Beiträge von Einundzwanzig

    Der Juli ist vorbei und damit Zeit für das nächste Update.

    Nach dem heftigen Einbruch im Juni hat sich STRC im vergangenen Monat zunächst stabilisiert und anschließend wieder etwas nach oben gearbeitet, aktuell sind es wieder gut 92 US-Dollar. Der Abstand zum angestrebten Kurs von 100 US-Dollar ist damit deutlich kleiner geworden, vollständig geschlossen ist er aber weiterhin nicht.

    Strategy hat in der Zwischenzeit mehrere Maßnahmen konkretisiert. Die Cash-Reserve wurde auf 4 Mrd. US-Dollar erhöht und das angekündigte Rückkaufprogramm erstmals deutlich genutzt. Insgesamt wurden inzwischen STRC-Aktien für 106,2 Mio. US-Dollar zurückgekauft. Zusätzlich wurde angekündigt, STRC unterhalb von 100 US-Dollar künftig regelmäßig zurückzukaufen, bei größeren Abschlägen stärker, mit Annäherung an 100 US-Dollar entsprechend weniger.

    Für Aufmerksamkeit sorgte außerdem, dass Strategy erneut Bitcoin verkauft hat. In der letzten Juliwoche wurden 1.638 BTC für rund 104,7 Mio. US-Dollar veräußert. Davon flossen 52,4 Mio. US-Dollar in die STRC-Dividende und 52,3 Mio. US-Dollar in weitere STRC-Rückkäufe. Parallel wurden MSTR-Aktien für 290,6 Mio. US-Dollar ausgegeben. Der größte Teil davon wurde genutzt, um die Cash-Reserve weiter auszubauen. Strategy hält aktuell noch 842.138 Bitcoin.

    Damit zeigt sich inzwischen recht deutlich, wie das neue Capital Framework praktisch eingesetzt wird. Der Fokus liegt aktuell weniger auf zusätzlichen Bitcoin-Käufen, sondern zunächst auf Liquidität, Dividendenzahlungen und der Stabilisierung der Preferred-Produkte. Ob dieser Weg langfristig aufgeht, wird sich noch zeigen. Zumindest hat sich STRC seit dem Tief im Juni wieder ein gutes Stück erholt.

    Die Umstellung auf zwei Ausschüttungen pro Monat wurde im Juli erstmals vollständig sichtbar. Mitte Juli erhielt ich 104,32 Euro netto, Ende Juli weitere 108,77 Euro netto. Insgesamt waren es damit 213,09 Euro netto. Wie geplant wurden davon zweimal jeweils 100 Euro über den Sparplan reinvestiert.

    Dadurch kamen im Juli beziehungsweise Anfang August weitere 2,557189 STRC hinzu:

    16.07.2026: 1,307189 STRC zu 76,50 Euro
    03.08.2026: 1,250000 STRC zu 80,00 Euro

    An meiner Strategie hat sich nichts geändert. Die Ausschüttungen werden weiterhin nahezu vollständig reinvestiert. Gleichzeitig bleibt STRC für mich nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Monate ein Produkt in der Bewährungsphase. Die Richtung stimmt aktuell wieder, aber der eigentliche Zielbereich um 100 US-Dollar ist noch nicht erreicht.

    Bisherige Entwicklung

    DatumVorgangStückzahlKursBetrag
    04.03.2026Erstkauf115,00000086,50 €9.947,50 €
    16.03.2026Reinvest Sparplan1,03448287,00 €90,00 €
    31.03.2026Ausschüttung März+81,58 €
    02.04.2026Reinvest Sparplan1,03448287,00 €90,00 €
    30.04.2026Ausschüttung April+95,84 €
    04.05.2026Reinvest Sparplan1,04046286,50 €90,00 €
    01.06.2026Ausschüttung Mai+97,21 €
    02.06.2026Reinvest Sparplan1,20481983,00 €100,00 €
    18.06.2026Nachkauf129,00000078,00 €10.063,00 €
    30.06.2026Ausschüttung Juni+100,25 €
    02.07.2026Reinvest Sparplan1,31578976,00 €100,00 €
    15.07.2026Ausschüttung Juli I+104,32 €
    16.07.2026Reinvest Sparplan1,30718976,50 €100,00 €
    31.07.2026Ausschüttung Juli II+108,77 €
    03.08.2026Reinvest Sparplan1,25000080,00 €100,00 €

    Aktueller Stand nach fünf Monaten:

    • Eigene Einzahlungen: 20.010,50 €
    • Erhaltene Dividenden: 587,97 € netto
    • Sparplaninvestitionen: 670,00 €
    • Gesamte Kaufbeträge: 20.680,50 €
    • Gesamtbestand: 252,187223 STRC
    • Durchschnittlicher Kaufkurs: ca. 82,00 €
    • Aktueller Kurs: ca. 80,00 €
    • Depotwert: 20.174,98 €
    • Gesamtergebnis auf Eigenkapital: +164,48 €
    • Rendite auf Eigenkapital: +0,82 %

    Abrechnung Juli:

    Dividende I: 16.07.2026

    Sparplan I: 16.07.2026

    Dividende II: 03.08.2026

    Sparplan II: 04.08.2026

    Das hier habe ich noch gefunden:

    https://news.bitcoin.com/de/crypto-news…nnwert-notiert/

    Die Erhöhungen folgen einem Ratchet-Mechanismus, d. h., die Dividende steigt um 0,5 %, sobald STRC unter 95 US-Dollar gehandelt wird, und sobald dieser Mechanismus ausgelöst wurde, kann eine Erhöhung nicht rückgängig gemacht werden, selbst wenn sich der Kurs wieder erholt. Strategy passt den Satz monatlich an, um den Kurs von STRC wieder in Richtung seines Nennwerts von 100 US-Dollar zu treiben und Volatilität zu reduzieren – ein Mechanismus, auf den das Unternehmen angewiesen ist, um im Rahmen seines „At-the-Market“-Programms (ATM) neue STRC-Aktien auszugeben und frisches Kapital für Bitcoin-Käufe zu beschaffen.

    Wenn die Dividende jetzt schon in relativ kurzer Zeit von 9% auf 12% gestiegen ist, zukünftig aber nur weiter steigen und garantiert nicht mehr sinken darf, kann ich nicht begreifen, wie das Geschäftsmodell langfristig funktionieren soll.

    Die Dividende kann auch nach unten angepasst werden, bspw. wenn der Bitcoin-Kurs wieder steigt. Die Formulierung „kann die Erhöhung nicht rückgängig gemacht werden“ bezieht sich vermutlich auf den Zeitraum bis zur nächsten Dividendenzahlung und ist etwas missverständlich ausgedrückt worden.

    Gleichzeitig ist mMn einiges eingetreten, das vorher so nicht absehbar oder kummuniziert wurde.

    Das stimmt, genau deshalb wird jetzt spannend, wie Strategy in den kommenden Monaten reagiert. Aktuell scheint sich STRC zumindest erst einmal stabilisiert zu haben. Die inzwischen auf 12,5 % angehobene Dividende reicht dem Markt offenbar aber noch nicht aus, um den Kurs zurück an die 100 US-Dollar zu bringen.

    Saylor hat zuletzt noch einmal ausdrücklich betont, dass es aktuell eine der wichtigsten Prioritäten ist, STRC wieder an den Nennwert von 100 US-Dollar heranzuführen. Genau deshalb wurden jetzt auch die Rückkäufe gestartet und eine dauerhafte Buyback-Politik angekündigt.

    Ob das am Ende ausreicht, wird der Markt entscheiden. Genau an diesem Punkt wird sich zeigen, ob das neue Capital Framework in der Praxis funktioniert oder nicht. Das ist aus meiner Sicht aktuell die entscheidende Frage.

    Zitat

    Diversifikation /Diversifikatión/

    Diversifikation (auch Diversifizierung) bedeutet die Streuung von Risiken und die Vielfalt in Bereichen wie Geldanlage oder Unternehmensführung. Man setzt dabei sprichwörtlich „nicht alles auf eine Karte“, sondern teilt Ressourcen auf, um Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen auszugleichen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diversifikation_(Wirtschaft)

    Ist der Staat in dieser Betrachtungsweise ebenfalls ein Risiko?

    Falls ja, müsste man konsequenterweise zumindest einen kleinen Teil seines Vermögens in eine Anlageklasse investieren, die möglichst unabhängig vom Staat funktioniert. Mir fällt ehrlich gesagt keine andere Anlageklasse ein, die dieses Risiko besser diversifizieren könnte als Bitcoin.

    Vom Emittentenrisiko einmal abgesehen, was macht ihr eigentlich, wenn der Staat eingreift? Also wenn Deutschland Bitcoin-Bestände von heute auf morgen für illegal erklärt, beschlagnahmt oder eine Haltesteuer einführt? Mit Selbstverwahrung müsst ihr euch über solche Szenarien deutlich weniger Gedanken machen.

    Ich verstehe natürlich die Idee hinter einem ETP. Man gibt Verantwortung und Aufwand ein Stück weit ab. Der Mensch neigt zu Bequemlichkeit. Aber ist das nicht genau das, was Bitcoin eigentlich ermöglichen soll? Verantwortung, Eigentum und Selbstbestimmung, mit allem, was dazugehört. Ich habe das Gefühl, dass wir als Gesellschaft genau diese Dinge verlernt haben und immer weiter verlernen, nicht nur auf finanzieller Ebene ...

    Danke. Wenn man BTC auf einer BitBox02 verwahrt braucht man also einfach nichts tun?
    Oder besser eine zusätzliche Passphrase?

    Genau. Das Ganze betrifft eine spezielle Sicherheitslücke Coldcard-Geräten (mittlerweile wurde wohl bekannt, dass der Fehler bereits vor 2 Jahren von einem User gemeldet wurde, Wahnsinn!). Wenn du deine Bitcoin auf einer BitBox02 verwahrst, musst du erst einmal nichts unternehmen.

    Eine zusätzliche Passphrase (13./25. Wort) erhöht unabhängig davon die Sicherheit deiner Wallet, weil sie die Entropie noch einmal steigert. Ich persönlich rate Einsteigern aktuell aber eher davon ab. Das Risiko, die Passphrase zu verlieren oder zu vergessen, ist aus meiner Sicht deutlich größer als der zusätzliche Sicherheitsgewinn. Ist die Passphrase weg, kommst du auch nicht mehr an deine Bitcoin.

    Für mich sind 12/24 Wörter aktuell mehr als ausreichend. Gegen Quantencomputer würde eine Passphrase übrigens ebenfalls keinen zusätzlichen Schutz bieten, da sie das zugrunde liegende kryptografische Verfahren nicht verändert.

    Welches Risiko geht denn mit exzessiven Energieverbrauch einher?

    Warum setzt du Energieverbrauch eigentlich automatisch mit etwas Negativem gleich? Historisch war ein steigender Energieverbrauch immer ein Indikator für technologischen Fortschritt und steigenden Wohlstand. Computer, Rechenzentren, das Internet, KI oder Elektromobilität verbrauchen ebenfalls enorme Mengen Energie. Trotzdem stellen die wenigsten den grundsätzlichen Nutzen dieser Technologien infrage.

    Was glaubst du, was hier in 20 oder 50 Jahren abgeht? Der Energiebedarf wird weiter deutlich steigen und das ist gut so, z. B. Robotik, autonome Systeme, eine stärkere Raumfahrt usw.

    Die eigentliche Herausforderung ist deshalb aus meiner Sicht nicht, dass wir Energie verbrauchen, sondern wie wir sie erzeugen. Gelingt es uns, Energie langfristig günstig, sauber und nachhaltig bereitzustellen, dann ist ein steigender Energieverbrauch ein Zeichen von Fortschritt als von Rückschritt.

    Es gibt deutlich Wichtigeres auf der Welt, Unmengen Energie zu prozieren und in Computerwärme zu verbrennen als für die Idee BTC.

    Absolut. Gesundheit zum Beispiel :) – Die spannende Frage ist aber, was Menschen als wichtig erachten und wofür sie bereit sind, Energie einzusetzen. Interessanterweise scheint der Markt Bitcoin inzwischen deutlich anders zu bewerten. Staaten, Unternehmen und Vermögensverwalter investieren heute Milliarden in Bitcoin. Offenbar sehen immer mehr Menschen einen Nutzen, der den Energieeinsatz rechtfertigt. Ob man diese Einschätzung teilt, muss am Ende jeder selbst entscheiden.

    Ja, das kann Sinn machen. Unterschiedliche Hardware-Wallets von verschiedenen Herstellern reduzieren das Risiko, dass dich eine mögliche Sicherheitslücke bei einem Anbieter betrifft. Sollte es tatsächlich einmal ein ernsthaftes Problem geben, hast du bereits ein zweites Gerät zur Hand und kannst deine Bestände gegebenenfalls schneller und unkomplizierter auf einen neuen Seed übertragen. In so einem Fall würde ich aber wahrscheinlich auf dem Backup-Gerät einen neuen Seed erstellen.

    Den gleichen Seed kannst du aber problemlos auf beiden Geräten verwenden. Dann greifst du mit zwei unterschiedlichen Hardware-Wallets auf dieselben Bitcoin zu. Ich würde das aber eher als zusätzliche Absicherung sehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist insgesamt sehr gering.

    Das ist eigentlich das traurige an Bitcoin das es Unmengen an Energie zum schürfen und halten braucht, und bitte nicht wieder mit Gold rechtfertigen das es auch Energie zum fördern und Lagern braucht, braucht es theoretisch nicht, jeder kann an Flüssen ohne Energieaufwand sein Schürfglück versuchen und Gold auch ohne Energie lagern, geht das bei Bitcoin ?

    Bitcoin soll Energie verbrauchen. Der Energieeinsatz ist der Preis für ein dezentrales Netzwerk, das ohne zentrale Instanz funktioniert und dessen Historie nicht einfach manipuliert werden kann.

    Und das Argument mit dem Goldschürfen am Fluss ist ehrlich gesagt etwas realitätsfern. Natürlich kann theoretisch jeder mit einer Goldpfanne losziehen. Der weltweite Goldmarkt wird aber nicht von Hobby-Goldschürfern versorgt, sondern von riesigen Minen mit schwerem Gerät, Sprengungen, Chemikalien und einer enormen Logistik. Bei Bitcoin geht dies ebenfalls, siehe Hinweis von Grepe– Zum Beispiel: https://solomining.de/products/bitax…made-in-germany

    Die eigentliche Frage ist, ob der Nutzen diesen Energieeinsatz rechtfertigt. Wenn man ein weltweit zensurresistentes, fälschungssicheres und dezentrales Geldsystem für sinnvoll hält, dann ist Proof-of-Work genau der Mechanismus, der diese Sicherheit ermöglicht.

    Der Energieverbrauch von Bitcoin ist essenzieller Bestandteil des Sicherheitsmodells. Nur durch Proof-of-Work lässt sich das Netzwerk dezentral absichern, ohne einer zentralen Instanz vertrauen zu müssen.

    Gleichzeitig verändert sich der Energiemix kontinuierlich. Nach den aktuellen Cambridge-Daten liegt der Anteil emissionsarmer Energiequellen inzwischen bei knapp 60 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen. Wasserkraft hat Erdgas mittlerweile als größte einzelne Energiequelle im Bitcoin-Mining abgelöst.

    Man kann den Energieverbrauch natürlich kritisch sehen. Dann sollte man aber auch die Frage stellen, welchen Nutzen diese Energie stiftet.

    https://www.theenergymag.com/news/market-ne…x-cambridge-eif

    🧡 Project 365 – Monatsupdate Juli 2026

    Servus zusammen,

    der Juli ist vorbei und damit liegen bereits sieben Monate meines kleinen Bitcoin-Experiments hinter mir.

    Der Bitcoin-Kurs konnte sich im Juli nach dem heftigen Einbruch Ende Juni zwar etwas stabilisieren, bewegt sich insgesamt aber weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als noch zu Jahresbeginn. Von einer echten Trendwende würde ich deshalb noch nicht sprechen.

    📈 Ein Blick auf den Markt

    Der Juli war durchaus ein spannender Monat. Für Aufmerksamkeit sorgte vor allem Strategy. Nachdem das Unternehmen über Jahre nahezu ausschließlich als Käufer am Markt auftrat, wurden Anfang Juli erstmals Bitcoin-Bestände verkauft, um Verpflichtungen gegenüber den Vorzugsaktien zu bedienen und die Liquiditätsreserve auszubauen. Das wurde von vielen zunächst als Bruch der bisherigen Strategie interpretiert. Interessant war allerdings die Reaktion des Marktes: Der Kurs geriet zwar kurzfristig unter Druck, eine Panik blieb jedoch aus. In den Wochen danach verzichtete Strategy sogar komplett auf weitere Käufe und baute stattdessen seine Dollar-Reserve aus.

    Auch regulatorisch blieb es spannend. In den USA kam das geplante Krypto-Gesetzespaket rund um den CLARITY Act im Juli nicht wie ursprünglich erhofft voran. Das zeigt einmal mehr, dass regulatorische Entwicklungen häufig länger dauern als viele Marktteilnehmer erwarten.

    📊 Zwischenstand der Challenge (Stand 31.07.2026)

    Investiert gesamt: 12.640,00 €

    Käufe gesamt: 249

    BTC gesamt: 0,20432041 BTC

    Depotbestand: 11.307,09 €

    Ø-Kaufpreis gesamt: 61.762,86 €

    Gesamtrendite: -10,55 %


    🏆 Ranking der Strategien

    🥇 Wöchentlich: -9,91 % (BTC: 0,068375441)

    🥈 Monatlich: -10,18 % (BTC: 0,068167396)

    🥉 Täglich: -11,54 % (BTC: 0,067777573)

    Nach mittlerweile 249 Einzelkäufen liegen die drei Strategien relativ dicht beieinander.

    Der wöchentliche Sparplan behauptet weiterhin knapp die Führung. Der monatliche Plan ist inzwischen wieder sehr nah herangerückt, während der tägliche Sparplan aktuell etwas zurückliegt.

    📉 Entwicklung des Durchschnittskaufpreises

    Eine Grafik habe ich diesen Monat neu ergänzt, weil ich sie persönlich mittlerweile fast spannender finde als die reine Depotentwicklung.

    Der durchschnittliche Einkaufspreis aller Käufe ist seit Januar von 76.472 € auf mittlerweile 61.763 € gefallen.

    Gerade dieser Verlauf zeigt für mich, wie ein Sparplan arbeitet. Während man kurzfristig häufig auf die Depotperformance schaut, passiert im Hintergrund etwas viel Wichtigeres: Jeder Rücksetzer drückt den durchschnittlichen Einstiegspreis Stück für Stück nach unten.

    Der kleine Anstieg im Mai zeigt übrigens ebenfalls schön, dass dieser Effekt keine Einbahnstraße ist. Steigende Kurse erhöhen den Durchschnittspreis wieder leicht, stärkere Korrekturen drücken ihn entsprechend nach unten.

    📅 Monatliche BTC-Ausbeute

    Auch die monatlich gekaufte Bitcoin-Menge hat sich verändert:

    Mit 0,03493 BTC war der Juli bislang der „stärkste“ Monat des gesamten Projekts. Das passt letztlich genau zur Idee hinter einem Sparplan: Sinkende Kurse fühlen sich kurzfristig zwar unangenehm an, sorgen langfristig aber dafür, dass für den gleichen Euro-Betrag mehr Bitcoin gekauft werden.

    🧠 Persönliche Erkenntnis

    Früher habe ich fast ausschließlich auf den Depotwert geschaut. Heute interessiert mich viel mehr, wie sich mein durchschnittlicher Einstiegspreis entwickelt und wie viele Satoshis für den jeweiligen Monatsbetrag gekauft werden konnten. Genau das wollte ich mit diesem Experiment eigentlich erreichen. Nicht den perfekten Einstiegszeitpunkt finden, sondern Emotionen aus dem Investieren herausnehmen.

    🔎 Fazit

    Sieben Monate später bestätigt sich für mich bislang vor allem eines: Ein Sparplan macht einen Bärenmarkt nicht angenehmer. Er macht ihn aber deutlich einfacher.

    Ich muss weder entscheiden, ob wir den Boden bereits gesehen haben, noch darüber spekulieren, ob Bitcoin noch einmal 20 oder 30 Prozent fällt. Der Plan läuft einfach weiter. Und je länger das Experiment dauert, desto mehr habe ich den Eindruck, dass genau diese Konsequenz langfristig wichtiger sein könnte als die Frage, ob der erste Kauf nun bei 75.000 € oder bei 65.000 € erfolgt ist.

    Ich bin gespannt, ob sich dieses Bild in den kommenden Monaten weiter bestätigt.

    Beste Grüße

    Einundzwanzig

    Um es zusammenzufassen: ein Cold Wallet ist für 99,999% der Bevölkerung völlig ungeeignet, weil sie gar nicht verstehen, was da passiert.

    Und mit der Aufbewahrung bei einer Börse oder in einem ETP verhält es sich wie bei Schließfächern der Gelsenkirchener Sparkasse. Wenn geklaut, dann weg. Nur dass die Diebe keinen Kernbohrer brauchen und auch nicht so schwer schleppen müssen.

    Das habe ich nicht gesagt und ist zudem falsch. Trotzdem danke für deinen Beitrag :)

    Hier noch ein paar Hintergründe zu dem Fall. Betroffen sind vor allem US-Nutzer:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Genau deshalb hätte ich die Information von dudehier wahrscheinlich gar nicht gepostet. 99 % der Leser hier sind gar nicht in der Lage den Fall einzuordnen, sehen nur die Überschrift und denken: „Bitcoin wurde gehackt.“ Genauso wie morgen der Quantencomputer kommt und Bitcoin zerstört. ;)

    Man muss das ganz objektiv betrachten. Wir befinden uns mit Bitcoin immer noch in einer frühen Phase. Die Usability wird besser werden, die Sicherheit wird weiter steigen und die Eigenverwahrung wird Schritt für Schritt alltagstauglicher. Das sind aber Entwicklungen, die Zeit brauchen.

    Jemandem, der sich nicht regelmäßig mit dem Thema beschäftigt, aber trotzdem an der Entwicklung von Bitcoin partizipieren möchte, würde ich mittlerweile nicht unbedingt zur Eigenverwahrung raten. Dafür gibt es inzwischen gute Alternativen. Grepehat beispielsweise bereits ETPs ins Spiel gebracht. Natürlich verfehlt das den ursprünglichen Gedanken von Bitcoin, aber solche Zwischenschritte gehören auf dem Weg zur breiten Adoption wohl dazu. In zwei oder drei Jahren kann das schon wieder ganz anders aussehen.

    Ich glaube nämlich, dass gerade in einer Zeit, in der Staaten immer stärker in das Eigentum ihrer Bürger eingreifen, bei vielen Menschen der Wunsch wächst, Vermögen tatsächlich selbst zu besitzen. Genau das ermöglicht Bitcoin in letzter Konsequenz wie kaum ein anderer Vermögenswert. Wer diese Unabhängigkeit möchte, muss heute allerdings noch bereit sein, sich ein Stück weit mit der Technik auseinanderzusetzen. Ich bin aber überzeugt, dass dieser Aufwand in Zukunft deutlich geringer werden wird.

    Außerdem muss man sagen, dass die betroffene Coldcard eher eine Wallet für sehr technikaffine Nutzer ist. Dem klassischen Einsteiger werden in der Regel eher eine BitBox02 oder ein Trezor Safe 3 empfohlen. Die sind deutlich benutzerfreundlicher und verfügen über Sicherheitsmechanismen, die typische Bedienfehler erheblich erschweren. Aus der News:

    Spoiler anzeigen

    Der Coldcard-Fall zeigt, warum eine Hardware-Wallet bei der Erzeugung des Seeds möglichst nicht von einer einzigen Zufallsquelle abhängig sein sollte. Andere Hersteller versuchen dieses Risiko abzufedern, indem sie mehrere voneinander unabhängige Quellen miteinander kombinieren.

    Bei der BitBox02 fließen unter anderem Zufallsdaten aus dem Mikrocontroller, dem Secure Chip und dem angeschlossenen Computer ein. Selbst wenn beispielsweise der Zufallsgenerator im Mikrocontroller fehlerhaft wäre, könnten die anderen Quellen den fertigen Seed weiterhin absichern. Die Idee dahinter ist, dass nicht eine einzige defekte Komponente direkt das gesamte Sicherheitsmodell zu Fall bringt.

    Trezor verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Beim Model One und Model T wird Zufall aus dem Mikrocontroller mit zusätzlicher Entropie vom Computer oder Smartphone kombiniert. Bei neueren Modellen wie Safe 3 und Safe 5 kommt außerdem ein Secure Element als weitere Quelle hinzu. Der Computer kennt dabei nicht den fertigen Seed, sondern liefert nur einen Teil der Zufallsdaten, die erst auf dem Gerät mit den internen Quellen zusammengeführt werden.

    Entscheidend ist und bleibt aber, wie sauber die verschiedenen Quellen technisch kombiniert werden und wie viel echte Zufälligkeit am Ende tatsächlich im Seed landet. Grundsätzlich ist ein solcher Aufbau aber robuster, als sich auf eine einzelne Quelle zu verlassen. Genau dieser fehlende Schutz gegen einen einzelnen Fehler wurde Coldcard nun offenbar zum Verhängnis.