Beiträge von DancingWombat

    Summe der Prämieneinnahmen aller Vollversicherten in dem jeweiligen Jahr geteilt durch Anzahl der Vollversicherten. Zu den Vollversicherten zählen alle Beamten und Nicht-Beamten (z. B. Angestellte und Selbstständige).

    Woher nimmst du diese Information? Beamte haben Beihilfeergänzungstarife die meiner Auffassung per Definition keine Vollversicherung darstellen.


    ;)

    Der Beitragsverlauf eines Beihilfeberechtigten sieht auf jeden Fall anders aus als der eines Angestellten/Selbstständigen. Letzterer sichert während der gesamten Vertragslaufzeit durchgehend 100 % des Risikos ab. Beim Beihilfeberechtigten ändert sich dies im Laufe der Vertragslaufzeit von z. B. 50 % auf 30 % bei Eintritt in die Pension. Daher sind die absoluten Beitragssteigerungen in diesen Fällen bei z. B. einer allgemeinen Kostensteigerung von 12 % unterschiedlich, da der Beihilfeberechtigte über seinen PKV-Vertrag nur 50 % bzw. 30 % der Kostensteigerung abdecken muss.

    Ich habe nichts anderes behauptet. Meine Aussage war, dass es für die prozentualen Steigerungen keinen wesentlichen Unterschied macht ob Beihilfe oder nicht. Das im Laufe der Zeit der Beihilfesatz erhöht wird spielt dafür keine Rolle.

    Ein gutes Beispiel dafür, dass die medizinische Inflation "über so lange Zeiträume kaum valide zu schätzen" ist, zeigt sich gerade im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Es gibt Experten, die davon ausgehen, dass die allgemeine Inflation auf 5-6 % steigen wird. Aber keiner weiß es genau, da unklar ist, wie lange der Krieg noch gehen wird und was die Folgen sein werden. Jedenfalls wird die medizinische Inflation dann auch wieder auf ein hohes Maß springen, d. h. die Wahrscheinlichkeit für weitere Beitragssteigerungen in der PKV in den Jahren 2027/2028 erhöht sich.

    Im Gegenzug sind auch die Zinsen gestiegen...

    Das erhöht natürlich die Abgaben für Kranken- und Pflegeversicherung, aber es gibt auch zwei dämpfende Effekte: Der Zuschuss der Rentenversicherung würde sich ebenfalls erhöhen, da proportional zur gesetzl. Rente. Zusätzlich wäre auch wegen der höheren Steuerlast ein größerer Betrag absetzbar. Bei der Steuer sollte ich vllt sowieso "großzügiger" sein, da die 23% der angenommene durschnittliche Steuersatz sind, nicht der Grenzsteuersatz, der eher relevant sein dürfte. Aber auch hier würde das eher der GKV helfen, da bei der PKV nur 80% abgesetzt werden können.

    Richtig wäre hier mit dem Grenzsteuersatz zu rechnen.


    Man muss dabei sagen, dass die jährl. Beitragssteigerung für die PKV den größten Hebel hat. Wenn ich die Steigerung von 5.0% auf 4.5% reduziere, sehen die Werte für 2071 schon deutlich anders aus: 85.000€ und 386.000€.

    Logisch. Da Problem ist, dass man über solch lange Zeiträume keine valide Annahmen treffen kann. Gerade für Werte die so sensibel reagieren hat dsd Ergebnis eine massive Streuung.

    Als Angestellter würde ich aber nie von weniger als 4.5% ausgehen. Der PKV-Verband nennt selbst Steigerungen von 3,1%, aber da sind auch die Beamten dabei (die mehr als 50% des Kollektivs ausmachen), welche wegen der Beihilfe den Schnitt ordentlich nach unten ziehen. Ein Beamter muss schließlich im Erwerbsleben von 100€ Gesundheits-Mehrkosten nur 40-50€ mehr versichern, ab der Pension sogar nur 30€ (Beihilfe steigt auf 70%). Als Angestellter/Selbstständiger muss man das komplett selbst tragen und es gibt keinen Arbeitgeber mehr, der die Hälfte der Mehrkosten abpuffert.

    Die Beihilfe dürfte keinen Einfluss auf prozentuale Beitragssteigerungen haben. Aus meiner Sicht hängt die Steigerung ganz wesentlich von der medizinischen Inflation, der Entwicklung der Lebenserwartung und dem Zinsniveau ab. Das sind alles Größen die über so lange Zeiträume kaum valide zu schätzen sind.

    Mein Fazit

    • Kostentechnisch günstiger als die GKV kann die PKV für eine Angestellten-Familie mit 2 Kindern in meinen Augen kaum werden.

    Im aktuellen Regime in jedem Fall. Man kann das so aber auch nicht vergleichen, da die Leistungsniveau ganz andere sind.

    • Um wieviel sie teurer wird, hängt stark von den Annahmen ab. Kleine Änderungen potenzieren sich über die lange Betrachtungsdauer von 40-50 Jahren.

    Genau. Siehe oben.

    • Am besten man rechnet mal einen best-case, einen most-likely case und einen worst-case aus und überlegt sich, ob es einem das "wert" ist. Auch ggü. von Alternativen wie Selbstzahlung bei Bedarf (wg. Einzelzimmer etc würde ich z.B. nie eine PKV abschließen, das zahlt man im Zweifel einfach so).

    Unbedingt. In der GKV gibt es ja heute schon an sehr vielen Stellen Zuzahlungen oder gar komplette Selbstzahlerleistungen. Das sollte meiner Meinung nach unbedingt berücksichtigt werden.

    • Wenn eine Entscheidung so "schwer" fällt, dann sind beide Alternativen meistens auch nicht deutlich unterschiedlich. Bei einem Angstellten mit 2 Kindern ist das in meinen Augen so ein Fall. Ich denke, man macht mit keiner der beiden Entscheidungen ein groben Fehler.

    Das würde ich auch so sehen. Letztendlich ist die Frage welches System einem selbst mehr liegt und was die eigenen Ansprüche an Gesundheitsversorgung sind.

    Ärzte müssten und würden dann weiterhin schauen, eine gewisse Anzahl privater Rechnungen schreiben zu dürfen, um die Praxis wirtschaftlich über Wasser zu halten.

    Ja. Wäre das denn schlimm? In einem kapitalistischen System wird das immer so sein.

    Die (vermeintlich) zusätzlichen Basisbeiträge gehen erstmal in der Verwaltung des Systemwechsels unter, bis man merkt, dass die zusätzlichen Basisbeitragszahler auch Leistungen einfordern.

    Das verstehe ich nicht. Ich bin der Meinung das es deutlich weniger Bürokratie gäbe, allein schon deshalb das man die Einkommen nicht mehr erheben muss.

    Die Kopfpauschale wird am Ende für viele teurer sein als heute ihr GKV-Beitrag, darauf würde ich mal wetten. Aber vielleicht funktioniert deutsche Solidarität ja so. Koste es, was es wolle.

    Klar. Für manche wird es teurer, für andere günstiger. Wenn man das sozial ausgleichen will, dann kann man das ja machen, aber ohne last auf das System. Man könnte beispielsweise Kinder grundsätzlich aus Steuermitteln bezahlen....

    Die GKV ist eben keine Versicherung im herkömmlichen Sinn. Sie ist eine Zwangsveranstaltung, bei der sich die zu zahlenden Beträge nach dem monatlichen Verdienst richten.

    Im Prinzip also das was man auch Steuer nennen kann.

    Da zahlen manche sich dumm und dämlich, andere zahlen nichts. Alle bekommen die gleiche Leistung. Eine normale Versicherung bemisst die Beiträge in der Regel nach dem Risiko, auch variieren die Leistungen je nach abgeschlossenem Tarif.

    Genau. Wobei ich es schon richtig finde eine gesetzliche Basisabsicherung zu gewährleisten.

    Der Vorteil herkömmlicher Versicherungen: sie können das Risiko, basierend auf statistischen Daten, für genau definierte Gruppen sehr genau bestimmen. Die Eingruppierung erfolgt auf Basis verifizierbarer Parameter, z.B. durch Gesundheitsprüfung durch einen Arzt im Falle einer PKV. Ist ein Risiko zu hoch, kommt der Vertrag nicht zustande. Sind moderate Risiken vorhanden, gibt es Leistungsausschlüsse oder einen Aufschlag auf den Versicherungstarif. Nur auf diese Weise können Versicherungen überhaupt wirtschaftlich arbeiten.

    Sowas ist für eine gesetzliche Basisversicherung undenkbar. Man würde hier viele Personen direkt ausschließen oder mit Zuschlägen belegen, auch wenn sie selbst die Krankheit überhaupt nicht beeinflussen können (z. B. Erbkrankheiten).

    Und nun nimm die GKV. Wie soll die das zuvor Beschriebene denn umsetzen? Soll man da eine Gesundheitsprüfung für 70 Mio. Versicherte durchführen und dann entsprechende Risikogruppen mit Zuschlägen belegen? Eine solche Aktion, egal wie sie im Detail umgesetzt würde, kostete jeden involvierten Politiker den Kopf. Warum? Wenn wir nur über durch ungesundes Verhalten selbst verschuldete Folgeerkrankungen reden, so stechen mindestens zwei Dinge hervor: Rauchen und Übergewicht. Sowohl qualitativ als auch quantitativ: 20% der Erwachsenen in D sind Raucher und mehr als 60% sind übergewichtig. Mehr als die Hälfte wäre also von Zuschlägen betroffen, vielleicht noch gestaffelt nach Grad der Adipositas. Welcher Politiker würde sich wohl trauen, so etwas vorzuschlagen? Ein Shit-Tsunami würde ihn hinwegspülen.

    Eine Gesundheitsprüfung im Sinne der PKV ist unrealistisch und auch unnötig.

    Mein Vorschlag wäre eine gesetzliche Basisversicherung mit einer Kopfpauschale in die alle Bürger eintreten müssen. Daneben ein privates System mit Zusatzversicherungen worüber jeder nach Geschmack wählen kann was er möchte.

    So wird also auch in Zukunft der gesund lebende GKV-Versicherte Solo-Selbständige, der monatlich 1.000 EUR abdrückt, die gleiche Behandlung bekommen wie der stark adipöse Bürgergeldempfänger, der gar nichts zahlt. Das mag man gerecht oder ungerecht finden, ändern wird sich da in absehbarer Zeit nichts.

    Das befürchte ich auch. Im Grunde hat man ein ähnliches Problem aber in der PKV auch, da die Gesundheitsprüfung nur einmalig erfolgt. Jemand der einen negativen Lebenswandel In Bezug auf Gesundheit hat bekommt trotzdem die gleichen Leistungen. Hier gibt es aber über den Selbstbehalt, Beitragsrückerstattung etc. Maßnahmen etwas Einfluss auf das Verhalten zu nehmen.

    Von den aktuell ca. 21 Mio. Rentnern werden wohl die wenigsten ein Millionendepot haben. Die durchschnittliche Rente nach SV-Abgaben liegt bei 1180 EUR. Ein höherer Beitrag für diese Menschen würde Millionen zu Sozialfällen machen, wenn sie es eh schon nicht sind.

    Möglicherweise ist es kein Millionendepot, aber unterschätze nicht was viele Rentner für Nebeneinkünfte haben aus VuV und Kapitalvermögen. Die Höhe der Rente ist hier in vielen Fällen kein guter Indikator für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

    Die GKV ist nun einmal so konstruiert, dass dort praktisch jeder, unabhängig von Alter und Vorerkrankungen, versichert werden kann.

    Das ist gut und richtig.


    Die Abgabenlast bemisst sich nach politisch festgelegten Parametern, die eben manche bevorteilen und manche benachteiligen. So zahlt bei gleichem Verdienst der Ledige (noch) den gleichen Betrag wie eine Familie mit mehreren Kindern.

    Genau. Das ist politisch so gewollt, muss aber per Definition nicht so sein.

    Allerdings ist dieses System abhängig von der Bevölkerungsstruktur und Beschäftigungslage. Steigt die Zahl der Netto-Leistungsempfänger über ein bestimmtes Maß. gerät dieses System, wie aktuell zu beobachten, aus den Fugen.

    Richtig.

    Man kann es natürlich ändern und in ein komplett steuerfinanziertes System umwandeln, wie z.B. den NHS in GB. Das Ergebnis kann man dort besichtigen: die Versorgung verschlechtert sich dramatisch. In D werden aktuell jährlich ca. 350 Mrd. EUR von der GKV ausgegeben. Diesen Betrag müsste man dann über Steuern hereinholen, was bei dieser Summe nur schwer vermittelbar wäre. Außerdem sind Steuern nicht zweckgebunden, hier könnte der Staat dann viel einfacher den Hahn für die Gesundheitsversorgung zudrehen, was dann zu Zuständen wie in GB führen würde.

    Man muss ja nicht zwingend auf ein komplett steuerfinanziertes System gehen. Das ist ja auch nicht die einzige Alternative. Es wird aber immer klarer das es so wie es ist nicht weitergeht.

    Deine Rechnung ist grundsätzlich plausibel. Allerdings triffst du viele annahmen und betrachtest einen sehr langen Zeitraum. Da kann so vieles passieren (in beide Richtungen) so dass man zu dem Ergebnis kommen muss das man es nicht sicher wissen kann.

    Die Entscheidung für oder gegen PKV sollte auch nicht rein monetär getroffen werden.

    Was die Arzthonorare betrifft: in der PKV gibt es eben keine "kostenlos" Mitversicherten wie in der GKV. Daher kann die PKV deutlich mehr zahlen. Während z.B. bei mir jeder Arztbesuch fast immer in dreistelliger Höhe berechnet wird, gibt es für GKV-Patienten je nach Facharzt zwischen 30 und 80 EUR pro Quartal, ggf, zzgl. einiger anderer Leistungen, egal wie oft der Patient kommt. Und wenn das GKV-Quartalsbudget aufgebraucht ist, dann arbeitet der Arzt praktisch umsonst. Es wird zwar häufig aus Unkenntnis behauptet, für Privatpatienten könne der Arzt das 2,8-fache des "Kassensatzes" abrechnen. Das ist natürlich falsch, da Kassenleistungen nicht nach Gebührenordnung abgerechnet werden können. Insofern kann man davon ausgehen, dass ein Privatpatient im Vergleich zu einem Kassenpatienten mit gleichem Behandlungsbedarf mindestens das Zehnfache an Geld einbringt. Das ist der Grund, warum eine Praxis ohne Privatpatienten nicht wirtschaftlich zu betreiben ist.

    Hier wäre es spannend konkrete Statistiken zu sehen. Für den Facharzt bin ich bei dir. Da liegt man eigentlich immer im dreistelligen Bereich (Zahnarzt ausgenommen).

    Im hausarztlichen Bereich bin ich da nicht so sicher. Für eine einfache Untersuchung ohne Apparate werden nur gute 20€ fällig. Auch wenn ein bißchen was gemacht wird ist das meist überraschend günstig.

    Und dann wird es billiger? Die Vergütung ist doch jetzt schon lächerlich gering. Ein Arzt bekommt je nach Fachrichtung zwischen 30 und 80 EUR pro Quartal pro Patient, egal wie oft der kommt. Wenn heute alle Leistungen für GKV-Patienten nach der aktuellen GOÄ auch nur mit dem einfachen Satz abgerechnet würden, wäre die GKV morgen pleite. Ohne Privatpatienten und ohne die IGEL-Leistungen für GKV-Patienten ist kaum noch eine Praxis wirtschaftlich zu betreiben.

    Wäre das wirklich so? Beim 1fachen Satz wären das mindest um den Faktor 2,3 weniger als bei der PKV. Das würde aber dazu führen, dass sinnvolle und notwendige Behandlungen gemacht werden können ohne das der Arzt das aus eigener Tasche zahlt. Wenn dann noch die Versicherten einen Selbstbehalt zahlen geht das auch meiner Sicht schon in die richtige Richtung.

    Hm, ich weiß zwar nicht was die Steuer mit der GKV zu tun hat, aber gut, würde diese Kopfpauschale auch für Kinder und Hausfrauen gelten? Und wie hoch könnte man die sich vorstellen?

    Das ist die Natur einer Kopfpauschale. Wie hoch diese sein müsste ist vermutlich relativ einfach zu ermitteln indem man die gesamten Behandlungskosten durch die Zahl der Versicherten teilt. Durch einen möglichen Steuerzuschuss kann man das relativ gut steuern und so den solidarteil abdecken.

    Was genau würde denn dann besser, wenn man alle zwangsweise in die GKV verfrachtet?

    Es würde eine bessere Risikomischung in der PKV geben (insgesamt gesündere Versicherte).


    Meinst du, man bekäme dann eher einen Facharzttermin? Natürlich nicht.

    Das habe ich nicht gesagt. Trotzdem denke ich das das schon das Ergebnis sein könnte, wenn man die hier benannten Maßnahmen umsetzen würde.


    Wer sich heute eine PKV leisten kann, würde sich dann zusätzlich versichern und der alte Zustand ist wieder hergestellt.

    Das wird man immer haben, solange es eine Privatarztsparte gibt. Da spricht ja auch erstmal nichts dagegen. Es geht ja nicht darum einer bestimmten Gruppe eine bessere Versorgung zu verwehren, sondern darum der Allgemeinheit eine gute Versorgung zu geben.

    Dann wäre die nächste Forderung Zusatzversicherungen zu verbieten. Dann zahlen die, die es können, eben aus der eigenen Tasche. Was dann, Behandlung gegen Bezahlung verbieten? Wo das hinführt, ist nicht schwer zu erkennen.

    Das ist doch Quatsch. Warum sollte man das verbieten. Das ist halt Marktwirtschaft.

    Schon heute ist es so, dass sich immer mehr Ärzte den GKV-Wahnsinn nicht mehr antun wollen und nur noch privat behandeln. Und ein nicht unwesentlicher Teil der Patienten in diesen Privatpraxen sind GKV-Versicherte, die die Rechnung selbst zahlen.

    Genau das ist eines der Probleme der GKV. Man könnte ja eine einheitliche Gebührenordnung etablieren und die unsägliche Budgetierung abschaffen.

    Durch immer neue Beitrags- und Steuererhöhungen ein Fass ohne Boden stopfen zu wollen, grenzt an Wahnsinn. Eine nachhaltige Strukturreform beginnt bei der Eigenverantwortung.

    1. Alle in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

    Das würde total Sinn machen. Dann aber unabhängig vom Einkommen im Rahmen einer Kopfpauschale. Das würde die Verwaltung massiv vereinfachen, da das Einkommen nicht ermittelt werden muss. Höhere Einkommen zahlen höhere Steuern und beteiligen sich dadurch solidarisch an der Finanzierung.

    1. 30 % Eigenanteil auf alle Leistungen, damit jeder die Kosten kennt und selbst entscheiden kann, ob ein Arztbesuch wirklich notwendig ist.

    Ob es 30% sein müssen sei mal dahingestellt. Ein Eigenanteil ist aus meiner Sicht aber essenziell. In der PKV läuft es ja genauso und das führt dazu das man sich eben überlegt was man macht da es eben nicht Flatrate ist.


    1. Härtefallregelung bei der Zuzahlung für wirklich Bedürftige.

    Unbedingt.

    1. Härtefallregelung für besonders hohe Kosten.

    Das ist in der PKV auch üblich. Der Selbstbehalt sollte insgesamt gedeckelt sein. In der PKV sind stationäre Leistungen teilweise ausgenommen.

    Man würde sich wundern, wie schnell wieder Termine verfügbar wären, die Kosten sinken würden und sich das System weitgehend selbst reguliert. Stattdessen gibt es Vollkasko für alle!

    Volle Zustimmung.

    Ich würde noch einen Punkt ergänzen. Es gibt in der Vergütung teilweise massive Fehlanreize. Manche Behandlungen sind nicht kostendeckend zu erbringen und werden daher eher vermieten, andere Behandlungen sind sehr wirtschaftlich und werde vermehrt durchgeführt. Das für zum einen zu schlechten Behandlungen und verursacht unnötige Kosten. Das Ziel sollte sein die medizinisch notwendigen und sinnvollen Behandlungen zu machen. In der PKV funktioniert das bedeutend besser.

    Meine Freundin (Arztgattin) investiert sein 2 Wochen in ein MSCI World ETF.


    Sie hat allerdings Angst vor der sehr hohe US Bewertung.


    Ich möchte Stoxx600 als Beimischung vorschlagen-ich weiß allerdings nicht ob das immer noch empfehlenswert ist.


    Was meint ihr?


    Grundsätzlich sollte man, sofern man eine breite Streuung möchte, eher den MSCI ACWI oder MSCI ACWI IMI nutzten statt einen MSCI World. Dort hat man die EM mit drin.

    Ein Europa ETF neben einem MSCI World führt zu Überschneidungen europäischer Aktien und in der Folge zu einer Übergewichtung dieser Positionen. Das kann man machen, aber es wäre meiner Meinung nach richtiger breiter zu diversifizieren. Im MSCI World fehlen die Emerging Markets und Small Caps komplett. Eine Ergänzung dieser beiden ETF wäre aus meiner Sicht sinnvoller als Europa.

    Warten wir mal ab was da kommt oder auch nicht.

    Grundsätzlich stellt sich schon die Frage warum man das nicht einfach über die Steuer regeln kann. Bei einer SV Pflicht kommt ja zwangsläufig auch ein Leistungsanspruch einher. Bei der KV stellen sich dann viele Fragen was z.B. mit PKV Versicherten ist...

    Im Moment ist es nicht mehr als eine Nebelkerze.