Beiträge von Harley

    Bareinzahlungen bei der Bank: Bei Sparkasse & 1822direkt unbegrenzt an den eigenen Bankautomaten möglich, bei der comdirect an den Commerzbankautomaten möglich (allerdings dort nur 3 x jährlich, ab der 4. Einzahlung fällt eine Gebühr von 4,90 € pro Vorgang an). Habe als Freiberufler noch ein Geschäftskonto bei der FYRST, das Girokonto ist komplett umsonst, sogar der DATEV Bankdatenabruf, nur leider werden keine Bareinzahlungen unterstützt.

    TGI AG. Ich hatte tatsächlich einen Bekannten, der wollte mich letztes Jahr für diese Art des Goldhandels gewinnen. Hat mir haufenweise Videos gesendet, die ich mir ansehen sollte. Alle meine Einwände wurden "entkräftet". Schön einstudiert, würde ich heute sagen. Wie zum Beispiel: "TGI AG ist richtiger Goldhandel. Nur besser!" Oder: "In den USA wäre die Stiftung Warentest schon pleite wegen immenser Schadenersatzforderungen..." Und: "Ich kaufe Gold mit 72% - 108% Rabatt und warte dafür drei Jahre auf die Lieferung. Während dieser Zeit kann TGI mehrfach aus Geld Gold und aus Gold Geld machen und mir aus dem Handelsgewinn 2% monatlich zahlen ..." Seit einiger Zeit höre ich nichts mehr von ihm. Gefunden dazu habe ich noch: " ...Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein hat ihre Warnung vor der TGI AG (Vaduz) im Jahr 2025/2026 erneut bekräftigt. Die Behörde weist darauf hin, dass das Unternehmen über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung verfügt. Auch wenn die TGI AG argumentiert, sie brauche als "reiner Goldhändler" keine Lizenz, sehen Rechtsexperten in dem Rabattmodell oft ein einlagenähnliches Geschäft, das eigentlich streng reguliert sein müsste…"

    Das mit dem Gold ist halt die Frage. Natürlich echtes Gold, nicht dieses Papiergold. Historisch gesehen konnte man für eine Unze Gold vor 100 Jahren einen guten Maßanzug kaufen – und heute ist das wohl immer noch so, habe ich mal gelernt. Allerdings frage ich mich, wenn alles zusammenbrechen würde und Geld keinen Wert mehr besitzt, ob ich dann für ein Brot eine Unze abtreten muss, das wäre meine kleinste Einheit. Soll ja Leute geben, die Kilobarren Gold horten. Da braucht man dann wohl noch einen Trennschleifer, oder?

    Hallo Doris57, ich habe letztes Jahr einen Umzug etlicher ETF von comdirect zu Scalable veranlasst. Ging reibungslos vonstatten. Du kannst auch vorher schauen, ob Deine Wertpapiere bei https://www.gettex.de/ gelistet sind. Wird das Wertpapier dort gefunden, ist es technisch bei finanzen.net zero empfangbar und handelbar. Allerdings musst Du die Bruchstücke Deiner Wertpapiere vorher über die Spaßkasse verkaufen, da nur ganze Stücke umziehen können. Die Übertragung selbst ist kostenlos, da Broker gesetzlich verpflichtet sind, Wertpapiere ohne Gebühren zu übertragen. Der Umzug selbst kann bis zu einigen Wochen dauern, also Geduld

    Ein tolles Buch dazu war für mich damals https://shop.autorenwelt.de/products/aktie…-von-lisa-osada

    :)

    Nachtrag: Falls Du Finanztip-Unterstützer bist, besuche doch das Finanztip Expertengespräch Depot im Alter: Umschichten, Entnehmen, Absichern mit Hermann Tenhagen, Datum: 24.03.2026, Uhrzeit: 18:00 - 19:00 Uhr

    Hey SuLu! Ich bin auch 63er (und 1963 geboren) und da mich das Thema ebenfalls beschäftigt, lese ich mal mit einem Auge mit und gebe meinen Senf dazu ab. Also bei mir sieht das so aus, dass ich selbständiger (aber sozialversicherungspflichtiger) Freiberufler bin, 2030 von der DRV in den Ruhestand geschickt werde, aber darüber hinaus weiterarbeiten werde. Aktivrente steht mir nicht zu. Mein Plan: Notgroschen auf Tagesgeldkonto, bzw. verzinstes Verrechnungskonto und alles andere in einen breit gestreuten ETF. Der soll laufen, laufen, laufen - irgendwann wird entnommen. Eher keine kurzlaufenden D- oder Euro Anleihen, da sind Tagesgeldzinsen attraktiver, die steigen ja gerade wieder etwas. Festgeld lohnt sich nicht. Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder? Wie schaut das bei Dir aus?

    Ich würde das nicht so machen. Wenn Du 15 Jahre lang 200€/Monat z. B. in einen FTSE All-World oder meinetwegen in den MSCI ACWI steckst, kommt höchstwahrscheinlich, so Trump will, das hier raus und ich denke, ein FTSE würde bei Bedarf von selbst nachgewichten.

    Ergebnis-Szenarien (Zinseszins gerechnet)

    ▶️ Konservativ — 4 % p.a.

    • Endwert ca.: ≈ 49.000 €
    • Gewinn: ~ 13.000 €

    ▶️ Realistisch mittig — 6 % p.a.

    • Endwert ca.: ≈ 58.000 €
    • Gewinn: ~ 22.000 €

    ▶️ Optimistisch — 8 % p.a.

    • Endwert ca.: ≈ 69.000 €
    • Gewinn: ~ 33.000 €

    (TER ist schon implizit drin — Steuern und Co. noch nicht)

    Ich hatte zwei fondsgebundene Kinder-Rentenversicherung von meinem Vater (für meine Kinder) geerbt und bin im letzten Sommer ob der mageren Rendite und der sehr langen Laufzeiten stutzig geworden. Habe mich an die Verbraucherzentrale gewandt und habe mit dem Berater alles durchgerechnet, er hat sich sehr viel Zeit genommen. So eine Beratung kostet nicht die Welt und hilft, klarer zu sehen. Bei mir war es die Verbraucherzentrale Hessen, man kann auch eine Online-Beratung z. B. via Zoom buchen.

    Wenn Dich die Meinung eines einzelnen Foristen, der nicht soviel Ahnung hat, auch interessiert: Ich habe einen sechsstelligen Betrag auf den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (ACC), der hat ja "nur" 58,54% US-Anteil. Aber ich ertappe mich dabei, auf andere ETF zu schielen (wie z. B. SPDR MSCI ACWI IMI und auch den Kommer). Aber wirklich wichtig ist doch, dass Du einfach mal anfängst. Oder mit einer einfachen Börsenweisheit gesagt: "Wer mit Aktien Geld verdienen will, macht dies nicht mit dem Kopf oder mit dem Bauch, sondern mit dem Hintern, indem er möglichst lange drauf sitzen bleibt." :thumbup: