Beiträge von Leopard

    Ich meine deine persönliche Handlungskonsequenz bezogen auf deinen Startbeitrag.


    Meine persönliche Handlungskonsequenz ist: Aufgrund der gegebenen Regulatorik werde ich bei der Debeka bleiben. Wirklich glücklich bin ich mit dieser Entscheidung nicht.

    Oder wie ChatGPT sagen würde (siehe Seite 3 hier im Thread):

    "Aktion fühlt sich machtvoll an und beruhigt unser Bedürfnis nach Kontrolle. Doch nicht jedes Eingreifen ist notwendig - manchmal ist bewusstes Nicht-Handeln der souveränere Weg."

    Mir ist zu diesem Zitat von Leopard doch noch ein Denkfehler aufgefallen. Denn es geht doch etwas beim Wechsel des Versicherers verloren: Und zwar die Überzinsen, die auf die Alterungsrückstellungen und den gesetzlichen Beitragszuschlag bereits erwirtschaftet wurden.


    Hier verwende ich nun wieder gern KI (ChatGPT):

    "In der langjährigen Niedrigzinsphase gab es kaum oder keine Überzinsen – teilweise lagen die Kapitalerträge sogar unter dem kalkulierten Rechnungszins. Das führte bei manchen Versicherern zu Beitragsanpassungen."

    Auf mich wirkt dieser Text, als ob er durch eine KI generiert worden ist.


    Guten Abend Felice,

    ich hatte mit vielem gerechnet, nicht aber damit, dass mir vorgeworfen wird, mein Text sei KI-generiert. Dort, wo ich KI verwendet habe, habe ich dies in der Vergangenheit stets transparent gekennzeichnet.

    Die Debeka erstattet bis zu einem Rechnungsbetrag von 1.000 Euro pro Kalenderjahr. Mich haben mehrere Debeka-Versicherte aus meinem Umfeld auf den Punkt in den Versicherungsbedingungen angesprochen, wie es juristisch zu interpretieren sei. Die Debeka hat dies in den Versicherungsbedingungen sehr ungeschickt formuliert, aber aus dem Kontext heraus erkennt man, dass es pro Kalenderjahr ist.


    Auf der Grundlage dieses Textauszugs möchte ich dich fragen: Stehst du - in welcher Form auch immer - in einem Arbeitsverhältnis zur Debeka?

    Ich bin zuversichtlich, dass die Jurist:innen der Debeka ganz sicher nicht ungeschickt formuliert haben werden. Am Ende ist das relevant, was in den Versicherungsbedingungen schwarz auf weiß steht - nicht mehr und nicht weniger. Wenn es denn tatsächlich pro Kalenderjahr wäre und mehrere Debeka-Versicherte in der Vergangenheit darauf aufmerksam wurden (und nachgefragt haben), dann könnte die Debeka den Passus "pro Kalenderjahr" problemlos in eine aktualisierte Version der Versicherungsbedingungen einfügen.;)

    Hallo zusammen,


    ich bedanke mich bei allen für die wertvollen Beiträge!


    Der vorliegende Thread hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt rund 4.700 Leser:innen – nicht zuletzt dank eurer engagierten Beiträge!


    Auf der Basis von drei von Finanztip empfohlenen Versicherungsmaklern, einem weiteren Makler, einem gebundenen Außendienstmitareiter der Debeka, einem gebundenen Außendienstmitarbeiter eines weiteren PKV-Anbieters, eigener umfangreicher (Internet-)Recherchen und dem vorliegenden Thread hier bei Finanztip möchte ich meine in den vergangenen Monaten gemachten Erfahrungswerte im Rahmen eines (vorläufigen) Fazits ohne Gewinnerzielungsabsicht mit der Allgemeinheit teilen:


    Eine PKV-Tarifoptimierung kann bei Zugrundelegung des „magischen Dreiecks“ der PKV folgende Ziele adressieren:


    1. Optimierung (aktuell) niedriger Beiträge
    2. Optimierung stabiler Beiträge
    3. Optimierung des Leistungsumfangs


    Ob aktuell niedrige Beiträge auch in Zukunft niedrig sind, kann niemand voraussagen. Das gleiche gilt für die Beitragsstabilität: Inwieweit auf quantitativer Ebene ex ante zuverlässig prognostiziert werden kann, welche PKV-Anbieter bzw. Tarife langfristig (besonders) stabil sein werden, erweist sich, auch aufgrund des vorliegenden Threads, als „Glaskugel-Frage“.


    Die bei Versicherungsmaklern gewonnenen Erfahrungen haben gezeigt, dass im Rahmen einer PKV-Tarifoptimierung nahezu ausschließlich die Optimierung des Leistungsumfangs im Vordergrund steht – also jener Bereich des „magischen Dreiecks“ der PKV, der auf der Basis von konkreten Tarifbedingungen im Hier und Jetzt vergleichbar ist.


    Sofern eine Optimierung des Leistungsumfangs im Vordergrund steht, kann im ersten Schritt ein interner Wechsel und im zweiten Schritt ein Wechsel des PKV-Anbieters in Betracht gezogen werden.


    Bei einem Wechsel des PKV-Anbieters sind insbesondere zwei Dinge zu berücksichtigen:


    1. Aktueller Gesundheitszustand
    2. Höhe des Übertragungswertes im Vergleich zur Höhe bereits gebildeter Alterungsrückstellungen


    Beide Aspekte machen einen Wechsel des PKV-Anbieters in der Praxis häufig unattraktiv. Dass im Bereich der PKV kein stärkerer Wettbewerb (Vergleich zur GKV) zugelassen wird, führt in der Praxis zu einem Lock-In-Effekt. Der Wettbewerb der PKV-Anbieter konzentriert sich damit auf junge Menschen, die ggf. schon sehr früh in ihrem Berufsleben eine Entscheidung treffen müssen, die sich zu einem späteren Zeitpunkt entweder gar nicht mehr verändern lässt (aufgrund des Gesundheitszustandes) oder zu hohen Kosten führt (Teilverlust von Alterungsrückstellungen).


    Um neue Abschlusskosten zu vermeiden, ist es überlegenswert, eine:n Honorarberater:in zu konsultieren. Während der:die Honorarberater:in unmittelbar bezahlt werden muss (Stundensatz meist zwischen 100 Euro und 250 Euro zzgl. MwSt. laut Google-KI), werden die Abschlusskosten im Rahmen einer provisionsbasierten Beratung auf die ersten 5 Jahre verteilt („Zillmerung“). Daraus ergeben sich wiederum nicht unerhebliche Nachteile für die Honorarlösung: Dieser Betrag könnte sonst über viele Jahre hinweg bis zum Ruhestand rentierlich am Kapitalmarkt angelegt werden. Bei einer Anlage in einen breit gestreuten ETF (konservative Annahme: Verdoppelung alle 10 Jahre) können aus heute 2.000 Euro in 30 Jahren 16.000 Euro werden – genügend Geld für eine echte Beitragsentlastung.


    Im Falle eines Wechsels des PKV-Anbieters sollten die Abschlusskosten des:der Vermittler:in weder unter- noch übergewichtet werden, sondern in Relation zu dem Mehrwert bezüglich des Leistungsumfangs gesetzt werden.


    Die Tarifbedingungen des Tarifs B bei der Debeka geben ernstzunehmende Hinweise darauf, dass Leistungen in Zukunft (stark) eingeschränkt werden können. So heißt es beispielsweise:


    „Der Versicherer erstattet Aufwendungen für Brillen (Brillengläser und Brillengestelle) einschließlich Reparaturen sowie Kontaktlinsen bis zu einem Rechnungsbetrag von insgesamt 1.000 Euro.“ (Tarif B, Seite 2)


    Dass die Debeka in der Vergangenheit in Bezug auf Brillen in Summe mehr als 1.000 Euro bezahlt hat, ist eine dankenswerte Kulanz. Ob diese Kulanz im Zuge des demografischen Wandels bei einem aufgrund der Öffnungsaktion kränkeren Versichtenerkollektiv weiterhin aufrechterhalten werden kann, wird die Zukunft zeigen. Vertragstechnisch ist die Debeka lediglich dazu verpflichtet, über die gesamte (!) Vertragslaufzeit 1.000 Euro für Brillen zu erstatten. „Insgesamt 1.000 Euro“ wird nicht durch ein „pro Jahr“, „alle 3 Jahre“ o. Ä. spezifiziert.


    Abschließend: Der Wechsel des PKV-Anbieters kann sich lohnen, wenn der Leistungsumfang optimiert werden soll. Steht die Beitragsstabilität im Vordergrund, ist es ratsam, bei dem bisherigen PKV-Anbieter zu bleiben.

    Das klingt ja nach einem total spartanischen Tarif, den du hast. Ob dieser überhaupt von den Leistungen her das GKV-Niveau erreicht, kann man schon fast bezweifeln. Ich wusste gar nicht, dass die Debeka solche Spartarife für Beamte anbietet.

    Meine Meinung: Gerade als Beamtin hast du da an der falschen Stelle gespart. Du scheinst dann wahrscheinlich nicht mal Zahnersatz (Implantate, Kronen, Inlays) inkludiert zu haben. Bevor du über einen Versichererwechsel nachdenkst, solltest du vielleicht erstmal überlegen, ob es Sinn man Mehrleistungen zu inkludieren, die sinnvoll sind. Gerade die Beamtentarife mit 30-50% Abdeckung bilden im Gegensatz zu den 100%-Tarifen für Angestellte/Selbstständige nicht eine so große finanzielle Belastung im höheren Alter.


    Ich habe alles drin, auch Zahnersatz. Ich habe lediglich keine Extras wie Chefarztbehandlung und 2-Bett-Zimmer.


    Ich lasse hier mal ChatGPT antworten:


    "Wie ist die PKV-Kalkulation aufgebaut?
    Ein PKV-Beitrag besteht vereinfacht aus drei Teilen:
    1. Risikobeitrag
    → zur Finanzierung der aktuellen Krankheitskosten.
    2. Sparanteil (Altersrückstellungen)
    → wird verzinslich angesammelt, um Beiträge im Alter zu stabilisieren.
    3. Kostenanteil
    → Verwaltungskosten + Abschlusskosten (inkl. Maklerprovision).

    Die Maklerprovision gehört zu den Abschlusskosten.


    Wird dafür meine Altersrückstellung „angezapft“?


    Nein, nicht direkt.
    Die Altersrückstellungen:

    - werden gesetzlich getrennt verwaltet
    - sind Teil der versicherungsmathematischen Kalkulation
    - dürfen nicht einfach zur Finanzierung der Provision entnommen werden.


    Aber:
    Die Abschlusskosten werden bei Vertragsbeginn einkalkuliert. Das bedeutet:
    👉 In den ersten Jahren ist dein Beitrag kalkulatorisch weniger effizient, weil ein Teil zur Deckung der Abschlusskosten verwendet wird.
    👉 Der Sparanteil ist in den ersten Jahren dadurch rechnerisch niedriger als er ohne Abschlusskosten wäre.
    Das nennt sich Zillmerung (Verteilung der Abschlusskosten über die ersten Jahre).


    Was bedeutet das für dich konkret?
    Wenn du langfristig bleibst (typisch für Beamte):
    Die Provision spielt langfristig eine geringe Rolle.
    Der Effekt „verläuft sich“ über Jahrzehnte.
    Wichtiger sind:
    - Rechnungszins
    - Kollektivstruktur
    - Leistungsniveau
    - Tarifpolitik
    - Kapitalanlageerfolg des Versicherers"

    Hallo Leopard, da du schon einige Jahre bei der Debeka versichert bist, stimmt dies definitiv nicht, dass deine Altersrückstellungen auf die zweite Nachkommastelle dem Übertragungswert entsprechen. Der Übertragungswert bildet nur die Rückstellungen ab, die du hättest, wenn du im brancheneinheitlichen Basistarif versichert wärest.


    Guten Abend Felice,

    ich danke dir für deine konstruktiven Beiträge!:)

    Ich habe nun noch einmal in den Begleitbrief zu der Übertragungswertbescheinigung nachgeschaut. Dort heißt es:

    "In Ihrem Fall ist die Höhe des Übertragungswertes mit der Höhe der kalkulatorisch zugeordneten Alterungsrückstellung und den Mitteln aus dem gesetzlichen Beitragszuschlag identisch."

    Daraus schließe ich, dass mir zumindest nichts verloren geht, wenn ich die PKV wechsele.

    Falls ich hier einen Denkfehler habe, lasse ich mich gern korrigieren. :thumbup:

    Ohne jeden Beitrag im Detail gelesen oder verarbeitet zu haben, gewinne ich den Eindruck, als könnte der Entscheidungsprozess noch einige weitere Monate dauern. Das könnte ein Signal dafür sein, einfach alles so zu lassen wie es ist, wenn Kopf und / oder Bauch nichts ändern wollen.


    Wichtig ist an dieser Stelle, dass ich ja sehr gern bereit bin, der Debeka den Rücken zu kehren. Allerdings nur, wenn sich zeigt, dass dies in Bezug auf die Beitragsstabilität eine nachhaltig gute Entscheidung ist.


    Der bisherige Thread-Verlauf zeigt mir, dass es gute Gründe gibt, bei der Debeka zu bleiben – ebenso gibt es gute Gründe, die Debeka zu verlassen (hierbei stütze ich mich insbesondere auf Ihren Artikel zur Debeka, Herr Dr. Schlemann).


    Welche PKV-Anbieter empfehlen Sie, Herr Dr. Schlemann, denn grundsätzlich, wenn Kund:innen die Ecke „stabile Beiträge“ des magischen Dreiecks der PKV optimieren wollen?:)

    Also wir sind mit den Kindern nach umfangreicher Beratung durch einen Versicherungs-Honorarberater (ja, sowas gibt es auch) bei der Signal Iduna im Tarif "Prime" gelandet. Wichtig waren uns gute Leistungen und eine hohe Beitragsstabilität. Daten zur Beitragsstabilität haben wir damals über Morgen & Morgen bekommen, die sind aber für Endverbraucher nicht ohne weiteres zugänglich. Ob die Beiträge langfristig moderat bleiben wird die Zukunft zeigen.


    Guten Abend,

    vielen Dank für deinen Beitrag!

    Schön zu sehen, dass sich deine Erfahrungswerte mit dem aktuellen MAP-Report decken.

    2 kurze Nachfragen:

    - Wie lange bist du schon bei der Signal Iduna?

    - Wie hoch waren die jährlichen Beitragssteigerungen in den einzelnen Jahren (alternativ: Einstiegs-Monatsbeitrag und aktueller Beitrag)?

    Aussagekräftig sind jedoch die Berichte in diversen Threads, wo Foristen sich nach mehreren Versicherer- und Tarifwechseln völlig entsetzt zeigen, dass ihre Beiträge und Selbstbehalte scheinbar immer schneller steigen...


    Hallo Wanderslust,

    kannst du denn diverse Threads benenenen, in denen dies der Fall ist?

    Ich durfte vieles hier in dem Forum lesen, aber die von dir angesprochene Problematik mit einer konkreten Kausalität (mehrere Versicherer- und Tarifwechsel --> Beiträge + Selbstbehalte steigen immer schneller) habe ich bisher noch nicht gelesen.

    Vielen Dank vorab für entsprechende Beispiele! :saint:

    Mit den Eckdaten meine Einschätzung: Du bist (falls du keine Risikozuschläge auf den Tarifbeitrag zahlst) aktuell in einer für dich mit der genannten Prämisse (langfristige Beitragsstabilität bei moderaten Kosten in Relation zu den Leistungen) in einer fast schon bestmöglichen Situation.

    Du verlierst mit den 8 Jahren Altersrückstellungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr, als du ggf. lanfristig (mit ganz viel Glück und nur unter bestimmten Umständen, die du heute kaum antizipieren kannst) gewinnen könntest bei einem Wechsel zu einer anderen Versicherungsgesellschaft.

    Meine Devise wäre: Füße stillhalten und dich freuen, dass du ohne Aufschläge in einen ganz passablen Tarif gekommen bist. Kein Mensch ist glücklich gerade über die Beitragserhöhungen und das Gras auf der anderen Seite sieht regelmäßig etwas grüner aus, kann aber schnell zur Steppe werden. Meines Erachtens würdest du mit deinem Vorhaben vom Regen in die Traufe kommen. Just my two Cents oder so ähnlich... ;)

    PS: Überleg doch einfach mal wie ungünstig eine erneute Risikoprüfung ist, ob du also wirklich zu 100% gesund bist und bei den kommenden Gesundheitsfragen dann auch garantiert nichts vergisst. Allein das Risiko, hierbei versehentlich und unwissentlich eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung zu begehen und dann ganz ohne brauchbaren Versicherungsschutz dazustehen, wäre mir so ein Wechsel für ein paar erhoffe (!) Euro Ersparnis niemals wert...


    Guten Abend FinanztipUser,

    vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung.

    Es ist das geringste Problem, einfach bei der Debeka zu bleiben.

    Füße still halten ist exakt das, was ich als ETF-Anlegerin in der Vergangenheit getan habe - und damit konnte ich stets gut fahren. ;)

    Oder wie ChatGPT sagen würde:

    "Aktion fühlt sich machtvoll an und beruhigt unser Bedürfnis nach Kontrolle. Doch nicht jedes Eingreifen ist notwendig - manchmal ist bewusstes Nicht-Handeln der souveränere Weg."

    Probier‘s doch einfach - und berichte uns in fünf bis zehn Jahren, welche Erfahrungen Du damit gemacht hast.

    Was sollen wir uns den Mund fusselig reden. Es geht nichts über die eigene Erfahrung.

    Hier im Forum kannst Du viele Leute finden, die über ständig steigende Beiträge klagen - am lautesten klagen die, die bereits mehrfach gewechselt sind. Mit jedem Wechsel scheinen die Beiträge schneller zu steigen.

    Aber die Erfahrung muss man evtl. selbst machen.


    @ Wanderslust: Dieses Forum zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass man von den Erfahrungswerten anderer profitieren kann. Möglicherweise gibt es ja Mitglieder, die selbst bei der Signal Iduna oder bei der LVM privat krankenversichert sind und hier einen mehrwertstiftenden Beitrag leisten können. Fragen kostet schließlich nichts. :)

    Wenn man die Beitragsstabilität einer PKV-Versicherung beurteilen will, sollte man immer eine möglichst große Zeitspanne betrachten. Daher kann man nicht aus der Bilanzbewertung einer PKV aus einem einzelnen Jahr auf die Beitragsstabilität schließen.

    Du darfst also nicht aufgrund der Bewertung im Map-Report nun schlussfolgern, dass die LVM und die Signal Iduna sehr beitragsstabil sind und die Debeka nicht.

    Teile uns doch mal bitte mit, wie viele Jahre du bei der Debeka bereits versichert bist. Denn wie du schon von uns erfahren hast, wirst du einen Teil deiner Rückstellungen verlieren, falls du den Versicherer wechseln solltest. Und dieser Teil kann je nach Versicherungszeit recht groß sein, d. h. ein Wechsel wäre dann wirtschaftlich total sinnlos.


    Hallo Felice,

    ich bin seit 8 Jahren bei der Debeka versichert.

    Ich kann mich da tatsächlich nur wiederholen:

    Auf meiner aktuellen Übertragungswertbescheinigung steht, dass die Altersrückstellungen in meinem konkreten Fall dem Übertragungswert entsprechen. Ich bin nicht im Basistarif. Ich habe den Tarif B ohne irgendwelche Extras (z. B. Zweibett-Zimmer, Chefarztbehandlung etc.).

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Beiträge!

    Meine weiteren Recherchen haben mich zum aktuellen MAP-Report geführt:


    PKV im Gesamtrating: Diese Krankenversicherer überzeugen bei Bilanz, Service und Beitragsstabilität - Krankenversicherung - Versicherungsbote.de


    Interessant ist hier, dass die Debeka zwar in Summe auf Rang 3 gelistet wird. In Bezug auf das Kriterium "Bilanzbewertung" hat es jedoch nur für Rang 14 gereicht.

    Laut MAP-Report gibt es zwei Versicherungsgesellschaften, die in Summe besser als die Debeka abschneiden: Signal Iduna (Rang 2) und LVM (Rang 1).

    Ich könnte mir daher vorstellen, dass diese beiden Unternehmen besonders geeignet sind, wenn es darum geht, die Beitragsstabilität zu optimieren.

    Was denkt ihr?


    Äh, was willst Du eigentlich?

    Erst fragst Du in Deinem Eingangsbeitrag nach einer Gesellschaft mit bestmöglicher Beitragsstabilität, dann klärst Du uns in Deinem aktuell letzten Beitrag auf, dass nach Deiner Kenntnis davon ausgegangen werden muss, dass es gar keine Gesellschaft geben kann, die beitragsstabiler ist als der Durchschnitt (folglich alle gleich).

    Zwischen den Beiträgen jede Menge Dr. Schlemann-Zitate bzw. Ausführungen aus seiner Internet-Seite (kritische Debeka Verweise auch von Dir selbst braucht man dann natürlich auch nicht mehr lange suchen).

    Und dieses ganze Getue von Dir, obwohl aus Deinen Ausführungen deutlich hervor geht, dass Du schon etliche Jahre bei Deinem Versicherer bist („viele saftige Beitragsanpassungen“) und Du nicht so dumm sein kannst, den Nachteil eines Wechsels im nicht mehr ganz so taufrischen Neu-Eintrittsalter nicht zu erkennen (der Dir ausgewiesene Übertragungswert nützt nur teilweise).

    Dieser Thread ist Vera…..


    Hallo Schlau,

    mein Ziel ist, herauszufinden, welche PKV gewählt werden sollte, wenn man die beiden Ecken "Beitragsstabilität" und "günstige Beiträge" optimieren möchte. Das Zwischenfazit 2 hat sich aus dem bisherigen Gesprächsverlauf ergeben.

    Welches "Getue" meinst du denn?

    Ich kann bestätigen, dass ich seit einigen Jahren bei der Debeka bin.

    Als Kunde gehe ich davon aus, dass ich bei einer Übertragungswertbescheinigung, bei der mir mitgeteilt wird, dass die Altersrückstellungen auf die zweite Nachkommastelle dem Übertragungswert entsprechen, keinerlei Nachteile bei einem möglichen Wechsel der Versicherungsgesellschaft haben werde.

    "Dieser Thread ist Vera….."

    Ich bitte um Erklärung, was genau du mit "Vera...." meinst. Hierbei bitte ich dich darum, konkrete Belege anzuführen.

    Deine Interpretation der Abschlusskostenquote ist nicht zutreffend, denn die niedrige Abschlusskostenquote der Debeka ist nicht gleichzusetzen damit, dass die Debeka wenig Neugeschäft macht. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Debeka ist in den letzten Jahren meistens der PKV-Versicherer gewesen, dessen Bestand am stärksten gewachsen ist. Aber warum ist dann die Abschlusskostenquote der Debeka so gering? Im Jahr 2024: Debeka 4,1 % und der Gesamtmarkt 7,3% (siehe https://www.assekurata-rating.de/wp-content/upl…ranken_2026.pdf). Ganz einfach: Die Debeka macht so gut wie keine Werbung in den Medien und arbeitet nicht mit Maklern zusammen, die Provisionen bei Abschluss erhalten. Daher sind die Abschlusskosten pro abgeschlossenem Vertrag bei der Debeka niedriger als bei den meisten anderen Versicherern.

    Was die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote betrifft, so ist diese Kennzahl bei der Debeka schon immer vergleichsweise niedrig gewesen. Dies kann man in alten Assekurata-Ratings nachlesen. Aus Kundensicht ist es vorteilhaft, wenn ein Versicherer das versicherungsgeschäftliche Ergebnis auf geringem Niveau hält, da dieses in erster Linie über die Beitragszahlungen der Kunden generiert wird. Auf der anderen Seite bestimmt die Quote den Überschuss und damit mittelbar auch die RfB-Quote, die bei der Debeka aber im Marktdurchschnitt liegt. Aus der Sicht ist die vergleichsweise niedrige versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote der Debeka nicht als negativ zu bewerten.

    So sehr ich die Beiträge von Dr. Schlemann schätze, kann ich dir aber trotzdem nur raten, sich nicht nur auf seine Aussagen zu verlassen. Denn da er keine Debeka-Verträge vermitteln kann, könnte es durchaus sein, dass bestimmte Informationen nicht neutral sind. (Bin nun gespannt, welchen Kommentar er auf meine Aussage hin schreiben wird ;))


    Hallo Felice,

    vielen herzlichen Dank für deine Antwort!

    Besonders dankbar bin ich dir für die Zahlen der Assekurata - wusste gar nicht, dass derart detaillierte Zahlen öffentlich verfügbar sind. Top!

    Für mich ist es das geringste Problem, bei der Debeka zu bleiben, wenn sich herausstellt, dass dies die bestmögliche Option ist, wenn die Ecke "Beitragsstabilität" des magischen Dreiecks der PKV optimiert werden soll.

    Interessant ist jedoch, wenn man ChatGPT die Ratingberichte der Assekurata für Debeka und Barmenia vergleichen lässt. Dann heißt es nämlich:


    "„Besser“ im Sinne der Assekurata-Gesamtbewertung + Beitrags-/Kundenperspektive: Debeka (A++ exzellent; Beitragsstabilität sehr gut; Kundenorientierung exzellent).

    „Stabiler“ im engen Sinn von Kapitalpuffer/Solvency-II-Resilienz: Barmenia (sehr hohe Eigenkapitalquote und SCR-Quote in den ausgewiesenen Jahren)."


    Vielleicht erbarmt sich ja ein Makler, hier eine Grafik zu teilen, wie die Beitragsentwicklung der Debeka, der Barmenia, der ARAG und der Alten Oldenburger (hier im Thread benannte Versicherungsgesellschaften) seit Einführung der Unisex-Tarife konkret war.

    Gerne wird von diversen Maklern das Argument verbreitet, dass die Debeka mehr Kranke in ihrem Kollektiv hat. Das mag sogar durchaus stimmen. Die Debeka dürfte dadurch eventuell höhere Leistungsausgaben als andere Versicherer haben. Aber auf der anderen Seite hat sie auch niedrigere Verwaltungs- und Abschlusskosten wie die meisten anderen Versicherer. D. h. wenn die Verwaltungs- und Abschlusskostenquote z. B. 3% niedriger als bei anderen ist, dann kann die Debeka auch eine um 3% höhere Leistungskostenquote als die anderen haben.

    Fazit: Aus "höhere Risiken im Kollektiv" kann man nicht schlussfolgern, dass der Versicherer weniger beitragsstabil ist. Also nur auf eine strenge Gesundheitsprüfung zu schauen, ist nicht der richtige Weg.


    Guten Abend Felice,

    an dieser Stelle kann ich erneut Herrn Dr. Schlemann zitieren:

    "Wie auf unserer Seite Auswahlkriterien Krankenversicherung beschrieben spielen Bilanzkennzahlen einer Krankenversicherungsgesellschaft ebenfalls eine Rolle bei der Auswahl der passenden Krankenversicherung. Sie sind jedoch nicht das wichtigste Auswahlkriterium und außerdem ausgesprochen interpretationsbedürftig [eig. Hervohebung]."

    (Quelle: https://schlemann.com/krankenversich…iterien/debeka/)

    Gerade die Abschlusskostenquote wird meiner Meinung nach häufig fehlinterpretiert im Sinne von: Hohe Abschlusskostenquote = schlecht, niedrige Abschlusskostenquote = gut

    Dies ist ein Trugschluss! Die Abschlusskostenquote errechnet sich aus der Division von Vertragsabschlussaufwendungen geteilt durch verdiente Bruttobeiträge (und multipliziert mit Faktor 100).

    Bedeutet also: Eine hohe Abschlusskostenquote ist Spiegelbild einer Versicherungsgesellschaft, die wächst (in Bezug auf PKV: das Versichertenkollektiv wächst). Würde es nämlich im Extremfall null Vertragsabschlussaufwendungen geben, wäre die Abschlusskostenquote 0%. Ist das nun gut? Eher nicht (keine neuen & gesunden Menschen kommen nach)!

    Interessanter ist da schon der Indikator "Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote".

    Dr. Schlemann:

    "Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote ist ein Indikator für die Ertragsstärke eines privaten Krankenversicherers und gibt an, wie viel Prozent der verdienten Bruttobeiträge nach Abzug der Schaden-, Verwaltungs- und Abschlussaufwendungen [eig. Hervorhebung] übrig bleiben.

    Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote der Debeka liegt mit 8,73% deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 10,89%."

    Hier äußert sich Dr. Schlemann sogar sehr Debeka-freundlich. Die mir von Verivox vorliegenden Zahlen zeigen, dass die Debeka im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2023 (immerhin 10 Jahre!) eine versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote in Höhe von 7,5% aufweist. Der Marktdurchschnitt für diesen Zeitraum liegt laut Verivox bei 14,5%.

    Eine singuläre Betrachtung eines einzelnen Indikators wie der Verwaltungskostenquote, die bei der Debeka tatsächlich sehr gut ist, erweist sich in der Gesamtschau jedoch als irreführend.

    Zwischenfazit 2: Gäbe es am Markt tatsächlich einen PKV-Anbieter, der langfristig (30 Jahre plus) beitragsstabiler als die Konkurrenz ist, hätte die Marketing-Abteilung diesen unternehmenseigenen Vorteil längst werbetechnisch ausgeschlachtet. Da dies nach meiner Kenntis nicht der Fall ist, muss demzufolge davon ausgegangen werden, dass es langfristig keinen PKV-Anbieter gibt, der dauerhaft beitragsstabiler als der Marktdurchschnitt ist.

    Gegenstimmen?

    Hallo zusammen,


    danke für die guten Beiträge!


    Die von dir genannten Gründe waren für mich damals ebenfalls ausschlaggebend, zur Debeka zu gehen.

    Aus heutiger Sicht erscheinen mir Argumente wie die Kollektivgröße jedoch sehr fragwürdig. Herr Dr. Schlemann schreibt in diesem Zusammenhang:


    "Größe ist per se jedoch kein besonder Vorteil. Die Debeka ist nicht „besser“, weil dort viele Personen versichert sind, wie manchmal unterstellt wird. Aussagen wie „Immerhin ist jeder vierte Vollversicherte in Deutschland bei der Debeka“ sagen nichts über Qualität. 79% der Deutschen (letzte verfügbare Zahlen aus 2022) fahren keine Premium-Automarke (Audi, BMW, Jaguar, Porsche, Tesla, Lexus, Land Rover, Volvo und Mercedes-Benz). Das heißt nicht, dass Nicht-Premium-Marken die besseren Autos sind und man bei Unfällen darin sicherer ist."

    (Quelle: https://schlemann.com/krankenversich…iterien/debeka/)

    Und weiter heißt es:

    "Unser Fazit: Die Risikoprüfung der Debeka trifft im Vergleich zu anderen Anbietern öfters für uns medizinisch nicht nachvollziehbare Entscheidungen. Die politische Marschrichtung scheint zu lauten, möglichst jeden und alles zu versichern. Für „Kranke“ , die bei anderen Gesellschaften nicht oder nur mit hohen Beitragszuschlägen versicherbar sind, kann die Debeka in solchen Fällen eine sinnvolle Option sein. Als „Gesunder“ würde ich mir gut überlegen, ob ich in einem solchen Kollektiv mit entsprechend höheren Risiken versichert sein möchte!" (Quelle: ebd.)

    Besser hätte man es wohl nicht formulieren können. Die Debeka hier im Forum als Best/Good Practice Beispiel für einen beitragsstabilen Krankenversicherer anzuführen, halte ich daher für gewagt.

    Dadurch relativiert sich auch der Punkt "beständige Tarifhistorie". Was bringt einem PKV-Versicherten eine beständige Tarifhistorie (z. B. Debeka), wenn in dem Versichertenkollektiv viele Versicherte sind, die bei anderen Versicherungsgesellschaften erst gar nicht aufgenommen worden wären?

    Die Auswahl eines geeigneten PKV-Anbieters mit dem Ziel, die Ecke "stabile Beiträge" des magischen Dreiecks der PKV zu optimieren, scheint in der Praxis wohl schwierig zu sein.

    Eine Hilfskrücke könnte darin bestehen, einen Versicherer mit einer maximal strengen Gesundheitsprüfung zu wählen. Was denkt ihr? Welche Versicherer gelten als besonders streng bei der Gesundheitsprüfung?

    Vielen Dank vorab, ihr seid klasse!

    Hallo zusammen,

    zunächst einmal vielen lieben Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! 😊


    Spannend fand ich u. a. den Beitrag von Jacob97:

    Meine Frage ist, ob auch nicht die BRE ein wichtiger Faktor sein kann? Oder ist zu erkennen, dass die Versicherer mit höherer BRE einen schlechteren Leistungsumfang bieten?

    Ich fühle mich als Beamter tatsächlich etwas ausgenommen, wenn ich den Beitrag einer Kolleg*innen so mit meinem vergleiche. Und ja, ich bin bei der Barmenia… Aktuell denke ich wirklich an einen Wechsel…


    „Ich fühle mich als Beamter tatsächlich etwas ausgenommen, wenn ich den Beitrag einer Kolleg*innen so mit meinem vergleiche. Und ja, ich bin bei der Barmenia… Aktuell denke ich wirklich an einen Wechsel…“


    Vor dem Hintergrund, dass einige Makler gern die Barmenia empfehlen, sollte diese Aussage allen Wechselwilligen doch zumindest zu denken geben.


    FinanztipUser schrieb:

    Ist so passiert, gerade im letzten Jahr und bei der Debeka. Ob die Beiträge dann im Einzelfall gesenkt wurden, hängt primär am Alter bzw. der Vertragslaufzeit für die Verzinsung der entsprechenden Rücklagen! Der Punkt dabei ist: Der Rechnungszins der Versicherungen dreht genau so langsam wie das Anlageportfolio eben dieser Versicherung. Und wenn das entsprechend lange Laufzeiten hat, dauert es eben, bis sich ein höheres Zinsniveau auswirkt…

    Ich habe den Eindruck, Leopard versucht eine Glaskugelfrage (zukünftige Beitragsstabilität) zu beantworten und viele schauen dabei auf nicht wirklich passende Parameter. :/


    „Ich habe den Eindruck, Leopard versucht eine Glaskugelfrage (zukünftige Beitragsstabilität) zu beantworten und viele schauen dabei auf nicht wirklich passende Parameter.“


    Ja, Glaskugelfrage trifft es wohl gut. Leider wird jedoch nicht benannt, was „wirklich passende Parameter“ sind.


    Besonders lehrreich finde ich den letzten Beitrag von Wanderslust. Dies in der Praxis konsequent angewandt, würde freilich dazu führen, dass die Makler aufgrund von dann selteneren PKV-Tarifoptimierungen weniger Abschlüsse tätigen könnten.


    Zwischenfazit: Eine PKV-Tarifoptimierung fokussiert scheinbar primär die Ecke „Leistungsumfang – gute Leistungen“ des magischen Dreiecks der PKV als die Ecke „stabile Beiträge“. Letztere ist, wie von FinanztipUser angemerkt, am Ende wohl eine Glaskugelfrage.


    Falls jemand passende Parameter zur Bewertung der künftigen Beitragsentwicklung kennt, freue ich mich weiterhin über eure Hinweise! 😊


    Hallo Felice,

    zunächst danke für deine Rückmeldung!

    Du schreibst:

    "Was bringen mir im Jahr 2026 die Solvenzquoten aus dem Jahr 2022? Gar nichts, denn die Werte dürften heute ganz anders aussehen."

    Ich bin für neuere Solvenzquoten gern offen. Aktuellere Daten, die öffentlich frei zugänglich sind, habe ich leider nicht finden können.

    Wenn du andere Indikatoren kennst, die die Beitragsstabilität besser prognostizieren können, bin ich dir für einen Hinweis sehr dankbar.