Hier geht’s nur um das Bild des bösen Mannes und Fairness wird mit ist Gesetz und Zugewinngemeinschaft abgetan, Wer sich trennt ist auch egal, Schuldfrage wird nicht gestellt.
nein, es geht darum dass sich ein Paar trennt und nun der per Gesetz vorgesehene Ausgleich von einem der beiden verweigert wird.
Das sich solche Konstellationen meist in der Form darstellen: der Man hat das Geld, die Frau hat die Kinder, ist leider traurige Realität, aber nicht gottgegeben. Gesellschaftliche Normen, Karrierechancen und Genderpaygap, familiäre Erwartungen usw führen häufig dazu, dass sich Paare auf diese Aufteilung einlassen. Und damit ergeben sich dann im Laufe der Jahre finanzielle Ungleichgewichte.
aber dann würde ich halt nur mit Ehevertrag heiraten.
theoretisch ja, aber praktisch schwierig: was packe ich denn in den Vertrag, wenn ich noch gar nicht weiss wie sich unser gemeinsames Leben entwickeln wird?
Was es bedeutet Kinder zu haben war uns bei der Hochzeit ja bloss aus dem Fernsehen bekannt. Wie sich unsere jeweiligen Interessen/Hobbies entwickeln werden wussten wir nicht. Wie es sich anfühlt, dass mein Gehalt sich im Laufe der Jahre vervielfacht hat, während meine Frau ihres nur geringfügig steigern konnte und dann viele Jahre gar nichts verdient hat. Wie verändert sich das Konsumverhalten, wenn wir die ersten 10k oder 100k oder 1 Mio im Depot haben?
Rückblickend weiss ich natürlich, was ich hätte reinschreiben müssen um mir für die heutige Situation einen Vorteil zu verschaffen - das ist aber weder realistisch, noch wäre es fair gewesen.
Zum Glück hält unsere Ehe nun schon seit 30+ Jahren, den Rest schaffen wir auch noch 😉
Und ich weiss auch, das viele Ehen geschieden werden, aber ich glaube nicht, dass die Chancen besser werden, wenn jede(r) nur so halb kommittet ist.
So, und nun muss ich beim Kochen helfen 😜