Ich nutze es tatsächlich. Auch die Pro-Version. Kleine Firma, x Projekte gleichzeitig, mir hilft es bei Texterstellung für diverse Zielgruppen und tatsächlich auch, wenn ich (dieses Jahr neu dazugekommen) Bildcontent gestalten muss, weil ich eben statt durch Hilfeforen zu geistern, die KI benutze. Das bedeutet ja nicht, dass man das, was rausgespuckt wird, unreflektiert durchreicht. Für mich mit nur rudimentären Programmierkenntnissen auch unverzichtbar, wenn ich z.B. Fehler in Codes habe, die kann ich damit echt sauber und schnell beheben.
Beiträge von Myrrisch
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Du hast Dich (in meinen Augen zu Recht) über Deinen Sparkassen-Finanzprodukteverkäufer geärgert, der versucht, Druck auf Dich auszuüben und am Telefon unverschämt war.
Ich habe versucht, Dir die Alternative aufzuzeigen, wie Du Deine Finanzen selbst in die Hand nimmst. Dazu gehören drei Dinge: 1. Zeit zum Einlesen, zum Selber-Schlau-Machen und 2. etwas Mut zu angemessenem Risiko 3. Gelassenheit und Konsequenz, den geplanten Weg dann auch zu gehen.
Zur Finanzplanung gehört zwingend eine Vermögensbilanz. Du mußt klar aufschreiben, was ist. Brauchst Du Hilfe von außen, braucht der externe Ratgeber diese Aufstellung. Das ist aber erst der zweite Schritt. Zuallererst brauchst Du selbst diese Aufstellung.
Aktuell scheinst Du noch nicht ehrlich zu Dir selber zu sein, und das ist unzweckmäßig. Du nimmst einen kleinen Teil Deines frei finanzierbaren Vermögens und willst diesen Einteilen. Das bringt es so nicht. Niemand zwingt Dich natürlich zu einer bestimmten Vermögensallokation (also -Aufteilung), aber es ist sicherlich unsinnig, sich Gedanken über Renditebausteine und Sicherheitsbausteine zu machen, wenn man in der Hinterhand einen übergroßen Notgroschen hat und einen weiteren sechsstelligen Betrag aus einem Immobilienverkauf erwartet.
Als Notgroschen bezeichnet man eine Liquiditätsreserve. Geld, das man kurzfristig mobilisieren kann, wenn die legendäre Waschmaschine die Waffen streckt oder eine unerwartete Autoreparatur bezahlt werden muß. 100.000 € sind zumindest für unsereinen kein Notgroschen, sondern Sicherheitsbaustein. Wenn ein solcher Betrag nicht sinnvoll angelegt ist (und das scheint er bei Dir nicht zu sein), dann hast Du dort sicher eine weitere Baustelle.
Desgleichen der erwartete Erlös aus dem Immobilienverkauf. Du dürftest zumindest eine Ahnung davon haben, was dort herauskommen wird, also tust Du wohl daran, Dir Gedanken über die Verwendung zu machen.
Aber halt: Schritt um Schritt. Mir scheint, Du hast noch ein Stück Wegs vor Dir.
danke, aber ich bin mitten in einer Übergangsphase mit Hausverkauf und neuem Wohnumfeld, deshalb bleibt mein Sicherheitsbestand bewusst noch so hoch. Im ersten Schritt geht es jetzt ausschließlich darum, die teuren aktiven Deka-Fonds umzuschichten und in meine geplante ETF-Struktur umzulegen – den Rest (Notgroschen-Höhe, Gesamtallokation, Immobilienerlös) kläre ich später in Ruhe. Eine grobe Vermögensübersicht habe ich für mich natürlich, aber die Feinjustierung macht erst nach Abschluss der großen Themen Sinn.
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Das ist häufig so, und (leider) auch bei vielen Ratgeberseiten so, dass bei der Frage "Risikoaufteilung" nur das Depotvermögen betrachtet wird, und nicht der ganze Rest.`
Wenn ich nur mein Depot betrachte, bin ich zu 100% in Aktien investiert. Klingt extrem riskant? Nicht, wenn ich das Depot (und damit den Aktienanteil meines Vermögens) in Relation zum ganzen Rest (selbstgenutzte Immobilie, Tages-/Festgeld, Rentenanwartschaft...) sehe. Da liegt dann der Aktienanteil plötzlich nur noch zwischen 10% und 20%.
Myrrisch Ich würde Dir deshalb auch empfehlen, mach' mal eine vollständige Vermögensaufstellung, einfach damit Du das auch für Dich selbst mal schwarz auf weiß im Überblick hast. Also einmal alles, das heißt:
- Übersicht über alle Giro- / Tages- / Festgeldkonten (egal ob für laufende Ausgaben oder ob "Notgroschen" drübersteht)
- Depotvermögen (ETFs, sonstige Fonds, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen usw...)
- Immobilieneigentum (sofern vorhanden)
- Rentenanwartschaften (gesetzliche Rente, Versorgungswerk, baV, private Rentenversicherungen...)
- etwaige sonstige Finanzprodukte, sofern vorhanden (Bausparverträge, Riester-/Rürupverträge, Kapitallebensversicherungen usw...)
Auch für Deine weitere Planung ist es vermutlich hilfreich, wenn Du nicht nur isoliert Dein Depot betrachtest, sondern Dein Vermögen insgesamt.
Der Risikoanteil ist nicht so hoch. Grob überschlagen adhoc - ca. 35-40%. Der 20% Anteil bei den ETFs ist daher für mich psychologisch eher als Sicherheitslinie. Ich werde da aber noch dazu lesen und bin auch sehr dankbar für alle Impulse, aber ich gehe damit nicht in eine komplette Risikostrategie in meinen Augen. Die (bisherige blöde) Anlage war immer nur für den Ruhestand gedacht und das wird auch so bleiben.
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Unter dem Aspekt Notgroschen und Immobilienbesitz ist 80 % vielleicht an der oberen Grenze von moderat. Ich denke aber auch, dass es aktuell noch zu früh ist, sich endgültig festzulegen. Nimm Dir Zeit für den Walz (oder vergleichbares), damit steigt die Sicherheit, passende Entscheidungen zu treffen. Diese Daumenregeln (75 % = risikoorientiert) berücksichtigen die Begleitumstände zu wenig.
Mache ich auf alle Fälle. Aber das war sowohl bei den bisherigen Fonds als auch für die ETF-Planung immer so aufgestellt, dass das liegt bis zur Rente und nicht angefasst wird. Und auch dann nicht mit Tag 1 Rente alles verjubelt wird, sondern eine Entnahme von 3-4% jährlich angestrebt ist. Sollte eine Notsituation eintreten, die nicht vorhersehbar ist - that's life. Dann ist es so.
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Ich empfehle Dir einfach mal folgende Seiten zu lesen:
https://www.test.de/Anlagestrategi…hase-5179990-0/
Demnach wird ein 75:25 Portfolio von Finanztest als Risikoorientiert eingestuft.
Das ist aber kein Dogma. M.E. kann man auch als Mensch im höheren Alter durchaus eine sehr hohe Aktienquote haben, wenn man auf das Geld im Risikoteil viele Jahre nicht angewiesen ist. Blöd wird es immer dann, wenn man finanzielle Mittel benötigt und das Aktiendepot gerade gen Süden läuft. Es empfiehlt sich daher immer einen ausreichenden Puffer an Liquidität vorzuhalten um auch mal eine mehrjährige Durststrecke entspannt aussitzen zu können.
Und klar. Einigermaßen gesund alt zu werden ist wichtiger als Vermögen. Aber mit etwas Geld, macht das Leben einfach mehr Spaß. Und wenn es einem nur die Möglichkeit eröffnet sich später ein etwas besseres Pflegeheim leisten zu können.das bin ich nicht. Mein "Notgroschen" den ich auch so lasse, ist aktuell im unteren 6stelligen Bereich. Da ich von Puffer ausgehe aus Hausverkauf-Wohnungskauf und auch noch etwas aus dem Barvermögen meiner verstorbenen Mutter erbe (5stellig), bin ich auch bei Renteneintritt dann nicht direkt auf eine Entnahme angewiesen im Zweifelsfall. Ich bin kein Krösus, (keine Karriere, durch die Pflege) komme aber gut klar. So, dass ich auch, wenn keine größeren Reparaturen kommen, am Ende des Monats noch Geld habe und nicht umgekehrt. Und Schwabe.
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Ich würde bei allem verständlichen 'Sparkassen-Bashing' auf obigen Punkt näher eingehen.
Ein Verhältnis von 80:20 würde ich bei allem Wohlwollen kaum als 'sicherheitsorientiertes Umschichten' bezeichnen wollen.
Das soll nicht heißen, dass ich die Risikoquote als zu hoch für Dich erachte, nur sollte man sich vorher genau ansehen woher man kommt und wohin man will.
Wie war den das bisherige Depot risikotechnisch aufgestellt?
Wenn Du Deine eigene Risikotragfähigkeit analysiert hast ist ja Alles fein.Ich bin selbst aktuell bei einer Quote 75:25, habe mich dahin aber auch von rund 60:40 hingearbeitet, wobei die heutigen 25% im 'sicheren' Teil größer sind wie die 40% von früher.
Ich verfolge seit einigen Jahren das Modell des 'Safe-Floor-Rebalancing', dass Gerd Kommer hier vorgestellt hat: https://gerd-kommer.de/blog/alternatives-rebalancing/Zumindest bis zur Fälligkeit meiner alten Lebensversicherung 2031 habe ich vor diesem Prinzip treu zu bleiben.
eher moderat im Risiko, das stimmt. Aber ich habe wie gesagt einen ausreichenden Notgroschen, der nicht da reinwandert. Vom Hausverkauf wird auch ein Puffer übrig bleiben. Das ist aber Zukunftsmusik, da mache ich mir dann Gedanken, wie ich damit umgehe. Ich werde mir das mal in Ruhe anschauen und drüber nachdenken. Danke! Im Grunde ist alles unter der Voraussetzung, dass man Job hat, gesund bleibt und das Rentenalter erreicht.
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Da hast du aber ein ganz drolliges Exemplar von „Berater“ erwischt.
Oh ja...
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Lustig war das Beispiel Wirecard, das er anbrachte. Die Sparkasse hätte das ja schon 1 1/2 Jahre vor allen anderen gemerkt usw. .. und da wären viele pleite gegangen, anhand der jetzigen Weltlage kann er mir nur abraten.. selbst wenn Wirecard in einem All World ETF bei wäre.. wäre die Gewichtung ja verschwindend gering.
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Da sich bei mir gerade sehr viel auf einmal ändert - eins nach dem anderen. Ich hatte jetzt erst, nach dem Wegfall der Pflegesituation und dadurch auch einem Todesfall auch erst nach ein paar Monaten Zeit, das Ganze mal anzuschauen und zu überdenken. Und da ich sowas nicht zwischen Tür und Angel mache oder leichtfertig.. jetzt sind erst mal die Sparpläne, die in die aktiven Fonds liefen, ab Dezember weg. Dann starte ich mit dem ETF-Sparplan. Alles andere bleibt erst mal bei der KSK (Giro, Geldmarkt) fürs Erste. Wenn ich dann Hausverkauf hinter mir habe, bzw. das greifbar ist und weiß, wo ich lande wohnungstechnisch.. der nächste Schritt. Als Nächstes fordere ich mal eine Übersicht an, mit der Gesamtkostenübersicht, genauen Anschaffungsdaten und Kaufdaten für das Depot. Und dann mal schauen, wie ich es am besten mache.
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Vielen Dank allen. Etwas Bestätigung hab ich tatsächlich auch gebraucht. Mea culpa. Aber ich denke, dass ich tatsächlich für den Sparplan beim Discountbroker landen werde (vermutlich ING) und für den Geldmarkt-ETF dann bei einem Neobroker. Für den Start werde ich aber erst mal den Geldmarkt-ETF außen vor lassen und das dann zu einem späteren Zeitpunkt mit einer der Umschichtungen in Angriff nehmen.
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Aktuell habe ich erst mal die Sparpläne gestoppt. Vor allem, damit nichts mehr in den Immobilienfonds läuft. Die werde ich ja wie es aussieht wegen Mindesthaltedauer / Kündigungsfrist nicht sofort verkaufen können.
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Liebe Finanztip-Community,
ich bin Anfang 50 und möchte meine Altersvorsorge nach Jahren bei der Sparkasse/ auf umstellen. Ich habe mich lange Zeit aus privaten Gründen (u.a. Pflege von Angehörigen) nicht kümmern können. Jetzt möchte ich die hohen Kosten beenden, da sich meine Situation (Pflege) geändert hat und ändern wird (Wohnsituation). Mein Berater setzt mich massiv unter Druck.
1. Ausgangslage und Liquidität
Mein Alter liegt Anfang 50, ich habe noch 15 Jahre bis zur Rente. Mein Depotwert liegt bei ca. 180k in diversen aktiv gemanagten Fonds der DEKA (wie es so oft ist, man hat halt das gemacht, was der Berater vorgeschlagen hat). Das Vermögen wird NICHT für meine Wohnsituation benötigt, da der Kauf einer neuen Wohnung über den Erlös des Elternhauses finanziert wird. Ein Notgroschen ist ebenfalls vorhanden. Alle Sparpläne sind bereits gestoppt.
2. Mein Plan (Sicherheitsorientierte Umschichtung)
Mein Ziel ist die Umschichtung auf einen einzigen, globalen nachhaltigen All-World-Index. Verteilung 80:20 Aktien-ETF und Geldmarkt-ETF (mein Sicherheitsbedürfnis). Die Umschichtung der Depot-Bestände (v.a. der wg. Haltefristen) soll über 2-3 Jahre verteilt erfolgen. Geplant ist ein neuer monatlicher Sparplan von 300 € (mehr geht aktuell nicht) auf den ETF.
3. Die Berater-Offensive
Der Berater hat mich nach meiner formellen Anweisung an das Backoffice der Bank direkt angerufen und rät mir mit seinem angeblichen Fachwissen entschieden ab. Er warnt, ich würde "ins Verderben rennen" und "böse auf die Nase fallen". Er greift mich persönlich an, indem er mich als "sehr emotional" bezeichnet und auf unsere langjährige Beziehung verweist. Gleichzeitig stellt er die Konzentration auf einen ETF in der aktuellen Weltlage als unsicher dar und behauptet frech, die Kosten hätte ich ja gar nicht, da sie nicht vom Girokonto abgebucht würden. Klar habe ich die. Nur halt von meiner Performance. Er meint, ich könnte das alles auch in meinem Deka -Depot machen und hätte weiterhin die "Qualität und den Service", die mir Neobroker nicht bieten könnten. Gerade aktuell hat er natürlich den Fall, wo ein Kunde von ihm den Neobroker nicht erreichen kann. Überraschung. Ich habe viel gelesen, recherchiert und feile seit Wochen an meiner Planung. Jetzt bin ich dermaßen durcheinandergebracht, dass ich an meinem sorgfältig überlegten Plan wieder komplett zweifle.