Beiträge von T-3485

    Ich muss gerade an einen Kollegen aus meinem ersten Job nach dem Studium denken. Er vertrat die Auffassung, dass es klug sei, so wie man sich vor Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit schützen sille, auch Chancen mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit wahrnehmen solle. Für ihn war Lottospielen ab einem gewissen Stand des Jackpots (wie hoch er dafür bei ihnm sein musste, habe ich vergessen) quasi das Gegenstück zur Risikolebensversicherung und zur Elementarschadensklausel bei der Wohngebäude- und Hausratsversicherung.


    Fand ich eine interessante Betrachtungsweise - auch wenn mir Zocken total fremd ist.

    Man kann geteilter Meinung sein, ob die 0,1x oder 0,0x Prozentpunkte, die man bei der Auswahl eines ETF anhand der TER sparen kann, maßgeblichen Einfluss haben. Daneben spielt immer auch die Tracking-Differenz eine Rolle und wenn es durch steuerschädliche Änderungen des ETF-Anbieters dazu kommt, dass Du die Gewinne vor der Entnahme versteuern musst, ist dieser Effekt ohnehin dahin.


    Wenn Du einen echten Welt-ETF mit minimaler TER haben willst, würde ich auf den Amundie Prime All Country World schauen. Dort beträgt die TER 0,06%. Mit der Öffnung eines neuen ETF nach der 3/10-Regel (oder Deiner persönlichen Adaption dieser Regel) würde ich nicht wegen der niedrigeren TER warten, bis Blackrock mit dem FTSE All World startet (und dann ein relevantes Volumen erreicht hat). Da würde ich eher auf den FTSE All World-ETF von Invesco gehen, auf den SDPR ACWI IMI oder auf den o.g. ETF von Amundi.

    Um noch mal auf die Frage einzugehen ;)


    Zwei Depots halte ich für sinnvoll, sobald das Anlagevolumen eine relevante Größenordnung erreicht hat. Was die relevante Größenordnung ist, ist sicher individuell verschieden.

    Vier Depots halte ich für übertrieben.

    Alex777 Viele gehebelte Papiere fallen ja in die Risikoklasse 5, wären damit also für das Altersvorsorgedepot zulässig. Bei finanzen.net heißt es hingegen, dass gehebelte Produkte grundsätzlich nicht zulässig seien. Ich fürchte, ich muss doch mal in der Tiefe in den Gesetzestext eintauchen ...:)

    Meine Frau und ich werden jeder die 360€/Jahr einzahlen, um die maximale Förderquote mitzunehmen. Außerdem werden wir die Zulagen für die beiden Kinder mitnehmen. Einzahlungen darüber hinaus lohnen sich für uns aufgrund der Steuer voraussichtlich nicht. Die 2 x 360 € werden aus unseren vorhandenen Sparplänen umgeleitet.


    Besparen werden wir schlicht einen weltweit gestreuten Aktien-ETF im Sinne des MSCI ACWI IMI, FTSE All-World oder dergleichen. Das übliche 3x10-Spielchen kann man sich hier ja sparen. Zudem hat man nicht das Risiko der vorzeitigen Versteuerung von Gewinnen durch Schließung, Verlagerung etc. des ETF. Insofern bin ich versucht, hier TER zum zentralen Kriterium zu machen.


    Aufgrund der steuerlichen Parameter werden wir das AV-Depot vermutlich nicht bis zum Renteneintritt besparen sondern irgendwann ruhend stellen. Wann das sein wird, kann ich jetzt aber noch nicht sagen.

    Ich werde versuchen eine eher offensive Anlage im AV Depot umzusetzen. Aggressiver als im privaten Depot. Ich erhoffe mir durch die staatliche Förderung dadurch Vorteile.

    Magst Du das einmal näher erläutern?


    Mixh interessiert, wie Du in dem privaten/regulären Depot investierst und was Du im AVD vorhast.

    Hat jemand von Euch eine Quelle dazu, was mit Beginn der Auszahlungsphase im Altersvorsorgedepot passiert? Kann mein Kapital in Aktien-ETF investiert bleiben oder erfolgt mit dem Beginn der Auszahlungsphase eine zwangsweise Umschichtung?


    Wenn ich auch in der Auszahlungsphase in Aktien-ETF investiert bleiben kann, frage ich mich, wie der Auszahlungsplan gestaltet wird. Wird dann mein Guthaben zum Stichtag z.B. auf die Laufzeit bis zum 85. Lebensjahr umgerechnet? Was passiert dann. wenn mein Depot durch die Entwicklung am Kapitalmarkt weiter wächst oder aber deutlich schrumpft?

    Ich wundere mich, dass in diversen Berichten über das Altersvorsorgedepot so gefeiert wird, dass während der Ansparphase keine Vorabpauschale erhoben wird.


    Wenn ich mal von 2,5% als dem Basiszins für 2025 ausgehe, von dem 70% die Bemessungsgrundlage der Vorabpauschale darstellen, eine Teilfreistellung von 30% einkalkuliere und dann 26,4% Kapitalertragssteuer inklusive Solidaritätszuschlag ansetze, komme ich auf ca. 0,3%. Das entspricht vermutlich gerade mal den Mehrkosten eines sehr günstigen Altersvorsorgedepots ggü. einer Direktanlage.