Beiträge von R. Schonwieder

    Das erste was ich höre, US-Anteil darf nicht zu groß sein.

    worauf bezieht sich denn dieser US-Anteil?

    derzeit bedeutet dies lediglich, dass die Firma in USA ihren Hauptsitz hat und sich dort an der Börse registriert hat.

    es heisst nicht, dass dort alle ihre Mitarbeiter sitzen.

    es bedeutet auch nicht, dass alle Kunden in den USA sitzen.

    und schon gar nicht, dass alle Umsätze in den USA stattfinden.

    und am allerwenigsten heisst es, dass die Gewinne in den USA erzielt werden.


    als Investor wäre es mir am liebsten ich könnte genau in die Firmen investieren, welche grosses Wachstumspotential haben, für ein attraktives Produkt oder Service, für welches viele Kunden auf der ganzen Welt viel Geld zu bezahlen bereit sind und welches zu niedrigen Kosten bereitgestellt werden kann. Das wird aber ein Traum bleiben, weil die Firmen solcherlei Details natürlich nicht bekanntgeben.

    nachdem ich all dies nicht wissen kann, und mir für eigene Recherche und Analyse sowohl die Resourcen als auch die Kompetenz fehlen, bleibt ein weit gestreuter Aktienindex als nächstbeste Alternative.

    Mich würde interessieren welchen Durchführungsweg der Betriebsrente ihr habt oder nutzt?

    meine BAV läuft als "Unterstützungskasse"

    eingezahlt hat der AG mit 3,5% vom Gehalt und ich nochmals 4,0% vom Gehalt

    über 25 Jahre waren das insgesamt Einzahlungen von 360k

    seit ich 60 bin (und nicht mehr arbeite) bekomme ich monatliche Auszahlung von € 1400

    ich habe mich für die monatliche Auszahlung meiner BAV entschieden, weil diese bis zu meinem Lebensende und darüber hinaus an meine Witwe zahlen wird

    Ein Bauspardarlehen kann man doch jederzeit vorzeitig tilgen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung.

    dann hat sich das im Laufe der Jahre evtl geändert.

    Für unsere Bausparer traf das damals (>10a) aber nicht leider zu. Sondertilgung nur möglich im Rahmen des vorher Ausgehandelten, vorzeitige Tilgung hätte uns definitiv was gekostet.

    Ich war froh um die Darlehen der KFW, die durfte ich tatsächlich ohne Vorfälligkeitsentschädigung tilgen.

    Hast du wirklich ein Tageslimit gesetzt oder doch eher ein Limit pro Überweisung? Es ist nämlich beides möglich

    ja das war das Tageslimit, Wochenlimit steht bei 15k

    bin nicht sicher, ob SEPA Lastschriften vielleicht bei der Berechnung des Limits ignoriert werden? Immerhin kennt die Bank dann ja die Gegenseite, eine SEPA Lastschrift kann ja nur von authorisierter Seite eingezogen werden.

    Ich persönlich finde die Wartezeit von 4 Stunden für das Wirksamwerden des höheren Überweisung Limits sehr gut, da es vielleicht hilft Betrugsfälle zu vermeiden,

    ich habe es gerade mal ausprobiert: das höhere Limit war sofort eingetragen, ohne Wartezeit. Ob aber auch sofort eine Überweisung durchgeführt worden wäre, weiss ich nicht.

    Bei der Gelegenheit habe ich mal nachgeschaut: ich habe mein tägliches Limit auf 5.000 gesetzt. Ich finde aber mehrere Tage, an denen Überweisungen im Gesamtwert von deutlich mehr als 5.000 ausgeführt wurden (Deckung war natürlich vorhanden) -> bin aktuell gar nicht so überzeugt, ob dieses Limit tatsächlich umgesetzt wird. 🧐

    Abgesehen davon ist es mir doch eh egal, ob die Überweisung heute oder morgen rausgeht (falls Limit schon verbraucht sein sollte). In welchen Situationen ist denn die sofortige Ausführung einer Überweisung von nöten?

    30% USA:
    - Vanguard S&P 500 UCITS ETF (USD) Acc IE00BFMXXD54 10%
    - iShares S&P 500 EUR Hedged UCITS ETF (Acc) IE00B3ZW0K18 10%
    - iShares S&P 500 Equal Weight UCITS ETF USD (Acc) IE000MLMNYS0 10%

    du hast Angst vor Klumpenrisiko in einem Weltindex und bildest deshalb die gesamten Wirtschaft der USA über 3 ETF auf die S&P 500 ab? Ich kann den Sinn hier nicht erkennen.

    bei denen man die errsten 10 Jahre 1000€/Mon abbezahlt und die letzten 10 Jahre 3000-4000€/Mon

    wenn du heute ein gutes Einkommen hast, wieso willst du dann nur € 1.000 tilgen? Denn deine Zinsen berechnen sich auf den noch ungetilgten Darlehensbetrag.

    Andersrum macht mehr Sinn: am Anfang viel und schnell tilgen, das reduziert die Zinslast. Wenn du dann in späteren Jahren aus Gründen weniger tilgen möchtest, dann berechnen sich die Zinsen auch nur noch auf den dann deutlich geringeren Darlehensbetrag.

    Das hatte ich mir auch schon überlegt, aber die 1,9 % Zinsen die ich bezahlen muss kann ich auf dem Kapitalmarkt auch besser anlegen.

    klar, das funktioniert!

    Aber nur, wenn du bei diesem Zinsdifferenzgeschäft über 10 Jahre lang recht behältst. Theoretisch machst du jedes Jahr 6% Rendite, gibst 2% an die Bank, dann bist du per annum immer noch 1k im Plus.

    Habe am Freitag Abend noch mit der Bausparkasse telefoniert. Darlehen ist kein Problem

    Natürlich ist die Bank happy: immerhin bekommen sie (ganz egal wie Marktentwicklung für dich läuft) 10 Jahre lang jedes Jahr sichere Zinsen und Tilgung. Während du im Risiko stehst, haben sie keines: das Darlehen ist über dein Vermögen und deine Immobilie abgedeckt.

    Mir wäre es den Aufwand & Riskiko nicht wert, bloss um im Monat knappe Euro 100 mehr zu haben.

    die richtigen Antworten wurden ja alle schon gegeben. Ich vermute aber mal, der TE hatte eine ganz andere Vorstellung:

    Allerdings hat der Vater nie Gewinn realisiert (weil nie ausgeschüttet) und das Kind ebenfalls nicht, weil es die Anteile direkt nach Erhalt ohne weiteren Gewinn verkauft.

    Lustige Idee: Der Vater überträgt sein Deport und er ignoriert dabei geflissentlich, dass sich dieses aus Einzahlungen plus Gewinnen zusammensetzt. Sein Kind wiederum sagt "Danke" und betrachtet das gesamte übertragene Vermögen als einen unbelasteten Geldsegen und behauptet: "ich habe ja keinen Gewinn gemacht" (gerechnet ab Schenkungsdatum 😇)

    Merke: auch Buchgewinne sind Gewinne 🤓

    Wie verhält es sich mit dem vom Vater im Laufe der Jahre gezahlten Steuern auf die Vorabpauschale? Gibt es da irgendwas zurück?

    das klingt ja fast so, als ob da jemand die Idee eines privaten "Cum-Ex" Settings gesucht hätte: Steuern, die man nicht gezahlt hat, zurückerstatten zu lassen.


    Wie Ihr euch vorstellen könnt, geht es um eine sinnvolle Kapitalanlage für die eigenen Kinder, aber definitiv in der Variante, in denen das Depot nicht auf ihren Namen läuft.

    Diesen Teil habe ich nun gar nicht verstanden: das Depot soll übertragen werden auf das Kind, aber auf ein Depot welches nicht auf das Kind lautet.... 🤯??

    So was funktioniert natürlich auch nicht, ebenso wenig wie die anderen, vorher beschriebenen Ansätze.

    Ich habe bei meiner Wohnung noch ein Restdarlehen von 50.000 Euro (läuft im September aus). Dieses will ich dann mit dem Bausparvertrag tilgen.

    dannn tilge doch einfach 25k mit dem Bausparer und die anderen 25k nimmst du aus deinen Ersparnissen. Wieso willst du denn in Zukunft Zinsen zahlen, statt Zinsen zu verdienen (als Privatier hast du ja vermutlich bereits dein Vermögen angelegt und weisst wie man damit Geld verdient)

    Ich glaube für viele ist die Hürde zu hoch und am Ende möchte man es nicht veräußern; genauso wie man in der "Ansparphase" nichts veräußern wollte. Ich glaube diese Hürde verschwindet dann nicht einfach und man dreht jeden Cent, den man aus dem Pott nehmen würde 3x um.

    ich kann natürlich nur für mich sprechen, und ich bin auch erst seit 2 Jahren in der "Entnahmephase", aber ich ich sag mal so: das mit dem Entnehmen klappt schon. Und Bauchschmerzen hatte ich deswegen auch keine.

    Wobei ich ehrlicherweise dazusagen muss, dass ich weniger entnehmen musste, als das Depot gewachsen ist. Unterm Strich habe ich also immer noch mehr als vorher.

    Aber wenn Trump erfolgreich die Weltwirtschaft abwürgt, komme ich früher oder später (nach vollständigem Verbrauch von TG und GMF) an den Punkt, das ich ans Eingemachte ran muss. Dann melde ich mich mit einem Update. 😇

    Wenn die Partner ein sehr unterschiedliches Ausgabeverhalten haben, kann es schnell zu Problemen kommen. Ich glaube nicht, dass das vom Kontenmodell abhängt.

    Das ist ganz genau richtig! Wenn beide sich bzgl Ausgabeverhalten nicht einig sind, dann helfen auch keine getrennten Konten. Ausser, die Partnerschaft ist noch jung ... dann wäre jetzt ggf noch ein günstiger Zeitpunkt für eine Trennung - und in diesem Falle machen es separate Konten einfacher, den Knoten zu lösen, bevor er zu verworren ist.

    Realistischerweise kommt dieser Punkt aber erst nach mehreren Jahren: ein Partner macht nun Karriere und verdient plötzlich viel mehr Geld als bisher ..... wie ändert sich nun (wenn überhaupt) das Ausgabeverhalten von Partner 1 und 2? Oder bekommen sie nun Streit weil einer von beiden lieber auf grösserem Fuss als bisher leben möchte, während der andere zufrieden ist und lieber für die Rente spart?

    in dem wir uns gegenseitig als Alleinerben einsetzen, dann ist es egal auf welchen Namen ein Konto läuft.

    Fürs Erbe vermutlich ja, aber nicht für den zügigen Kontozugriff. Den bekommst du bei einer Bank üblicherweise nicht schon dafür, das du ein Testament vorweisen kannst. Falls also Bedarf besteht, zeitnah aufs das Konto des anderen zuzugreifen, dann sollte rechtzeitig eine Vollmacht bei der jeweiligen Bank angelegt werden (Generalvollmachten werden meist nicht akzeptiert).

    mal angenommen, ich bin ganz stinknormal verheiratet in Zugewinngemeinschaft, und beide hatten bei Eheschliessung keine Kinder oder Vermögen oder Schulden aus vorherigen Beziehungen, welchen Grund hätte ich für separate Kontoführung?

    Wir hatten seit Tag 1 gemeinsame Konten und haben das Geld immer als gemeinsames Vermögen betrachtet. Im Laufe der Jahrzehnte kamen dann wegen Tagesgeldhopping noch individuelle TGs hinzu, später auch Depots.

    Heute haben wir also gemeinsames Giro + TG + Depot (50% vom Vermögen)
    und auf die eigenen Namen nochmals individuelles TG + Depot (Jeweils 25% vom Vermögen)
    plus gemeinsame Immobilie.

    Eine Zusammenführung auf das gemeinsame TG/Depot würde heutzutage evtl nervige Fragen bzgl Schenkungssteuer auslösen, also lasse ich die Konten wie gehabt. Verschiebungen von ein paar Tausend Euro von Einzel- aufs Gemeinsachaftskonto (wir leben schon in der Entnahmephase) hat bisher noch nie zu Rückfragen geführt.

    Da ich mit Schwankungen und Verlusten - mit zunehmenden Alter - immer weniger gut umgehen kann,

    das ist eine interessante Selbsterkenntnis.

    Die meisten Foristen hier berichten das Gegenteil: je länger sie investiert sind, umso mehr sind sie die Auf+Abs der Börse gewohnt. Und in den meisten Fällen reduziert die Schwankung ja auch lediglich deine bisherigen Buchgewinne.

    Tatsächlich finde ich die Risikostruktur deiner Anlage eher überraschend: 50/50 verteilt zwischen risikoarm/risikoreicher (wird oft empfohlen bei geringer/mittlerer Risikobereitschaft) , aber dann im risikoreicheren Teil sehr agressiv die Hälfte in sehr spezielle Sektorwetten investieren (gilt für Anleger mit sehr hoher Risikobereitschaft) - da schlugen wohl mal zwei Herzen in deiner Brust? 😉

    Nachdem du dich damit nicht mehr wohlfühlst, wäre es sicherlich empfehlenswert die Einzel/Sektorwetten aufzulösen und statt dessen in den MSCI WW (oder einen ähnlich breiten Index) zu verschieben.


    Die durch den Verkauf erzielte Summe zu gegebener Zeit (vielleicht aktuelle erst mal abwarten) in die beiden MSCI-World ETF’s investieren

    Auch das ist eher überraschend: jeder, der schon lange Jahre investiert hat, weiss, dass Market-timing nicht funktioniert. Wann wäre denn deiner Meinung nach "der gegebene Zeitpunkt"? Was machst du mit dem Geld bis dahin?

    denn wir alle wissen: mit nur 25% Vermögensanteil im Risiko, schlägst du kaum die Inflation.

    Sie würde auch gerne einen Teil an uns 2 Kinder verschenken, um im besten Fall die 10-Jahresfrist abzulaufen, falls sie später hohe Pflegekosten haben sollte.

    schaut euch doch einfach mal ein paar Pflegeheime in der Umgebung an, und überlegt, in welches davon die Mutter ggf gerne einziehen würde. Und dann nehmt euch unverbindlich einen Hausprospekt mit, dort sind sicherlich auch die Zuzahlungskosten aufgeführt. 🤓

    Je nach Region kommen da ganz nette Beträge zusammen - bei uns derzeit € 3.700 je Monat (Metropolregion München).

    Wie schon andere vor mir geschrieben haben: Pflegebedürftigkeit ist sicherlich nicht angenehm, aber sicher angenehmer zu gestalten mit einem Batzen Geld in der Hand.

    Ich sollte vielleicht mal wirklich tracken, was Kinder kosten, ist doch ganz interessant.

    das haben schon andere vor dir getan. Vielleicht hilft dir diese Vorlage 😜


    München, den 3. Februar 1932

    Sehr geehrte Tochter!
    Anläßlich unseres letzten Beisammenseins in München, am 5. August 31, gestatte ich mir, jetzt die Rechnung für deine Existenz zu übersenden und hoffe, dass du mit den Preisen einverstanden bist.

    Hebammenkosten, bezahlt am 21. September 1910Mk.

    20,--

    1 kleine Blechbadewanne"

    6,--

    lauwarmes Wasser 6 Jahre lang, tägl. 5 Pfg."

    219,--

    Schwammbenützung, 6 Jahre lang, tägl. 5 Pfg."

    108,50

    1 Wickelkissen und Babyausstattung"

    100,--

    Täglich 1 Liter Milch, ca. 6 Jahre lang, Semmelmus"

    438,--

    Schmerzensgeld bei Geburt, von Mutter billigst berechnet"

    100,--


    Schulzeit:
    Einschreibgebühr
    "

    2,20

    Schultoiletten"

    500,--

    Schulbücher"

    90,--

    Pause Frühstück
    Pause Nachmittagsstück m. Berücksichtigung von Samstag Nachmittag insges. 1386 Tage
    "

    29,--

    bis zu 21 Jahren tägl. Mittag- u. Abendbrot à 1,--"

    6.550,--

    tägl. bis zu ab 10 Jahre 1/2 l Bier à 30 Pfg."

    1.204,50

    Taschengeld von 7 - 21 Jahr"

    1.000,--

    5 x photographieren lassen"

    40,--

    Ärztl. Behandlung von 16 1/2 Warzen abätzen rechte Hand"

    120,--

    Kirchensteuer"

    200,--

    Schulsteuer"

    150,--

    Tägl. 1/5 l Kaffee à 15 Pfg."

    1.120,--

    Monatl. 1/2 l Wasser - unberechnet"

    -,--

    Bubikopf schneiden"

    5,--

    Kopfwaschen 6 Jahre lang, wöchentl. Mk. 3,--"

    936,--

    Barauslagen für Kino, Theaterbesuch, Bälle etc."

    3.570,--

    Kleidung vom 14. - 21. Jahr, pro Jahr Mk. 500,-- incl. Wäsche"

    3.144,--

    Unterricht Französisch, Englisch, Literatur"

    540,--

    Klavier- und Gitarreunterricht"

    700,--

    Reise nach Königsberg"

    83,--

    Briefmarken und Telephongespräche nach Königsberg"

    150,--

    Mk.

    24.625,20

    Bezugnehmend, daß du mein eigenes Fleisch und Blut bist, habe ich 10 % Ermäßigung zugestanden"

    2.462,50

    Mk.

    22.162,70

    Binnen acht Tagen zahlbar, da ich sonst zu meinem Bedauern gezwungen wäre, gerichtliche Schritte zu unternehmen.

    Mir vorzüglicher Hochachtung
    Karl Valentin