Geldmarkt-ETF Xtrackers DBX0AN vs. BNP A41BTT

  • Lehman Brothers hatte ein AAA Rating und selbst kurz vor der Pleite noch Investment-Grade. AAA ist praktisch ausfallsicher. Quasi Null Chance auf eine Pleite. Das galt auch für den amerikanischen Immobilienmarkt vor 2007. Ich rate dringend davon ab im risikoarmen Teil Spielchen zu treiben. Die Definition eines Black Swan beinhaltet, dass wir ihn nach heutigen Maßstäben nicht vorhersagen können.

    Aus diesem Grund sollte man im risikoarmen Teil übervorsichtig sein und „über das Ziel hinausschießen“. Man sollte eine Anlageform wählen, die momentan das absolute Maximum beim Thema Sicherheit darstellt. Auch wenn man denkt, dass etwas anderes „fast genauso sicher“ sei, aber ein bisschen mehr Rendite bringt und ,,eigentlich nicht ausfallen kann".

    Also . . .kein DBX0AN . . .kein Smart Overnight . . . . sondern kurzlaufende deutsche Staatsanleihen.

    Auch: Kein SWAP-ETF im risikobehafteten Teil. Je weniger ,,Schichten", desto besser, solange es einigermaßen günstig abzubilden ist.

    Und schon wünscht man sich wieder die kostenlosen Depots bei der Deutschen Finanzagentur zurück. Das wäre vielleicht mal eine https://epetitionen.bundestag.de/epet/startseite.html wert.

  • Also . . .kein DBX0AN . . .kein Smart Overnight . . . . sondern kurzlaufende deutsche Staatsanleihen.

    Angenommen ich nutze dazu den ETF DBX0T8 von Xtrackers. Dieser beinhaltet ausschließlich ultrakurzlaufende deutsche Staatsanleihen. Er betreibt aber gleichzeitig recht intensiv Wertpapierleihe um die Kosten zu senken. Hole ich mir denn durch die Wertpapierleihe nicht durch die Hintertür wieder genau das Risiko ins Haus, welches ich durch die Nutzung von Bundesanleihen vermeiden will?

  • Und schon wünscht man sich wieder die kostenlosen Depots bei der Deutschen Finanzagentur zurück.

    Gute Idee, wieso ist die Regierung da nicht drauf gekommen? Würde die Bankenlobby sich querstellen?
    Mit "Bundesschätzchen" habe ich vor -zig Jahren angefangen und fand sie sehr praktisch. Wäre auch was für Leute, die bei Wörtern wie "Kapitalmarkt" und "Börse" Gänsehaut kriegen => könnte ein Renner werden. Und wenn man die Grenze nicht ganz so niedrig setzt wie damals (nach meiner Erinnerung ab 50 DM möglich) und das ganze unter Vermeidung der Schneckenpost online abwickelt, müssten sich auch die Verwaltungskosten in Grenzen halten.

  • Und schon wünscht man sich wieder die kostenlosen Depots bei der Deutschen Finanzagentur zurück. Das wäre vielleicht mal eine https://epetitionen.bundestag.de/epet/startseite.html wert.

    Gerade für Frühstatr-Rente und Altersvorsorgedepots wäre das tatsächlich eine hervorragende Idee.

    Andererseits will man vielleicht nicht nach den Versicherern auch noch die Broker verärgern.

  • Gute Idee, wieso ist die Regierung da nicht drauf gekommen? Würde die Bankenlobby sich querstellen?
    Mit "Bundesschätzchen" habe ich vor -zig Jahren angefangen und fand sie sehr praktisch. Wäre auch was für Leute, die die bei Wörtern wie "Kapitalmarkt" und "Börse" Gänsehaut kriegen => könnte ein Renner werden. Und wenn man die Grenze nicht ganz so niedrig setzt wie damals (nach meiner Erinnerung ab 50 DM möglich) und das ganze unter Vermeidung der Schneckenpost online abwickelt, müssten sich auch die Verwaltungskosten in Grenzen halten.

    Ja, es wäre interessant zu sehen, ob und wieviel sich unser Staat günstiger und problemloser von seinen eigenen Bürgern finanzieren lassen könnte, wenn man als Bürger animiert werden würde und einen guten Grund hätte, Eigennutz mit Patriotismus in Einklang zu bringen.

  • Angenommen ich nutze dazu den ETF DBX0T8 von Xtrackers. Dieser beinhaltet ausschließlich ultrakurzlaufende deutsche Staatsanleihen. Er betreibt aber gleichzeitig recht intensiv Wertpapierleihe um die Kosten zu senken. Hole ich mir denn durch die Wertpapierleihe nicht durch die Hintertür wieder genau das Risiko ins Haus, welches ich durch die Nutzung von Bundesanleihen vermeiden will?

    Wenn du die maximale Sicherheit willst, bleibt nur der direkte Kauf von Bundesanleihen. Ein ETF ist zwar bequemer, hat aber sonst keine Vorteile. Diversifizieren bringt bei Bundesanleihen ja nix. Je nach Broker kostet das Kaufgebühren. Allerdings keine TER und keine Verkaufsgebühren, weil man sie auslaufen lassen kann. KISS ist das natürlich nicht, weil man sie immer wieder kaufen muss. Man hätte aber einen theoretischen Schutz gegen eine Börsenschließung, weil sie automatisch auslaufen und überwiesen werden. Man könnte z.B. 10-15 Stück a 10.000 Euro kaufen, die dann alle 1-2 Monate über 1-2 Jahre automatischen auslaufen. Eine Bundesanleihen-Treppe. Maximales Nerd-Level und nur für Leute, die das machen wollen.;)

    DE0001141851, DE000BU22098, DE0001135044 usw.


  • Wenn du die maximale Sicherheit willst, bleibt nur der direkte Kauf von Bundesanleihen. Ein ETF ist zwar bequemer, hat aber sonst keine Vorteile. Diversifizieren bringt bei Bundesanleihen ja nix. Je nach Broker kostet das Kaufgebühren. Allerdings keine TER und keine Verkaufsgebühren, weil man sie auslaufen lassen kann. KISS ist das natürlich nicht, weil man sie immer wieder kaufen muss. Man hätte aber einen theoretischen Schutz gegen eine Börsenschließung, weil sie automatisch auslaufen und überwiesen werden. Man könnte z.B. 10-15 Stück a 10.000 Euro kaufen, die dann alle 1-2 Monate über 1-2 Jahre automatischen auslaufen. Eine Bundesanleihen-Treppe. Maximales Nerd-Level und nur für Leute, die das machen wollen.;)

    DE0001141851, DE000BU22098, DE0001135044 usw.

    Ja, entweder eine Bundesanleihen-Treppe. Fälligkeit muss ja nicht gleich alle 1-2 Monate sein. Wenn man noch Restlaufzeiten von bis zu 2-3 Jahren akzeptiert und eine Fälligkeit pro Jahr genügt, kommt man durchgängig mit max. 3 Bundesanleihen hin. Da die Anleihen bis zur Restlaufzeit gehalten werden, hat man nur Transaktionskosten beim Kauf, nicht aber beim Verkauf.

    Oder eben das Ganze aus Bequemlichkeit als ETF. Der ETF nimmt mir dann die Arbeit ab, kostet halt ein paar Promille an Gebühren. Mit denen kann ich leben. Mich treibt jedoch das Thema der Wertpapierleihe in diesem spezifischen Segment etwas um. Wenn auch mehr aus intellektueller Neugier ;)

  • Die Frage ist doch, was genau man damit machen möchte.

    Geht’s um den risikoarmen Teil, der nach dem Risikoarm-Risikoreich Modell das Portfolio stabilisieren soll? Dann sind die berühmten kurzlaufenden AAA Anleihen in Heimatwährung das Mittel der Wahl. Wenn man das nicht managen möchte oder kleinere Sparraten hat, ist der Ishares Eb.rexx 0-1 gut geeignet.

    Gehts um irgendwelche Sparziele? Dann gäbe es Alternativen zum Geldmarkt, je nach Risikotoleranz und -kapazität.

    Z.B. wären Festgelder möglich, länger laufende Anleihen (liability matching), iBonds ETFs oder, wenn man sehr flexibel beim Kaufzeitpunkt ist, sogar Aktien.

    Alles davon bringt andere Risiken mit sich. Aber auch der Geldmarkt oder ein Tagesgeld innerhalb der Einlagensicherung sind nicht risikofrei.

  • Die Frage ist doch, was genau man damit machen möchte.

    Angenommen, man investiert in allen Lebenslagen (von der Ansparphase in jungen Jahren bis zur Entnahmephase im Rentenalter) einfach konsequent nach dem risikoreich:risikoarm Modell nach den folgenden Grundprinzipien:

    1) Innerhalb der beiden Bausteine die Risiken jeweils so gering wie möglich und 2) Steuerung des Portfolios nur über die Gewichtung zwischen den beiden Teilen. Und 3) das Ganze so einfach und kostengünstig wie möglich.

    Dann nimmt man bspw. einen FTSE All-World oder ACWI (IMI) ETF auf der Aktienseite und einen Xtrackers II Germany Government Bond 0-1 oder iShares eb.rexx Government Germany 0-1yr auf der Anleihenseite. Und fertig ist die Laube.

    Lediglich für den ganz kurzfristigen Bedarf braucht man dann vielleicht noch irgendwas zwischen Girokonto und Wertpapierportfolio. Das ist aber eher Optimierung im Detail.

    Bleibt nur noch die zugegebenermaßen nerdige Frage nach der Wertpapierleihe im Bundesanleihen ETF ^^

  • Als Beispiel: Wer das Swap Risiko des DBX0AN vermeiden wollte und den eb.rexx 0-1 gewählt hat, schnitt in den vergangenen 10 Jahren knapp 5% schlechter ab. Andersherum könnte man sich fragen, welches Szenario eintreten müsste, damit der DBX0AN einen Dip von 5% hat.

    Die Realrendite liegt in dieser Zeit mit diesen ETFs bei ca. -20% bzw. -25%.

    Am Ende ist die Frage immer: Welche Risiken bin ich bereit einzugehen.

    Vor dem Hintergrund wird die Frage nach Swap oder Wertpapierleihe m.E. fast irrelevant.

    Ich persönlich investiere nicht (mehr) nach dem Risikoarm-Risikoreich Modell, sondern nach Liquiditätsbedarf. Bei festen Verhältnissen wäre der risikoarme Teil unverhältnismäßig groß.

    D.h. es gibt eine Rücklage, die je nach Horizont mit GMF oder Bundesanleihen bestückt wird und was nicht benötigt wird, wandert in den Aktienmarkt.

  • Andersherum könnte man sich fragen, welches Szenario eintreten müsste, damit der DBX0AN einen Dip von 5% hat.

    …oder vom Handel ausgesetzt wird. Das Problem mit einem Black-Swan-Event ist, dass wir heute nicht wissen, wie es aussehen wird und wozu es fähig ist. Hättest du 2005 jemandem erklärt, dass der amerikanische Immobilienmarkt nicht sicher sei oder eine Bank wie Lehman Brothers pleitegehen könnte, hätte man dich vermutlich für verrückt erklärt.

    Das Lukrez-Problem ist wirklich faszinierend und auf jede Epoche anwendbar. Übrigens auch auf die hier im Forum und bei Finanztip propagierten Aussagen wie: „Wenn du 15 Jahre Zeit hast, dann Aktien“ oder „50 % musst du schon aushalten können.“

    Vielleicht sagen die Kinder unserer Enkel irgendwann einmal: „30 Jahre musst du schon mitbringen und 90 % Verlust aushalten können“, weil genau das zwischen 2027 und 2057 passiert ist.=O

  • oder vom Handel ausgesetzt wird. Das Problem mit einem Black-Swan-Event ist, dass wir heute nicht wissen, wie es aussehen wird und wozu es fähig ist.

    Klar, alles kann vom Handel ausgesetzt werden. Selbst physisches Gold wird bei einem Goldverbot vom Handel (und Besitz) ausgesetzt…

    Wie gesagt:

    Am Ende ist die Frage immer: Welche Risiken bin ich bereit einzugehen.

  • Vielleicht sagen die Kinder unserer Enkel irgendwann einmal: „30 Jahre musst du schon mitbringen und 90 % Verlust aushalten können“, weil genau das zwischen 2027 und 2057 passiert ist. =O

    Oh je. Das würde ich aber nicht deinen Kindern sagen, denn dann würden deine Enkel vielleicht nie geboren.


    Aber irgendwann geht die Welt sowieso für jeden unter.

  • Nur Deutsche Staatsanleihen und KfW oder has du auch Unternehmensanleihen dazu?

    Ich nehme nur Deutsche Staatsanleihen und KfW (Bundesländer natürlich auch).

    Meine Frau nutzt Unternehmensanleihen als Komponente des Risikoanteils ziemlich erfolgreich. Das ist quasi ihr „Fachgebiet“.

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