Beiträge von OrangePilld

    Aber was kostet dann die günstigste Transaktion im besten Fall?

    Die Zahl der Miner müsste zurückgehen, weil es nur noch an Transaktionen zu verdienen gibt?!

    Der Übergang zu einem reinen Transaktionsgebühren-Modell passiert nicht plötzlich im Jahr 2140, sondern ist ein sehr langsamer, schrittweiser Prozess, der seit langen läuft und alle ~4 Jahre durch ein "Halving" spürbar wird. Aber ja, ich vermute auch, dass wir dann weniger, aber größere und effizientere Miner-Pools haben werden und hier eine Konsolidierung stattfinden wird. Die Transaktionsgebühren müssten auch graduell steigen, könnten aber durch effizientere Layer2, wie das Lightning Netzwerk, aufgefangen werden. Die günstigsten Transaktionsgebühren im Jahr 2140 kann keiner voraussagen.

    Die Menge an Bitcoin ist begrenzt. Wie funktioniert das Überweisen, nachdem Mining keine Bitcoin mehr generiert und was kostet dann eine Transaktion?

    Gute Frage. Bitcoin bleibt auch nach dem Ende des Minings (ca. 2140, das dauert also noch etwas) voll funktionsfähig. Transaktionen laufen weiter, weil Miner dann ausschließlich durch Transaktionsgebühren bezahlt werden.
    Die Gebühren haben erst mal damit nichts zu tun. Diese werden von der Netzwerkauslastung bestimmt, also bei hoher Nachfrage eher teurer, bei wenig Verkehr günstiger.
    Das System ist so gebaut, dass es ohne neue Bitcoins dauerhaft läuft.

    jedoch immer langsamer bis zum Höhepunkt.

    und es bald einen besseren Bitcoin geben kann.

    u.a. für den "alten" Bitcoin.

    z.B. Bitcoin 2.

    um Wirtschaftswachstum zu ermöglichen und eine Deflationsspirale zu vermeiden.

    Hornie Die Sorge vor einem "Bitcoin 2" ist verständlich, aber sie basiert auf einem Denkfehler. Sie vergleicht Bitcoin mit einer Technologie, aber man sollte ihn mit einem monetären Gut wie Gold vergleichen.

    Warum hat nicht "Platin 2.0" Gold abgelöst? Platin ist in mancher Hinsicht "besser" (seltenere, industriell nützlicher). Aber Gold hat die Geschichte, die Tradition und das kollektive Vertrauen auf seiner Seite. Es ist das monetäre Metall.

    Genauso ist Bitcoin das monetäre digitale Asset.

    Ein "Bitcoin 2" kann vielleicht ein besseres Technologie-Experiment sein. Aber er kann kein besseres Bitcoin sein, weil ihm die einzige Zutat fehlt, die zählt: die über ein Jahrzehnt erprobte, unzerstörbare Glaubwürdigkeit. Es gab bereits mehrere Versuche, Bitcoin abzulösen, z.B. Bitcoin Cash, und viele weitere "Bitcoin-Killer" haben es versucht. Das entscheidende Kriterium: Die Unkopierbare Geschichte. Dies ist der wichtigste Punkt und der eigentliche "Burggraben" von Bitcoin.

    Bitcoin ist das einzige Netzwerk, das bewiesen hat, dass es über einen langen Zeitraum hinweg allen Angriffen widerstehen kann. 15 Jahre Stresstest: Bitcoin hat überlebt:

    • Den Zusammenbruch der größten Börse (Mt. Gox).
    • Mehrere 80%ige Kurscrashes.
    • Verbote durch Großmächte (China).
    • Interne Streitigkeiten der Entwickler über die Zukunft des Protokolls.
    • Unzählige Hacks und Betrügereien im Ökosystem.

    Jeder dieser Ereignisse hätte Bitcoin zerstören können. Aber er hat überlebt und ist nach jeder Krise stärker und widerstandsfähiger zurückgekehrt.

    Ein "Bitcoin 2" hat keine dieser bewiesenen Resilienz. Er ist nur eine Theorie. Er ist ein Blatt Papier mit Versprechungen. Bitcoin ist ein 15 Jahre altes, in Stein gemeißeltes, von der Realität getestetes Gesetz.

    Niemand würde sein gesamtes Vermögen in einen "Tresor" stecken, der erst gebaut werden muss und noch nie einen Einbruchsversuch überstanden hat.


    Deshalb sind auch Altcoins keine Gefahr für Bitcoin. Sie kämpfen nicht um denselben Platz auf dem Podest. Bitcoin steht bereits auf dem Sockel für "Wertspeicher", während alle anderen darum ringen, die beste "Anwendung" zu sein (smart contracts, Web 3, Tokenisierung).

    Weil sehr wahrscheinlich langfristig

    • die Weltbevölkerung wächst
    • der technologische Fortschritt voranschreitend
    • der Energiebedarf ansteigt
    • durch Produktivität kontinuierlich neue Werte geschaffen werden
    • die Geldmenge sich ausweitet
    • ...

    Bitcoin als Wertspeicher aber begrenzt bleibt.

    Meineserachten die beste neutrale Doku zu Bitcoin (ARTE) fürs Wochenende :)

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    Hallo zusammen,

    vielleicht reden wir aneinander vorbei.

    Hier geht es um passives investieren. Aktives investieren ist vielleicht mehr Ihre Haltung.

    Oder?

    LG


    Für mich sehe ich eher ein Core-Satellite-Modell als ideal, also eine Mischung aus Passiv und Aktiv. Bitcoin ist hier außen vor.

    Der Anlageberater ist nicht mein Fondsmanager. Er soll nur mein Modell prüfen:

    • Tagegeld (15%): Hohe Liquidität für Notfälle bzw. Einstiegschance nach einer 20-30% Marktkorrektur.
    • Festgeld (25%): Feste Rendite, Laufzeiten 3–7 Jahre (Leiterstrategie).
    • Laufzeit Bonds (30%): Beispiel iBonds.
    • ETFs (30%): Wachstum durch Aktien (breit diversifiziert, nicht US lastig)

    Erwartete jährliche Rendite (brutto, vor Steuern/Inflation): ~3,5–4,5%.

    Den Thread kannst du nicht zumachen, musst dich natürlich nicht mehr beteiligen.

    Wenn du mit so einer reißerischen BTC-Überschrift daherkommst und eigentlich den Fokus auf anderes gerichtet haben möchtest, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn die Diskussion automatisch Richtung BTC läuft. Scheint dir aber wichtig gewesen zu sein, deine Besonderheit hervorzuheben. War ja angeblich komplett irrelevant für deine Frage. Man könnte sagen "Thema verfehlt". Aber jeder wie er mag.

    Will sagen, für mich ist dieser Thread geschlossen (erledigt). Habe jetzt einen Termin bei einem unabhängigen Honorar Anlageberater (ja, gem § 93 Abs. 1 WpHG). Der soll mal meinen Anlagemix aus Tagesgeld, Festgeld, Laufzeit iBonds, Aktien-ETF, den ich erstellt habe, prüfen.

    Und, ja, Du hast recht, es ist wie in der Schule: Der Lehrer stellt eine Aufgabe und du liest die Aufgabenstellung nicht genau... Thema verfehlt.

    Aber Du bringst mich auf eine Idee: Vielleicht werde ich einen neuen, speziellen Bitcoin Thread aufmachen und mich mit wirklich BTC interessierten Menschen austauschen. Das Thema ist einfach zu spannend. Cave: Die Überschrift könnte vielleicht noch reißerisch daherkommen :)

    ok, dann mache ich doch hier mal den Thread zu.

    Eine vernünftige Antwort auf meine ursprüngliche Frage habe ich nicht wirklich bekommen, stattdessen driftete die Diskussion in Richtung Bitcoin...Ich wollte hier wirklich 0,0 irgend jemanden von Bitcoin überzeugen. Das muss ich nicht. Wo wäre hier mein Benefit?

    Jeder sollte seine Investmententscheidung – egal ob pro oder contra Bitcoin, ETF, Gold, Aktien oder Sparbuch – in Ruhe und mit bestem Wissen selbst treffen.

    Danke für die zahlreichen nützlichen und unnützen Kommentare!

    Die Bitcoineigenschaften wurden gebetsmühlenartig im Bitcointhread genannt. Ruf doch mal bei Blackrock an und frag, wie der Bitcoin Spot ETF gelaufen ist.

    Dass die Nachfrage immer stärker wird weiss niemand. Ganz aktuell ist die Nachfrage deutlich höher, als das Angebot.

    Die gleiche Frage könnte man für Gold stellen. Der Goldpreis ist derzeit seinem "Nutzwert" längst davon gelaufen, weil Gold Vertrauen genießt. Bitcoin hat im Internetzeitalter für ein digitales Asset ne ziemlich gute Entwicklung hingelegt.

    Kernfrage: Was unterscheidet Bitcoin von anderen Kryptowährungen? Ist dir überhaupt bekannt, dass es da Unterschiede gibt?

    Stimme Dir 100% zu:
    Der BlackRock iShares Bitcoin Trust (IBIT) war der erfolgreichste und rekordbrechendste ETF-Launch aller Zeiten! Speziell gemessen an Wachstumsgeschwindigkeit, Inflows und schneller Erreichung hoher AUM-Marken.

    Analysten wie JPMorgan und Bloomberg erwarten über 100 neue Crypto-ETFs insgesamt 2026 (nicht nur BTC, auch Altcoins). Kurz: 2026 wird das Jahr, in dem Bitcoin-ETFs von "US-Experiment" zu globalem Mainstream werden – vor allem Asien + Wall Street-Banken pushen massiv. Das treibt Adoption und Liquidität weiter hoch. DYOR

    Hallo zusammen,

    Wenn der Bitcoin aus Ihrer Sicht doch sehr relevant ist dann sollte es doch 60 bis 80 Prozent sein.

    Oder?

    Entweder ist es eine Beimischung oder der größte Teil meines Vermögens…

    LG

    Nein, so ist das nicht. Diversifikation ist und bleibt die Grundregel. Aber, ja, aufgrund meiner Überzeugung pro Bitcoin ist meine BTC-Beimischung nicht 5, oder 10%, sondern 40%.

    Der meiste Zwist entsteht glaub ich, weil Bitcoinkritiker von den Fundamentaleigenschaften nicht überzeugt sind oder sie schlicht für herbeigeredet halten.

    Vielleicht werden Bitcoinanleger irgendwann eines Besseren belehrt. Ich glaube eher, dass die Kritiker diejenigen sein werden. Und die schärfsten Kritiker von Bitcoin verlieren mit dem Erfolg von Bitcoin vll ihren Arbeitsplatz oder zumindest Einfluss. Deswegen cui bono.

    Wo du hier Verhalten auf vermeintliche Blasphemie entdeckt haben willst, ist mir ein Rätsel. Du hast von der greater fool theory angefangen, was Bitcoin Anleger als Trottel bezeichnet. Ansonsten hab ich keine Beleidigungen oder Herabwürdigungen feststellen können. 😊

    Es fehlt ganz einfach an Bildung... Die Tulipmania ist ein sehr gutes Beispiel, mit was für Quatsch manche daher kommen.

    Ja, das gesamte Thema Blockchain ist komplex, aber wenn man es nicht verstehen will oder kann, dann sollte man sich mit Kommentaren einfach zurückhalten.

    Es gibt mittlerweile viele gute, seriöse Studie zu Bitcoin, die auch erklären, warum selbst Universitäten wie Havard, Yale, Stanford, MIT oder Staaten wie Luxemburg, Tschechien,USA, VAE, Japan, Tawain in eine Bitcoin Reserve o.ä. investieren oder es testen bzw. planen. Das machen die sicher nicht, weil sie Tulpen mögen...

    Gold ist immerhin ein Rohstoff, der tatsächlich einen praktischen Nutzen hat und für gewisse Anwendungen benötigt wird.

    Wobei diese Anwendungen nicht den Marktpreis definieren, sondern der Wunsch nach Sicherheit und Unabhängigkeit von Währungen.

    Dann lies man die Studie der Deutschen Bank zu Bitcoin vs Gold!

    https://www.dbresearch.com/PROD/RI-PROD/PDFVIEWER.calias?pdfViewerPdfUrl=PROD0000000000603643

    Deutsche Bank Bitcoin Sept 2025.pdf

    PS: Ich habe wirklich nichts gegen Gold, aber es gibt m.E. etwas Besseres :)

    Den Denkanstoß darf jeder für sich aufnehmen und für sich frage, ob es wirklich Unterschiede zwischen der damaligen Tulpenmanie und der heutigen Vergötterung von Bitcoin gibt.

    Konkret ging es mir vor allem darum, die Naivität folgender Aussage dadurch auszuleuchten, in dem ich diese mit einer historischen Spekulationsblase vergleiche, von der man eben weiß wie sie ausgegangen ist:

    Im Amsterdamer Finanztip-Stammtisch anno 1630 hätte man haargenauso pro Blumenzwiebeln argumentieren können.

    - Neue Asset-Klasse, die zudem noch recht dekorativ ist
    - Hat alle anderen Klassen (Schweine, Kühe, Getreide, Gewürze, Kaffee) weit outperformed
    - Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature ^^
    - Wird zur globalen Währungsreserve werden

    Also hier die Gegenfrage: Warum sollte all das nicht auf Bitcoin zutreffen können?

    Das Tulpenmanie Beispiel ist so schlecht, dass ich es lieber von AI beantworten lasse:


    "Der Vergleich von Bitcoin mit der Tulip Mania (1636–1637) ist einer der intellektuell faulsten und historisch ungenauesten Analogien, die in Finanzdebatten immer wieder auftauchen. Hier eine präzise Entkräftung auf mehreren Ebenen:

    1. Dauer und Resilienz – ein fundamentaler UnterschiedTulip Mania war ein kurzlebiges lokales Phänomen (ca. 2–3 Jahre intensiv, dann abrupter und permanenter Zusammenbruch ohne je wieder neue Höchststände zu erreichen).
    Bitcoin hingegen existiert seit 17 Jahren (Stand 2026), hat bereits 6–8 massive Drawdowns von 70–90 % überstanden und hat jedes Mal neue Allzeithochs erreicht – ein Verhalten, das bei keiner klassischen Spekulationsmanie vorkommt.
    → Ein echtes Tulpen-Bubble würde nach dem ersten -85 %-Crash für immer tot sein. Bitcoin tut das Gegenteil: es stirbt ständig – und wird jedes Mal stärker.

    2. Angebot & Knappheit – der Kernunterschied: Bei Tulpen führte der extreme Preisanstieg zu einer massiven Ausweitung des Angebots (jeder begann plötzlich zu züchten → Preise crashten durch Überangebot).
    Bitcoin hat eine mathematisch harte Obergrenze von 21 Millionen Coins – das Angebot ist absolut fix, wird sogar durch Halvings immer knapper und ist nicht manipulierbar.
    → Der Tulpen-Crash war ein klassischer Supply-Shock nach unten (zu viel Angebot). Bei Bitcoin ist genau das Gegenteil strukturell unmöglich.

    3. Nutzen & technologische Basis – kein reines Spekulationsobjekt. Tulpen waren (abgesehen von ästhetischem Wert) nutzlos als Finanzinstrument – reiner Veblen-Good + Statussymbol ohne weitere Funktion.
    Bitcoin hingegen ist ein funktionierendes, globales, dezentrales System mit realen Use-Cases:

    • Wertaufbewahrung (digitales Gold)
    • grenzüberschreitende Zahlungen
    • Zensurresistenz
    • Basis für DeFi, Smart Contracts, Lightning Network etc.
      → Es handelt sich um eine technologische Innovation mit Netzwerkeffekt (Metcalfe's Law), nicht um eine Modeblume.

    4. Adoption & Institutionalisierung – vom Randphänomen zum Mainstream: Tulip Mania war auf eine winzige soziale Schicht in einer Provinz beschränkt (hauptsächlich holländische Händler in ein paar Städten).
    Bitcoin ist 2026 ein globales Asset mit:

    • Billionen-Marktkapitalisierung
    • staatlicher Adoption (El Salvador, etc.)
    • Milliarden-Investitionen von Corporates (MicroStrategy/Strategy Inc., Tesla-Reste, etc.)
    • regulierten Finanzprodukten (Spot-ETFs seit 2024 mit massiven Inflows)
      → Das ist das genaue Gegenteil eines lokalen, kurzlebigen Hypes.

    5. Die Tulpen-Manie selbst ist stark mythisch übertrieben: Moderne historische Forschung (Anne Goldgar, Earl Thompson u.a.) zeigt:

    • Es gab keine Massenpleiten, keine Volkswirtschaftskrise in den Niederlanden
    • Die extremen Preise galten hauptsächlich für Futures-Kontrakte auf seltene Sorten (nicht reale Zwiebeln)
    • Der Mythos wurde durch moralistische Satiren und Propaganda der Calvinisten massiv aufgebauscht
      → Selbst das historische Vorbild, auf das man Bitcoin vergleicht, ist in seiner Dramatik stark überzeichnet – eine doppelte Fehlanalogie.

    Kurzfassung: Wer Bitcoin heute noch mit Tulpen vergleicht, verwechselt

    • ein 3-jähriges lokales Spekulationsfieber ohne bleibenden Wert
      mit
    • einem 17-jährigen, globalen, technologischen Netzwerk mit harter Knappheit, wiederholter Resilienz und institutioneller Verankerung.

    Das ist in etwa so, als würde man das Internet von 1999 mit der Tulpenmanie vergleichen – nur weil es damals Dotcom-Crashs gab.
    Die Analogie ist nicht nur falsch – sie verrät meist, dass der Sprecher die fundamentalen strukturellen Unterschiede entweder nicht versteht oder bewusst ignoriert. "

    ...Danke ChatGPT!

    Hallo zusammen,

    danke für deinen ausführlichen Beitrag, der ist nachvollziehbar und gut durchdacht. Ich sehe einige Punkte aber etwas anders und möchte meine Sicht teilen.

    Ich stimme zu, dass Bitcoin in der Vergangenheit extrem stark gewachsen ist. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Für mich bleibt aber die Frage, wie realistisch solche Wachstumsraten in Zukunft noch sind. Je größer etwas wird, desto schwerer wird es, dieses Tempo dauerhaft zu halten. Ich plane persönlich lieber mit vorsichtigen Annahmen als mit sehr hohen Erwartungen, gerade wenn es um langfristige Vorsorge geht.

    Absolut nein, ich gehe nicht von diesen großen Wachstumsraten aus, das wäre falsch. Bitcoin wächst in die Breite und damit verringern sich die Wachstumsraten von Jahr zu Jahr. Ich rechne mit sehr konservativen 10% pro Jahr im Durchschnitt über die nächsten 20 Jahre. Über alles darüber freue ich mich.

    Was mir außerdem wichtig ist: Ich empfinde den Verkauf einer Immobilie zugunsten von Bitcoin als sehr starke

    Konzentration auf eine einzige Idee.

    Auch wenn eine Immobilie unflexibel ist, stellt sie für mich einen realen Gegenwert dar, der genutzt werden kann und der in ein bestehendes wirtschaftliches System eingebettet ist. Wenn alles in Bitcoin steckt, hängt am Ende sehr viel an der Frage, ob sich diese eine Entwicklung langfristig durchsetzt.

    Meine Bitcoin-Allocation ist 40%, ich bin nicht all-in.

    Beim Thema Inflation bin ich noch nicht überzeugt, dass Bitcoin sich über viele Jahrzehnte als verlässlicher Schutz bewiesen hat.

    Bisher ist seine Geschichte dafür einfach noch sehr kurz.

    Bitcoin hat nur ~15 Jahre Historie, daher fehlen echte Langzeitdaten (wie bei Gold über Jahrhunderte), um seine Rolle als verlässlicher Inflationsschutz über viele Jahrzehnte endgültig zu beweisen.
    Trotzdem spricht die feste Begrenzung auf 21 Mio. Coins, die Theorie des „harten Geldes“ und positive Reaktionen auf Inflationsschocks in den verfügbaren Daten (besonders 2010–2023) dafür, dass es ein starker Inflationshedge sein kann.
    Die Hedge-Wirkung ist bisher kontextabhängig und volatil, wird mit wachsender institutioneller Adoption stabiler

    Außerdem habe ich den Eindruck, dass der Preis stark davon abhängt, wie viel Geld gerade in risikoreiche Anlagen fließt. In schwachen Phasen kann es deshalb auch sehr schnell und sehr tief nach unten gehen.

    Ja, Bitcoin ist aktuell hochgradig abhängig vom Risikoappetit der Märkte und fällt in schwachen Phasen oft brutal mit (oder sogar vorneweg). Das macht es zu einem "noch" zu einem volatilen -Asset.
    Aber genau diese Sensitivität + die strukturelle Knappheit + wachsende institutionelle Verankerung machen es für Langfrist-Investoren potenziell zu einem asymmetrischen Outperformer — nicht trotz, sondern wegen des High-Beta-Verhaltens. "Die Volatilität ist kein Bug sonder ein Feature"! Wer das nicht aushält, sollte lieber bei klassischen Assets bleiben. DYOR!

    Zu den laufenden Kosten: Es stimmt, dass Bitcoin keine Reparaturen oder Steuern während des Haltens verursacht. Trotzdem ist er für mich nicht völlig „kostenlos“. Wer selbst verwahrt, trägt die volle Verantwortung. Ein Fehler bei der Sicherung oder ein verlorener Zugang kann das gesamte Vermögen betreffen. Wenn man Bitcoin verleiht, um laufende Einnahmen zu erzielen, gibt man zusätzlich die Kontrolle ab und muss darauf vertrauen, dass alles gutgeht. Das ist mir persönlich zu unsicher.

    Jeder kann selbst entscheiden, ob Self-Custody oder nicht. Du kannst Deine Bitcoin auf der Börse belassen oder von der Bank verwahren lassen. Ich vertraue lieber mir selbst als einer dritten Partei. Aber jeder muss das für sich entscheiden. Das schöne ist, Bitcoin gibt Dir die Flexibilität

    Ein weiterer Punkt ist die rechtliche Seite. Die aktuellen steuerlichen Regeln sind günstig, aber sie können sich ändern. Ich tue mich schwer damit, meine langfristige Planung auf Bedingungen aufzubauen, von denen ich nicht weiß, ob sie in zehn oder zwanzig Jahren noch gelten. Bei Immobilien und klassischen Anlagen habe ich zumindest das Gefühl, dass sich Regeln langsamer und weniger grundlegend ändern.

    Immobilien werden heftigst besteuert, Bitcoin nach 1Jahr Haltefrist überhaupt nicht! Deutschland ist diesbezgl. ein Steuerparadies! Versuche gab es, wurden jedoch in der Koalition vom Tisch gefegt. Was die Zukunft bring, who knows.

    Am Ende glaube ich, dass Bitcoin eine spannende Ergänzung (10 Prozent) sein kann, vor allem für Menschen mit hoher Risikobereitschaft (Spekulation) und langem Atem. Für mich persönlich wäre es aber kein Ersatz für eine Immobilie oder einen Welt ETF. Dafür sind mir die Schwankungen, die Abhängigkeiten und die offenen Fragen zu groß.

    Trotzdem finde ich solche Beiträge wichtig, weil sie die Diskussion sachlicher machen. Und am Ende muss jeder mit seiner Entscheidung ruhig schlafen können.

    LG

    Stimme Dir vollkommen zu. Jeder sollte seine Bereitschaft in Bitcoin zu investieren selbst abschätzen. Keiner sollte deshalb schlecht schlafen muessen. 10% ist doch schon sehr ordentlich. Und ja, wie bei ETFs, das entscheidende ist langfristig dran zu bleiben.

    Finanztip wagt sich mit ihrer derzeitigen Einschätzung schon schon sehr weit raus. Der Bitcointhread hier im Forum ist Beweis genug, dass die Community noch nicht so weit ist. Wenn Finanztip Bitcoin auch (mit geringem Anteil) für risikobewusste Anleger für die Altersvorsorge empfehlen würde, käme das in der derzeitigen Phase einem Reputationsverlust gleich. Dass Finanztip in den nächsten Jahren dem "Standardanleger" Bitcoin empfehlen wird, halte ich für ziemlich sicher. Dass sie Bitcoin nicht per se als Scam oder Gefahr darstellen ist ein Meilenstein, den die meisten erst in der Rückschau begreifen werden. Die Kritiker werden zunehmend leiser. Am Ende sind dann nur noch die im Elfenbeinturm übrig.

    OrangePilld

    Finde die Entscheidung das Haus zu verkaufen absolut nachvollziehbar und die 40% Aufteilung in Bitcoin für sehr tragfähig. Deine Kinder werden mal sehr viel Geld erben.

    Ich weiß, Finanztip und die Community is schwer ETF lastig, vollkommen ok und nachvollziehbar.

    Und ich stimme Dir vollkommen zu: Finanztip wird in Zukunft vermehrt Bitcoin (und hoffentlich nur Bitcoin!) empfehlen, auch zur Altersvorsorge. Das wird kommen.

    Das mit den Hausverkauf war ein langer und intensiver Prozess und keine leichte Entscheidung. Ich habe es ausschliesslich wegen Bitcoin getan, nicht aus irgendwelchen anderen Motiven.

    Was vielen nicht verstehen:

    Compounding-Effekt: Über die letzten 10–15 Jahre hat Bitcoin extrem outperformt. Der Compound Annual Growth Rate (CAGR) von Bitcoin lag bei ca. 70–95 % pro Jahr (je nach Zeitraum, z. B. 2011–2025: 96,3 % in EUR). Im Vergleich dazu erzielen Immobilien in Deutschland typischerweise 5–10 % jährliche Rendite (z. B. durch Wertsteigerung und Mieteinnahmen). Beispielrechnung: Angenommen, du verkaufst Dein Haus für 500.000 €. Bei 7 % jährlicher Immobilienrendite (inkl. Miete nach Steuern) wächst das zu ca. 983.000 € in 10 Jahren. Bei Bitcoins historischer 50–70 % CAGR (konservativ abgemildert, da Volatilität hoch ist) könnte es zu 9,5–28 Mio. € wachsen. Die Opportunitätskosten sind bei Immobilien gewaltig, weil Geld in der Immobilie „feststeckt“ und Du den Compounding-Effekt von BTC verpasst.Inflationsschutz: Bitcoin ist als "digitales Gold" zu sehen und hat in Inflationsphasen (z. B. 2020–2023) besser performt als Immobilien, die durch steigende Zinsen (wie 2022–2025) belastet wurden. Immobilienpreise in Deutschland stagnierten 2023–2025 teilweise, während BTC +156 % allein in 2023 machte.

    Halte- und Transaktionskosten: Bei Immobilien fallen jährlich 1–3 % des Werts für Instandhaltung, Versicherung, Grundsteuer und Verwaltung an. Bei Mieterproblemen (Leerstand, Mietausfälle) sinkt die Nettorendite auf 3–5 %. Bitcoin hat null Haltekosten – keine Steuern auf Haltung (in DE: Abgeltungsteuer nur bei Verkauf, und nach 1 Jahr steuerfrei bei privater Haltung). Das spart langfristig Tausende Euro pro Jahr. Ein 500.000 €-Haus kostet dich 5.000–15.000 €/Jahr netto. In BTC investiert, wächst das Kapital ungestört. Keine Maklergebühren (3–6 % beim Verkauf), keine Notarkosten, keine Mieterkonflikte. Bitcoin-Transaktionen kosten Pennys und sind global.

    Liquidität: In unsicheren Zeiten (z. B. Konflikte) ist BTC portabel und unzerstörbar, im Gegensatz zu physischen Assets wie Häusern, die lokal gebunden sind. Ich bin nicht der Einzige: Mehr und mehr Menschen und Investoren verkaufen ihre Immobilie (egal ob Eigen- oder Fremdnutzung), um in BTC zu rotieren, da es "maintenance-free" ist. Miete vs. BTC-Verkauf: Immobilien erzeugen Cashflow durch Miete (3–6 % brutto). Aber BTC kannst du beleihen (Lending bei 5–10 % Zins), ohne den gesamten Bestand zu liquidieren. Das schafft flexiblen Cashflow, während mein Kernbestand "kompoundiert". Historisch: Wer BTC für Immobilien verkauft hat, bereut es oft (z. B. 5 BTC für ein Haus 2017 = heute 450.000 USD vs. Hauswert x2). Dehalb werde ich meine BTC nicht verkaufen, sonder wie eine Bank verleihen und damit Zinserträge generieren.

    Bitcoin bietet höhere Renditen (es wird kaum mehr angezweifelt, dass BTC über die Jahrzehnte einen Preis von 1Mio USD ansteuern kann), niedrigere Kosten und bessere Liquidität als ein Haus. Es ist wie der Wechsel von einem "lokalen" zu einem "globalen" Asset.

    Dies ist keine Anlageberatung und ausschliesslich meine Meinung.

    Habe mir eben das neue Finanztip Video zu Bitcoin angeschaut.

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    Das ist doch schon einmal ein großer Schritt, dass Ihr Euch damit überhaupt beschäftigt. Die Empfehlung max 10% und eine positive Einstellung zu Bitcoin Sparplan als Ergänzung finde ich einen super Start. Und ja, nur Bitcoin, stimme ich auch vollkommen zu. Ablehnung Altersvorsorge, da habe ich eine andere Meinung. Ergänzung Bitcoin Sparplan geht doch genau in diese Richtung? Da habt Ihr Euch etwas widersprochen.

    Das Video hat mir aber auch gezeigt, dass ihr noch ganz am Anfang der Lernkurve seid. Das ist aber absolut ok, denn Bitcoin ist ein noch junges Asset und wir stehen noch ganz am Anfang der Adoptionskurve. Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Universitäten, Staaten und sogar Zentralbanken werden nach und nach auf den Zug springen. Die ersten Beispiele gibt es ja bereits.

    Do your own research! Ich habe das die letzten Jahre getan und die Risiken (Volatilität, Quantencomputer, Energieverbrauch, Verbotsrisiken, kein internistischer Wert, um nur ein paar zu nennen) haben sich ALLE in Luft aufgelöst.

    Liebe Lucjia, Deine Frage ist hier falsch. Bitte gehe auf die Forum Seite und ganz oben klickst Du auf "Jetzt Frage stellen".
    VG

    Hallo zusammen,

    Bitcoin ist für die Altersversorgung nicht geeignet. Hier die Risiken:

    https://www.finanztip.de/daily/in-bitco…r-lieber-nicht/
    LG

    Der Link spricht überhaupt keine Risiken von Bitcoin im Zusammenhang mit der Altervorsorge an?
    Ganz im Gegenteil: Finanztip nimmt das Thema Krypto auf in seine Academy. Das finde ich super.

    Gerade langfristig für die Altersvorsorge ist es absolut empfehlenswert.

    Ich rede von Bitcoin und nicht Krypto-Altcoins. Hier besteht ein gewaltiger Unterschied!