Beiträge von DancingWombat
-
-
Wo genau kann man die Vorabpauschale bei flatex sehen? So eine Ansicht habe ich dort bisher noch nicht gefunden.
Grüße
Bei der Depotposition auf Kaufdaten anzeigen klicken. Dort sieht man jeden Kauf für diese Position mit Einstandskurs und Vorabpauschale.
-
Bei Flatex kann man die einzelnen kaufpositionen sehen inkl. anteiliger Vorabpauschale. Für den Verkauf lässt sich das dann einfach in Excel berechnen.
-
Bedeutet das nun: Wenn ich eine 0% Anleihe wie die DE0001102473 jetzt zum Kurs von 92,02 kaufe, dann ist NICHT garantiert, das ich bei Fälligkeit zum 15.08.2029 dafür 100% ausgezahlt bekomme?
Nein, solange der Schuldner Zahlungsfähigkeit bleibt. Bis zum Fälligkeitstag kann der Kurs aber schwanken und wird sich 100 annähern.
-
Beim Halten bis zur Endfälligkeit (vergleichbar mit Festgeld) hat man bezogen auf das Rückzahlungsdatum kein Kursrisiko, während es in Fonds mit ständig angepasstem Portfolio sehr wohl dazu kommen kann, wie wir ja vor wenigen Jahren deutlich sehen konnten.
Wenn man dann auslaufen lässt ohne wieder zu investieren hast du recht. Dann vergleichst du aber Äpfel mit Birnen.
-
Ich verstehe es einfach nicht. Insbesondere diese 0%-Anleihen, z.B. die Bundesanleihe von 2019. Auch die von mir befragte KI konnte es mir nicht verständlich erklären. Irgendwann ist der KI-Prozess dann bei meinen Nachfragen abgestürzt.
Ich verstehe ja, dass sich der Kurs rein mathematisch aus dem aktuellen Zinssatz ergibt. Und dass man jetzt, wo diese 2019-Anleihe bei 40 steht, Zinswetten damit veranstalten kann. Meine Frage, wer diese Anleihen bei der Emission kauft, um dann garantiert Verlust zu machen, wurde mit "institutionelle Anleger" beantwortet. Aber damit das Spiel mit der Zinswette beginnen kann, muss die Dinger ja mal jemand verkaufen und dadurch notwendigerweise Verlust machen (außer die Zinsen werden negativ). Das macht doch niemand freiwillig. Aus den Antworten der KI konnte ich entnehmen, dass institutionelle Anleger gesetzlich dazu gezwungen werden. Da stellte sich mir die Frage, ob es tatsächliche solche Regelungen gibt und wenn ja, warum es sie gibt. Außerdem kann ich nicht den geringsten Sinn dahinter erkennen, solche 0%-Anleihen aufzulegen, außer natürlich, dass der Emittent einen kostenlosen Kredit bekommt.
Vielleicht wissen die Anleihe-Experten hier mehr.
Das ist einfach die Mechanik von Anleihen. Du musst verstehen das sich die Rendite aus den Komponenten Kursgewinn und Zins zusammensetzt.
Nehmen wir an die Rendite für eine einjährige Bundesanleihe läge bei 2%. Eine neu emittierte Anleihe wurde vermutlich zu 100 mit 2% Zins ausgegeben. Am Markt gibt es aber alte Anleihen die höhere oder niedrigere Zinsen haben. Alle dieser Anleihen mit 1 Jahr Restlaufzeit brauchen aber eine Rendite von 2%, da es gleichwertige Anleihen sind. Um das zu erreichen muss der Kurs fallen (wenn die Zinsen höher als 2% sind) oder fallen (wenn die Zinsen niedriger als 2% sind). Die Rendite zur Fälligkeit ist dann bei allen Anleihen 2%.
Das gleiche Spiel funktioniert auch mit Nullkupon Anleihen. Wenn es keinen Kupon gibt, dann muss sie Rendite alleine aus dem Kursgewinn kommen.
Jetzt kann man Fragen warum es Nullkupon Anleihen überhaupt gibt. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Zum einen kann das für Investoren und Schuldner attraktiv sein (z. B. aus steuerlichen Gründen). Zum anderen gab es Zeiten ohne Zinsen bzw mit negativen Zinsen.
-
Nein, der Unterschied ist das Kursrisiko. Eine Anleihenleiter funktioniert ganz ähnlich wie eine Festgeldleiter aber mit der (Notfall)option, dass man verkaufen kann. Wenn man bis zur Endfälligkeit hält, weiß man genau, welche Rendite man bekommt. Das weißt Du bei einem ETF nicht, weil der immer wieder Anleihen kauft und verkauft, wenn sie aus dem Laufzeitband rauslaufen.
Um hier nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen muss man natürlich einen ETF mit einem vergleichbaren Laufzeitband wählen. In dem Beispiel wäre das 0-3. Ein solcher etf verhält sich etwa so wie eine einzelne Anleihe mit einer Restlaufzeit von ca. 1,5 Jahren.
Das Portfolio aus 3 Anleihen ist genau das selbe wenn man das Portfolio betrachtet und nicht die einzelnen Bestandteile. Über die Zeit ändert sich das Portfolio so wie der ETF da auslaufende Anleihen immer neu angelegt werden. Wenn man das als Ziel hat, wäre ein ETF meiner Meinung nach deutlich besser.
Eine Anleihenleiter macht dann Sinn wenn es nicht um Wiederanlage geht, wie z. B. in der Entnahmephase.
-
Nein, der Unterschied ist das Kursrisiko. Eine Anleihenleiter funktioniert ganz ähnlich wie eine Festgeldleiter aber mit der (Notfall)option, dass man verkaufen kann. Wenn man bis zur Endfälligkeit hält, weiß man genau, welche Rendite man bekommt. Das weißt Du bei einem ETF nicht, weil der immer wieder Anleihen kauft und verkauft, wenn sie aus dem Laufzeitband rauslaufen.
Nichts anderes macht man mit der Anleiheleiter auch, wenn man immer wieder neu anlegt.
-
Und bei Fälligkeit der jeweiligen Tranche kaufst du jeweils eine neue mit dann wieder drei Jahren Restlaufzeit.
Wenn das der Plan ist wäre es einfacher und vermutlich sich günstiger einen ETF mit entsprechendem Laufzeitband kaufen.
-
Xetra und Gettex
Geld/Briefspanne beachtet?
-
Ich habe nur 3 Stichproben gemacht und jedesmal war der Kurs zu hoch:
* 22cent
* 10 Cent
* 11 Cent
Der Ausführungsbörse „Ausf.platz/-art KVG/außerbörsl.“hat keine öffentliche zugängliche Orderbuch.
Mit was hast du denn verglichen?
Ich finde die Uhrzeit der Sparplan Ausführung ist sehr wichtig und auch der Börsenplatz.Absolut. Flatex führt bei mir immer gegen 1615 (+/- 10min) aus. Das macht bei globalen ETF Sinn.
-
Ich bekomme bei Flatex ganz unterschiedliche Preise. Manchmal sehr nah am Tagestief, manchmal eher am Hoch. Im Mittel ist es OK, wirklich transparent ist es aber nicht.
-
Bei der Frage, ab wann der Spitzensteuersatz gilt, geht es in meiner Argumentation darum, dass ich es als wenig motivierend ansehe, dass ein fleißiger Mensch mit bspw. 70.000 Euro Jahresbrutto weiß, dass ihm von jedem Euro, für den er sich nun extra anstrengt, im Höchststeuersatz 42 Cent abgezogen werden.
Ich fand es persönlich weniger motivierend im Einkommensbereich darunter, da dort die Grenzbelastung durch die Sozialabgaben noch höher ist. Hat das Einkommen erstmal die Beutragsbemessungsgrenzen überschritten sind die 42% vergleichsweise OK. Zudem hat man im Steuerrecht verschiedene Optionen zu gestalten, was bei Sozialabgaben ausgeschlossen ist.
-
Die Abrechnungsmodalitäten sind nicht so ohne Weiteres vergleichbar. Bei GKV-Patienten achtet der Arzt darauf, sein Budget nicht zu überschreiten, damit er die letzten Wochen im Quartal nicht umsonst arbeitet. Bei PKV-Patienten gibt es diese Beschränkungen nicht. Wer z.B. als Mann zu einer Vorsorgeuntersuchung zum Urologen geht, bekommt als Kassenpatient eine digitale Abtastung der Prostata, vielleicht auch eine Bestimmung des PSA-Wertes. Dafür bekommt der Arzt wahrscheinlich deutlich weniger als 100 EUR, mal abgesehen davon, dass die GKV Vorsorgeuntersuchungen erst ab einem bestimmten Alter zahlt. Der Privatpatient bekommt eine Ultraschalluntersuchung von Nieren, Prostata und Geschlechtsteilen. Gerne werden dann auch einige Laborwerte bestimmt. Dafür habe ich dann letztens eine Rechnung über ca. 700 EUR bekommen. Solche Untersuchungen sind im Leistungskatalog der GKV nicht vorhanden.
Spannend. Bei mir kostet die Vorsorge beim Urologen mit den von dir beschreibenen Leistungen ca. 350€.
Eine Umfassende Vorsorge beim Hausarzt mit Labor, EKG, Ultraschall etc. liegt im Bereich im 600€.
Eine Kontrolle beim Zahnarzt ca. 50€, Hausarztbesuch wegen Infekt zwischen 20 und 50€.
Selbst eine Vollnarkose bei ambulanter OP ca. 90 min lag bei ca. 550€.
Um auf 700€ für einen Arztbesuch zu kommen muss man schon sehr spezielle oder umfangreiche Untersuchungen haben.
Was teuer ist sind so Sachen wie MRT. Da ist man ganz schnell in der Größenordnung, sowas braucht man üblicherweise aber auch nur selten.
Meine Arztrechnungen liegen meist so zwischen 200 und 400 EUR. Rechnungen unter 100 EUR sind eine seltene Ausnahme.
-
Wenn du dir mal die Bilanzen von Arztpraxen und Krankenhäuser anschauen würdest, dann würdest du erkennen, dass die laufenden Kosten meist durch die Masse der GKV-Patienten gedeckt werden. Die höheren Honorare für Privatpatienten bilden in der Regel den Gewinnanteil.
Das liegt aber allein an der Verteilung der Versicherten. Wenn deine Aussage stimmen würde, dürfte es keine Privatpraxen oder Privatkliniken geben.
Dann betrachte mal das AMNOG-Verfahren: Die GKV tritt als kollektiver Verhandlungspartner gegenüber der Pharmaindustrie auf und die PKV profitiert von den so ausgehandelten Erstattungsbeträgen. Müsste die PKV alleine gegen die Pharmakonzerne verhandeln, wäre ihre Verhandlungsposition deutlich schwächer, was dann die Versicherungsprämien durch wesentlich höhere Medikamentenkosten in die Höhe treiben würde.
Das stimmt wenn man von der aktuellen Verteilung der Versicherten ausgeht. Wären alle Versicherten im PKV System wäre die Verhandlungsmacht genauso wie heute bei der GKV.
-
Was dann staatlicherseits unbezahlbar wäre. Man stelle sich vor, Ärzte könnten GKV-Patienten nach GOÄ abrechnen. Innerhalb eines Quartals hätte die GKV ein mehrstelliges Millardendefizit. Oder anders herum müssten die GKV-Beiträge ins Unbezahlbare steigen.
Da haben wir das Problem. Es ist gewisserweise hausgemacht.
Zum Vergleich: ein Arzt bekommt je nach Fachrichtung zwischen 50 und 80 EUR pro Patient und Quartal, egal wie oft der kommt. Einem Privatpatienten kann er jeden Besuch in Rechnung stellen. Hier reden wir über Beträge zwischen 100 und 700 EUR pro Termin.
Das stimmt so pauschal nicht. Es hängt ganz wesentlich davon ab was gemacht wurde. Ich würde eher sagen das die Regel für einfache Sachen deutlich unter 100€ ist, eher sogar unter 50€, wenn keine große Diagnostik notwendig war. Bei Fachärzten ist man dann im Regelfall eher über 100€. 700€ dürften aber die absolute Ausnahme sein. Sowas würde in der GKV aber auch separat abgerechnet.
-
Wenn es nur noch Privatversicherte gäbe, müssten die Ärzte ihre Preise entweder drastisch für alle senken (was viele Praxen in den Ruin treiben könnte) oder die PKV-Beiträge müssten massiv steigen, um das gesamte medizinische System alleine zu finanzieren.
Nur noch privat kann nicht funktionieren, da die PKV nur mit Gesundheitsprüfung möglich ist. Das würde dazu führen das manche Personen gar nicht versichert werden können oder massive Risikoaufschläge zahlen müssen.
Müsste die PKV plötzlich die gesamte Bevölkerung versichern (auch Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder ohne Einkommen), würde ihr Kalkulationsmodell zusammenbrechen.
Das wird nicht funktionieren, da es sich um private Unternehmen handelt.
Ohne die GKV als Auffangbecken müssten entweder die Beiträge für Kranke unbezahlbar werden oder der Staat müsste massiv subventionieren.
Richtig
Ich könnte noch einige weitere Gründe nennen, aber ich hoffe, dass diese bereits ausreichen um aufzuzeigen, warum wir aktuell ein Gesamtsystem aus PKV und GKV haben.
Es müsste aber nicht unterschiedliche Abrechnungsmodelle geben. Man könnte genauso ein staatliches und ein privates System haben welche parallel existieren aber in beiden Systemen nach den gleichen Regeln abgerechnet würde (z. B. immer nach GOÄ).
-
Dann zahlen pensionierte Beamten 500-700 EUR PKV. Ist bekanntlich eine teure Berufsgruppe in der PKV.
Ja, das mag dann so sein. Das zahlen andere Rentner auch bei vergleichbarer Rente.
-
Aus Gründen der Transparenz erscheint es mir richtig, dass Transferleistungsempfänger die Versicherung direkt aus dem Bundeshaushalt bezahlt bekommen, den letztlich alle Steuerbürger stemmen müssen.
Das das korrekter wäre steht außer Frage.
Erst dann kann man über einen etwaigen Selbstbehalt nachdenken, der übrigens bei den Privaten üblich ist.
Ein Selbstbehalt ist aus meiner Sicht in jedem Fall sinnvoll. Einer der Probleme aktuell ist die Flatrate ohne Sichtbarkeit auf die Kosten die verursacht werden.
Wir sollten nicht vergessen, dass unser System sehr leistungsfähig ist, nur eben zu teuer.
An der leistungsfähig wird sich auch etwas ändern müssen.
-
Heute ist mir noch ein schöner Fall der kostenlosen Mitversicherung über den Weg gelaufen.
Ein Bekannter ist krank und kann nicht arbeiten, Krankengeld ist seit 2 Jahren ausgelaufen und Stütze vom Amt gibt keine weil seine Ehefrau arbeitet. Ist aus seiner Sicht auch in Ordnung das es nichts vom Amt gibt.
Aktuell ist er auf die Unterstützung seiner Frau angewiesen und ist zum Glück auch über diese krankenversichert.
Ich bin mal gespannt ob man auch von ihm 200€ abkassieren möchte/wird. In letzter Konsequenz würde das bedeuten das seine Frau das für ihn zahlen müsste. Oh was werden die sich freuen.
Zusätzlich noch das Ehegattensplitting weg, dann können sie ihr Häuschen verkaufen.

Solche Einzelfälle wird es immer geben. Das ändert aber nichts daran das für ihn eben Kosten anfallen die