Finanztip wagt sich mit ihrer derzeitigen Einschätzung schon schon sehr weit raus. Der Bitcointhread hier im Forum ist Beweis genug, dass die Community noch nicht so weit ist. Wenn Finanztip Bitcoin auch (mit geringem Anteil) für risikobewusste Anleger für die Altersvorsorge empfehlen würde, käme das in der derzeitigen Phase einem Reputationsverlust gleich. Dass Finanztip in den nächsten Jahren dem "Standardanleger" Bitcoin empfehlen wird, halte ich für ziemlich sicher. Dass sie Bitcoin nicht per se als Scam oder Gefahr darstellen ist ein Meilenstein, den die meisten erst in der Rückschau begreifen werden. Die Kritiker werden zunehmend leiser. Am Ende sind dann nur noch die im Elfenbeinturm übrig.
OrangePilld
Finde die Entscheidung das Haus zu verkaufen absolut nachvollziehbar und die 40% Aufteilung in Bitcoin für sehr tragfähig. Deine Kinder werden mal sehr viel Geld erben.
Ich weiß, Finanztip und die Community is schwer ETF lastig, vollkommen ok und nachvollziehbar.
Und ich stimme Dir vollkommen zu: Finanztip wird in Zukunft vermehrt Bitcoin (und hoffentlich nur Bitcoin!) empfehlen, auch zur Altersvorsorge. Das wird kommen.
Das mit den Hausverkauf war ein langer und intensiver Prozess und keine leichte Entscheidung. Ich habe es ausschliesslich wegen Bitcoin getan, nicht aus irgendwelchen anderen Motiven.
Was vielen nicht verstehen:
Compounding-Effekt: Über die letzten 10–15 Jahre hat Bitcoin extrem outperformt. Der Compound Annual Growth Rate (CAGR) von Bitcoin lag bei ca. 70–95 % pro Jahr (je nach Zeitraum, z. B. 2011–2025: 96,3 % in EUR). Im Vergleich dazu erzielen Immobilien in Deutschland typischerweise 5–10 % jährliche Rendite (z. B. durch Wertsteigerung und Mieteinnahmen). Beispielrechnung: Angenommen, du verkaufst Dein Haus für 500.000 €. Bei 7 % jährlicher Immobilienrendite (inkl. Miete nach Steuern) wächst das zu ca. 983.000 € in 10 Jahren. Bei Bitcoins historischer 50–70 % CAGR (konservativ abgemildert, da Volatilität hoch ist) könnte es zu 9,5–28 Mio. € wachsen. Die Opportunitätskosten sind bei Immobilien gewaltig, weil Geld in der Immobilie „feststeckt“ und Du den Compounding-Effekt von BTC verpasst.Inflationsschutz: Bitcoin ist als "digitales Gold" zu sehen und hat in Inflationsphasen (z. B. 2020–2023) besser performt als Immobilien, die durch steigende Zinsen (wie 2022–2025) belastet wurden. Immobilienpreise in Deutschland stagnierten 2023–2025 teilweise, während BTC +156 % allein in 2023 machte.
Halte- und Transaktionskosten: Bei Immobilien fallen jährlich 1–3 % des Werts für Instandhaltung, Versicherung, Grundsteuer und Verwaltung an. Bei Mieterproblemen (Leerstand, Mietausfälle) sinkt die Nettorendite auf 3–5 %. Bitcoin hat null Haltekosten – keine Steuern auf Haltung (in DE: Abgeltungsteuer nur bei Verkauf, und nach 1 Jahr steuerfrei bei privater Haltung). Das spart langfristig Tausende Euro pro Jahr. Ein 500.000 €-Haus kostet dich 5.000–15.000 €/Jahr netto. In BTC investiert, wächst das Kapital ungestört. Keine Maklergebühren (3–6 % beim Verkauf), keine Notarkosten, keine Mieterkonflikte. Bitcoin-Transaktionen kosten Pennys und sind global.
Liquidität: In unsicheren Zeiten (z. B. Konflikte) ist BTC portabel und unzerstörbar, im Gegensatz zu physischen Assets wie Häusern, die lokal gebunden sind. Ich bin nicht der Einzige: Mehr und mehr Menschen und Investoren verkaufen ihre Immobilie (egal ob Eigen- oder Fremdnutzung), um in BTC zu rotieren, da es "maintenance-free" ist. Miete vs. BTC-Verkauf: Immobilien erzeugen Cashflow durch Miete (3–6 % brutto). Aber BTC kannst du beleihen (Lending bei 5–10 % Zins), ohne den gesamten Bestand zu liquidieren. Das schafft flexiblen Cashflow, während mein Kernbestand "kompoundiert". Historisch: Wer BTC für Immobilien verkauft hat, bereut es oft (z. B. 5 BTC für ein Haus 2017 = heute 450.000 USD vs. Hauswert x2). Dehalb werde ich meine BTC nicht verkaufen, sonder wie eine Bank verleihen und damit Zinserträge generieren.
Bitcoin bietet höhere Renditen (es wird kaum mehr angezweifelt, dass BTC über die Jahrzehnte einen Preis von 1Mio USD ansteuern kann), niedrigere Kosten und bessere Liquidität als ein Haus. Es ist wie der Wechsel von einem "lokalen" zu einem "globalen" Asset.
Dies ist keine Anlageberatung und ausschliesslich meine Meinung.