Beiträge von Ariel

    Ich stelle ja durchaus immer mal wieder meine Anlagestrategie infrage

    Das wird auch nicht aufhören, wenn Du jetzt auf eine 1-ETF-Lösung umsteigst.
    Gestaltungsdrang und Optimierungen sind einer der vielen Renditekiller für Privatanleger.

    Wenn Du aktuell nicht nur in Einzelaktien oder Reddit-Hype-ETFs investiert bist, dann bleibe auf Kurs und halte fear and greed im Zaum.

    Global Aggregate ETFs kann man dem risikoreichen Teil des Portfolios beimischen, wenn man seine Rendite reduzieren möchte. Es ist aber leider nicht diese andere Anlageklasse mit niedriger Korrelation zum Aktienmarkt aber trotzdem ordentlichen realen Renditen, für die sie manchmal gehalten wird.
    Für meinen Geschmack viel zu häufig gehen diese ETFs zusammen mit den Aktien in den Keller. In der Vergangenheit sah die Performance u.a. deshalb gar nicht schlecht aus, weil wir von sehr hohen Zinsniveaus auf unter 0 gegangen sind, mit entsprechenden Kursgewinnen. Aktuell sind die Zinsniveaus im historischen Vergleich immer noch niedrig. Sollten wir mal wieder in Richtung 8% gehen, wäre ich aktuell lieber nicht in einen Anleihen ETF mit einer Duration von 6-8 investiert...

    Wie würdet Ihr entscheiden? :/ Angebot gilt noch bis Ende März

    Ende März ist allerdings nicht die Deadline für die Bestellung, sondern für die Fahrzeugübergabe. Das könnte knapp werden.
    Aufgrund der Deadline würde ich mich tendenziell eher dagegen entscheiden, weil sie kognitive Verzerrungen erzeugt und FOMO zum wichtigen Kaufgrund wird.

    Wirtschaftlich sinnvoll sind sicherlich die Reparaturen. Es dürfte schwierig werden, so günstig wie mit dem Auto, das Ihr schon besitzt, weiterzufahren. Für die 20.000€ Aufpreis (wenn Ihr tatsächlich 14K für den A5 bekommt), könnt Ihr statt der Skidurchreiche viele Skier vor Ort kaufen...

    Anhängerkupplung könnte man nachrüsten. Was würdest Du denn gerne ziehen?
    Bei einem Wohnwagen geht die Reichweite so weit in den Keller, dass man entweder seinen Urlaubsradius klein halten sollte oder viel Zeit fürs Reisen braucht (außer natürlich mit den modernen 800V Fahrzeugen mit großen Batterien).

    Die verbreitete Empfehlung für den sicheren Teil des Depots ist Anleihen mit mind AA, Heimatwährung und 1 bis max 3 Jahre Restlaufzeit.
    Wenn man mehr Rendite möchte, erhöht man den Aktienanteil.

    BBB Anleihen sind eine andere Kategorie. In Investment Grade ETFs ist nicht nur ein möglicher Default ein Problem für die Rendite, sondern auch wenn eine Investmengrade Anleihe nur noch ein BB Rating bekommt. (Griechenland ist glaube ich schon Anfang 2010 unter Investmentgrade eingestuft worden.) Dann muss der ETF zu schlechteren Kursen verkaufen.

    Ist kein Weltuntergang, aber man hat den risikoarmen Teil ja eigentlich, weil man sich da über solche Dinge keine Gedanken machen möchte…

    Wenn der Kommer-ETF so gut ist, warum brauchen seine Kunden dann noch ihn und sein Family Office.

    Soweit ich ihn verstanden habe, brauchen seine Kunden das Family Office nicht für die Auswahl des ETFs.

    Wer sich dann die Bastelei mit 4 bis 9 (!) ETFs sparen will, zahlt denn eben nerven- und zeitschonend etwa 0,3 % TER mehr für die 1-ETF-Lösung

    Der Kommer ETF ist bei ihm wahrscheinlich eher die Alternative zu den Dimensional Fonds, die er so toll findet.

    Sein Modellportfolio lässt m.E. mehr Fragen offen als es beantwortet.

    Vor diesem Hintergrund wirken hohe Anleihequoten im liquiden Portfolio und die Verrenkungen zur Volatilitätsreduktion ziemlich absurd.

    Man muss die hohe Aktiequote halt auch durchhalten können und wollen. In Zeiten von Nothing ever Happens und stoncks always go up sieht das leichter aus als es langfristig sein kann (z.B. wenn nach einem Crash Dein Depot 2.500.000€ Buchverluste anzeigt und überall in den Medien gesagt wird, dass das Finanzsystem, wie wir es kennen, Geschichte ist).

    Für den Ruhestand ist eine hohe Aktienquote mit sehr langem Anlagehorizont und niedriger Entnahmerate ein geeignetes Mittel.

    Für alle anderen Szenarien (höhere Entnahme und/oder kürzerer Anlagehorizont) wird eine gute Liquiditätsplanung wichtiger.

    Darauf geht C bei 29:50 ein.

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    Das entspricht nur der Spur nach seinen Aussagen.

    Sein Ansatz ist ja zu untersuchen, wie hoch die Sparquote sein muss, um das definierte Ziel zu erreichen.
    Anleihen verbessern das Ergebnis in den untersuchten Zeiträumen, wenn sie bei hohen Bewertungen hinzugenommen werden oder zw 65-68, wenn man in dem Alter in den Ruhestand geht.

    Ansonsten geht auch nur International, dann brauchte man aber eine höhere Sparquote als im optimal base case.

    Sparplan auf einem Minihandelsplatz mit Euwax Gold 2 ist riskant.

    Bei Euwax Gold lohnt es sich, den Spread zu beobachten, weil der manchmal ziemlich groß sein kann.
    Das geht z.B. hier:

    https://www.onvista.de/derivate/ETCs/…LD-DE000EWG2LD7

    Ich hatte mal regelmäßiger zw Gettex und Stuttgart verglichen. Da wäre es oft günstiger gewesen, bei der ING in Stuttgart zu kaufen als für 1€ bei Gettex. Kann mittlerweile allerdings auch wieder anders sein…

    Der Anteil der Domestic Stocks ist dabei gar nicht so entscheidend. In den Modellen der Studie funktionieren relativ viele Kombinationen ähnlich gut -> von etwa 10 % bis über 50 % Heimatmarktanteil. Entscheidend ist eher, dass man überhaupt global diversifiziert und nicht versucht, das Risiko über Anleihen zu reduzieren.

    Es ist richtig, dass die Unterschiede nicht groß sind. Ab Minute 19 spricht er vom optimalen base case. Der ist mit 33% domestic und 67% international angegeben. (Relativ große Abweichungen sind aber möglich).

    Einen größeren Einfluss hatte die Berücksichtigung hoher Bewertungen. Hier konnte das Hinzufügen von Bonds bei sehr hohen Bewertungen sogar eine kleinen Vorteil bringen (der aber auch nur 20% der Outperformance ausmachte).

    Nimmt man beides zusammen, glaubt Cederburg schon, dass die Ergebnisse gegenwärtig ein Abweichen von der Marktkapitalisierung nahelegen.

    Nach der Price-Dividend Ratio müsste er eigentlich die USA auf 16% reduzieren, 75% ex-USA und 9% Bonds (ab Minute 40

    Er selbst hat den Anteil der USA (sein domestic) aber nur auf 50% reduziert und merkt an, dass aktive Investmententscheidungen oft nicht funktionieren…

    Es fehlt auch immer noch jedwede RELEVANTE historische Evidenz für die Wirksamkeit der Beimischung.

    Ich bin zwar bei Dir, was das Thema Korrelation angeht, die Arbeiten von Cederburg zeigen aber durchaus, dass ein fester Anteil von Domestic Stocks (in unserem Fall Europa) von 10-30% langfristig bessere Ergebnisse geliefert hat, insbesondere bessere als Anleihen, die sonst gerne dafür herangezogen werden.

    https://www.icpmnetwork.com/wp-content/upl…ment-Advice.pdf


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    Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt, wenn beispielsweise plötzlich ein Despot entsprechende Entscheidungen trifft. Auch kann der Zugang zum Kapitalmarkt für Ausländer stark eingeschränkt werden.

    Das ist ein Risiko, das man z.B. für China durchaus sehen könnte. Daher wäre ich mit Übergewichtungen von EM auch eher vorsichtig, auch wenn sie derzeit gegen den bösen USA Klumpen gerne empfohlen werden.

    Hier ging es allerdings um die USA. Siehst Du wirklich ein Risiko, dass die USA zum failed state werden, während die Marktkapitalisierung des Aktienmarktes bei 60% liegt?
    Und falls ja, wäre es dann nicht völlig egal, ob man mit 60% oder mit 50% in den USA investiert wäre?

    Die Kurzform ist:

    Kann gut gehen, oder auch nicht. Es weiß keiner.

    Etwas naheliegender wäre Emerging Markets und Small Caps in einem Msci ACWI Imi hinzuzunehmen.

    Wenn Du etwas tiefer einsteigen möchtest, könntest Du mal nach Cederburg und Beyond the Status Quo googeln. Er zeigt in seiner Arbeit, dass langfristig ein Anteil in Domestic Stocks (in unserem Fall Europa) von 10-30% empfehlenswert war.

    Aber so sind die Menschen halt. Wirklich langfristig denken fällt vielen Menschen einfach schwer.

    Das stimmt. Hinzu kommt, dass man sich in richtigen Krisen nicht sicher ist, ob bspw. das Finanzsystem oder der Aktienmarkt an sich, etc. überhaupt weiter funktionieren wird.

    Das eigentliche Problem sind m.E. nicht die -40% im Crash, sondern dass man dann überall gesagt bekommt, dass die Welt untergeht und es niemals wieder werden wird, wie es war. Das auszuhalten und trotzdem dabei zu bleiben, ist viel schwerer als eine rote Zahl, von der wir uns jetzt alle sicher sind, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie so grün sein wird, wie noch nie zuvor. (Aktienrisiko bedeutet, dass dieser Fall auch nicht eintreten könnte.)

    Also ich weiß ja nicht, was bei Euch los ist, aber in meinem Depot sehe ich nur übliche Aktienmarkt-Schwankungen.
    Wenn ich nach dem Gerd Kommer ETF suche, werden mir in der Wochenansicht -0,27% angezeigt. 🤷🏼‍♂️

    Aktuell fällt das für mich noch unter „nothing ever happens“.

    (Kann und wird sich irgendwann natürlich noch ändern).

    Je nach dem, was man als "großen Unterschied" empfindet, finde ich die bei den meisten derzeit diskutierten Alternativen zu einem MSCI ACWI IMI o.ä. nicht.
    Klar, die Telekom ist bei Kommer ganz vorne dabei, sonst eher nicht. Aber ob die Top 10 Aktien jetzt 10% oder 20% des Index ausmachen, finde ich langfristig jetzt nicht so kategorial anders.
    (Was @Irving ja auch nicht behauptet hat.)


    Wer die Faktorprämien (oder die Equity-Prämie) akzeptiert und entsprechend investiert, erzielt langfristig höhere Renditen.

    Das war in der Vergangenheit so. Für die Zukunft kann das niemand vorhersagen.

    Nun sehen wir die ersten Ergebnisse (ja, der Zeitraum ist kurz) und plötzlich wird es entweder sehr still oder es werden „Währungseffekte“ oder ,,die Zeit vor der Fondsauflegung" als Erklärung bemüht. Man könnte aber auch einfach schreiben: Ja, Kommer, Beck, Walz und Fuchs lagen bislang richtig.

    Bei so kurzen Zeiträumen können sich Währungseffekte nun mal stark bemerkbar machen.
    Und ich finde nicht, dass man das letzte Jahr als Beweis der überlegenen Kommer, Beck, Fuchs Strategie heranziehen kann, wenn man mit einem schlichten MSCI World Euro hedged noch besser gefahren wäre.
    (Auch wenn ich prinzipiell den anderen Ansätzen in der Sache durchaus aufgeschlossen bin).