Beiträge von FrankfurterBub83

    Klingt für mich eher nach ländlicher Gegend, keiner Metropole. Staffel- und Indexmieten sind in Hamburg inzwischen ja wohl Standard, jedenfalls die Staffel. Auch weil du schreibdt, dass der Markt sich für einen Verkauf erholen muss. Ich schätze bei dir is die Nettokaltmiete entsprechend gering, dass deine Mieter damit fein sind.

    Und dass du schnell reagierst ist toll, aber auch deine Pflicht als Vermieter.

    Naja, Frankfurter Innenstadt ist eher nicht ländlich ☺️ Erholung ist evtl auch nicht das richtige Wort, aber die Preise sind für Immo1 von ü700k um gut 10% gesunken, jedenfalls für den schnellen Verkauf im vermieteten Zustand.

    Vermieter und Mieter hier.

    Immo1 Staffel (3% p.a.). Immer noch ziemlich im fairen Bereich, Rendite ca 7% netto (average).

    Immo2, Inflationsklausel. Ca. 4% Nettorendite.

    Mit beiden Mietparteien bin ich per Du, die rufen an, wenn was ist, max. eine Woche später ist die Sache behoben/geklärt.

    Könnte ich noch mehr rauspressen? Wahrscheinlich. Aber ich bin schon aus rein wirtschaftlicher Sicht daran interessiert, mich nicht alle 3 bis 5 Jahre mit Neuvermietung beschäftigen zu müssen. Dennoch werde ich Immo1 abstoßen, sobald unvermietet und Markt wieder da, Geld geht dann in andere Anlageformen. Vermieter sein muss man wollen, bei mir waren beide Immos nie Investitionsobjekt, sondern zur Eigennutzung vorgesehen (Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen).

    Wie ich bei Streit mit Mieter reagieren würde? Wahrscheinlich würde ich mich dann auch auf formale Positionen zurückziehen, aber glücklicherweise bislang alles theoretischer Natur.

    Wenn ich für einen Arbeitgeber als Anwalt in der Rechtsabteilung arbeite, blocke ich keine E-Mail-Adressen von unliebsamen Kunden, sondern sehe ich mir bei gehäuften Beschwerden die Angebotsseiten, Websites, Prozesse und Customer Journeys meines Arbeitgebers darauf hin an, ob sie rechtlich sauber und seriös ausgestaltet sind. Manchmal liegt das (rechtliche) Problem nämlich nicht auf der Kundenseite.

    So mache ich das jedenfalls bei meinen Mandanten (die allerdings nicht mein Arbeitgeber sind).

    Laberrhabarber. Es gibt Kunden, die sind austherapiert. Und wenn ein Kunde dem Unternehmen mafiöse Züge unterstellt, ist die Kommunikation beendet. Wie gesagt, 2 konstruktive Schreiben, das muss genügen.

    Wenn ich das extern vergebe und die Kanzlei das anders handhabt, kürze ich die Fee raus, ohne Diskussion.

    Was bin ich froh, dass bei meinem Arbeitgeber solche Dinge immer im Customer Service bearbeitet werden, ich habe größten Respekt vor der Geduld meiner Kolleg*innen. Wenn es denn mal zu uns Anwälten kam, gab es genau 2 Schreiben von mir mit Lösungsvorschlag, danach haben wir unternehmenweit die Email geblockt.

    Allein die Wortwahl..

    Du bist nicht zufällig im ÖD beschäftigt oder Rentner?

    Sale and lease back - je nachdem, wie lange Du vorhast, dort wohnen zu bleiben, kann dies eine Option darstellen: Verkauf mit (befristetem) Mietvertrag.

    Vorteil Käufer: Wenn nicht direkt Eigennutzung, ein paar Jahre Vermietung (Rendite) gesichert.

    Vorteil für Dich: Direkte Liquidität, ohne die die gewohnte Umgebung verlassen zu müssen.

    Alles weitere würde ich aber mit einem Anwalt besprechen.

    Missverständlich formuliert: Ich habe natürlich nur ganze Anteile übertragen. Dann kam erst: oh, das ist aber nicht Ihre Unterschrift. Dann noch dies, jenes. Dann wurden weniger Anteile als beauftragt übertragen, weil der Rest "gesperrt" (VL). Damit waren es auf einmal Bruchteile, die statt voller Anteile übertragen hätten werden sollen (was natürlich nicht gemacht wird), dann wurden die freien Bruchstücke veräußert ohne Nachfrage, die gesperrten Anteile verblieben im Depot.

    Beim nächsten Mal hab ich gesagt: Auch gesperrte Anteile übertragen, da bei mir eh keine Förderung.

    Und ja, sie haben sich entschuldigt, weil der Prozess schlappe 4 Monate gedauert hat.

    Meine Erfahrung aus zig Übertragungen (VL):

    Mach es nicht (nur) über den neuen Anbieter. Stoß es selbst bei FNZ an, sei extrem konkret, was gemacht werden soll.

    Ich hatte bei jedem (!!) Übertrag zig Rückfragen bzw Hindernisse, aber dann haben sie einfach Bruchteile verkauft, obwohl das gar nicht intendiert war. Ich will nicht System unterstellen, aber besonders einfach machen die es einem auch nicht.

    Einmal kam erst bei Drohung mit der BaFin Bewegung in die Sache, inklusive Entschuldigung.. nur um beim nächsten Mal wieder den selben Mist zu fabrizieren.

    Ohne tiefer in die Materie einzusteigen, muss man mE zwei Sachen trennen: Die Pflicht dees Vermieters gegenüber dem Mieter die Kaution getrennt vom eigenen Vermögen zu vewahren (A) und zum anderen das Verhältnis der Bank zum Vermieter (B). Beides hat nach meinem Dafürhalten nur mittelbar etwas miteinander zu tun: A ist rein zwischen Mieter und Vermieter, da hat die Bank nichts zu prüfen oder reinzureden (theoretisch könnte auch eine individuelle Vereinbarung bestehen, dass der Vermieter das einfach auf seinem Konto verwahrt - außer, sie BGB Regelung ist nicht disponsiv, aber selbst dann wäre es ein Anspruch des Mieters gegen den Vermieter, dies anders als zunachst vereinbart zu handhaben).

    Hier ist mE eher B das Thema: Die Bank wird wahrscheinlich eine nicht vertragsgemäße (AGB) Verwendung des Kontos sehen und daher die vertragswidrige Nutzung abmahnen. Ich bin kein Bankenrechtler, aber ich könnte mir zB vorstellen, dass eine solche Kontonutzung auf Seiten der Bank erweiterte Prüfpflichten (AML, KYC) auslöst und/oder andere Verpflichtungen der Bank mit sich bringem, auf die sie bei einem normalen Kundenkonto kein Bock haben bzw. keine Prozesse existieren.

    Soweit mein halbwegs educated Guesstimate 😅

    Gibt es eigentlich neue Infos über die Frühstartrente bzgl freiwilliger Eigenleistungen und deren steuerliche Berücksichtigung bei zB Eltern, Großeltern?

    Wenn diese steuerlich geltend gemacht werden könnten, wäre das zumindest ein Anreiz. Sonst sehe ich einfach keinen Vorteil, hier über die 10 Eur hinaus was zu tun (das Kinderdepot läuft ja auch steuerfrei bis zu den Steuerfreibeträgen - nur kann ich die Einzahlungen dort eben nicht steuerlich geltend machen, aufgrund der dem Produkt immanenten Flexibilität).

    PS: finanztip schrieb dazu

    Zitat

    Wie diese [privaten Einzahlungen] steuerlich behandelt werden, steht aber noch nicht endgültig fest.

    Mache ich seit Jahren bei der Telekom für meinen Glasfaser-Anschluss. Kündigung, Telefonat abwarten, sich mit dem Anrufer darüber lustig machen, dass wir das in 2 Jahren wiederholen müssen, den Anrufer bemitleiden, dass er trotzdem versuchen muss, mir noch Upgrades zu verkaufen, die ich eh nicht nehmen werde, dann Bandaufzeichnung, 2 Minuten danach 2 Mails zur Bestätigung der Kündigungsrücknahmen und den Infos über die neue Vertragslaufzeit.


    Dass das bei o2 irgendwie anders läuft, ist mir nicht bekannt (war selbst jahrelang dort, bis ich umzog und nur noch auf den Balkonen einigermaßen Empfang hatte 🥲). Schau in die Mail, die Dir o2 schickt. Nur das zählt.

    Will damit ausdrücklich NICHT sagen, dass es kein Mist ist, wenn am Telefon was anderes vereinbart wird - aber Du hast als mündiger Kunde schon die Aufgabe, auch mal zu lesen, was in den Mails steht.. Fehler passieren!

    Deine Auflistung zeigt, dass Dein Mustervermieter gleich in den ersten 4 Jahren eine Unterrendite erreicht wird, die nie ausgeglichen wird. Er hat also alle 50 Jahre keinen Inflationsschutz.

    Was eben die natürliche Gefahr eines Investments ist.

    Ich bin selbst Vermieter, demnächst 2facher mit Kaltmieten von 20/24 Eur pro sqm. Mein Pech, wenn mir die Inflation wegrennt, niemand hat mich gezwungen, in Mietwohnungen zu investieren (derzeit Bruttorendite von 7 bzw. 4,5%).

    Persönlich sehe ich es als absolut richtig, Spitzensteigerungen bei einem derart elementaren Gut abzufangen, selbst wenn ich dadurch ein paar Euro weniger verdiene.

    Wenn es nur so selten vorkommt, wozu dann überhaupt eine Regulierung beschließen?

    Persönlich sehe ich das als normales Risiko wie bei jedem proudukt & Dienstleistung die man nutzt.

    Wenn einem Vertrags nehmer das Produkt nicht passt kann dieser doch wechseln und sich ein anderes Produkt (Wohnung) suchen. Es gibt immerhin Gegenden in Deutschland auch im Jahr 2025 und auch im kommenden Jahr 2026 in denen die Mieten günstiger sind.

    Soll dieser Einwurf eine ernsthafte Diskussionsgrundlage darstellen?

    A) Die Regulierung zielt ja nur auf die Spitzen ab, deshalb ist sie aus Sicht des Gesetzgebers eben notwendig. Meine Auflistung sollte zeigen, dass die Rechte der Vermieter nur in seltenen Fällen beschnitten werden. Der Vermieter hätte in den letzten 50 Jahren in 40 Jahren sein Invest wie geplant verzinst bekommen (jedenfalls unter dem Aspekt der Indexmiete), aber in 10 Jahren sein Invest mit weniger Rendite gesehen - wie jedes Investment trägt der Investor eben ein gewisses Risiko, welches in Bezug auf die Indexmiete aber eben in 20% der Jahre überhaupt zum Tragen kam.

    B) Klar, eine Wohnung ist eine Dienstleistung, die man wechselt wie einen Stromanbieter. Macht ja jeder von uns, jedes Jahr. 🤣

    Es gibt sicher Argumente gegen den Eingriff in den freien Markt, insbesondere wenn sich die Inflation in den nächsten Jahren verschärfen sollte. Dann müsste mindestens über eine Erhöhung der Kappungsgrenze nachgedacht werden, aber historisch besteht dazu wenig Anlass.

    Ihr tut ja alle so, als ob eine Indexmiete verboten würde.. die wird doch 'nur' bei max. 3,5% gekappt.

    Ich habe mal perplexity gefragt, wie oft on den letzten 50 Jahren die Inflation ü3,5% lag: Antwort, 12 Mal, davon 2 mal nur minimal.


    2023: 5,9%

    2022: 6,9%

    1993: 4,4%

    1992: 5,1%

    1991: 3,7%

    1982: 5,2%

    1981: 6,3%

    1980: 5,4%

    1977: 3,7%

    1976: 4,2%

    1975: 6,0%

    1974: 6,9%


    Persönlich sehe ich das als normales Risiko, wie bei jedem Invest.

    Gut, warum ein Artikel bei Amazon günstiger angeboten wird als im eigenen Shop, ließe sich auch durch höhere Kosten im eigenen Shop erklären. Ich meine allerdings, dass Amazon dieses verlangt. Die Regeln sind streng für MarketPlace-Anbieter. Denke, das geht auch nicht anders, sonst würde Wildwuchs herrschen und mittelfristig das Vertrauen in Amazon generell sinken.

    Marktcheck checkt: Hinter den Kulissen von Amazon - hier anschauen
    Günstige Preise - damit lockt Amazon seine Kund:innen. Doch tatsächlich habe Amazon gar kein Interesse, der Kundschaft einen guten Preis zu machen. Das wirft…
    www.ardmediathek.de


    Sehr spannend.