Beiträge von R. Schonwieder

    Hier geht’s nur um das Bild des bösen Mannes und Fairness wird mit ist Gesetz und Zugewinngemeinschaft abgetan, Wer sich trennt ist auch egal, Schuldfrage wird nicht gestellt.

    nein, es geht darum dass sich ein Paar trennt und nun der per Gesetz vorgesehene Ausgleich von einem der beiden verweigert wird.

    Das sich solche Konstellationen meist in der Form darstellen: der Man hat das Geld, die Frau hat die Kinder, ist leider traurige Realität, aber nicht gottgegeben. Gesellschaftliche Normen, Karrierechancen und Genderpaygap, familiäre Erwartungen usw führen häufig dazu, dass sich Paare auf diese Aufteilung einlassen. Und damit ergeben sich dann im Laufe der Jahre finanzielle Ungleichgewichte.

    aber dann würde ich halt nur mit Ehevertrag heiraten.

    theoretisch ja, aber praktisch schwierig: was packe ich denn in den Vertrag, wenn ich noch gar nicht weiss wie sich unser gemeinsames Leben entwickeln wird?
    Was es bedeutet Kinder zu haben war uns bei der Hochzeit ja bloss aus dem Fernsehen bekannt. Wie sich unsere jeweiligen Interessen/Hobbies entwickeln werden wussten wir nicht. Wie es sich anfühlt, dass mein Gehalt sich im Laufe der Jahre vervielfacht hat, während meine Frau ihres nur geringfügig steigern konnte und dann viele Jahre gar nichts verdient hat. Wie verändert sich das Konsumverhalten, wenn wir die ersten 10k oder 100k oder 1 Mio im Depot haben?
    Rückblickend weiss ich natürlich, was ich hätte reinschreiben müssen um mir für die heutige Situation einen Vorteil zu verschaffen - das ist aber weder realistisch, noch wäre es fair gewesen.

    Zum Glück hält unsere Ehe nun schon seit 30+ Jahren, den Rest schaffen wir auch noch 😉

    Und ich weiss auch, das viele Ehen geschieden werden, aber ich glaube nicht, dass die Chancen besser werden, wenn jede(r) nur so halb kommittet ist.

    So, und nun muss ich beim Kochen helfen 😜

    Ich hab als Mann bereits ein fettes Depot bei Eheschließung, Arbeite dann nicht/kaum und leb hauptsächlich vom Depot. Sie arbeitet voll und spart sich während der Ehe noch was zusammen da sie noch nicht viel vorgesorgt hat.

    so ein Model (jeder zahlt für sich) nennt sich nicht Ehe, sondern Wohngemeinschaft.

    Spart euch das Geld für die Hochzeit!

    findet ihr das dann fair?

    so was fände ich seltsam. 🧐

    mein Mann: strategisch investieren und damit mehr Risiko eingehen, als das Geld auf dem TG-Konto zu packen, karrierefokussiert sind und viel Einsatz in ihre berufliche Entwicklung stecken

    habe deinen "Fall" gestern beim Berggehen meiner Frau erzählt ... und die ist deutlich emphatischer, als ich. Deshalb hier noch eine Einschätzung, die sie gemacht hat:

    dein Mann ist karrierebewusst (Status ist ihm wichtig??) und trotzdem verdienst du trotz Kinderausfallzeiten nun schon fast wieder genauso viel wie er? Hier könnte eine weitere Verletzung seiner "männlichen Ehre" liegen. Im Sinne von: Ehe hat nicht geklapppt, der einzige berufliche Überschallflieger bin ich auch nicht, und jetzt will sie auch noch das Geld, welches ich toller Hecht so gewinnbringend angelegt habe?

    Seine beste Chance, sich nun von dir im Status nach oben abzusetzen, liegt darin, dir deinen Anteil an eurem Zugewinnvermögen vorzuenthalten.

    Don't do it (Nike.de)

    Genau deshalb finde ich es so wichtig, das schon während der Ehe entsprechend aufzuteilen.

    wie du ja in diesem Thread siehst hat die vermeintliche (bzw die vom Mann der TE gefühlte) Aufteilung dies gerade nicht verhindert, sondern statt dessen das gefühlte Problem für ihn sogar grösser gemacht. VOR der Ehe hätte er ggf einen Ehevertrag vorschlagen können - ob ihm dies bessere Gefühle gegeben hätte, kann ich nicht beurteilen.

    Und aus welchem er drei Konten wurde dieses Geld angespart?

    das ist vollkommen irellevant, das es sich um Gemeinschaftsvermögen innerhalb einer Zugewinnehe handelt.

    ich beziehe mich Mal nur auf die Moral.

    nein, du beziehst dich auf dein ganz persönlich individuelles Gerechtigkeitsempfinden

    Als Moral werden die Werte und Regeln bezeichnet, die in einer Gesellschaft allgemein anerkannt sind. Wenn man sagt, jemand hat „moralisch“ gehandelt, ist damit gemeint, dass er sich so verhalten hat, wie es die Menschen richtig und gut finden. (BpB.de)

    Wie du an den meisten anderen Antworten hier im Thread siehst, entspricht deine Bewertung eher nicht die der Allgemeinheit.

    Eigentlich müsste er dir 200.000€ geben (Nach Gesetz), er will aber nur 100.000€ geben. Wir reden also "nur" über eine Absenkung des Ausgleichs und keiner Verweigerung. (Nur um erstmal die Fakten darzustellen, wie ich sie verstehe)

    nicht "müsste", sondern "er muss".
    und wo hast du das mit den 100k gelesen, die er abgeben will? mMn stand dazu nichts im Text, es könnte also auch sein, dass er gar nichts abgeben will.

    Ich finde, die Schwierigkeit liegt eher in der Unbekannten: Den Ausgaben

    nope, denn es wäre eine Unmöglichkeit solch eine Aufrechnung über viele Jahre der Ehe mitzuführen (in denen eine dann auch noch viele Jahre wegen Kindererziehung karriere- und vermögenstechnisch zurückstecken musste).

    Wer entscheidet, welche Ausgaben gerechtfertigt sind, welche Kosten dem Gemeinschafts -oder aber den jeweiligen privaten Konten zuzurechnen sind?
    BSP: Mutter fährt Kinder ins Schwimmbad (weil 15 km vom Wohnort und kein ÖPNV) - ihr Eintritt gilt als Gemeinschaftskosten, oder doch eher "privat", weil sie ja auch selber eine begeisterte Schwimmerin ist? Du merkst schon: das wird ein Fass ohne Boden.

    Du wirst ja i.d.R. auch noch eine Rente erhalten.

    wobei zu bedenken gilt, dass diese Rente ja evtl auch noch erst die Lebenshaltungskosten des noch lebenden Partners zu decken haben. Denn der verbleibt ja dann noch in der Wohnung/Haus und muss sich selber versorgen, da wird dann nicht so viel gespart.

    In dieser Konstellation braucht es dann schon genügend verfügbares Kapital, um sich selber sein Heim auszusuchen ... und den Partner daheim weiterhin gut versorgt zu wissen.


    Ist allerdings auch ein wenig verwirrend in der Bezeichnung der Leistungen. Die Pflegekasse zahlt also, je nach Pflegegrad, einen Anteil an den Pflege- und Ausbildungskosten.

    ja, das ging mir auch so. In unserem Fall liegen die Gesamtkosten bei grob 6.000 je Monat, von denen 2.000 für Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten gelten und deshalb nicht bezuschusst werden. Von den verbleibenden 4.000 übernimmt die Pflegeversicherung 1.855 (PG4), so das der Zuschuss auf deinen Eigenanteil von 2145 berechnet wird --> im ersten Jahr bekommst du also 322 Zuschuss.

    Naive Menschen hätten rechnen können 15% Zuschuss auf 6.000 = 900 je Monat 😜

    Das Dreikontenmodell während der Ehe suggeriert doch etwas, dass weder rechtlich stabil noch legitim ist, zumindest aus meiner Sicht

    und genau dieses separierte Mitrechnen in der Ehezeit fällt euch (also eher ihm) nun auf die Füsse.

    Kurz mal angenommen, ihr hättet es euch einfach gemacht (so wie ja auch einige hier schon berichtet haben) und ab Hochzeit einfach alles über eine gemeinsame Kasse/Konten/Depots abgerechnet, dann gäbe es heute nur noch das gemeinsame Vermögen im gemeinsamen Depot, welches ihr dann 50/50 teilt. Meiner Meinung nach gibt es in einer Ehe kein "meins" und "deins" sondern nur "unser".

    Ihr habt das aus Gründen während eurer Ehe anders gehandhabt, und nun hat er ein Konto, auf dem nur sein Name steht, und da sind 500k drauf, die er jetzt als "seins" sieht. Und dieser Schatz wird um so wertvoller, weil nun eine Trennung bevorsteht und es danach ja tatsächlich wieder getrennte Konten und Vermögen geben wird.


    Ich befürchte auch, solange eine starke Kränkung im Spiel ist, kommt die Argumentation auf Sachebene nicht oder nur schwer voran.

    da braucht es noch nicht mal eine Kränkung. Es gibt soziologische Experimente, in denen bewiesen wurde, dass Dingen, die man selber besitzt, ein höherer Wert zugemessen wird, als gleichwertigen Dingen, die aber anderen gehören. Deswegen will man sie nicht hergeben, bzw verlangt einen höheren Tauschpreis.

    Für Same_but_different macht das die Situation aber nicht besser, denn Argumente hast du schon genug, aber die Gefühle deines Mannes kannst du damit nicht verändern. Um eine faire Regelung zu finalisieren (und das ist der Zugewinnausgleich!) wäre ein Gespräch mit einem Fachanwalt:in angeraten, statt dass ihr euch mit jeweils eigenen Anwälten vor Gericht trefft.
    Vor Gericht bekommst du eh Recht (und 200k) und ihm geht es dann keinesfalls besser (wegen Gesichtsverlust, Ungerechtigkeitsempfinden, Stress und Kosten etc)

    Das erste was ich höre, US-Anteil darf nicht zu groß sein.

    worauf bezieht sich denn dieser US-Anteil?

    derzeit bedeutet dies lediglich, dass die Firma in USA ihren Hauptsitz hat und sich dort an der Börse registriert hat.

    es heisst nicht, dass dort alle ihre Mitarbeiter sitzen.

    es bedeutet auch nicht, dass alle Kunden in den USA sitzen.

    und schon gar nicht, dass alle Umsätze in den USA stattfinden.

    und am allerwenigsten heisst es, dass die Gewinne in den USA erzielt werden.


    als Investor wäre es mir am liebsten ich könnte genau in die Firmen investieren, welche grosses Wachstumspotential haben, für ein attraktives Produkt oder Service, für welches viele Kunden auf der ganzen Welt viel Geld zu bezahlen bereit sind und welches zu niedrigen Kosten bereitgestellt werden kann. Das wird aber ein Traum bleiben, weil die Firmen solcherlei Details natürlich nicht bekanntgeben.

    nachdem ich all dies nicht wissen kann, und mir für eigene Recherche und Analyse sowohl die Resourcen als auch die Kompetenz fehlen, bleibt ein weit gestreuter Aktienindex als nächstbeste Alternative.

    Mich würde interessieren welchen Durchführungsweg der Betriebsrente ihr habt oder nutzt?

    meine BAV läuft als "Unterstützungskasse"

    eingezahlt hat der AG mit 3,5% vom Gehalt und ich nochmals 4,0% vom Gehalt

    über 25 Jahre waren das insgesamt Einzahlungen von 360k

    seit ich 60 bin (und nicht mehr arbeite) bekomme ich monatliche Auszahlung von € 1400

    ich habe mich für die monatliche Auszahlung meiner BAV entschieden, weil diese bis zu meinem Lebensende und darüber hinaus an meine Witwe zahlen wird

    Ein Bauspardarlehen kann man doch jederzeit vorzeitig tilgen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung.

    dann hat sich das im Laufe der Jahre evtl geändert.

    Für unsere Bausparer traf das damals (>10a) aber nicht leider zu. Sondertilgung nur möglich im Rahmen des vorher Ausgehandelten, vorzeitige Tilgung hätte uns definitiv was gekostet.

    Ich war froh um die Darlehen der KFW, die durfte ich tatsächlich ohne Vorfälligkeitsentschädigung tilgen.

    Hast du wirklich ein Tageslimit gesetzt oder doch eher ein Limit pro Überweisung? Es ist nämlich beides möglich

    ja das war das Tageslimit, Wochenlimit steht bei 15k

    bin nicht sicher, ob SEPA Lastschriften vielleicht bei der Berechnung des Limits ignoriert werden? Immerhin kennt die Bank dann ja die Gegenseite, eine SEPA Lastschrift kann ja nur von authorisierter Seite eingezogen werden.

    Ich persönlich finde die Wartezeit von 4 Stunden für das Wirksamwerden des höheren Überweisung Limits sehr gut, da es vielleicht hilft Betrugsfälle zu vermeiden,

    ich habe es gerade mal ausprobiert: das höhere Limit war sofort eingetragen, ohne Wartezeit. Ob aber auch sofort eine Überweisung durchgeführt worden wäre, weiss ich nicht.

    Bei der Gelegenheit habe ich mal nachgeschaut: ich habe mein tägliches Limit auf 5.000 gesetzt. Ich finde aber mehrere Tage, an denen Überweisungen im Gesamtwert von deutlich mehr als 5.000 ausgeführt wurden (Deckung war natürlich vorhanden) -> bin aktuell gar nicht so überzeugt, ob dieses Limit tatsächlich umgesetzt wird. 🧐

    Abgesehen davon ist es mir doch eh egal, ob die Überweisung heute oder morgen rausgeht (falls Limit schon verbraucht sein sollte). In welchen Situationen ist denn die sofortige Ausführung einer Überweisung von nöten?

    30% USA:
    - Vanguard S&P 500 UCITS ETF (USD) Acc IE00BFMXXD54 10%
    - iShares S&P 500 EUR Hedged UCITS ETF (Acc) IE00B3ZW0K18 10%
    - iShares S&P 500 Equal Weight UCITS ETF USD (Acc) IE000MLMNYS0 10%

    du hast Angst vor Klumpenrisiko in einem Weltindex und bildest deshalb die gesamten Wirtschaft der USA über 3 ETF auf die S&P 500 ab? Ich kann den Sinn hier nicht erkennen.

    bei denen man die errsten 10 Jahre 1000€/Mon abbezahlt und die letzten 10 Jahre 3000-4000€/Mon

    wenn du heute ein gutes Einkommen hast, wieso willst du dann nur € 1.000 tilgen? Denn deine Zinsen berechnen sich auf den noch ungetilgten Darlehensbetrag.

    Andersrum macht mehr Sinn: am Anfang viel und schnell tilgen, das reduziert die Zinslast. Wenn du dann in späteren Jahren aus Gründen weniger tilgen möchtest, dann berechnen sich die Zinsen auch nur noch auf den dann deutlich geringeren Darlehensbetrag.

    Das hatte ich mir auch schon überlegt, aber die 1,9 % Zinsen die ich bezahlen muss kann ich auf dem Kapitalmarkt auch besser anlegen.

    klar, das funktioniert!

    Aber nur, wenn du bei diesem Zinsdifferenzgeschäft über 10 Jahre lang recht behältst. Theoretisch machst du jedes Jahr 6% Rendite, gibst 2% an die Bank, dann bist du per annum immer noch 1k im Plus.

    Habe am Freitag Abend noch mit der Bausparkasse telefoniert. Darlehen ist kein Problem

    Natürlich ist die Bank happy: immerhin bekommen sie (ganz egal wie Marktentwicklung für dich läuft) 10 Jahre lang jedes Jahr sichere Zinsen und Tilgung. Während du im Risiko stehst, haben sie keines: das Darlehen ist über dein Vermögen und deine Immobilie abgedeckt.

    Mir wäre es den Aufwand & Riskiko nicht wert, bloss um im Monat knappe Euro 100 mehr zu haben.

    die richtigen Antworten wurden ja alle schon gegeben. Ich vermute aber mal, der TE hatte eine ganz andere Vorstellung:

    Allerdings hat der Vater nie Gewinn realisiert (weil nie ausgeschüttet) und das Kind ebenfalls nicht, weil es die Anteile direkt nach Erhalt ohne weiteren Gewinn verkauft.

    Lustige Idee: Der Vater überträgt sein Deport und er ignoriert dabei geflissentlich, dass sich dieses aus Einzahlungen plus Gewinnen zusammensetzt. Sein Kind wiederum sagt "Danke" und betrachtet das gesamte übertragene Vermögen als einen unbelasteten Geldsegen und behauptet: "ich habe ja keinen Gewinn gemacht" (gerechnet ab Schenkungsdatum 😇)

    Merke: auch Buchgewinne sind Gewinne 🤓

    Wie verhält es sich mit dem vom Vater im Laufe der Jahre gezahlten Steuern auf die Vorabpauschale? Gibt es da irgendwas zurück?

    das klingt ja fast so, als ob da jemand die Idee eines privaten "Cum-Ex" Settings gesucht hätte: Steuern, die man nicht gezahlt hat, zurückerstatten zu lassen.


    Wie Ihr euch vorstellen könnt, geht es um eine sinnvolle Kapitalanlage für die eigenen Kinder, aber definitiv in der Variante, in denen das Depot nicht auf ihren Namen läuft.

    Diesen Teil habe ich nun gar nicht verstanden: das Depot soll übertragen werden auf das Kind, aber auf ein Depot welches nicht auf das Kind lautet.... 🤯??

    So was funktioniert natürlich auch nicht, ebenso wenig wie die anderen, vorher beschriebenen Ansätze.

    Ich habe bei meiner Wohnung noch ein Restdarlehen von 50.000 Euro (läuft im September aus). Dieses will ich dann mit dem Bausparvertrag tilgen.

    dannn tilge doch einfach 25k mit dem Bausparer und die anderen 25k nimmst du aus deinen Ersparnissen. Wieso willst du denn in Zukunft Zinsen zahlen, statt Zinsen zu verdienen (als Privatier hast du ja vermutlich bereits dein Vermögen angelegt und weisst wie man damit Geld verdient)