Alles anzeigenWarst du schon einmal in dieser Situation?
Die erste Gehaltsverhandlung findet bei der Bewerbung statt und das Ergebnis wirkt lange nach.
Das hängt dann ziemlich davon ab aus welcher Position man kommt. Wer sich aus ungekündigter Stelle bewirbt, um sich zu verändern/verbessern, wird das so tun wie du schreibst.
Wer aus der Arbeitslosigkeit kommt und die Stelle dringend braucht ist in einer schwachen Verhandlungsposition und verkauft sich meist deutlich unter Wert. Selbstverständlich nutzt das der AG im Sinne der Kostenminimierung.
Für den AG ist das bequem, vor allem weil er regelmäßig den Bewerber zum ersten Angebot zwingt, bevor er sich selbst überhaupt dazu äußert, nach dem Motto: " Was hätten Sie sich denn vorgestellt?". Das zwingt den Bewerber schon in die Defensive.
Ich kenne beide Situationen aus eigener Erfahrung und mittlerweile auch die auf der anderen Seite des Tisches.
Ja, ich war mehrfach in meinem Leben in dieser Situation. Einige Male habe ich mich aus ungekündigter Position beworben, einige Male hatte ich bereits gekündigt oder war arbeitslos. Immer gab es für mich aber eine Messlatte: Ich definiere meinen Preis. Wenn die Wunschstelle für diesen Preis nicht zu bekommen war und es auch keine Möglichkeit gab, innerhalb einer festgelegten Frist vertraglich auf das Gehalt zu kommen, gab es für mich 2 Optionen: Abzusagen oder das geringere Gehalt zu akzeptieren. Aber das war dann MEINE Entscheidung und entweder habe ICH dann schlecht verhandelt oder die Firma kam wirklich an ihre Grenzen. In über 30 Berufsjahren, bei 7 Arbeitgebern kam mir nie der Gedanke in den Sinn, dass mich ein AG "über den Tisch gezogen hat " denn letztendlich habe ich entschieden, zu welchem Preis ich meine Zeit, meine Energie und meine Leistungskraft "verkaufe".
