei Deinen 10.000€ Steuererstattung.

    Praktisch hast Du pro Jahr also 1.925€ vor Steuern eingezahlt. Nach Steuern wären das nur 1.369€ gewesen. Und wenn das Deine Basis ist, hast Du Gewinn gemacht.

    P.S. Alle Parameter sind nur grob geraten, erscheinen mir aber einigermaßen auf den Fall zu passen.

    *Die erst während der Rentenphase zu versteuern gewesen wären.

    Summe der Zulagen: 2445,27€

    Steuerermäßigungen: 2.847,00€

    (Steuerermäßigung 2025 noch nicht einberechnet)

    Heieiei. Das heißt

    8.565€ - 2.445€ - 2.847€ - x - y ≈ 3.000€

    x: Steuerermäßigung 2025; y: Stornogebühren des Anbieters.

    Um mit den 3.000€ bis 2057 bzw. 2060 je nachdem, was der früheste Leistungstermin ist, auf 15.300€ zu kommen, braucht man schon rund 4,9% - 5,3% p.a.-Verzinsung.

    Insofern würde ich für mich an dieser Stelle eine Kündigung ausschließen.

    Hallo zusammen,

    falls es weitere Mitforisten gibt, die ihr Wertguthaben bei der Deutschen Rentenversicherung verwalten lassen, würde ich mich freuen, wenn wir ein paar Verzinsungen und Kostensätze der DRV zusammentragen könnten. Auf den Seiten der DRV habe ich so etwas leider nicht gefunden. Ist ja vielleicht mal ganz interessant zu sehen, wie die öffentlichen Stellen so wirtschaften.

    Mein Wertguthaben läuft erst seit 10/2024 bei der DRV. Daher kann ich bisher nicht so viel beitragen.

    JahrVerzinsungKostensatzKommentar
    20200,19%0,12%an anderer Stelle im Netz gefunden
    20210,14%0,10%an anderer Stelle im Netz gefunden
    2022
    20231,28% an anderer Stelle im Netz gefunden
    20241,41% Verzinsung anhand Rumpfjahr gerechnet.
    Könnte falsch sein.
    20251,68%ab März: 0,17%
    2026 ab März: 0,20%