Beiträge von James McIntosh

    Wenn der Kurseinbruch (wie in Deinem Fall) nicht dadurch entstanden ist, dass Anleihen ausgefallen sind, sondern durch Zinsänderungen, kann man grob gesagt die Duration abwarten (in dem Fall ca 5-6 Jahre), bis man wieder beim Ausgangspunkt angekommen ist –

    Bin nicht sicher, ob die Duration 5-6 Jahre ist, ich glaube da sind auch länger laufende Anleihen dabei gewesen.

    Der Verlust wandert ja in den Verlustverrechnungstopf.

    Guter Punkt.

    Liebes Forum,

    von ein paar Jahren, in der Phase von niedrigen Zinsen, hatte ich die geniale Eingebung, etwa 30K als „Sicherheitsbaustein“ in den folgenden ETF zu investieren: SPDR Bloomberg Euro Aggregate Bond UCITS ETF (A1JJTM). Der ETF bildet einen Index nach, der festverzinsliche (auf Euro lautende) Anleihen mit Investment Grade abbildet, die von Staaten und Unternehmen ausgegeben werden.

    Auf Grund der Zinsentwicklung ist der ETF nun 12% im Minus und ich frage mich (und nun euch), ob es sinnvoll ist, die Verluste zu realisieren und z.B. in einen Geldmarkt-ETF zu investieren oder es eine realistische Chance gibt, dass der ETF irgendwann wieder „auf Null“ kommen könnte, z.B. wenn alte Anleihen durch neuere ersetzt werden oder die Zinsen wieder fallen.

    Wie man an der Frage wohl erkennen kann, bin ich kein Experte in Sachen Anleihen und würde mich über fachkundige Einschätzungen freuen.

    Danke auch für deinen Tipp für den Kauf nächste Woche. Ich habe mir vor ein paar Tagen ein Musterdepot zugelegt und habe da schon festgestellt, dass ein paar rote Prozentpunkte keine Rolle spielen, ich habe dort verschiedene Startpunkte und Anlege dauern spaßeshalber mal durchgespielt für verschiedene Portfolienzusammensetzungen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, bevor ich tatsächlich etwas in das echte Depot einlege.

    Hätte ich eine größere Summe zu investieren würde ich das bei Aktien gestaffelt machen, also z.B. bei 500K dann so 50k€ jeden Monat. Da ich schon ein paar Börsenkrisen mitgemacht habe kenne ich das Gefühl, wenn das Depot kurz nach dem Investment recht plötzlich und dann für eine gefühlte Ewigkeit 50% oder so im Minus steht.
    Durch die Staffelung kann man dieses Risiko zwar natürlich nicht eliminieren, aber zumindest etwas mehr verteilen. Ist aber zugegeben mehr eine psychologische als rationale Sache.

    Also, nach vielen Jahren Erfahrungen sammeln und nachdem ich so ziemlich jeden Fehler gemacht habe, den man so machen kann (Geldanlage bei MLP und Sparkasse, Vertrauen auf Versicherungsvertreter (=>komplett überversichert), Totalverluste mit Einzelaktien, Panikverkäufe zum falschen Zeitpunkt etc. pp.) investiere ich nun schon lange nur noch in 1-2 weltweite Aktien-ETF (z.B. A2PKXG , A2PKXG) und Geldmarkt-ETF (DBX0AN) plus Tagesgeld, wobei ich ein Verhältnis von 70/30 ("Risiko zu "Sicherheit") anstrebe.
    Wichtig: immer den Gesamtkontext beachten!
    Da ich schon über 50 bin, liegt der bei mir danke anderer Besitztümer bei ca. 50% "Risiko" und 50% "Sicherheit". Aber wie schon mehrfach hier gesagt, muss man das Thema Risiko mit sich selbst ausmachen.

    Der Verkäufer im Mercedes-Autohaus dürfte einen auch davon zu überzeugen versuchen, daß BMW keine vernünftigen Autos baue.

    Die "Produkte" der Sparkasse mit denen von Mercedes zu vergleichen finde ich nicht ganz zutreffend. Ja, beides ist unverschämt teuer, aber bei den Autos hat man wenigstens Freude dran (nehme ich als Fahrer eines alten VW Golf jedenfalls an) und neben heißer Luft auch noch einen materiellen, recht hochwertigen Gegenstand erworben ;)

    Sparkasse ist m.M.n. ein Saftladen (und zwar ein teurer). Zu den ausgedruckten Angeboten kann ich nur sagen: Schade um das Papier, weg damit.
    Ich würde den Empfehlungen von Finanztip folgen, also je nach Risikotyp in weltweite ETF plus ein sicherer Baustein bei einer Direktbank oder einem Smartbroker

    Nicht nur Du (leider) ...

    Die Jungs und Mädels von MLP waren auch an der von mir damals besuchten Universität sehr emsig und rührig unterwegs - und haben nicht wenige der angehenden Akademiker mit finanziellen "Komplett-Paketen" versorgt ... Motto: Biete allgemeinen Service (Job, Karriere, Steuern usw.) und mache den Kunden möglichst zu Deinem Freund ...

    So gingen dann auch meine diesbezüglichen Warnungen in der Regel ins Leere.

    Ich habe mich später immer gefragt wie es sein kann, dass die Verwaltung einer öffentlichen Universität es zulässt, dass solcher Kundenfang durch diese "freundlichen" Drückerkolonnen mitten im Gebäude stattfindet.

    Als Studie habe ich damals leider den sehr teuren Fehler gemacht, mit einer ähnlichen Frage zu einer (an Universitäten sehr aktiven) Finanz"beratung" mit drei Buchstaben zu gehen...
    Heute würde ich einen großen Bogen um jegliche Finanzproduktverkäufer machen und das Geld etwa aufteilen in 80% Aktien-ETF (z.B. auf den FTSE All World Index), 17% Tagesgeld und 3% würde ich auf dem Giorokonto lassen.

    Was soll das denn, Menschen, die einen Anlagetipp suchen, irgendwelche gutmenschelnden Ratschläge zu geben?! Finde ich sehr übergriffig.

    Ruhig Blut, guter Mann, war nicht 100% Ernst gemeint.
    Wer meinen Kommentar allerdings gleich als "sehr übergriffig" empfindet, ist meiner Ansicht nach schon etwas zart besaitet. Sollte das auf Sie zutreffen und ich Ihre empfindsame Seele sehr verletzt haben, bitte ich natürlich um Entschuldigung.

    Kann es sein, daß wir den gleichen "Berater" hatten?! Ich habe etwas sehr ähnliches erlebt, der Typ von der Sparkasse hat sich sogar zunächst EXPLIZIT geweigert, das Geld von schlechten DEKA Produkten in die von mir gewünschten ETF umzuschichten. Letztlich bin ich aber doch zum Ziel gekommen. DEKA ist endlich komplett weg, dafür Aktien und Geldmarkt ETF da.

    Mein Tip: ich habe mir Musterdepots bei einer anderen Bank angelegt, mit welchen ich die theoretische Wertentwicklung der verkauften DEKA Produkte mit der realen Kursentwicklung der gekauften ETFs vergleichen kann.

    Bereits nach kurzer Zeit liegen die ETF tausende Euro vorne.

    Aber selbst wenn alles mal in den Keller rauscht, kann ich so immer nachsehen, ob trotz minus die neue Strategie besser war (was ich sicher annehme).

    Nach all den Kommentaren (danke dafür :thumbup:) habe ich es nun selbst einmal ausprobiert.

    Bei der Registrierung per Handy und der Anmeldung via Personalausweis gabs keinerlei Probleme, auch der Datenabruf hat prinzipiell gut geklappt. Allerdings sind nicht alle Daten vorhanden, eine Rentenversicherung wird z.B. nicht angezeigt.

    Insgesamt finde ich das aber einen sehr guten Ansatz und hoffe, dass das System auch auf Beamtenpensionen sowie sämtliche Versicherungsunternehmen ausgeweitet wird, denn eine kompakte und stets aktuelle digitale Übersicht wäre natürlich extrem hilfreich.

    Hallo zusammen,
    ich würde gerne wissen wie eure Erfahrungen mit der digitalen Rentenübersicht sind.

    In meinem Fall ist es so, dass ich heute Beamter bin, auf Grund einer früheren Tätigkeit aber vll. auch noch eine Mini-Rente bekomme, zudem (leider) ein paar alte Rentenversicherungen habe und mir nun überlege, mich mal mit dem Thema digitale Rentenübersicht zu beschäftigen.

    Danke!