Haus für Bitcoin verkauft...und nun?

  • Du hast die Behauptung aufgestellt, dass Bitcoin eine Tulpenblase sei. Das darfst du gerne untermauern. Vorher spar ich mir die Mühe.

    Den Denkanstoß darf jeder für sich aufnehmen und für sich frage, ob es wirklich Unterschiede zwischen der damaligen Tulpenmanie und der heutigen Vergötterung von Bitcoin gibt.

    Konkret ging es mir vor allem darum, die Naivität folgender Aussage dadurch auszuleuchten, in dem ich diese mit einer historischen Spekulationsblase vergleiche, von der man eben weiß wie sie ausgegangen ist:

    Zitat

    Bitcoin ist eine neue Asset-Klasse und hat seit dem sie existiert (+17 Jahre) alle anderen Asset-Klassen bei weitem outperformed. Und das wird es sehr wahrscheinlich auch in Zukunft. Die Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature! Mich juckt die Volatilität überhaupt nicht, da es mein langfristiges Asset ist. Wie bei allen jungen Assets wird die Volatilität mit den Jahre abnehmen und BTC wird zur globalen Währungsreserve werden.

    Im Amsterdamer Finanztip-Stammtisch anno 1630 hätte man haargenauso pro Blumenzwiebeln argumentieren können.

    - Neue Asset-Klasse, die zudem noch recht dekorativ ist
    - Hat alle anderen Klassen (Schweine, Kühe, Getreide, Gewürze, Kaffee) weit outperformed
    - Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature ^^
    - Wird zur globalen Währungsreserve werden

    Also hier die Gegenfrage: Warum sollte all das nicht auf Bitcoin zutreffen können?

  • Den Denkanstoß darf jeder für sich aufnehmen und für sich frage, ob es wirklich Unterschiede zwischen der damaligen Tulpenmanie und der heutigen Vergötterung von Bitcoin gibt.

    Konkret ging es mir vor allem darum, die Naivität folgender Aussage dadurch auszuleuchten, in dem ich diese mit einer historischen Spekulationsblase vergleiche, von der man eben weiß wie sie ausgegangen ist:

    Im Amsterdamer Finanztip-Stammtisch anno 1630 hätte man haargenauso pro Blumenzwiebeln argumentieren können.

    - Neue Asset-Klasse, die zudem noch recht dekorativ ist
    - Hat alle anderen Klassen (Schweine, Kühe, Getreide, Gewürze, Kaffee) weit outperformed
    - Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature ^^
    - Wird zur globalen Währungsreserve werden

    Also hier die Gegenfrage: Warum sollte all das nicht auf Bitcoin zutreffen können?

    In der Argumentation blendest du aber vollkommen die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin aus, die u. a.

    de[n] Wunsch nach Sicherheit und Unabhängigkeit von Währungen

    perfekt erfüllen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich bin bei den Tulpen nicht mehr ganz im Thema. An was ich moch noch erinnere: Man hat den Zwiebeln nicht angesehen, um welche Tulpe es sich handelt. Es wurde dann oft behauptet, dass es eine seltene wertvolle Tulpenzwiebel wäre, die es am Ende gar nicht war. Davon abgesehen sind Tulpen sehr vergänglich, Bitcoin grds überhaupt nicht.

    Wenn dann Spekulantengier (die gibt es sicher auch bei Bitcoin, aber auch Aktien) auf Betrug trifft, ist es klar, dass es platzt, weil es nicht nachhaktig ist. Das Verständnisproblem oder das Missverständnis entsteht, wenn man den Wert und Nutzen von Bitcoin nicht sieht oder die Argumentation derjenigen, die ihm Wert zusprechen, nicht für schlüssig hält. Aus meiner Sicht befindet sich Gold zwar nicht in einer Blase, aber die Rendite in der Zukunft dürfte vermutlich nicht so rosig aussehen, wie in den vergangenen 10 bis 20 Jahren. Der Aktienmarkt ist auch überbewertet, trotzdem kaufen die Leute. Wenn sich da "kein größerer Trottel" findet, der die Aktien kauft, nützt mir ein unrealisierter Gewinn auch nichts. Das mag im Falle von Aktien sehr sehr hypothetisch sein, aber aus meiner Sicht ist die Annahme bei Bitcoin zwar nicht hypothetisch, aber zumindest sehr sehr gering.


    Ich persönlich rechne mit einer deutlochen Überrendite im Vergleich zum Aktienmarkt. Wenn es die nächsten 15 bis 20 Jahre 25% pa sind, hab ich einen tollen Ruhestand, wenn es nur 8% sind, auch. Und wenn Bitcoin wertlos werden sollte (was ich für höchst unwahrscheinlich halte), dann kann ich trotzdem ohne finanzielle Sorgen leben. 😊


    Meine finanzielle Sicherheit würde ich mit keinem Asset aufs Spiel setzen. Vielleicht bin ich aber auch anders gestrickt als andere. 😊

  • Den Denkanstoß darf jeder für sich aufnehmen und für sich frage, ob es wirklich Unterschiede zwischen der damaligen Tulpenmanie und der heutigen Vergötterung von Bitcoin gibt.

    Konkret ging es mir vor allem darum, die Naivität folgender Aussage dadurch auszuleuchten, in dem ich diese mit einer historischen Spekulationsblase vergleiche, von der man eben weiß wie sie ausgegangen ist:

    Im Amsterdamer Finanztip-Stammtisch anno 1630 hätte man haargenauso pro Blumenzwiebeln argumentieren können.

    - Neue Asset-Klasse, die zudem noch recht dekorativ ist
    - Hat alle anderen Klassen (Schweine, Kühe, Getreide, Gewürze, Kaffee) weit outperformed
    - Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature ^^
    - Wird zur globalen Währungsreserve werden

    Also hier die Gegenfrage: Warum sollte all das nicht auf Bitcoin zutreffen können?

    Das Tulpenmanie Beispiel ist so schlecht, dass ich es lieber von AI beantworten lasse:


    "Der Vergleich von Bitcoin mit der Tulip Mania (1636–1637) ist einer der intellektuell faulsten und historisch ungenauesten Analogien, die in Finanzdebatten immer wieder auftauchen. Hier eine präzise Entkräftung auf mehreren Ebenen:

    1. Dauer und Resilienz – ein fundamentaler UnterschiedTulip Mania war ein kurzlebiges lokales Phänomen (ca. 2–3 Jahre intensiv, dann abrupter und permanenter Zusammenbruch ohne je wieder neue Höchststände zu erreichen).
    Bitcoin hingegen existiert seit 17 Jahren (Stand 2026), hat bereits 6–8 massive Drawdowns von 70–90 % überstanden und hat jedes Mal neue Allzeithochs erreicht – ein Verhalten, das bei keiner klassischen Spekulationsmanie vorkommt.
    → Ein echtes Tulpen-Bubble würde nach dem ersten -85 %-Crash für immer tot sein. Bitcoin tut das Gegenteil: es stirbt ständig – und wird jedes Mal stärker.

    2. Angebot & Knappheit – der Kernunterschied: Bei Tulpen führte der extreme Preisanstieg zu einer massiven Ausweitung des Angebots (jeder begann plötzlich zu züchten → Preise crashten durch Überangebot).
    Bitcoin hat eine mathematisch harte Obergrenze von 21 Millionen Coins – das Angebot ist absolut fix, wird sogar durch Halvings immer knapper und ist nicht manipulierbar.
    → Der Tulpen-Crash war ein klassischer Supply-Shock nach unten (zu viel Angebot). Bei Bitcoin ist genau das Gegenteil strukturell unmöglich.

    3. Nutzen & technologische Basis – kein reines Spekulationsobjekt. Tulpen waren (abgesehen von ästhetischem Wert) nutzlos als Finanzinstrument – reiner Veblen-Good + Statussymbol ohne weitere Funktion.
    Bitcoin hingegen ist ein funktionierendes, globales, dezentrales System mit realen Use-Cases:

    • Wertaufbewahrung (digitales Gold)
    • grenzüberschreitende Zahlungen
    • Zensurresistenz
    • Basis für DeFi, Smart Contracts, Lightning Network etc.
      → Es handelt sich um eine technologische Innovation mit Netzwerkeffekt (Metcalfe's Law), nicht um eine Modeblume.

    4. Adoption & Institutionalisierung – vom Randphänomen zum Mainstream: Tulip Mania war auf eine winzige soziale Schicht in einer Provinz beschränkt (hauptsächlich holländische Händler in ein paar Städten).
    Bitcoin ist 2026 ein globales Asset mit:

    • Billionen-Marktkapitalisierung
    • staatlicher Adoption (El Salvador, etc.)
    • Milliarden-Investitionen von Corporates (MicroStrategy/Strategy Inc., Tesla-Reste, etc.)
    • regulierten Finanzprodukten (Spot-ETFs seit 2024 mit massiven Inflows)
      → Das ist das genaue Gegenteil eines lokalen, kurzlebigen Hypes.

    5. Die Tulpen-Manie selbst ist stark mythisch übertrieben: Moderne historische Forschung (Anne Goldgar, Earl Thompson u.a.) zeigt:

    • Es gab keine Massenpleiten, keine Volkswirtschaftskrise in den Niederlanden
    • Die extremen Preise galten hauptsächlich für Futures-Kontrakte auf seltene Sorten (nicht reale Zwiebeln)
    • Der Mythos wurde durch moralistische Satiren und Propaganda der Calvinisten massiv aufgebauscht
      → Selbst das historische Vorbild, auf das man Bitcoin vergleicht, ist in seiner Dramatik stark überzeichnet – eine doppelte Fehlanalogie.

    Kurzfassung: Wer Bitcoin heute noch mit Tulpen vergleicht, verwechselt

    • ein 3-jähriges lokales Spekulationsfieber ohne bleibenden Wert
      mit
    • einem 17-jährigen, globalen, technologischen Netzwerk mit harter Knappheit, wiederholter Resilienz und institutioneller Verankerung.

    Das ist in etwa so, als würde man das Internet von 1999 mit der Tulpenmanie vergleichen – nur weil es damals Dotcom-Crashs gab.
    Die Analogie ist nicht nur falsch – sie verrät meist, dass der Sprecher die fundamentalen strukturellen Unterschiede entweder nicht versteht oder bewusst ignoriert. "

    ...Danke ChatGPT!

  • Diese angeblich fundamentalen Eigenschaften bestehen zum Teil einfach nur den Glauben an diese und sind auch nicht unverrückbar.

    Das stimmt so nicht ganz. Die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin sind unverrückbar im Programmcode festgehalten und basieren auf mathematischen und physikalischen Grundgesetzen. – Wie die Gesellschaft diese Eigenschaften (Dezentralität, Zensurresistenz, Knappheit, Wertaufbewahrung, Transparenz, Unveränderlichkeit) in Zukunft nutzt, das weiß keiner und ist möglicherweise mit Glauben und/oder logischem Schlussfolgern verbunden, so wie du daran glaubst, dass die Weltwirtschaft in Zukunft weiterhin wächst und im Schnitt 7 % Rendite p.a. abwirft.

    PS: Jetzt wird das Ganze hier doch zum Bitcoin-Thread ^^

    Vielleicht lieber hier weiter diskutieren...

    Mazen
    23. November 2024 um 14:39

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Das stimmt so nicht ganz. Die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin sind unverrückbar im Programmcode festgehalten

    Das ist nur die halbe Wahrheit. So unverrückbar wie du das darstellst ist es mitnichten.

    Aber ich sehe, es hat keinen Sinn darüber zu diskutieren. Bitcoin-Anleger sind einfach extrem überzeugt von ihrer Anlage und jegliches Infragestellen ist Blasphemie. Damit klinke ich mich aus dem Thread aus.

  • Gold ist immerhin ein Rohstoff, der tatsächlich einen praktischen Nutzen hat und für gewisse Anwendungen benötigt wird.

    Wobei diese Anwendungen nicht den Marktpreis definieren, sondern der Wunsch nach Sicherheit und Unabhängigkeit von Währungen.

    Dann lies man die Studie der Deutschen Bank zu Bitcoin vs Gold!

    https://www.dbresearch.com/PROD/RI-PROD/PDFVIEWER.calias?pdfViewerPdfUrl=PROD0000000000603643

    Deutsche Bank Bitcoin Sept 2025.pdf

    PS: Ich habe wirklich nichts gegen Gold, aber es gibt m.E. etwas Besseres :)

  • Der meiste Zwist entsteht glaub ich, weil Bitcoinkritiker von den Fundamentaleigenschaften nicht überzeugt sind oder sie schlicht für herbeigeredet halten.

    Vielleicht werden Bitcoinanleger irgendwann eines Besseren belehrt. Ich glaube eher, dass die Kritiker diejenigen sein werden. Und die schärfsten Kritiker von Bitcoin verlieren mit dem Erfolg von Bitcoin vll ihren Arbeitsplatz oder zumindest Einfluss. Deswegen cui bono.

    Wo du hier Verhalten auf vermeintliche Blasphemie entdeckt haben willst, ist mir ein Rätsel. Du hast von der greater fool theory angefangen, was Bitcoin Anleger als Trottel bezeichnet. Ansonsten hab ich keine Beleidigungen oder Herabwürdigungen feststellen können. 😊

  • Das ist nur die halbe Wahrheit. So unverrückbar wie du das darstellst ist es mitnichten.

    Inwiefern? – Ja, man kann den Programmcode ändern, stimmt. Allerdings ist dies nicht zentral möglich, sondern nur, wenn sich die überwiegende Mehrheit dafür entscheidet, dies zu wollen – dabei ist es egal, wie viele BTC man hält. Jeder Netzwerkteilnehmer (Full Nodes) steht dabei als Individuum für sich. Und Änderungen würden dementsprechend nur durchgesetzt, wenn die Allgemeinheit dies als sinnvoll erachtet. Alternativ würde das Netzwerk geforked und es bestünden anschließend zwei Netzwerke. Jedes Individuum kann dann frei entscheiden, welchem Netzwerk es angehören bzw. welche Bitcoin-Software es betreiben möchte.

    Dass der Code geändert werden kann, ist auch kein Bug, sondern ein Feature. Wenn in 15 oder 20 Jahren bspw. Quantencomputer eine Gefahr darstellen, gibt es die Möglichkeit, den Code so anzupassen, dass das Bitcoin-Netzwerk weiterhin gesichert ist. Technisch könnte man dies schon heute. Diese Flexibilität erlaubt es, auf (technische) Entwicklungen reagieren zu können.

    Theoretisch bestünde auch die Möglichkeit, dass man den Code dahingehend ändert, dass es morgen statt 21 Mio BTC einfach 50 Mio BTC gibt. Kann man alles technisch mit minimalem Aufwand machen, die Frage ist nur, wer sich diesem neuen Netzwerk mit 50 Mio BTC anschließen würde, denn Netzwerke entfalten ihre Kraft erst durch die Anzahl ihrer Teilnehmer und die damit verbundenen Netzwerkeffekte.

    Wenn du möchtest, kannst du auch deinen eigenen BTC-Code programmieren bzw. anpassen, er ist schließlich Open-Source und kann von jedem seit mehr als 16 Jahren eingesehen und verändert werden.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Und die schärfsten Kritiker von Bitcoin verlieren mit dem Erfolg von Bitcoin vll ihren Arbeitsplatz oder zumindest Einfluss. Deswegen cui bono.

    Wenn man sonst keine überzeugenden Gegenargumente hat, kommt immer dieses verschwörerische "Cui bono". Und das meine ich ganz allgemein, alle möglichen Diskussionen betreffend.

    Und mein Arbeitsplatz ist definitiv unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg vom Bitcoin. Und ich persönlich spekuliere weder auf, noch gegen Bitcoin.

    Zitat

    Wo du hier Verhalten auf vermeintliche Blasphemie entdeckt haben willst, ist mir ein Rätsel. Du hast von der greater fool theory angefangen, was Bitcoin Anleger als Trottel bezeichnet.

    Den Namen dieser Theorie habe ich mir nicht ausgedacht. Und ich bin auch nicht der erste und einzige, der sich fragt, ob diese Theorie nicht auch auf Bitcoin anwendbar ist.

  • Der meiste Zwist entsteht glaub ich, weil Bitcoinkritiker von den Fundamentaleigenschaften nicht überzeugt sind oder sie schlicht für herbeigeredet halten.

    Vielleicht werden Bitcoinanleger irgendwann eines Besseren belehrt. Ich glaube eher, dass die Kritiker diejenigen sein werden. Und die schärfsten Kritiker von Bitcoin verlieren mit dem Erfolg von Bitcoin vll ihren Arbeitsplatz oder zumindest Einfluss. Deswegen cui bono.

    Wo du hier Verhalten auf vermeintliche Blasphemie entdeckt haben willst, ist mir ein Rätsel. Du hast von der greater fool theory angefangen, was Bitcoin Anleger als Trottel bezeichnet. Ansonsten hab ich keine Beleidigungen oder Herabwürdigungen feststellen können. 😊

    Es fehlt ganz einfach an Bildung... Die Tulipmania ist ein sehr gutes Beispiel, mit was für Quatsch manche daher kommen.

    Ja, das gesamte Thema Blockchain ist komplex, aber wenn man es nicht verstehen will oder kann, dann sollte man sich mit Kommentaren einfach zurückhalten.

    Es gibt mittlerweile viele gute, seriöse Studie zu Bitcoin, die auch erklären, warum selbst Universitäten wie Havard, Yale, Stanford, MIT oder Staaten wie Luxemburg, Tschechien,USA, VAE, Japan, Tawain in eine Bitcoin Reserve o.ä. investieren oder es testen bzw. planen. Das machen die sicher nicht, weil sie Tulpen mögen...

  • 15.01.2026

    Lieber Forumsfreund dude

    ich muss Dich gleich 2 x enttäuschen

    Erstens: Ich werde in meinem Leben keine Bitcoin kaufen, egal wer von den klugen Forumsfreunden hier am Ende Recht hat.

    Zweitens Mein Vermögen ist vermutlich beim Vergleich der Durschnittsvermögen der Forumsfreunde hier eher etwas über dem Durchschnitt. Dennoch ist es meilenweit davon entfernt, dass ich mit meinem Vermögen, selbst wenn ich es komplett in Bitcoins investieren würde, die Kurs damit beeinflussen könnte.

    Zum Schluß erinnere ich Dich noch daran, dass dem McProfit vermutlich längst in seinen Genen steckt, dass er Kapitalanlagen immer auch unter dem Gesichtpunkt der Erträge sieht.

    Das kommt sicher daher, dass ich von Haus aus - so wie im Schwabenland üblich - erzogen wurde relativ früh in Immobiiien zu investieren. Bei Immobilien sind einem Anleger letztlich die Mieteinnahmen wichtiger wie die Wertentwicklung der Immobilie, weil er ohnehin nicht verkauft.

    Diese Denkweise habe ich auch im Aktiengeschäft nie ganz abgelegt.

    Ich bevorzuge heute immer noch (allerdings nicht nur) Aktien von Firmen die nicht nur jedes Jahr Dividende zahlen sondern jedes Jahr ein höhere.

    Schon deshalb werde ich in meinem Leben kein Anhänger mehr von Bitcoins.

    Wie das Thema mal ausgehen wird, ob so wie beim Tulpenhype oder so wie die bei Apple oder Amazon, das wird die Zukunft zeigen.

    Ich halte es mit dem Motto meines Großvaters: "Schuster bleib bei Deinen Leisten", d.h. ich erfreue mich unverändert an meinen langfirstigen Wachstumsaktien und der Dividende die alle 3 Monate versteuert auf meinem Konto landet.

    Meine Lieblingsaktien kennst Du ja:

    Das sind die mit einer Kursentwicklung von links unter nach rechts oben und dazu noch mit regelmßiger Dividende.

    Viele Grüße McProfit

  • Ich dachte es geht hier um die Anlage von x-x-Hunderttausend, Bitcoin waren doch schon gekauft und nicht das Thema, aber ich lese hier nur von Bitcoin auf den letzten 2 Seiten. Da auch der TO hier fleissig das OT mitbetreibt gehe ich davon aus das das eigentliche Thema wohl erledigt ist. Eigentlich kann hier zu.

  • Lieber McProfit,

    ich bin nicht enttäuscht. Ich habe nicht ansatzweise vermutet, dass du auch nur einen Cent in Bitcoin investierst. Ich wollte nur verdeutlichen, dass die Leute, die "Werbung" für Bitcoin machen, das aus einer Überzeugung machen und nicht um noch mehr Leute in das vermeintliche Schneeballsystem zu ziehen. Da du einer der reichsten Foristen (zumindest soweit bekannt) bist, habe ich dich als Beispiel herangezogen.

    Dass dein System für dich funktioniert hat, haben wir ja schon groß und breit im Forum besprochen. Deinen Erfolg nimmt dir auch keiner. Finanztip selbst rät von mehr als 10% in Einzelaktien ab und packt Bitcoin da in die gleiche Sparte (da scheine ich bisher einer der wenigen zu sein, die diese Tragweite sehen).

    Wenn ich in deiner Position wäre, würde ich mir auch eher über cashflow, als Vermögenszuwachs Gedanken machen. Ab nem gewissen Vermögensstand spielt der Vermögenszuwachs eine untergeordnete Rolle. Mein persönlicher "Finanzplan" fußt auch auf meiner individuellen Situation. Insbesondere auf psychologischer Ebene habe ich mich damit sehr viel befasst. Den meisten Menschen muss man von Bitcoin alleine schon wegen der Volatilität abraten. Wenn dann noch fehlendes Wissen oder mangelnde Überzeugung mit starker Volatilität zusammentrifft, sind die Panikverkäufe oder unruhigen Nächte vorprogrammiert.


    lieberjott

    cui bono wird in diesem Thread zum dritten Mal erwähnt. Von mir. Ausschliesslich von mir. Ist im Forum als solches selten bis nie zulesen (nach meiner Wahrnehmung). Ich selbst hab es bisher auch selten bis nie vorher benutzt. Cui bono ist auch weniger ein Argument, als ein Indiz, warum gewisse Akteure eine Meinung vertreten, die einer kritischen Betrachtung nicht stand halten.

    In Sachen "Pro Bitcoin" News gilt das gleiche. Es gibt unzählige verblendete Bitcoinprediger, von denen man besser Abstand halten sollte. Da gehts dann eher um Reichweite (und damit auch um Geld z.b. auf youtube). Cui bono soll zum Nachdenken anregen (in beide Richtungen). Es geht auch nicht darum, dass man Dinge einfach glauben sollte, sondern das man Menschen anregt sich damit zu beschäftigen und ein eigenes Urteil zu bilden. Aus meiner Sicht kommen die meisten Kritiker (aus unterschiedlichen Gründen) direkt zum Urteil ohne überhaupt den Versuch gestartet zu haben, sich mit Bitcoin auseinander zu setzen. Das ist ehrlicherweise aber kein Problem von Bitcoin generell, sondern ganz allgemein. Dinge, die die eigene Argumentation unterstreichen, hören wir uns lieber an, beschäftigen wir uns mehr damit und kritische Stimmen blenden wir aus oder ziehen nur Bruchstücke raus, die sich leicht widerlegen lassen.

    Für mich persönlich kann ich sagen, dass Bitcoin meine Art zu denken nachhaltig verändert hat. Vor wenigen Jahren habe ich monetär wie generell in den Tag hinein gelebt und keinen Cent gespart. Seit ich mich mit Bitcoin auseinandersetze, setze ich mich auch viel mehr mit Politik und den Hintergründen von Geldpolitik, aber auch der Historie von Währung auseinander.

    Ich bin weder bei Bitcoin, noch bei den anderen Themen ein Profi (das sind vermutlich die wenigsten), aber ich bin überzeugt genug, aber nicht blauäugig, dass die Entscheidung für Bitcoin mein Leben nachhaltig verändern wird (bzw. schon hat). Je nach Entwicklung wird sich mein Vermögen zwischen 500k und mehreren Millionen bewegen, wenn ich alt bin. Für mich macht es keinen großen Unterschied, ob ich später 500k oder 1 Million hab oder vielleicht 3? Ich werde mir kein großes Haus kaufen, ich werde mir keinen Supersportwagen kaufen und auch weiterhin ohne Alkohol mein Leben fristen. Vielleicht sitze ich mit nem guten Buch auf der Terrasse und denke mir "wozu das ganze Geld?". Wir werden sehen. :)