Beiträge von sam51

    Woher hast du denn die Information, dass du dir das Silber tatsächlich ausliefern lassen kannst? Im Prospekt steht nur, dass das Silber physisch hinterlegt ist.

    Selbst bei den deutschen Anbietern Xetra Gold und Euwax Gold ist die Auslieferung eine eher theoretische Möglichkeit, die eben auch nur wegen der Steuerfreiheit nach einem Jahr auf dem Papier steht. Sonst würden wohl nur wenige solche Anteile kaufen. Das Thema Mwst. spielt bei diesen Inhaberschuldverschreibungen keine Rolle. Die Mwst. fällt nur beim Kauf physischen Silbers an.

    Du kannst dich ja einfach mal fragen, welche Motivation ein ausländischer Anbieter hätte, so etwas anzubieten, was wahrscheinlich nur für den deutschen Markt Relevanz hat. Außerdem stelle ich es mir spannend vor, 100 kg Silber von UK nach D zu senden. Das dürfte ziemlich teuer sein.

    Ich würde von solchen Produkten die Finger lassen. Wenn du in Edelmetalle investieren willst, kauft das Zeug als Barren oder Münzen.

    Schon immer wieder interessant was sich Immo-Investoren auf ihre ,,15 minutes of fame" einbilden. Bei dem Zinsumfeld und dem demografischen Tsunami, der auf uns zurollt, wird das ein interessanter Ritt. Bleibt nur noch die Grenzen zu öffnen . . .Oh . . .wait a minute...;)

    Logarithmische Darstellungen waren schon immer ein geeignetes Mittel, um dem mathematisch unbedarften Betrachter den gewünschten Eindruck unterzujubeln. Neudeutsch wird das wohl auch als "Framing" bezeichnet.

    Könnte es Nachteile geben, wenn man klagt? Kontokündigung seitens Amazon, oder dgl.?

    Keine Chance ohne Risiko. Natürlich kannst du versuchen, einfach mal so maximal 60 EUR zu kassieren. Dann musst du allerdings auch damit rechnen, dass Amazon in Zukunft keine Geschäfte mehr mit dir machen möchte. Ob dir das die 60 EUR wert ist, liegt in deinem Ermessen.

    Aus der Tatsache, dass die Telekom dir einen Glasfaservertrag zugeschickt hat, kann man nicht unbedingt ableiten, dass die Telekom keine DSL-Neuverträge für mit Glasfaser erschlossene Gebiete mehr anbietet. Hast du denn bei der Telekom nachgefragt? Da solltest du doch eine Antwort dazu bekommen. Ich habe bisher von einem solchen DSL-Verkaufsstop nichts gehört.

    Möglich wäre auch, dass bei der Beauftragung über den Vermittler Verivox etwas schiefgelaufen ist. Ich habe selbst schon in der Vergangenheit mehrfach Fälle erlebt, in denen solche Vermittler das bestellte Produkt einfach "hochgestuft" hatten, um mehr Provision zu kassieren. Das war für den Kunden in jedem Fall mit einigem Ärger verbunden.

    Wenn ich wirklich nur meine Kosten für Lebensmittel (gehört Bier dazu?) wissen will, setzt diese KI- Auswertung der Kontoauszüge voraus, dass ich meine Lebensmittel nur in reinen Lebensmittelgeschäften (Bäcker, Fleischer, Gemüsehändler) einkaufe. Kaufe ich auch im Supermarkt ein, verschwimmt die Aussage schon. Denn da kaufe ich auch z.B. Waschmittel, Rasendünger oder Socken ein.

    Natürlich ist Bier ein Lebensmittel :) Und natürlich kann auch eine KI nicht erahnen, was hinter der Buchung "REWE 50 EUR" wirklich steckt.

    Der echte Zahlenfetischist fotografiert jeden Kassenzettel, sammelt diese in einem Verzeichnis und wirft am Jahresende den agentischen Workflow einer Frontier-KI an, weil das Hochladen von 527 Fotos im Kostenlos-Chat nicht klappt. So ein Job frisst dann die gekauften Credits schneller auf als man Geld einwerfen kann. Dafür liefern dann Astra oder Opus ein perfektes Excel-Sheet, bei dem auch noch die Kosten für die einzelnen Geschmacksrichtungen der Limonade separat ausgewiesen sind. Ob man aus einem solchen Dokument einen Nutzen ziehen kann, darf bezweifelt werden.

    Oder man macht es wie ich. Mir ist es schlichtweg egal, wie viel ich für Lebensmittel o.ä. ausgebe. Welche Schlüsse sollte ich denn aus einer Kostenauswertung ziehen? Weniger essen oder vielleicht doch eher die billige Wurst von Lidl und Aldi statt die von Metzger kaufen?

    Ich sehe keine Notwendigkeit, meine Kontobewegungen von einer KI auswerten zu lassen. Dazu sollte doch, um es mit den Worten eines ehemaligen SPD-Politikers auszudrücken, Volksschule Sauerland ausreichen. Wer so etwas macht, betreibt "Brain Outsourcing". Kann man machen, muss man aber nicht.

    Natürlich kommen sofort die Einwände, dass man bei einer solchen Aktion sehr persönliche Daten OpenAI, Anthropic oder sogar Anbietern aus dem Reich der Mitte überlässt. Was die Chinesen mit solchen Daten machen, weiß ich nicht, vertrauen würde ich denen nicht. Das Geschäftsmodell bei OpenAI oder Anthropic ist aber nicht, solche Daten geschäftsmäßig zu verwerten.

    Ganz anders sieht es bei bestimmten Anbietern von Finanzdienstleistungen aus der näheren Umgebung aus. Egal, ob ich bei der C24 Bank wegen ein paar Zehntelprozent mehr Zinsen ein Konto eröffne oder bei Yuh!, um ein "Schweizer Konto" zu haben. Da interessiert es die meisten überhaupt nicht, dass in deren AGB ganz offen steht, dass die Kontobewegungen analysiert und vermarktet werden. Gerne lädt man dann auch die Belege seiner Wertpapierkäufe und -verkäufe, versehen mit allen Daten wie Name und Kontonummer zu Anbietern wie Parquet hoch, um ein paar bunte Bildchen daraus generieren zu lassen.

    Datenschutz wird immer hochgehalten. Aber wenn man den Leuten ein kleines Leckerli vor die Nase hält, ist den meisten Datenschutz schxxxegal.

    Ich denke, man muss hier zwei verschiedene Dinge unterscheiden. Auf der einen Seite die Angst, dass es sich bei dem KI-Hype um eine Blase handelt, deren Platzen zu einem Börsencrash führt. Auf der anderen Seite die Angst, KI könnte die Weltherrschaft übernehmen oder die Menschheit auslöschen.

    Ob KI als Geschäftsmodell funktionieren wird, weiß ich nicht. Allerdings werden die führenden KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic von den großen Playern wie Amazon, Microsoft usw. mit Milliardenbeträgen unterstützt. Diese Unternehmen sind in der Vergangenheit nicht durch katastrophale Fehlentscheidungen aufgefallen und stehen heute nicht ohne Grund an der Spitze. Zu den Börsencrashes 2000 und 2008 sehe ich jetzt keine Parallele. Der dotcom-Crash wurde verursacht, weil alle plötzlich in völlig substanzlose Unternehmen investierten. Als dann klar wurde, dass das alles nur Luftnummern waren, kam es zum Crash. Zum Crash 2008 kam es durch den realitätsfernen Wunsch der US-Regierung, dass möglichst viele Amerikaner Hauseigentum haben sollten. Das führte in der Folge zu den toxischen Verbriefungen, die von den Rating-Agenturen mit AAA bewertet wurden.

    Im Falle des KI-Hypes könnte ich mir vorstellen, dass ein disruptives Ereignis die Produktion von Hardware für längere Zeit stört. Fällt TSMC in Taiwan aus, wird es für einige Jahre keine der für KI benötigten Chips mehr geben. Das könnte ein echter Showstopper werden.

    Auf der rein wirtschaftlichen Seite werden immer wieder die Open Weights Modelle, insbesondere aus China genannt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese nicht im Entferntesten mit den Frontier-Modellen von OpenAI und Anthropic zu vergleichen sind. Für einfache Anwendungen sind sie einigermaßen brauchbar, für anspruchsvolle Workflows, die wirklich die Produktivität steigern, allerdings unbrauchbar. Davon abgesehen, wer will schon seine Daten in eine chinesische Cloud schicken?

    Auch die immer wieder von den Medien hochgeschriebene Variante, Modelle lokal laufen zu lassen, ist mit Vorsicht zu genießen. Meldungen wie "Claude Opus jetzt auf dem Laptop laufen lassen." sind natürlich Unfug. Für bestimmte Unternehmen kann es z.B. aus Compliance-Gründen notwendig sein, eine KI lokal zu betreiben. Auch RAG-Systeme sind prädestiniert für eine lokale Anwendung. Ansonsten muss ein Unternehmen schon sehr genau rechnen, wie sich TCO einer lokalen KI gegenüber den Kosten für einen Cloud-Service verhält.

    Eine gänzliche andere Frage ist, ob wir demnächst mit Skynet und Agent Smith rechnen müssen. Da die wenigsten verstehen, wie eine KI funktioniert, haben die Medien es natürlich einfach, hier Ängste zu schüren. Wenn man dann allerdings liest: "Autonome Agenten organisieren sich und greifen Unternehmen an.", fasst man sich an den Kopf. Da denkt man ja sofort an Agent Smith. Wenn man allerdings weiß, dass diese Agenten nicht anderes sind als ziemlich dumme Programme, die ohne Verbindung zum LLM völlig nutzlos sind und gar nichts tun können, relativiert sich der Gehalt solcher Meldungen. Bei den bisher immer wieder genannten Fällen handelt es sich schlicht um schlampige Auslegungen der Testumgebung.

    Auch ist es technisch nicht möglich, dass sich eine KI selbst weiterentwickelt und plötzlich ein Bewusstsein entsteht. Meldungen dieser Art sind reine Spekulation und entbehren jeder Grundlage. Was allerdings ernst zu nehmen ist, sind die Möglichkeiten, die sich Cyber-Kriminellen durch Nutzung von KI bieten. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass eine große Menge Kreditkartendaten von US-amerikanischen Unternehmen gestohlen wurde. Dazu haben die Täter Open Source Agentensoftware verwendet und den Service von Open Router, um die Sicherheitsvorkehrungen der KI-Provider wie Anthropic zumindest abzuschwächen. Im nächsten Schritt darf man damit rechnen, dass hier keine Cloud-KI mehr zum Einsatz kommt, sondern lokal betriebene Modelle. Für solche Angriffe braucht man keine Frontier-Modelle, da reicht ein halbwegs leistungsfähiges Open Weights Modell. Damit sind solche Angreifer kaum noch aufzuhalten. Die aktuell kritisierten KI-Unternehmen können da noch so viele Sicherheitsebenen einziehen, sie sind hier außen vor. Das Problem ist hier das Wort "open".

    Jetzt ist nämlich genau die Situation eingetreten, die wir seit Jahren bei Spam haben. Eine Spam-Mail milliardenfach zu versenden, kostet weder relevante Arbeitszeit noch Geld. Wenn dann nur ein Bruchteil der Empfänger darauf hereinfällt, sind es dennoch viele Tausend. Ein sehr lohnendes Geschäft für den Spammer. Bei Cyber-Angriffen war es früher sehr zeitaufwendig, solche Attacken zu fahren. Man konnte zwar auch tool-gestützt Tausende Systeme scannen, aber die vielversprechenden dann anzugreifen, war viel Arbeit. Das ist mit KI jetzt anders. Diese Arbeit erledigt eine KI in Minuten. Daraus entsteht folgende Lage: die Kosten der Verteidigung sind gigantisch gegenüber den Kosten für einen Angriff. Es gibt Hunderte Millionen Server im Internet. Wenn davon, vorsichtig geschätzt, nur 1% ein lohnendes Ziel darstellen, sind dies schon mehrere Millionen. Der Tisch für die Angreifer ist also reichlich gedeckt. Und um die Beute zu Geld zu machen, gibt es schon lange ein perfektes Mittel: Kryptowährungen.

    Zitat: "Denn die Täter haben innerhalb kürzester Zeit das Überweisungslimit geändert und viele hohe Überweisungen nach Indien getätigt".

    Ich frage mich, wie die das gemacht haben. Bestimmt nicht per SEPA-Echtzeitüberweisung. Vor einiger Zeit habe ich selbst zweimal Geld auf ein indisches Bankkonto überwiesen. Das ging nur per SWIFT. Wer das schon mal gemacht hat, weiß wie kompliziert das ist. Falls die Bank das per Online-Banking unterstützt, dann sieht man dort eine Eingabemaske mit vielen Feldern, deren Bedeutung nicht immer klar ist. Selbst wenn man dort die richtigen Daten einträgt, ist das immer noch ein Offline-Prozess. Häufig werden die Daten im Backoffice dann manuell in das SWIFT-System übertragen. Ob der Transfer dann durchgeht, ist dabei nicht sicher. Ich habe da mehrfach mit der Bank telefonieren müssen und mehrere Versuche benötigt.

    Auch wenn die Täter genau die Modalitäten kannten, müsste die Banking App von N26 SWIFT als Option anbieten. Da solche Transfers wohl eher selten von Kunden genutzt werden, würde es mich schon wundern, wenn das bei N26 überhaupt ginge. Noch mehr würde mich wundern, wenn durch diese eher theoretisch vorhandene Möglichkeit eine direkter SWIFT-Transfer ausgelöst wurde.

    Oder gibt es gibt es noch andere Möglichkeiten, Geld nach Indien direkt zu überweisen? Bei der Verwendung von Zahlungsdienstleister wie Paypal oder WISE wäre es wohl schwierig, festzustellen, in welches Land das Geld gegangen ist.

    Hier mal ein Lehrstück aus der Praxis, besonders für Kunden von N26: :/

    Wie sicher ist Mobile Banking?

    Der Diebstahl von iPhones scheint in London ein Volkssport geworden zu sein...

    Mal abgesehen davon, dass man schon recht naiv sein muss, bei einem Laden wie N26 122.000 EUR zu parken, und dann wohl weder Einzel- noch Tageslimits vorhanden waren, ist diese Art des Betruges nur möglich, weil die viel zitierte 2FA nämlich gar keine ist. Das Authentifikationsverfahren auf Smartphone hat man einfach so genannt, weil echtes 2FA in der Masse keine Akzeptanz gefunden hätte.

    Was war in diesem Fall also geschehen? Die Betrüger hatten physischen Zugriff auf das Smartphone. Diese Banking Apps sind zwar so designed, dass man da Face ID, Fingerabdruck oder PIN benötigt, was aber nicht bedeutet, dass diese Software keine Schwachstellen hat. Und genau das war hier sehr wahrscheinlich der Fall.

    Ich frage mich, warum Leute überhaupt Smartphone-Banking machen. Der Nutzen ist eher gering, das Risiko hoch.

    Ich verstehe übrigens was du meinst. Unsere Arbeit und Leistung wird durch KI systematisch entwertet.

    Das glaube ich nicht. Die Art der Arbeit wird sich ändern. Genau so , wie sie sich seit Jahrhunderten geändert hat. Als die Dampfmaschine erfunden wurde, hat sie den Menschen einen Teil der körperlichen Arbeit abgenommen und auch ganz neue Möglichkeiten der Produktion eröffnet. Mit der Erfindung des Automobils wurden mit der Zeit Hufschmiede immer weniger gebraucht, dafür entstanden neue Berufe. Die Zeit seit der Entwicklung von Computern verlief ähnlich. Alte Berufe starben aus, neue entstanden.

    Allerdings waren die Übergänge früher fließend und dauerten viele Jahre oder Jahrzehnte. KI unterscheidet sich in dieser Hinsicht. Sie ist das, was man gerne eine disruptive Technologie nennt. Als vor 2-3 Jahren die ersten Sprachmodelle für die Allgemeinheit verfügbar wurden, waren diese fehlerträchtig, und manche Resultate waren für einen Lacher gut. Bis heute hat die KI einen derartigen Entwicklungssprung gemacht, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Da könnte der Übergang viel schneller gehen als manchem lieb sein kann.

    Ich seh das auch so, ich als Grafiker generiere bessere Bilder per KI als meine Kunden, die zunehmend mit der Zuhilfenahme von KI für ihre Briefings ebenfalls Bilder generieren.

    Bildgeneratoren haben sich in den letzten zwei Jahren enorm weiterentwickelt, insbesondere was den fotorealistischen Bereich betrifft. Aber auch hier muss man wissen, wie man vorgeht, um wirklich gute Ergebnisse zu erhalten.

    Ich verwende dafür ebenfalls Meta-Prompting. Midjourney z.B. erzeugt hochklassige Bilder. Dazu muss man aber eine spezielle, fachsprachliche Prompts in englischer Sprache formulieren. Das ist alles andere als trivial. Aber dafür hat man ja ChatGPT, der kann das verdammt gut. Man beschreibt also im Chat das gewünschte Bild möglichst genau in seinen eigenen Worten und ChatGPT macht daraus den passenden Midjourney-Prompt.

    Solche Bilder sind dann fast immer die Grundlage für KI-generierte Videos. Damit meine ich nicht diesen KI-Slop auf TikTok u.a., sondern etwas wie das hier:

    LUMIA: UNSEEN EP.01 | KI-K-Drama — Die Stärksten bleiben ungesehen

    Die Szenen in diesem Video sind vollständig KI-generiert. Selbst das Drehbuch stammt von Claude. Um ein solches Video von knapp 10 Minuten zu erstellen, braucht eine(!) Person schätzungsweise 2 Wochen. Die Kosten für die Tool-Abos sind vernachlässigbar. Ein typischer Hollywood Actionfilm von ca. 2 Stunden Dauer kostet 100 Mio. Dollar und mehr. Da wird sich in der Filmbranche in den nächsten Jahren einiges verändern, besonders da die KI-Video-Technologie noch am Anfang steht.

    Ich glaube, du hast das Dokument nicht richtig gelesen. Mein Prompt steht am Anfang und ist nur wenige Zeilen lang. Den könnte wohl fast jeder auch ohne besondere Excel-Kenntnisse formulieren:

    Ich möchte eine Excel-Lösung, mit der ich möglichst bequem den internen Zinsfuß meiner ETFs und Edelmetalle berechnen kann. Für jede Position sollte es einen Bereich geben, in dem ich Käufe und Verkäufe mit Datum und Wert angeben kann. Der interne Zinsfuß soll für jede der Positionen berechnet werden. Weiterhin soll es die Möglichkeit bestehen, die Positionen zu gruppieren, so dass man z.B. den internen Zinsfuß für alle ETF, alle Edelmetalle und auch das gesamte Portfolio berechnen kann. Wenn möglich, sollen die Werte für Kauf/Verkauf nur einmal eingegeben werden müssen. Zusätzlich soll es noch eine zusammenfassende Darstellung wie in dem hochgeladenen Screenshot geben. Kannst du mir einen Prompt generieren, damit Work das entsprechende Excel-Sheet erstellen kann?

    Wenn du den letzten Satz liest, wirst du erkennen, dass ich die KI lediglich aufgefordert habe, einen Meta-Prompt für Work, also den agentischen Workflow zu generieren. Was dann in de Dokument folgt, ist der von der KI generierte Meta-Prompt, der über 7 Seiten geht. Um eine solche Arbeitsanweisung zu generieren, muss man in der Tat sich mit Excel sehr gut auskennen und auch wissen, wie man solche Spezifikationen schreibt. Allein die Formulierung dieser Spezifikation hätte mich wohl mindestens eine Stunde, wahrscheinlich sogar mehr, gekostet. Die KI hat sie innerhalb weniger Sekunden erstellt. Für meinen Ausgangsprompt habe ich hingegen vielleicht zwei Minuten gebraucht.

    Den Meta-Prompt habe ich einfach in eine neue Session mit entsprechendem Setup kopiert und etwas mehr als 20 Minuten gewartet, bis die gewünschte Excel-Datei fertiggestellt war. Ich hätte diese Aufgabe mit meinen Kenntnissen auch selbst erledigen können, hätte dafür aber wahrscheinlich viele Stunden gebraucht.

    Allerdings ist es nicht so, dass man solche Dinge mit KI tun, ohne zu verstehen, was sie da tut. Man muss schon beurteilen können, ob das Ergebnis das ist, was man haben wollte und ob es fehlerfrei ist. Denn auch bei der Verwendung von KI gilt: "A fool with a tool is still a fool." Dieses Excel war jetzt ein eher einfaches Beispiel. Gerade bei komplexen Themen benötigt man mehrere Iterationen, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen.

    Ich habe in der letzten Zeit einige Experimente mit verschiedenen Modellen gemacht. Von lokalen Modellen über kleine Cloud-Modelle bis hin zu Frontier-Modellen mit leistungsfähigen Workflows. Dabei habe ich zum großen Teil mehr als 20 Jahre alte, große Programme mit komplexen Logiken den verschiedenen Modellen zur Analyse gegeben. Sie sollten feststellen, zu welchem fachlichen Zweck diese Programme dienten und gleichzeitig eine Fehler- und Performance-Analyse durchführen. Kleinere Modelle schnitten dabei zum Teil sehr schlecht ab, auch die viel gelobten chinesischen Modelle wie Qwen oder DeepSeek lieferten unbrauchbare Ergebnisse ab. Einzig die agentischen Frontier-Modelle überzeugten auf ganzer Linie. Bei diesen war die Analyse korrekt. Noch faszinierender war die Tatsache, dass die Modelle gefundene Fehler korrigieren und die Korrektur auch testen konnten. Aber wie schon gesagt: man muss sich mit dem behandelten Thema schon auskennen, um beurteilen zu können, ob das sinnvoll ist, was so eine KI da macht. Ist das der Fall, dann ist die KI ein mächtiges Werkzeug.

    Selbst einfache KI-Anwendungen wie z.B. die Identifizierung von Pflanzen entbinden den Anwender nicht davon, seinen eigenen Verstand zu nutzen. Würde hier etwa jemand beim Pilzsammeln auf das Urteil einer KI vertrauen? Wer das macht, könnte sich recht schnell selbst aus dem Genpool entfernen.

    Ich habe "die KI" in den letzten Monaten schon mehrfach in einem Thema befragt, bei dem ich mich selbst sehr gut auskenne. Die Antworten waren durchweg ein Desaster, aber natürlich in überzeugendem Ton vorgetragen. Mein Hinweis, das sei doch alles Unsinn, wurde mit einer Entschuldigung beantwortet. Wie nützlich kann so ein Ding sein, das Antworten in weiten Teilen einfach erfindet?

    "Die KI" gibt es so nicht. Die Bandbreite ist inzwischen sehr groß. Die Modelle, die von der breiten Masse verwendet werden, sind schlank und kostengünstig. Für die meisten Allerweltsfragen reichen die völlig aus. Das ist auch eine Kostenfrage. Um zu erfahren, welche Pflanze auf einem Bild zu erkennen ist, brauche ich kein Top-Modell. Diese Modelle haben kein ausgeprägtes Reasoning und verfallen bei komplexeren Fragestellungen schon mal in Halluzinationen. Wenn dann jemand Fragen aus seinem Spezialgebiet stellt und das Modell stolpert, wird das natürlich bemerkt und "die KI" schnell als unbrauchbar abgestempelt.

    Im Gegensatz dazu sind Frontier-Modelle wie GPT-6 Astra oder Claude Fable 5.1 eine ganz andere Gewichtsklasse, insbesondere auch, was ihre agentischen Workflows angeht. Allerdings bekommt man auf die Modelle nur mit einem bezahlten Abo, das in der Grundstufe auch nicht teurer als Netflix ist.

    Die Frage, wie nützlich so ein Ding sein kann, magst du dir selbst beantworten, wenn du dir die Dateien aus meinen Beitrag #64 ansiehst.

    Habe das Gefühl, dass man da in zu menschlichen Kategorien denkt. Man würde ja denken, meine Daten landen da irgendwie als Exekdatei plus Konversation mit der KI irgendwo in der USA auf nem Server, die sich die KI noch mal durchliest um daraus zu lernen. 😁

    Ein solches KI-Modell besteht tatsächlich nur aus Hunderten Milliarden von kleinen Fließkommazahlen, also so etwas wie 3.4, -2.1, 4.3 usw. Diese Zahlen repräsentieren das Wissen des Modells. Wie daraus die völlig menschlich klingenden Antworten eines KI-Chats entstehen, ist intuitiv nicht zu verstehen.

    Und was bedeutet das in Bezug auf die Rendite meiner Wertpapiere? Was ist da negativ?

    Ich habe das vielleicht in den ersten Bild, das ich gepostet habe, etwas missverständlich in der Spaltenüberschrift bezeichnet.

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    Die Spalte C "neg. Kaufpreis" gibt es nur, weil es die Formel in dieser Form benötigt. Ich hatte seinerzeit die Kaufpreise en bloc von einer anderen Stelle kopiert. Da ich sie nicht alle von Hand mit negativem Vorzeichen versehen wollte, habe ich die Hilfsspalte C verwendet.

    Die negativen Werte für Käufe sorgen natürlich nicht für eine negative Rendite. Das sieht man ja auch an dem Beispiel. Die Berechnung des IZF ist leider eine mathematisch ziemlich komplexe Angelegenheit. Die Excel-Funktion erledigt das zum Glück. Dass die Eingangswerte dafür vielleicht nicht intuitiv zu verstehen sind, muss man einfach hinnehmen,

    Da es in diesem Thread um KI, Berechnung des IZF und auch Datenschutz geht und für einige die Berechnung des IZF mittels Excel nicht so einfach ist, habe ich eine KI um Unterstützung gebeten.

    Sie bekam die Aufgabe, ein entsprechendes Excel-Sheet mit Anleitung zu erstellen, bei dem man einfach seine Transaktionen eingeben kann und dann der IZF für alle Positionen und auch gruppenweise berechnet wird. Dazu habe ich den GPT-6 Astra Agenten-Workflow verwendet. Damit der allerdings das Gewünschte tut, reicht kein einfacher Chat-Prompt wie: "Erzeuge mir eine Excel-Datei zur Berechnung des IZF." Um diesem Tool zu erklären, was es produzieren soll, verwendet man am besten eine KI. Man formuliert die Aufgabe grob spezifiziert im Chat und bittet die KI, daraus einen Prompt für den Agenten-Workflow, der bei OpenAI Work heißt, zu produzieren. Diese Vorgehensweise nennt man Meta-Prompting. Dieser Meta-Prompt enthält dann sehr spezifische Angaben und ist praktisch ein Pflichtenheft. Wen interessiert, wie der Prompt und der Meta-Prompt aussehen, kann es sich in der angehängten PDF-Datei ansehen.

    Nach etwas mehr als 20 Minuten hatte die KI die Arbeit erledigt. Auch wenn es sich um einen Agenten-Workflow handelt, läuft davon nicht lokal, sondern 100% auf der Cloud-Infrastruktur. Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen. Die Excel-Datei ist ebenfalls als Anhang zu finden. Dass dort neun ETFs und Edelmetalle aufgelistet sind, ist einfach eine Folge des Beispiel-Screenshot, den ich der KI zur Orientierung gegeben habe. Das kann man allerdings leicht auf die eigenen Bedürfnisse anpassen.

    Vielleicht findet es der eine oder andere hier nützlich.

    Portfolio_XIRR_leer.xlsx

    Portfolio_XIRR-Prompt und -Protokoll.pdf

    Zwischenergebnisse irgendwohin zur Weiterverarbeitung kopieren zu müssen, ist Unsinn. Excel hat so leistungsfähige Funktionen, dass das nicht erforderlich ist. Es hilft wirklich, sich mit dem Funktionsumfang persönlich zu beschäftigen, anstatt die KI das machen zu lassen und dabei nicht klüger zu werden.

    Konstruktive Beiträge sind immer gern gesehen. Zu dieser Kategorie würde ich deinen Beitrag jetzt nicht zählen. Hilfreich wäre hingegen ein Hinweis gewesen, wie man es denn besser machen könnte.

    Excel ist inzwischen ein sehr mächtiges und komplexes Tool geworden. Die wenigsten werden aber mehr beherrschen, als einfache Tabellen zu erstellen. Wenn hier jemand fragt, wie man mit Excel den IZF berechnet und auch noch erwähnt, dass er kein Excel-Profi ist, dann versuche ich das möglichst einfach zu erklären. Dass das dann vielleicht nicht die eleganteste Lösung ist, darf nicht verwundern. Das Problem bei der eleganten Lösung ist eben, dass ein Excel-Gelegenheitsanwender sie wahrscheinlich nicht versteht und sofort abwinkt.