Beiträge von FrankfurterBub83

    Wenn ich für einen Arbeitgeber als Anwalt in der Rechtsabteilung arbeite, blocke ich keine E-Mail-Adressen von unliebsamen Kunden, sondern sehe ich mir bei gehäuften Beschwerden die Angebotsseiten, Websites, Prozesse und Customer Journeys meines Arbeitgebers darauf hin an, ob sie rechtlich sauber und seriös ausgestaltet sind. Manchmal liegt das (rechtliche) Problem nämlich nicht auf der Kundenseite.

    So mache ich das jedenfalls bei meinen Mandanten (die allerdings nicht mein Arbeitgeber sind).

    Laberrhabarber. Es gibt Kunden, die sind austherapiert. Und wenn ein Kunde dem Unternehmen mafiöse Züge unterstellt, ist die Kommunikation beendet. Wie gesagt, 2 konstruktive Schreiben, das muss genügen.

    Wenn ich das extern vergebe und die Kanzlei das anders handhabt, kürze ich die Fee raus, ohne Diskussion.

    Was bin ich froh, dass bei meinem Arbeitgeber solche Dinge immer im Customer Service bearbeitet werden, ich habe größten Respekt vor der Geduld meiner Kolleg*innen. Wenn es denn mal zu uns Anwälten kam, gab es genau 2 Schreiben von mir mit Lösungsvorschlag, danach haben wir unternehmenweit die Email geblockt.

    Allein die Wortwahl..

    Du bist nicht zufällig im ÖD beschäftigt oder Rentner?

    Sale and lease back - je nachdem, wie lange Du vorhast, dort wohnen zu bleiben, kann dies eine Option darstellen: Verkauf mit (befristetem) Mietvertrag.

    Vorteil Käufer: Wenn nicht direkt Eigennutzung, ein paar Jahre Vermietung (Rendite) gesichert.

    Vorteil für Dich: Direkte Liquidität, ohne die die gewohnte Umgebung verlassen zu müssen.

    Alles weitere würde ich aber mit einem Anwalt besprechen.

    Missverständlich formuliert: Ich habe natürlich nur ganze Anteile übertragen. Dann kam erst: oh, das ist aber nicht Ihre Unterschrift. Dann noch dies, jenes. Dann wurden weniger Anteile als beauftragt übertragen, weil der Rest "gesperrt" (VL). Damit waren es auf einmal Bruchteile, die statt voller Anteile übertragen hätten werden sollen (was natürlich nicht gemacht wird), dann wurden die freien Bruchstücke veräußert ohne Nachfrage, die gesperrten Anteile verblieben im Depot.

    Beim nächsten Mal hab ich gesagt: Auch gesperrte Anteile übertragen, da bei mir eh keine Förderung.

    Und ja, sie haben sich entschuldigt, weil der Prozess schlappe 4 Monate gedauert hat.

    Meine Erfahrung aus zig Übertragungen (VL):

    Mach es nicht (nur) über den neuen Anbieter. Stoß es selbst bei FNZ an, sei extrem konkret, was gemacht werden soll.

    Ich hatte bei jedem (!!) Übertrag zig Rückfragen bzw Hindernisse, aber dann haben sie einfach Bruchteile verkauft, obwohl das gar nicht intendiert war. Ich will nicht System unterstellen, aber besonders einfach machen die es einem auch nicht.

    Einmal kam erst bei Drohung mit der BaFin Bewegung in die Sache, inklusive Entschuldigung.. nur um beim nächsten Mal wieder den selben Mist zu fabrizieren.

    Ohne tiefer in die Materie einzusteigen, muss man mE zwei Sachen trennen: Die Pflicht dees Vermieters gegenüber dem Mieter die Kaution getrennt vom eigenen Vermögen zu vewahren (A) und zum anderen das Verhältnis der Bank zum Vermieter (B). Beides hat nach meinem Dafürhalten nur mittelbar etwas miteinander zu tun: A ist rein zwischen Mieter und Vermieter, da hat die Bank nichts zu prüfen oder reinzureden (theoretisch könnte auch eine individuelle Vereinbarung bestehen, dass der Vermieter das einfach auf seinem Konto verwahrt - außer, sie BGB Regelung ist nicht disponsiv, aber selbst dann wäre es ein Anspruch des Mieters gegen den Vermieter, dies anders als zunachst vereinbart zu handhaben).

    Hier ist mE eher B das Thema: Die Bank wird wahrscheinlich eine nicht vertragsgemäße (AGB) Verwendung des Kontos sehen und daher die vertragswidrige Nutzung abmahnen. Ich bin kein Bankenrechtler, aber ich könnte mir zB vorstellen, dass eine solche Kontonutzung auf Seiten der Bank erweiterte Prüfpflichten (AML, KYC) auslöst und/oder andere Verpflichtungen der Bank mit sich bringem, auf die sie bei einem normalen Kundenkonto kein Bock haben bzw. keine Prozesse existieren.

    Soweit mein halbwegs educated Guesstimate 😅

    Gibt es eigentlich neue Infos über die Frühstartrente bzgl freiwilliger Eigenleistungen und deren steuerliche Berücksichtigung bei zB Eltern, Großeltern?

    Wenn diese steuerlich geltend gemacht werden könnten, wäre das zumindest ein Anreiz. Sonst sehe ich einfach keinen Vorteil, hier über die 10 Eur hinaus was zu tun (das Kinderdepot läuft ja auch steuerfrei bis zu den Steuerfreibeträgen - nur kann ich die Einzahlungen dort eben nicht steuerlich geltend machen, aufgrund der dem Produkt immanenten Flexibilität).

    PS: finanztip schrieb dazu

    Zitat

    Wie diese [privaten Einzahlungen] steuerlich behandelt werden, steht aber noch nicht endgültig fest.

    Mache ich seit Jahren bei der Telekom für meinen Glasfaser-Anschluss. Kündigung, Telefonat abwarten, sich mit dem Anrufer darüber lustig machen, dass wir das in 2 Jahren wiederholen müssen, den Anrufer bemitleiden, dass er trotzdem versuchen muss, mir noch Upgrades zu verkaufen, die ich eh nicht nehmen werde, dann Bandaufzeichnung, 2 Minuten danach 2 Mails zur Bestätigung der Kündigungsrücknahmen und den Infos über die neue Vertragslaufzeit.


    Dass das bei o2 irgendwie anders läuft, ist mir nicht bekannt (war selbst jahrelang dort, bis ich umzog und nur noch auf den Balkonen einigermaßen Empfang hatte 🥲). Schau in die Mail, die Dir o2 schickt. Nur das zählt.

    Will damit ausdrücklich NICHT sagen, dass es kein Mist ist, wenn am Telefon was anderes vereinbart wird - aber Du hast als mündiger Kunde schon die Aufgabe, auch mal zu lesen, was in den Mails steht.. Fehler passieren!

    Deine Auflistung zeigt, dass Dein Mustervermieter gleich in den ersten 4 Jahren eine Unterrendite erreicht wird, die nie ausgeglichen wird. Er hat also alle 50 Jahre keinen Inflationsschutz.

    Was eben die natürliche Gefahr eines Investments ist.

    Ich bin selbst Vermieter, demnächst 2facher mit Kaltmieten von 20/24 Eur pro sqm. Mein Pech, wenn mir die Inflation wegrennt, niemand hat mich gezwungen, in Mietwohnungen zu investieren (derzeit Bruttorendite von 7 bzw. 4,5%).

    Persönlich sehe ich es als absolut richtig, Spitzensteigerungen bei einem derart elementaren Gut abzufangen, selbst wenn ich dadurch ein paar Euro weniger verdiene.

    Wenn es nur so selten vorkommt, wozu dann überhaupt eine Regulierung beschließen?

    Persönlich sehe ich das als normales Risiko wie bei jedem proudukt & Dienstleistung die man nutzt.

    Wenn einem Vertrags nehmer das Produkt nicht passt kann dieser doch wechseln und sich ein anderes Produkt (Wohnung) suchen. Es gibt immerhin Gegenden in Deutschland auch im Jahr 2025 und auch im kommenden Jahr 2026 in denen die Mieten günstiger sind.

    Soll dieser Einwurf eine ernsthafte Diskussionsgrundlage darstellen?

    A) Die Regulierung zielt ja nur auf die Spitzen ab, deshalb ist sie aus Sicht des Gesetzgebers eben notwendig. Meine Auflistung sollte zeigen, dass die Rechte der Vermieter nur in seltenen Fällen beschnitten werden. Der Vermieter hätte in den letzten 50 Jahren in 40 Jahren sein Invest wie geplant verzinst bekommen (jedenfalls unter dem Aspekt der Indexmiete), aber in 10 Jahren sein Invest mit weniger Rendite gesehen - wie jedes Investment trägt der Investor eben ein gewisses Risiko, welches in Bezug auf die Indexmiete aber eben in 20% der Jahre überhaupt zum Tragen kam.

    B) Klar, eine Wohnung ist eine Dienstleistung, die man wechselt wie einen Stromanbieter. Macht ja jeder von uns, jedes Jahr. 🤣

    Es gibt sicher Argumente gegen den Eingriff in den freien Markt, insbesondere wenn sich die Inflation in den nächsten Jahren verschärfen sollte. Dann müsste mindestens über eine Erhöhung der Kappungsgrenze nachgedacht werden, aber historisch besteht dazu wenig Anlass.

    Ihr tut ja alle so, als ob eine Indexmiete verboten würde.. die wird doch 'nur' bei max. 3,5% gekappt.

    Ich habe mal perplexity gefragt, wie oft on den letzten 50 Jahren die Inflation ü3,5% lag: Antwort, 12 Mal, davon 2 mal nur minimal.


    2023: 5,9%

    2022: 6,9%

    1993: 4,4%

    1992: 5,1%

    1991: 3,7%

    1982: 5,2%

    1981: 6,3%

    1980: 5,4%

    1977: 3,7%

    1976: 4,2%

    1975: 6,0%

    1974: 6,9%


    Persönlich sehe ich das als normales Risiko, wie bei jedem Invest.

    Gut, warum ein Artikel bei Amazon günstiger angeboten wird als im eigenen Shop, ließe sich auch durch höhere Kosten im eigenen Shop erklären. Ich meine allerdings, dass Amazon dieses verlangt. Die Regeln sind streng für MarketPlace-Anbieter. Denke, das geht auch nicht anders, sonst würde Wildwuchs herrschen und mittelfristig das Vertrauen in Amazon generell sinken.

    Marktcheck checkt: Hinter den Kulissen von Amazon - hier anschauen
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    Sehr spannend.

    Mal normal formuliert: Wir haben bisher ein vermietetes Vermietobjekt (Wohnung? Haus?) und wohnen in einem Eigenheim. Wir wollen oder müssen nun nach Frankfurt umziehen und wollten eigentlich unser Eigenheim verkaufen und in Frankfurt ein neues kaufen. Jetzt stoßen wir aber auf zwei Probleme: Offensichtlich niemand will unser Eigenheim kaufen (Vielleicht liegt das ja an der Preisvorstellung?), und in Frankfurt sind uns die Häuser zu teuer, also werden wir wohl ein Objekt mieten.

    Der TE ist bereits Vermieter, allerdings erzählt er über sein Vermietobjekt nichts. Eine 1-Zimmer-Wohnung zu vermieten ist vermutlich einfacher, als ein Haus zu vermieten, auch geht es dabei um weniger Geld als bei einem Einfamilienhaus.

    Den Rest der Vorgabe habe ich nicht verstanden, bzw. habe mir nicht die Mühe gemacht, die recht vage Vorgabe in eine verständliche Lagebeschreibung umzusetzen. Der TE möchte ja gern eine Rundumberatung haben. Die geht ohne eine verständliche Beschreibung des Ist-Zustandes nicht.

    Offenbar geht es diesbezüglich den Kollegen nicht anders als mir, vermutlich deswegen hat ihm auch keiner geantwortet.

    Besten Dank. Anscheinend habe ich mein Anliegen zu unverständlich zu digitalem Papier gebracht.

    Auf den Punkt gebracht: Es geht darum, dass ich bei (möglichen) Sondertilgungen eine Zinsaufwendung i.H.v. bis zu 2,06% spare und dies einer (recht konservativen) Anlage gegenüberzustellen will - mit dem Zusatz, dass nun die Zinsaufwendungen sich auch steuerlich auswirken und meine Steuerlast mindern können.

    Am Ende geht es mir darum, ob ich bei diesem (in der Tat vage beschriebenen) Rechenexemple irgendwas übersehe (außer Steuer auf Anlage, die ich natürlich einbeziehe).

    Aber ich denke, die bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass exakt die Vorbehalte angebracht werden, die mir vorschwebten und die ich in die Entscheidung einstellen muss.

    Besten Dank hierfür.

    Inwiefern nicht erfolgreich? Wollt ihr wirklich Vermieter werden? Mich würde an dem Plan am allermeisten stören, dass ich Vermieter wäre, obwohl ich eigentlich keiner sein will (mit allen Pflichten und dem zeitlichen Aufwand, der damit einhergeht).

    Hast Du Dir mal die Rendite der vermieteten Immobilie nach Steuer angesehen (erstmal ganz unabhängig von der Frage Sondertilgung ja/nein)? Und zwar unter Berücksichtigung eines realistischen Marktwerts... Denn wenn Du zum gewünschten Preis keinen Käufer gefunden hast, liegt der Marktwert drunter, ggf. sogar deutlich.

    Also, ich würde, bevor ich anfange, an den Details der Vermietung rumzuschrauben und zu versuchen, da irgendwas steuerlich zu optimieren, mir erstmal das große Ganze ansehen. Vielleicht ist die Lösung ja auch Verkauf zu einem (vermeintlich) "zu niedrigen" Preis und anderweitige (stressfreie) Anlage des Verkaufserlöses.

    Es ist übrigens auch nicht gesagt, dass es dauerhaft Tagesgeldzinsen oder sonstige sichere Anlagen im Bereich von 2% geben wird. Zumal vermutlich die 2% nach Steuern sein müssten, also eigentlich sogar 2,7% Rendite erforderlich wären.

    Danke Dir.

    Und nein, eigentlich war nie Ziel Vermieter zu sein. Bislang habe ich viel Glück gehabt mit den Mietern aus der alten Immobilie (wir haben nie als Investition gekauft, sondern für Eigennutzung).

    Die erste Immobilie sind wir leider nicht zum (einstmals erzielbaren) Wunschpreis losgeworden, sodass der Marktwert in der Tat niedriger liegt. Allerdings liegt dies auch an der Vermietung - sobald die Wohnung frei ist, werde ich erneut in die Vermarktung gehen. Wir reden hier "nur" über 50k Eur, die mir zum Wunschpreis fehlten, aber ich habe keine Not bzw. die auf dem damaligen Kaufpreis basierende Rendite liegt derzeit bei ca. 6% netto (diese Rechnung finde ich persönlich falsch, weil ich eigentlich auf dem Marktwert die Berechnung vornehmen würde, aber gut..).

    Um es kurz zu machen: Immobilie1 wird verkauft, wenn es sich lohnt. Immobilie2 ist "leider" in Frankfurt ein äußerst seltenes Objekt, das ich ungern aus den Händen geben wollen würde - mir wurden hierfür schon Summen geboten, die das auch unterstreichen. Hier wollen wir aber unseren Anker behalten, das ist nicht unbedingt eine rationale Entscheidung..

    Bedenkst Du, dass Du auf die Erträge Deiner Anlagen Steuern zahlst? Ich bekomme jedesmal das Gruseln, wenn ich sehe, wie Leute Schulden haben und gleichzeitig sparen.

    Ja, natürlich.. Und ehrlicherweise bin ich bei Dir: Psychologisch fühlt es sich extrem seltsam an, viel Geld (relativ) zu sparen und dennoch viel Geld (relativ) als Schulden zu haben.

    Ich habe es allerdings durchgerechnet und kam am Ende über die Laufzeiten halt auf einen fünfstelligen Betrag, den das ausmachen kann.

    Fühlt sich damit nicht zwingend besser an, ist aber rational gesehen eben die bessere wirtschaftliche Entscheidung.