Beiträge von neustarter

    Ich halte die Kritik an dem 4-ETF Portfolio für übertrieben. Es ist einfach irgendeine der zig Varianten eines "nachgewürzten" Portfolios, alle mit dem Ziel den USA-Anteil zu senken. Dabei stellt man sich zwangsläufig in irgendeiner form gegen den Markt. Ja, vielleicht gibt es bessere Varianten als diese. Aber für alle gibt es immer eine mögliche Begründung, die sich logisch anhört. Aber das entscheidende ist, dass man mit jedem Ereignis auf der Welt, mit jeder Zeitungsmeldung oder Forumsmeinung aufs Neue zu grübeln beginnt, und womöglich am Portfolio rumschraubt. Mit einem 1-ETF Portfolio löst man dieses Problem.

    Genau das ist mein Punkt. Damit beschäftige ich mich ja selbst jetzt gerade schon. Und ich möchte nicht ständig in Versuchung geraten etwas optimieren zu müssen. Der eine sagt weniger USA, der nächste meint 30% EM rein, der nächste meint nach BIP usw, dies und das. Und wie du schreibst: es gibt für alles irgendwie gute Erklärungen, teilweise auch mit Zahlen belegt etc. (Zumindest kurzfristig war jede Variante mal im Vorteil). Aber das macht einen (bzw. mich) ja auf Dauer verrückt bei 40 Jahren Anlagehorizont.

    Ich danke euch allen für eure Kommentare. Kurz noch zu den Eckdaten, da diese hier gewünscht wurden.

    30 Jahre alt, Nettoeinkommen von 4.000 €, die 1.500 € mtl. können problemlos gespart werden. Anlagehorizont bis zur Rente.

    Ja, ich habe bisher keine wirkliche Erfahrung, das ist richtig. Ich habe mich aber schon wie verrückt eingelesen, monatelang. Und trotzdem bleiben immer kleine Unsicherheiten, was denn der richtige Weg ist, also wie das Portfolio aussehen soll. Weil es eben zu viele Kommentare, Meinung etc. gibt, von Prof Walz mit seinem nachwürzen bis sonst was. Dass ich das anpacken will ist klar, aber das WIE verunsichert mich eben.

    Deswegen auch der Gang zum Honorarberater, wobei ich jetzt einfach denke, ob ich damit nicht noch viel mehr verleitet werde immer rumzuspielen, wenn es 4 ETFs sind?

    Ich denke selbst bei großen Summen ist es vielleicht einfach entspannter, wenn ich nicht mehrere, auch nicht zwei etc. habe, sondern einen einzigen ETF. Dann muss ich mich einfach um absolut gar nichts kümmenr. Bei 1.500 € kommt schnell eine große Summe zustande und dann schaffe ich das Rebelancing nicht, wenn ich ETFs "auffüllen" muss um sie auszugleichen.

    Ich tendiere jetzt zwischen dem FTSE AllWorld und dem ACWI IMI. Mir ist nur noch nicht ganz klar, ob der IMI wirklich mehr Sinn macht. Klar habe ich eine breitere Streuung, aber wie kommt man auf die rund 10% usw.? Gibt es dafür eine Erklärung? Oder wurde das einfach willkürlich vom ETF-Anbieter entschieden?

    Danke euch allen für euren Input. Ich denke ich stelle lieber gleich um, also investiere auch das bisher ersparte gleich in den neuen ETF, anstatt das noch liegen zu lassen. Jetzt kann ich sowieso den Sparerpauschbetrag nutzen.


    Nur noch eine Frage: ACWI oder IMI? Würdet ihr die Small Caps mit reinnehmen? Nur world habe ich gar nicht vorgeschlagen, weil ich denke, dass zumindest die Schwellenländer als kleine Beimischung sinnvoll sind.

    Hallo zusammen,


    ich habe im Oktober diesen Jahres mit meinem ETF Portfolio gestartet und bespare monatlich 1.500 Euro.


    Da ich mir sehr unsicher war, ob wirklich ein einziger ETF reicht (für eine möglichst gute Verteilung der Welt) habe ich mich beraten lassen und folgendes Portfolio vorgeschlagen bekommen:

    SPDR MSCI World (A2N6CW)

    850,00 €

    Xtrackers MSCI Europe (WKN: DBX1ME)

    225,00 €

    iShares MSCI Emerging Markets (WKN: A0RPWJ)

    225,00 €

    iShares MSCI World Small Cap (A2DWBY)

    200,00 €

    Jetzt habe ich mir die Frage gestellt, ob ich mir damit wirklich einen Gefallen getan habe. Klar, mein Portfolio wird aufgrund meines Alters (30 aktuell) und der Sparrate hoffentlich noch sehr groß, aber braucht es wirklich 4 ETFs? Beim rebalancing macht es das vermutlich etwas aufwendig.

    daher überlege ich jetzt die aktuellen Positionen zu verkaufen (ich habe ausreichend Sparerpauschbetrag übrig) und einfach zum Januar neu zu starten. Vielleicht lieber jetzt umstellen bevor ich das in ein paar Jahren mache.

    Was meint ihr? Und was würdet ihr empfehlen? Ein All World? Ein All World IMI?

    Das stimmt, es ist nur eine Verunsicherung, weil gerade wirklich absolut jeder darüber spricht, dass ein ftse all world oder msci imi doch nicht reichen soll. Selbst Leute die unabhängig sind und einen seriösen Eindruck machen. Dass es keine Sicherheit gibt ist mir klar, ich frag mich nur, ob ich nicht ein höheres Risiko eingehe oder ein ordentliches Stück Rendite liegen lass.


    Sorry für die wilden Gedanken, das sind Fragen die mich beschäftigen

    Danke. Genau das mit dem "nachwürzen" von Prof. Walz meine ich. Ich falle per se nicht auf die ganzen Influencer rein, die jeden Tag was anderes empfehlen. Aber inzwischen melden sich ja selbst Experten wie Prof Walz, den ich per se als unabhängig bezeichnen würde, zu Wort, dass ein einfacher ACWI oder IMI nicht ganz ausreichend ist. Nur deswegen auch meine Bedenken und halt eben gerade aufgrund der Höhe der Summe, weil es dann doch schon einen großen Teil bzw. den größten meines Vermögens ausmacht. Da möchte man möglichst sicher unterwegs sein, wenngleich es natürlich keine absolute Sicherheit gibt.

    Kannst du bitte mal die konkreten ETFs nennen? Am besten mit WKN oder ISIN.
    Im Eingangspost nennst du nur eine Regionenverteilung, aber keine konkreten ETFs.

    Anbei die konkreten WKNs zu meinem Sparplan. Natürlich klingt für mich ein einfacher FTSE All World oder ein MSCI IMI sehr attraktiv. Aber wenn ich dort 300k auf einmal einbezahle und weiterhin mtl. die 1.500 € bespare, dann habe ich dort ruck zuck 500k und in ca. 15 Jahren mit Zinsen 1 Mio drin. Und das ist dann schon eine Menge Geld und ich frage mich, ob es da nicht besser ist die Verteilung etwas anders zu machen (nicht super wild). 1 Mio in einem einzigen ETF mit 70 % USA klingt für mich auf den ersten Blick nicht ideal. Dazu kommt leichte Verunsicherung durch Personen wie Harmut Walz, der eben auch meinte, dass man nicht alleine auf den MSCI World setzen sollte.

    SPDR MSCI World (A2N6CW)

    850,00 €

    Xtrackers MSCI Europe (WKN: DBX1ME)

    225,00 €

    iShares MSCI Emerging Markets (WKN: A0RPWJ)

    225,00 €

    iShares MSCI World Small Cap (A2DWBY)

    200,00 €

    Vielen Dank euch allen für die tollen Antworten. Ich werde es jetzt wie folgt machen: Monatlich 10.000 € via Sparplan einzahlen, aufgeteilt über 30 Monate. Und den Rest so lange auf ein möglichst gut verzinstes Tagesgeld. Auch wenn es sicherlich sinnvoller wäre, es sofort einzuzahlen, fühle ich mich vom Bauchgefühl her irgendwie wohler, wenn es auf fast 3 Jahre verteilt stattfindet.

    Zu meiner Aufteilung mit den ETFS, ist das soweit sinnvoll wie ich das bisher gemacht habe? Oder ist da wirklich ein einziger ETF genau so sinnvoll? Man muss bedenken, dass es schon eine ordentliche SUmme ist und der monatliche Sparplan mit 1.500 ja auch weiterläuft. Sprich das Depot ist sehr schnell in einem hohen Bereich, da erscheint mir ein einziger ETF ggf fast schon zu simpel.... Wenn ich dort monatlich "nur" 100 € einzahlen würde, hätte ich gar nicht nachgedacht und einfach einen ETF genommen.

    Hi zusammen,

    ich bespare seit dem 01.10. diesen Jahres (also bisher 3 Sparplanausführungen) einen monatlichen ETF-Sparplan mit 1.500 €, aufgeteilt auf die 4 folgende ETFS mit den Verteilungen:

    • Nordamerika: 51,7 %
    • Europa: 25,8 %
    • Asien: 19,0 %
    • Rest der Welt (Pazifik, Lateinamerika, Afrika, Osteuropa): 3,5 %

    Jetzt ist es so, dass ich eine einmalige Zahlung in Höhe von 300.000 € bekommen habe.

    Kurz zu mir: 30 Jahre alt, abbezahlte Wohnung in Form einer 3-Zimmer Wohnung die vermietet wird bereits vorhanden. Kein Kauf eines Hauses, größerer Wohnung etc. geplant. Ansonsten habe ich einen Notgroschen in Höhe von 15.000 € und das Depot mit 4.5000 €.

    Was würdet ihr empfehlen mit den 300.000 € zu machen? Eine weitere Wohnung als Kapitalanlage zu kaufen halte ich vom Bauchgefühl her nicht für wirklich sinnvoll, zumal die bereits vorhandene Wohnung bereits nur eine magere Rendite abwirft und mein Vermögen bisher ja fast ausschließlich in der Immobilie steckt. Falls die Antwortet lautet, es in die 4 ETFs zu investieren: Würdet ihr alles auf einmal reinpacken? Oder SChrittweise?

    Jetzt nochmal zum eigentlichen Thema eine Rückfrage an die Community ;)

    Ich habe gerade die Sparpläne gerade bei der ING eingerichtet. Dort wurde mir jetzt angezeigt, dass 3 der 4 ETFs physisch optimiert replizieren. Empfindet ihr das als ein Risiko und ich sollte lieber vollständig physisch replizierende ETFs wählen? Oder passt das so?

    Es ist einfach so, dass niemand die Zukunft Voraussagen kann. Das einzige woran sich orientieren kann sind solche Backtests. Und da wird es in den meisten Fällen so sein, dass man mit einer 1 ETF Strategie entweder sehr ähnliche oder sogar bessere Resultate hatte. Für mich würde auch der "Pflegefaktor" eine Rolle spielen. 1 ETF und los vs. ständig Gedanken machen, rebalancen, eben "aktiv" sein.

    Falsch ist die Aufstellung nicht. Vielleicht ist sie sogar besser. Arbeitsaufwändiger ist sie aber in jedem Fall.

    Danke dir für dein Feedback. Tatsächlich war zuerst auch ein 1 ETF mein Plan. Aufgrund der geplanten Zuzahlung im Januar fühlte ich mich dann etwas unsicher. Denke bei einem hohen 6stelligen Depot lohnt sich hoffentlich der Mehraufwand der 4 ETFs. Aber wie du schreibst, wissen tut man es erst hinterher.

    Ich verstehe nicht, wie es zu dieser Aufteilung kommt. Vielleicht wurde da aber auch nur ungewöhnlich gerechnet. Bei Pazifik ist üblicherweise Japan dabei, aber wie kommt man dann noch auf 19 % Asien? China und Indien?

    Die Gewichtung der ETFs sieht ok aus, auch wenn ich nicht verstehe, warum man es kompliziert machen muss.

    Die 19 % Asien kommen durch die Small Caps und den EM ETF zustande. Da sind dann Taiwan, Indien, China, etc. drin.

    Bzgl. der Komplexität: Mein Berater hat mir dazu geraten, dass diese Aufteilung besser sei als ein einziger ETF, erst recht wenn das Portfolio zukünftig durch die hohe mtl. Sparrate und eine geplante Einmalzahlung kräftig steigt.

    Guter Hinweis. Das kann man zumindest die letzten 10 Jahre vergleichbar gegen einen Vanguard FTSE All-World laufen lassen.

    Aber mit dem 4 ETF Depot bin ich doch auch nicht schlechter aufgestellt, oder? Also ernstgemeinte Frage. Für mich klingt das Portfolio nachvollziehbar, USA etwas niedriger gewichtet, Small Caps dabei etc.

    Den Vergleich habe ich bisher nicht gemacht, wobei man ja auch nicht nur darauf setzen sollte. Mir wurde erklärt, dass das Depot so besser aufgestellt ist als nur mit einem einzigen ETF, weil es nochmal breiter aufgestellt ist.

    Das neue Portfolio hat jetzt eine einheitliche Struktur auf MSCI-Basis.

    Hier die neue regionale Verteilung:

    • Nordamerika: 51,7 %
    • Europa: 25,8 %
    • Asien: 19,0 %
    • Rest der Welt (Pazifik, Lateinamerika, Afrika, Osteuropa): 3,5 %

    SPDR MSCI World (A2N6CW)

    850,00 €

    Xtrackers MSCI Europe (WKN: DBX1ME)

    225,00 €

    iShares MSCI Emerging Markets (WKN: A0RPWJ)

    225,00 €

    iShares MSCI World Small Cap (A2DWBY)

    200,00 €

    Sorry für meine späte Rückmeldung, ich war über das Wochenende weg.

    Ich gehe jetzt nicht auf jeden Post einzeln ein, möchte aber nochmal klarstellen, was ich mir von der Honorarberatung erhofft hatte bzw. auch beauftragt habe: Es ging nicht um eine komplette Vermögensplanung oder Ähnliches, das machen ja auch die meisten von euch selbst. Und da gibt es bei besagtem Honorarberater einfach die Möglichkeit alles zu buchen, von A-Z, nach Stundenaufwand. Und ich habe konkret darum gebeten, dass wir ein Portfolio zusammenstellen, nicht mehr und nicht weniger. Da ich niemanden brauche der mir jetzt meine Rentenlücke berechnet, aufzeigt viel ich sparen muss um diese zu füllen, etc. Aber ich brauche sehr wohl jemanden der mir das Portfolio zusammenstellt, da ich eben aufgrund der tausenden an Tipps im Internet schlicht überfordert war und unbedingt das richtige tun wollte. Ja, einfach mal starten mit 1 ETF, ich weiß. Dazu konnte ich mich dann irgendwie doch nicht einlassen.

    Und daher haben wir eben in den 1,5h das Portfolio zusammengestellt. Auch hier bin ich der Ansicht, dass man dafür keine zig Stunden braucht. Der Honorarberater hat mir schnell und einfach aufgezeigt, dass er meine Sparrate und auch mögliche zukünftige Einmalzahlungen auf World, Europa, EM und Small Caps aufteilen würde und das wars. Dann hat er mir live die passenden ETFs aufgezeigt, die Summen verteilt und fertig.

    Ja, im Nachgang war ich dann doch überrascht, weil eben der Fehler mit den zwei Index-Anbietern passierte und mir auch nicht klar war wie genau die Logik hinter der Aufteilung ist. Aber ich habe den Honorarberater nochmal kontaktiert und jetzt ein angepasstes Portfolio bekommen. Ich schicke es euch im nächsten Post gleich hier rein.

    Jetzt bleib mal locker und entspann dich.

    1.500 Euro können problemlos in Sparpläne bei der ING fließen.
    Wichtiger als die Aufteilung (die hier leider handwerklich nicht sauber ist) ist das Durchhaltevermögen.

    Im Moment sieht es so aus, als wollest du ein Depot mit ca. 38 Prozent USA (incl. Small-Caps) und 22 % Emerging Markets.
    Der Europa Anteil liegt insgesamt bei circa 30 %. Deshalb wahrscheinlich auch die etwas krummen Prozentanteile.

    So eine Aufteilung kann man kostengünstig realisieren.

    Ja, diese Aufteilung so zu machen war die Empfehlung des Honorarberaters. Ich fragte eingangs nach einem einzigen ETF, ob das nicht entspannter wäre. Daraufhin meinte der Berater (auch aufgrund einer höheren Einmalzahlung die im Januar kommt), dass es besser sei das Portfolio anders aufzubauen. Zum einen weniger USA, zum anderen sei es generell sinnvoll mehrere ETFs zu haben, falls sich mal was beim Anbieter verändert. Dann kann man einen einzelnen ETF ersetzen und muss nicht komplett zu einem anderen Anbieter.

    Wie er auf konkret diese 4 ETFs gekommen ist? Nachdem die Aufteilung in Prozent nach World/EM, EUR und Small Caps stand, ging es auf ExtraETF und dort wurde meine Depotbank eingegeben und dann geschaut welche ETFs jeweils angeboten wurden. Und dann wurde immer der ETF genommen, der historisch die beste Rendite hatte (die Kosten sind da schon eingepreist bei der Renditebetrachtung). Deswegen habe ich teilweise günstige und teilweise teurere ETFs dabei.

    Tomarcy  monstermania Danke euch beiden sehr für euren Input. Werde den Honorarberater gleich nochmal kontaktieren. Ich bin eigentlich zum Berater, weil ich mich eben doch nicht ganz traue mit einer Sparrate von 1.500 einfach wild auszuprobieren, sondern einen Profi an meiner Seite haben wollte wo ich mich drauf verlassen kann, dass ich ein gutes Portfolio habe das ich entspannt über viele Jahre besparen kann, ohne mich drum kümmern zu müssen. Daher bin ich jetzt wirklich mehr als enttäuscht und verunsichert.