Gegen perfekte Vorurteile helfen keine Argumente.
Beiträge von 90 Prozent Aktien
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Nein, der verständige Leser würde erkennen, dass das eine triviale Erkenntnis ist, die niemanden etwas bringt außer eine vorzeitige Steuerpflicht.
Vielleicht wäre es kein Fehler gewesen den Artikel zu lesen, wenn man ihn kritisieren möchte.
Wenn das Geld nicht ausgeschüttet wird, ist es nicht weg, sondern es ist noch immer da.
In dem Artikel geht es um den Vergleich von Aktien mit hoher und niedriger Ausschüttung. Es geht nicht um die Frage, ob das Geld geschenkt oder sonst was ist.
Zum dritten Mal:
Dividenden sind kein Zubrot!
Das ist der Fehler.
Das ist nicht Gegenstand des Artikels. Aber manche müssen nicht mal lesen, um zu wissen, was andere schreiben.
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Die TER wird nicht vom Broker verlangt sondern von der Fondsgesellschaft. Da schickt Dir auch keiner eine Rechnung, sondern diese Kosten werden bereits intern im Fonds abgezogen.
Was eventuelle Kaufspesen angeht, finde ich es ganz schön intransparent bei der Post, ob das nun ein kostenloser Sparplan ETF ist oder nicht.
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Man muss freilich den richtigen Tagespreis nehmen.
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Der Sachverhalt ist nicht einfach und wird auch nicht einfach dargestellt. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle: Ego, mentale Anreize, mathematische Ungenauigkeit, mentale Konten etc.
Ich versuche es mal so plakativ wie möglich zu machen und vll. ein paar Grundbedingungen festzulegen:
Wir reden von langfristigem Vermögensaufbau, nicht von cashflow
Dividenden werden selbstredend reinvestiert (ansonsten würden wir hier gar nicht ellenlang diskutieren, weil da der Vergleich sonnenklar ist, dass der Dividenden-ETF oder gar die Dividendenaktie ansonsten langfristig katastrophal im Nachteil wären bezüglich Vermögensaufbau)
Nehmen wir zum einen nen Welt ETF thesaurierend. Man spart jeden Monat rein, Steuer fällt (wenn positive Rendite im letzten Jahr) maximal in Höhe der Steuer, die auf die Vorabpauschale zu entrichten ist. Das Geld für die Steuer muss man entweder durch Verkäufe von Depotvermögen (lässt sich nicht gut planen, weil da auch Steuer anfällt) oder durch "Bezuschussung" (extra Geld über Sparrate hinaus) beisteuern.
Der Dividenden-ETF schüttet jedes Jahr zu festen Termin eine Dividende aus. Die Dividende wandert aber nicht voll aufs Konto, sondern die darauf entfallende Steuer wird automatisch abgezogen. Sagen wir von 100 Euro Dividende fließen 80 Euro wieder als reinvest in den ETF.
Dann habe ich effektiv 20 € aus meinem ETF entnommen, die weg sind. für immer. Ich kann sie nicht verwenden, ich kann sie nicht ausgeben, sie tragen nicht zum Zinseszinseffekt bei. Sie sind einfach weg. In ungünstigen Fällen gibt es sogar Dividendenaktien, die mehr Ausschüttungsquote haben, als jährliche Gesamtrendite. Dann besteuere ich effektiv mein investiertes Kapital zusätzlich. In Crashphasen am Aktienmarkt ist das auch bei Dividenden-ETF so. Das ist so, als ob man den thesaurierenden Welt ETF bei negativer Jahresrendite verkauft, obwohl man das Geld gar nicht braucht (diese Variable ist hier wichtig: es geht nicht um cashflow: ergo darf man das Geld nicht benötigen, das ist die Grundannahme).
Bedingte Vorteile sehe ich bei Dividenden-ETFs oder Aktien folgendes:
1. Es kann mental belohnend sein, wenn man regelmäßig für sein Investment die Belohnung in Form von Dividenden erhält.
2. Die regelmäßige Auszahlung von Dividenden lässt sich gut in eine Planung integrieren, wenn es zur Deckung von Fixkosten oder ähnlichem herangezogen wird, wobei die Dividenden da auch sicherlich nicht in zuverlässiger Höhe immer gleich sind (gerade in schwierigen Marktphasen)
3. Die automatisierte Ausschüttung erspart Kosten, die beim "manuellen" Verkauf entstehen.
4. Im Alter ist eine automatisierte Ausschüttung von Vorteil (wenn die Dividenden denn zur Deckung der Bedürfnisse ausreichen)
Im Vermögensaufbau ist die Situation anders als in der Entnahme. Das zu vermischen ist schwierig.
Es fehlen
5. Mehr Liquidität zum Rebalancing
6. Weniger Liquiditätsprobleme am Jahresanfang wegen Besteuerung der Vorabpauschale.
zu 1) wäre mir egal aber es mag Leute geben, denen es hilft. Ausgesprochene Dividenden ETFs mit sehr hohen Ausschüttungen sind ein eigenes Thema und meiner Einschätzung nach nachteilig aufgrund der Aktienselektion. Moderate Dividendenfonds können dagegen auch Risiken reduzieren und damit dem Portfolio gut tun.
zu 2) Der Rückblick zeigt, dass Ausschüttungen weniger stark schwanken als Kurse in Krisensituationen. Das mit der mangelnden Planbarkeit stimmt nur teilweise. In der Entnahme hat es sogar Vorteile, weil man dann automatisch weniger entnimmt, was man sonst über den Kopf steuern müsste.
zu 3) Es spart nicht nur Verkaufskosten sondern auch damit verbundene Steuerzahlungen.
zu 4) Ich kann nicht wirklich große Probleme erkennen. Wenn man zu wenig Ausschüttungen hat, kann man weiterhin Anteile verkaufen für den zusätzlichen Bedarf. Wenn man zu viele Ausschüttungen hat, gehen die ins Rebalancing. Genau passende Ausschüttungen kann man schwerlich planen aber sind auch nicht nötig.
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Wesentlich unter 50 % USA würde ich nicht runter gehen. Wenn ich heute ein jungfräuliches Depot einrichten wollte, würde ich über die folgenden Aufteilungen nachdenken
Gegenvorschlag 1
20 % S&P 500 Equal Weight
30 % S&P 500
35 % MSCI ex USA
15 % MSCI EM oder MSCI EM IMIGegenvorschlag 2
60 % MSCI ACWI IMI
30 % Invesco RAFI 3000 / Kommer ETF
5 % MSCI ex USA
5 % MSCI EM ex ChinaGegenvorschlag 3
80 % MSCI ACWI IMI
10 % MSCI ex USA
10 % MSCI EM ex ChinaGegenvorschlag 4
90 % MSCI ACWI IMI
5 % MSCI ex USA
5 % MSCI EM ex ChinaGegenvorschlag 5
20 % S&P 500 Equal Weight
25 % S&P 500
30 % MSCI ex USA
10 % MSCI World Small Cap
15 % MSCI EM IMIusw.
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Laut Internet soll es 470 sparplanfähige ETFs geben bei der Postbank. Davon sind einige aber Anleihen oder Mischfonds. Mir wäre die Auswahl auch etwas klein.
Welchen ETF wolltest Du besparen und hast Du geprüft ob er zu den 470 ETFs gehört?
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Denke die hier sind auch seriös und der Preis ist auch gut. Aber bei 5 g muss man sich durchrechnen, ob sich der Versand lohnt. Heute wird 71,71 €/g angezeigt.
https://www.scheideanstalt.de/was-wir-kaufen/schmuck/aktuelle-ankaufspreise-fuer-schmucklegierungen/
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Ich habe auch noch keinen gefunden, der mit Witwenrente arbeiten kann. Das mit dem nicht erscheinenden Pauschbetrag halte ich eher für einen Bug
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Da gehen aber nicht selten noch weitere Beträge ab wie beispielsweise haushaltsnahe Dienstleistungen und Teile von Handwerkerrechnungen. Mit wachsendem Alter kommt auch einiges an Gesundheitsausgaben zusammen. Bei mir kommen noch Spenden dazu und eine Schwerbehinderung und der kleiner werdende Altersentlastungsbetrag. Das kann sich schon noch läppern. auch wenn man 2.500 Euro Bruttorente hat.
Der Rechner sieht tatsächlich ganz fein aus, aber er scheint die Schwerbehinderung nicht zu berücksichtigen obwohl abgefragt.
Davon abgesehen liegt die Durchschnittsrente deutlich unter 2.000 Euro pro Monat.
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Kurzfristige Stabilität im Portfolio ist ja auch ehrlich nur mentale Beruhigung.
Das ist in der Entnahmephase ein klarer Irrtum. Es gibt Untersuchungen, die nachgewiesen haben, dass eine hohe Volatilität im Depot das SORR deutlich erhöht. Sprich ein weniger volatiles Depot führt in Krisen seltener zu vorzeitigen Kapitalverzehr. Es geht hier keineswegs nur um den gesunden Nachtschlaf oder die Aktivierung des Belohnungssystems.
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Finanziell sollte das Thema sicher machbar sein. Vielleicht noch ein oder zwei Jahre EK erhöhen und sollte das klappen. Die Frage ist mehr, ob es Sinn für Euch macht. Wichtige Fragen in dem Zusammenhang sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- Wollen wir die nächsten 20/30 Jahre hier leben?
- Wie wichtig ist es für Euch, ein unkündbares Nest aufzubauen?
- Bekommen wir zusätzlich zur Immobilie noch eine Altersvorsorge hin?
- Kann das Thema Kinderunterhalt die finanzielle Planung gefährden?
- Schränkt uns die Immobilie bei der Gestaltung unseres Lebensplans ein?
Grundsätzlich sehe ich wenig Probleme, bei Eurem Einkommen eine schöne Wohnung mieten oder kaufen zu können. Ihr habt hier denke ich wirklich die freie Wahl und solltet versuchen Eure Prioritäten zu sortieren.
Unabhängig davon solltet ihr schauen, wo aktuell bei Euch das Geld hingeht und was eine realistische Sparrate ist.
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Beim Investmentsteuergesetz könnte man sicher nachbessern. Eine spätere Abbuchung mit Vorankündigung wäre sicher eine Möglichkeit. Je nachdem was man sonst noch an steuerpflichtigen Erträgen hat bis zu dem Moment belasten dann allerdings den Pauschbetrag und man muss für den spätere Zahltag möglicherweise mehr Cash vorhalten als zu Anfang Januar.
Mehr stört mich persönlich die mangelnde Transparenz der Abrechnungen, bzw. das teilweise völlige Fehlen. Bei meiner Bank bekomme ich grundsätzlich keine Abrechnungen, wenn es nicht zu einer Steuerzahlung kommt und dann ist immer noch völlig intransparent, wie hoch die Vorabpauschale im jeweiligen Jahr ist. Die Daten liegen bei den Banken vor, man müsste sie nur verpflichten sie auch transparent darzustellen. Ein paar ganz wenige Banken (Flatex?) machen das sogar freiwillig. Von den Anlegern zu verlangen, dass sie Unterlagen für mehrere Jahrzehnte vorhalten ist einfach zu viel und im Erbfall wird das praktisch unmöglich.
Aber statt hier einfach nur zu weinen, sollten wir vielleicht alle mal unseren Abgeordneten kontaktieren und für das Thema sensibilisieren.
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VORSICHT!!
Zur Vermeidung einer teuren Pauschalbesteuerung muss man in Österreich darauf achten, dass es sich um Meldefonds handelt. In dem Zusammenhang wird oft von "steuereinfach" gesprochen. Ob die Lifestrategy diese Anforderung erfüllen, kann ich nicht sagen. Angeblich kann man es auf dieser Seite nachschauen mit der ISIN
OeKB Kundenportal | Kapitalmarkt Services
Zudem muss man bei einem inländischen Broker anlegen, der die steuerlichen Dinge ordentlich abwickelt. Nicht bei allen Onlinebrokern funktioniert das ordentlich.
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Cashpuffer von gut/rund 20% des Portfolios, dann wären 3 Jahre "sichere Entnahme".
Aber nur wenn sich der Markt nicht mit 7% entwickelt, zusätzliche Entnahme aus dem Puffer.
Puffer wird im Laufe der Jahre verbraucht und NICHT wieder aufgefüllt.
Und danach dynamische Entnahmeraten: jedes Jahr 7% des zur verfügung stehenden Portfolios.
Also jedes Jahr neu rechnen.
Wäre auch eine Grundeinstellung. Warum nicht?
Ich hoffe Du hast noch ein paar Jahre bevor Du damit startest. Dein Vorschlag ist zu pauschal und selbst im Standardfall eher nicht optimal. Bei einer 7 % Entnahme wird das Restkapital kaum 30 Jahre durchhalten. Aber vielleicht willst Du ja erst mit 75 in Rente gehen. Dann könnte es gut hinkommen.
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Ich weiß es kribbelt in den Fingern. Ich bin auch nicht dagegen, dass Du kleinere Übungsbeträge investierst auch um den Umgang mit Brokern kennenzulernen. Völlig unkritisch sind Aktivitäten im Bereich liquider risikoarmer Anlagen. Aber für den hoffentlich langfristigen Plan solltest Du unbedingt noch eine bessere Wissensbasis schaffen und Dich nicht jetzt bereits auf irgendwelche Produkte festlegen. Spätere Änderungen der Struktur sind mit Kosten verbunden.
Wenn Deine Frau ebenfalls keinen Draht zu Finanzen hat, ist eine einfache Depotgestaltung noch wichtiger. Wie Du völlig richtig festgestellt hast, ist der LS40 gegenüber dem LS60 nachteilig wegen der schlechteren steuerlichen Stellung. Sofern Du Dich für so ein Mischprodukt entscheidest, kannst Du das Gesamtrisiko durch Ergänzung mit risikoarmen Anlagen (Tagesgeld, Geldmarktfonds etc.) in der Gesamtheit auf das gewünschte Niveau drücken. Bei den risikoarmen Anlagen gibt es keine Teilfreistellung.
Deine Tabelle ist der Versuch Rendite und Risiko gegenüber zu stellen. Das ist ein guter Weg. Bedenke aber, dass wir seit 2009 eine "Schönwetterperiode" an der Börse hatten. Das kann auch mal deutlich unfreundlicher zugehen und der beobachtete maximale Verlust von 15 % beim LS60 kann sich in solchen Phasen gut verdoppeln.
Ein anderer Punkt ist es, nicht nur auf die vergangene Rendite zu schauen. Keiner weiß welche Region/Branche etc. in Zukunft gut performen wird. Es gilt allgemein als solide, das Risiko zu streuen. D.h. lieber die ganze Welt kaufen, als auf einzelne Regionen oder Themen zu wetten. Das gilt umso mehr, desto weniger Ahnung man von der Materie hat. Die Rendite setzt sich am Ende aus Ausschüttung + Kursentwicklung abzüglich Steuern zusammen.
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darf ich fragen warum? Ich kann ja bei Bedarf Anteile verkaufen...
Wie bereits häufiger hier diskutiert. Du zahlst bei Thesaurierern Steuern auf die Vorabpauschale und Steuern auf die Gewinnanteile beim Verkauf. Damit zahlst Du in normalen Jahren mehr Steuern als bei einer Ausschüttung. Dabei ist noch nicht mal berücksichtigt, dass die Besteuerung der Vorabpauschale zusätzlich zum Kapitalabfluss führt, wofür Du möglicherweise noch weitere Anteile verkaufen musst.
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In der Entnahmephase würde ich keine thesaurierenden Fonds nehmen. Den Arero gibt es leider nur thesaurierend.