Thomas von Finanzfluss hat auch neulich seine BU-Versicherung gekündigt (Quelle: Youtube Interview mit ihm), weil er sie nicht mehr bräuchte, weil er auch ohne Arbeitseinkommen gut versorgt sei. Aber nur weil das für ihn so passt, ist das ja nicht allgemeingültig.
Ich denke, dass Versicherungen nur für Risiken sinnvoll sind, deren finanzielle Folgen man nicht aus eigenen Mitteln tragen kann. Schäden, die sich problemlos selbst begleichen lassen, sollten nicht versichert werden.
Wer nicht auf ein laufendes Arbeitseinkommen angewiesen ist, benötigt aus dieser Perspektive keine BU-Versicherung. Wir haben daher ebenfalls keine.
Insgesamt ist zu beobachten, dass insbesondere in Deutschland häufig Versicherungen abgeschlossen werden, die eher dem subjektiven Sicherheitsgefühl dienen als einer objektiven Risikovorsorge. Letztlich ist der Abschluss dieser ,,Wohlfühl-Versicherungen" eine Wette darauf, dass die Wahrscheinlichkeitsannahmen der Versicherungsgesellschaften nicht aufgehen bzw. dass sehr konzentriert und mehrfach die ungünstigen Fälle bei einem selbst eintreten. Da diese Berechnungen auf umfangreichen Daten beruhen, ist das eher unwahrscheinlich.