Beiträge von Julian-2

    A: Comdirect (Sparplan läuft und da muss sie erstmal nicht ran)

    B: TR weil hier Giro, Tagesgeld und KK aus einer Hand

    A: ComDirect mit dem Depot und den vielen kostengünstigen/kostenlosen Sparplänen finde ich als marktfähig. Selbst habe ich es nicht. Wenn ich es so herauslese, bleibt sie bei Sparplänen, daher für mich das Depot mit ComDirect ✅

    B: TradeRepublic sehe bzw. lese ich heraus, hat bei dir den Vortritt aufgrund der Tagesgeld-Zinsen. Natürlich liest man einiges negatives, aber bei mittlerweile 8 Mio. Kunden (?) und dem "schnellen" Aufstieg kenne ich im Gegenzug ebenfalls auch Personen die damit sehr zufrieden sind. Anstatt sich ewig einen Kopf darüber zu zerbrechen: Ausprobieren. Wenn es ihr nicht zu sagt, kann sie immer noch wechseln. Da ist die Gesetzgebung tatsächlich Anwenderfreundlich(er).

    Ich glaube nicht, dass du mit 1 oder 2 Instituten in allen 4 Bereichen das Beste erhalten wirst. Sie bzw. du solltet euch die Kriterien nach eurer Priorität gewichten und entsprechend für die Einfachheit (wie ihr sagt) auf maximal 2 Institute festlegen, die diese Kriterien am besten erfüllen.

    Selbst wenn ihr heute die Institute aufgrund der aktuellen Konditionen auswählt. Morgen kann es wieder anders aussehen :thumbup:

    Im besten Fall also Depot, Tagesgeldzinsen, Giro Konto und Kreditkarte bei einem Anbieter und das für Schüler

    Was ist, wenn ihr es auf zwei Institute aufteilt?

    Institut A = Depot

    Institut B = Girokonto, Tagesgeld, Kreditkarte

    Ich denke, dadurch habt ihr deutlich mehr Auswahl und bessere Produktwahl. Nicht jedes Institut hat für jeden Bereich die "besten" Konditionen.

    Tagesgeldhopping ist allerdings auch auf gar keinen Fall eine Option für sie. Wenn ich von guten dauerhaften Tagesgeldzinsen rede meinte ich auch eher welche im Bereich von 1,5% bis 2%.

    Das Tagesgeldkonto würde um die 6 T€ Erspartes beinhalten

    Das Depot ~32 T€

    Das Tagesgeld wird vermutlich als Liquidität für die ersten Anschaffungen für das Ausbildungs-/Berufsleben herhalten dürfen. Außerdem würde ich mich nicht wegen den Tagesgeldzinsen verkopfen, denn eine übersichtliche, einfache Struktur und mit wenig Zeitmanagement wird ihr mehr Rendite einbringen. Ihr größter Hebel ist ihr Humankapital. Das Cash hat nicht die Aufgabe Rendite zu erwirtschaften, sondern muss sicher, liquide und mit so wenig Risiko wie möglich angelegt sein (-> Trade Republic gab/gibt es Berichte, dass Auszahlungen Ewigkeiten blockiert wurden).

    Hast du geringe Ordergebühren, könnte man auch einen Geldmarkt-ETF überlegen. Dieser orientiert sich an dem EZB-Zinssatz (von aktuell 2,25% ).

    Weiterhin finde ich es wichtig, dass man sein tägliches "Cash" vom Depot trennt. Das Töpfe-Prinzip anwendet, daher finde ich Depots schwierig, die das Girokonto als Verrechnungskonto haben.

    Der TE hatte aber ausländische Kapitalerträge. Damit ist er zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet (wie du ja selbst schreibst). Wenn man zur Abgabe verpflichtet ist, dann muss man aber auch auch rechtzeitig abgeben und hat keine 4 Jahre Zeit.

    Ja, man muss die bei der verpflichtenden Abgabe der Steuererklärung diese bis zum Folgejahr zum 31.7. abgeben (außer man bekommt vom Finanzamt eine zusätzliche Frist eingeräumt).

    Nur weil sich das Finanzamt nicht gemeldet hat, heißt es nicht, dass für ihn das Thema vom Tisch ist. Er kann trotz Verpflichtung die vergangenen Jahre nachreichen, allerdings werden zusätzliche Kosten berücksichtigt. Seine Abgabepflicht einer Steuererklärung bleibt weiterhin bestehen.

    Wie geschrieben - wer freiwillig eine Steuererklärung abgibt, kann bis zu 4 Jahre rückwirkend einreichen gehen (das war ergänzend, allerdings nicht für unseren Ersteller relevant, da er verpflichtet ist - ausländische Kapitaleinkünfte ohne automatische Steuerabfuhr)

    Für unseren Beitragsersteller ist allerdings die Thematik zur verpflichtenden Abgabe relevant. Bei genauen Steuerfragen am besten einen Steuerberater aufsuchen.

    Beachte in deiner Betrachtungsweise, dass du verschiedene Verlusttöpfe hast.

    Bei deinem niedrigen Einkommen (also nur die 1.800 € p.a. ?) empfiehlt sich dann die Günstigerprüfung zu wählen. Zinsen werden als Einkommen gewertet und da du unterhalb des Grundfreibetrags (~12.500 € p.a.) liegst, würdest du die Kapitalertragssteuer zurückerstattet bekommen. Liegst du darüber, würden diese mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz verrechnet werden, also wird dann wie "Gehalt" gewertet. Aktuell dürfte sich für jeden der unterhalb von 25.000 € p.a. (zu versteuerndes Einkommen + Kapitalerträge) hat, die Günstigerprüfung lohnen.

    Wenn du dir in der Thematik unsicher bist, kannst du sicherlich auch die Verbraucherzentrale oder Steuer-Vereine bezüglich Hilfe fragen.

    Wenn bis jetzt noch nichts vom FA gekommen ist, wird da auch nichts mehr passieren nsch 2 Jshren..

    Da er bei ausländischen Banken Zinsen erwirtschaftet hat, ist er zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet. Dafür hat er einige Jahre Zeit diese abzugeben, auch rückwirkend für mehrere Jahre möglich. Wer nur freiwillig ein Steuererklärung abgibt, kann bis zu 4 Jahre rückwirkend diese abgeben, d.h. du könntest dieses Jahr erst die Steuer für 2023 abgeben.

    In der Geschichte schon vielen passiert, ob Serienmörder, Betrüger, ... :
    Das Finanzamt/Steuerbehörde bekommt dich ^^

    Ich habe es ähnlich wie du. Zeitweise mit MSCI + MSCI EM in der Gewichtung gestartet. Danach auf einen 1-Welt-ETF (FTSE) umgestellt.

    MSCI und FTSE haben kleinere Unterschiede in ihrer Gewichtung bzw. Auswahl der Regionen (z.B. Südkorea). Bei deinem Vorhaben, dass du FTSE All World und zusätzlich Schwellenländer + SCs ergänzen willst - würde ich innerhalb einer Indexfamilie bleiben, d.h.

    • FTSE All World mit FTSE EMs (ansonsten kannst du das "Problem" mit Südkorea bekommen)
    • Small Caps sehe ich als weniger kritisch, da sie im FTSE nicht nennenswert vorhanden sind. Daher dort eigentlich kaum bis keine Überschneidungen auftreten.

    Sicherlich gibt es hier einige im Forum, die sich mit der Thematik besser und detaillierter auskennen.

    Man muss eigentlich 2 Aspekte beachten, neben den 45 Jahren müssen auch mindestens ebenso viele Rentenpunkte erworben werden (also mindestens 45 RP)

    Auch ein spannender Gedankenpunkt: Zeit & Rentenpunkte

    Ohne bis ins Detail mich auszukennen, würde ich aber nicht 45 RP ansetzen - eher niedriger. Das würde v.a. Frauen, Alleinerziehende, pflegende Angehörige benachteiligen. Als Gesellschaft haben wir die Aufgabe diese Personen ebenso gleichwertig mit einzubeziehen und nicht nur an der messbaren Leistung (wie RP durch Gehalt; Sonderzahlungen o.ä.), sondern auch das nicht messbare wie Care-Arbeit (ob Kindererziehung oder pflegende Angehörige) gewürdigt wird.

    Egal was man macht, es wird immer Menschen geben, die dadurch schlechter wegkommen, und manche besser. Darin liegt die Schwierigkeit, dass ein Einzelfall (ob negativ oder positiv) nicht durch's Raster, aber ein solides Konzept für die breite Masse vorhanden ist.

    Für einige der Punkte der Rentenkommission fehlt mir die Expertise und muss das glauben was sie sagen.

    Zu Punkt 1:

    wie geschrieben wurde, sinkt aktuell die Lebenserwartung. Warum dann das Renteneintrittsalter im Verhältnis 2:1 steigt - erschließt sich mir nicht. Ich bezweifel stark, dass die meisten dadurch länger arbeiten können. Es ist indirekt eine Kürzung, sodass viele mit Abschlägen vorzeitig in Rente gehen werden (aus Staatssicht: Kosten gespart; Problem auf den Bürger umgelagert)

    Zu Punkt 2:

    Ich werde selbst als studierter bei einem Lückenlosen Lebenslauf mit 67 meine 45 Beitragsjahre erfüllen (Studium zählt nicht dazu!). Auch wenn viele sagen "Bürojob geht easy peasy" - wenn es so einfach ist, warum macht es die Person nicht? Ich finde es genauso herablassend und respektlos, denen die früh anfangen zu arbeiten, die Möglichkeit zu nehmen nach 45 Jahren in Rente gehen zu dürfen (ohne Abzüge). Sie haben ihr halbes Leben lang gearbeitet, irgendwann ist auch mal gut und dürfen sich erholen und die Gesellschaft muss das tragen können. Da sollten wir zügig wo anders ansetzen ... anstatt bei denen, die Leistung liefern.

    Zu Punkt 9 - 14: Kapitalrente

    Da bin ich sehr gespannt und finde es mehr als notwendig das zusätzlich zum AVD zu ergänzen. Ich bin sehr auf die Produktauswahl und System (u.a. die Besteuerung) gespannt. Wenn ich dazu verpflichtet werde, würde ich gerne mein Produkt (z.B. ETF) gerne selbst auswählen (so wohl in Punkt 13). Für viele Bürger ist ein Standardprodukt - z.B. der Staatsfond - hoffentlich eine bessere Lösung als gar nichts zu tun. Ich hoffe nur, dass der Staatsfond Kosten von 0,2% oder weniger wie in Schweden ausweist. Darüber ... puhhh ...

    Ich finde es gut, dass dem Bürger wieder mehr Entscheidungsfreiheit gegeben wird. Wer sich nicht darum kümmert, sagt der Staat: "Wir wählen für dich unser Standard-Staatsfond". Möchtest du dich genauer drum kümmern hast du eine Auswahl aus zertifizierten Fonds/ETFs.

    Zu Punkt 15:

    Schließlich sind die viele Selbstständige nicht gewinnbringend, geschweige haben sie eine Altersvorsorge. Am Ende hilft die Gesellschaft per Grundsicherung, allerdings haben die Selbstständigen nicht eingezahlt. Bei Selbstständige denkt irgendwie jeder an den großen Betrieb... Ob es aber die GRV-Pflicht sein müsste wie der Arbeitgeber oder nur die 2% für den Staatsfond.

    Zu Punkt 20:

    Medial sehe ich v.a., dass jeder "Minijobs werden abgeschafft" schreibt. Keiner davon zeigt die Rechnung, wie viel Geld der Minijob nun in die Rentenversicherung einzahlen muss. Das dürften keine Millionen € sein, die weggehen. Meine Recherche ergibt ca. 25 € p.M. welche in die Rentenkasse abgeführt wird (bei 600 € Verdienst).

    Zu Punkt 21 + 26:

    Wichtig. Allerdings muss das ganze bAV-Feld grundlegend aufgeräumt werden. So wie es aktuell ist, wird nur die Versicherungsgesellschaft verdienen. Wird es verpflichten mit der aktuellen Struktur - Gute Nacht. bAV ähnlich wie in der Schweiz wäre sicherlich ein gutes Modell.

    Restliche Punkte:

    Der Staat darf es nicht wieder wie bei Riester verkacken. Er muss sich das Vertrauen durch gute Leistung der Bürger wieder verdienen. Dann und erst dann wird man sehen, was es bringt. Schlechter als jetzt - kann es glaube kaum werden. Der Kapitalmarkt in unserer Rente ist schon zu lange außen vor.


    Dann bin ich mal gespannt. Sicherlich vieles Streitpunkte, aber ich sehe hier auch Gutes. Dass es ohne Einschnitte nicht funktioniert, war klar. Wenn wir nun es auf ein Zukunft-fähiges Modell ändern und z.B. unsere Nachfolge Generation es besser hat.

    SpaceX verliert binnen drei Tagen mehr als 600 Milliarden Dollar an Börsenwert
    Der Höhenflug der SpaceX-Aktie ist vorerst vorbei. Und das wird erst der Anfang sein. Hätte allerdings nicht gedacht, dass das so schnell geht.

    Dass es erst hoch und dann runter oder direkt runter geht - das war zu erwarten. Die Statistik zu den IPOs hat eine deutliche Tendenz.

    Ob es erst der Anfang ist, wie es in 2,3 oder 10 Jahren aussieht. Das weißt du nicht, das weiß ich nicht. Wer daran "glaubt" und darin ein gutes Investment sieht, darf gerne investieren. Da muss man nicht ständig die Aktionäre deswegen niedermachen. Anders herum jammert euch auch keiner voll, dass ihr nicht dabei seid.

    Zudem musst du aktuell zwingend von kurzfristigen Aktionären, Optionshändler & Co. mit den langfristigen Investoren unterscheiden. Wer SpaceX gekauft hat, weil er die Firma in 5+ Jahren wo anders sieht, dem kann der Kurs heute ziemlich egal sein.

    Als langfristiger Investor (was hier die meisten sein dürften) das Spiel mit den Regeln der kurzfristigen Investoren zu spielen - fatal.

    Oder einfach hinnehmen, dass eine Aktie nach ihrem IPO verrückterweise genau das macht, was die meisten Aktien nach den meisten IPOs auch erstmal gemacht haben.

    Dankeschön!

    Zumindest seine Großrakete wird nie sicher schwerlasten in den Orbit katapultieren. Von Menschen ganz zu schweigen.

    Bist du dir da so sicher? Ich nicht.

    Hättest du vor 10 Jahren geglaubt, dass eine Rakete wieder landet und für den nächsten Flug genutzt werden kann? SpaceX sind bisher die einzigen die das machen. Der Rest versenkt ihren Schrott im Ozean.

    Wir warten nun bis zur EuGH-Entscheidung ab. Anwalt hat es auf Wiedervorlage.

    Bis wann ist ein Urteil zu erwarten und welche Tendenzen stehen denn zur Auswahl?

    • Von "Ja, Pech gehabt. Vor dem Kauf schauen, was man kauft." bis zu "verjährt" oder "die Bank muss das investierte Kapital ersetzen" ist viel Spielraum. Bis es in den EuGH ging, waren ja davor schon Urteile - oder? Was kam dort heraus, warum ging es nun in den EuGH?

    Mich würde es sehr interessieren, was die Bank zu dem Vorschlag "eines Vergleichs" sagt.

    Zitat

    EDIT: Kurz-Info mit der KI:

    • 2024: Verbraucherzentrale BaWü hat gegen die Fondgesellschaft aufgrund der deutlich zu niedrigen Risikoklasse im Basisinformationsblatt geklagt.
    • 2025: Oberlandesgericht Nürnberg hat das Verfahren ausgesetzt und dem EuGH vorgelegt
    • Vor 2027 wird mit keinem Urteil vom EuGH gerechnet (-> Oppertunitätskosten!)

    Im Best-Case-Szenario werdet ihr maximal die 10.000 € + Schadensersatzzinsen + Unkosten (Verwaltungskosten und Ausgabeaufschlag) - Ausschüttungen erhalten.

    In eurer Rechnung solltet ihr die Oppertuntitäskosten im Blick behalten. Diese nagen zusätzlich an den 8.000 € zzgl. weiterhin den Verwaltungsgebühren. Solange kein Urteil feststeht, wird die Gesellschaft sicherlich weiter abrechnen.

    Mich jucken Schwankungen null. Von mir aus kann der heute um 80 Prozent einbrechen.

    Kleines Reallife-Experiment: Das nächste Mal, wenn du Essen gehst.
    => Du isst / trinkst für ca. 20 € und dann gibst du 80 € Trinkgeld der Bedienung.

    Das wäre äquivalent zu 100 € Investment, das 80% Kurseinbruch hat. Dem Markt ist egal, ob du gestern 100 € hattest, sondern es zählen lediglich die 20 € (Rest-)Wert.

    Noch als Info: ...um am Ausgangswert wieder ankommen zu müssen

    -50 % Kurs bedeutet => + 100 % Performance (Verdoppelung)

    -80% Kurs bedeutet => +400 % Performance (Verfünffachung)

    Mich würden solche Schwankungen nicht kalt lassen, mich tangieren/betreffen/überlegen lassen.

    Es ist letztendlich dein Geld, deine Entscheidung. Du hast mit dem Beitrag um Kritik, Anregungen und Gedanken gebeten, welche wir dir alle geben.

    EDIT: Dein größter Renditehebel ist dein Beginn Geld am Kapitalmarkt anzulegen! Diesen Schritt hast du Millionen anderen Menschen voraus und wenn du deinen Gedanken 10, 20, 30 Jahre fortführst: Dein Kind wird bestimmt von deinem Wissen und deiner Expertise profitieren und hoffentlich ein guten Start in das Leben haben :)

    Bei all den Kritikpunkten von mir und anderen - du hast den Mut und das Glück eine Familie zu gründen! :thumbup: Respekt an dich und trotz all den Punkten wünsche ich dir eine erfolgreiche Investmentreise und einen gesunden, lieben, fröhlichen, Nachwuchs mit schönen Momenten über die nächsten Jahre(zehnte). :S

    Du meinst beispielsweise den>

    Amundi LevDax Daily (2x) leveraged UCITS ETF

    Gehebelte Etf sind langfristig doch nicht geeignet oder? Sie produzieren ja mehr kosten. Oder sehe ich das falsch?

    Für diese Frage kann ich dir das Video vom Yoututbe-Kanal Notgroschen empfehlen.

    Sie haben höhere Kosten, das beginnt bei der TER. Das Entscheidende sind die Fremdkapitalkosten, welche NICHT in der TER enthalten sind. Aktuell z.B. beim Amundi muss sich der ETF-Anbieter in der Währung entsprechend das Fremdkapital leihen. Ergo: Basiszinssatz + Marge = Unkosten.

    In USD kannst du aktuell mit rund 5% Fremdkapitalkosten rechnen, welche deine Rendite (Upside) schmälern und zugleich dein Downside vergrößern.

    Weiterhin: Solange du Cash in Sinne von Bankguthaben (Tagesgeld, Girokonto, Festgeld, ...) hast, ist solch ein Investment ökonomisch nicht sinnvoll. Aus meiner Sicht gibt es allerdings eine Grauzone, denn niemand hat 0 € Cash für das alltägliche Leben.

    Ich wiederhole mich:

    Investieren ist kein Marathon, sondern Disziplin, Geduld und die Bereitschaft GUTE Risiken einzugehen

    Warum die meisten sagen: "Nimm den Welt-ETF, bespare diesen und mach die Augen zu." liegt daran, dass der größte Feind an der Börse du selbst bist. Die meisten Privatanleger verlieren Geld, weil sie ohne Sinn und Verstand von einem Hype in den nächsten Rennen, sinnlose Finanzprodukte kaufen usw.

    Ein Welt-ETF ist heutzutage so abartig kostengünstig, transparent und einfach, dass es für den normalen Bürger unfassbar (wenn nicht aussichtslos) ist, diesen dauerhaft zu schlagen - nach Kosten und Steuern! (den 2. Teil vergessen die meisten). Du kaufst dir damit die gesamte Weltwirtschaft. Irgendwer hat es mal geschrieben: "Die Informationen und Erfahrungswerte sind alle bekannt. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum jemand der heute neu anfängt, die gleichen Fehler wiederholen muss. Das Ergebnis kennt er schon vorher."

    Wenn du das mit den Einzelaktien dir überlegst, schau dir vorher die Studie von Bessembinder und seinen Kollegen an. Danach stell dir nochmals die Frage: Warum solltest du systematisch richtig liegen?

    Der Reiz am Ausprobieren und Spielen ist natürlich vorhanden, aber so wie du deine Lebensumstände und mit Kind beschreibst - da ist jeder verlorene € vergebens. Ich bezweifel auch stark, dass du nach der Geburt großartig Zeit hast, dir jeden Tag die Informationen zur Weltlage anzuschauen, die Unternehmensstruktur und selbst wenn doch, wirst du immer zu spät an der Börse sein - weil es bereits eingepreist ist (-> effiziente Märkte).

    Ich habe damals auch so gestartet und rückblickend: All in Welt-ETF und wenn einen die Börse interessiert, sich gerne damit auseinandersetzen - man muss ja nicht in jedem Kram investiert sein, nur um sich darüber informieren zu dürfen.

    Wenn du zu wenig Rendite verspürst: Lieber in der Level-1-Allokation nachjustieren (höhere Aktienquote vs. Cash). Das ist der deutlich spürbarere Treiber für Rendite (bei gleichen Risiken).

    Es ist letztendlich dein Geld, deine Entscheidung. Du hast mit dem Beitrag um Kritik, Anregungen und Gedanken gebeten, welche wir dir alle geben. Den Input mit dem Altersvorsorgedepot inkl. Kinderzulagen - das wird das beste Rendite-Risiko-Verhältnis haben! :thumbup:

    Ich finde leider aktuell nur noch die angehängte Produktinformation von damals. Dort ist handschriftlich vermerkt/hervorgehoben vom Verkäufer:

    Niedrigstes Risikoprofil "konservativ"
    Der empfohlene Anlagehorizont von 4 oder mehr Jahren
    Die Anlagesumme von 10.000 Euro

    Das Risikoprofil bzw. die Risikoklasse hat nichts mit dem Risiko zu tun, was du nun darunter verstehen magst. Es geht bei der Risikoklasse nur um die Volatilität der letzten Jahre. Sprich ist die Volatilität geringer, hat er eine niedrigere Risikoklasse als wenn sie höher ist.

    Weiterhin wird bei den Immofonds meist nur eine jährliche NAV Bestandsaufnahme durch die Fondgesellschaft / Inhaber der Immobilien gemacht. D.h. die NAV-Schätzung ist i.d.R. höher als die Immobilien auf dem Markt wirklich wert sind.

    Weiterhin wird bei diesen Diagrammen ziemlich (legal) getrickst: Volatilitysmoothing und so weiter. Sprich es werden nur monatliche oder teilweise jährliche Datenpunkte genommen, anstatt wie bei deiner Aktie tägliche Werte. Zudem wird es ja von der Gesellschaft selbst geschätzt :thumbup:

    Im Kursverlauf ist dies deutlich 2024 zu sehen. Dort hat der Fond mal eben um 17% seinen Kurs nach unten korrigiert, weil die Bewertung der Immobilien eben nicht so war, wie sie es dachten. (siehe Hier) - so viel zum Thema Risiko.

    Aktuell wird der Immofond mit 17% Abschlag an der Börse gehandelt (Rücknahmepreis Fondgesellschaft: 41,83 € vs. 35,87 € an der Börse)

    Zitat

    Der UniImmo: Wohnen ZBI (ISIN: DE000A2DMVS1), der hauptsächlich in Mietwohnungen investiert, wurde von unabhängigen Sachverständigen um fast 17 Prozent um mehr als 860 Millionen Euro auf knapp 4,3 Milliarden Euro abgewertet.

    • schnellstmöglich verkaufen, oder behalten bis wir (auf welchem Wege auch immer, hoffentlich) entschädigt werden?
    • Teilnahme an Musterverfahren (scheinbar nur bei Kauf nach 2023 möglich, warum eigentlich?)
    • Eigenes Verfahren anstreben? Auf welcher Grundlage? (Falschberatung der Bank vs. Falscheinstufung der UI)

    Zu den Punkten kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Was ist euer Ziel? Ohne Rechtsgrundlage zu haben, würde ich nicht davon ausgehen, dass ihr nach einen Prozess (ohne Berücksichtigung von Kosten & Nerven) mehr als das aktuelle Vermögen bekommen werdet. Ich wäre daher beim Punkt "verkaufen", bevor der Immofond am Ende in die Insolvenz rutscht und ihr 10-15 Jahre nicht an das Geld kommt, während der Fond in der Abwicklung ist - und falls dann am Ende überhaupt etwas über bleibt - schließlich seid ihr der Eigentümer der Immobilie und erst werden die Fremdkapitalgeber / offenen Forderungen bedient.

    Die Immofonds sind für die Banken ein lukratives Geschäft. Hohe Kosten, tolle Provision, Kündigungshürden, ...

    Meint Rat: 2000 Euro Verlust hinnehmen und daraus lernen (ganz wichtig)

    + Kaufkraftverlust durch Inflation. Das ist aber auch der springende Punkt: Der Verlust ist vorhanden. Es ist für euch nicht entscheidend, ob ihr damals 10.000 €, 200.000 € oder 100 € investiert habt - aktuell sind die 8.000 € relevant, das ist das vorhandene Vermögen.

    Wenn ich sagen wir Mal 100 Euro DroneShield Aktien kaufe und ich habe einen Totalverlust, wäre es ja nicht so schlimm oder?

    Als Außenstehender ist diese Aussage in Bezug auf deine Eingangsfrage paradox: Du versuchst jeden "Penny" gewinnbringend anzulegen, aber gleichzeitig willst du 100 € in Gulli werfen.

    Anstatt 100 € in DroneShield zu investieren, empfehle ich dir gerade in Bezug auf dein Beispiel das Buch "Psychologie des Geldes". Dort sind genau solche Geschichten beschrieben. Der Investmentbanker mit 400 Mrd. $ Vermögen, der mehr wollte und am Ende insolvent war, seine Familie verlor und sein Scheitern nicht mehr ausgehalten hat.

    Hingegen auch Geschichten wie "die Person hat bodenständig jedes Jahr sein Überschuss in BlueChips der USA über 30 Jahre investiert, nicht gezockt, nicht geprahlt und jeder fragte sich, wie er am Ende 7 Millionen Vermögen hatte und dies bei seinem Ableben an örtliche wohltätige Zwecke gespendet hat."

    Du solltest dir ganz dringend das Thema Risiko anschauen.

    Ich wollte nur zusätzlich zu dem eher risikoarmen Welt-ETF (der gerade einen ziemlichen Höhenflug hat, was mir aber aktuell nichts bringt

    Risikoarm ... Dein Aktieninvestment über das Finanzprodukt ETF ist alles andere als Risikoarm und weiterhin versteh ich den 2. Satz nicht. Wenn der ETF einen Höhenflug hat, hast du Buchgewinne und daher mehr Geld als vorher. Du kannst zu jedem Börsentag den ETF liquidieren gehen. Investieren ist kein Marathon, sondern Disziplin, Geduld und die Bereitschaft GUTE Risiken einzugehen, die mit Rendite kompensiert werden. Das was du vor hast, ist reine Zockerei. Du könntest genauso 100 € darauf wetten, ob es morgen regnet oder die Sonne scheint.

    Bafög beantragen und gleichzeitig AVD erscheint mir irgendwie merkwürdig. Das Bafög soll ja den Lebens- unterhalt im Studium decken und nicht dem Vermögensaufbau dienen.

    Unterscheide dringend zwischen Vermögensaufbau und Altersvorsorge! Das AVD ist an klare Regeln für das Leben im Alter gekoppelt!

    Unser Rentensystem ist hinüber (fast 25% vom Bundeshaushalt wird zusätzlich für die Rente quersubventioniert!) und warum sollte man junge Menschen in der Bildung unterstützen (Bafög) und gleichzeitig sie nicht mit dem kollabierenden Rentensystem alleine lassen? Wir müssen beides machen!

    Wenn die Person eine gute Qualifikation durchläuft, mit ihrem Wissen z.B. Innovation in Deutschland voranbringt, gewinnen wir als Nation. Das Bafög ist ein Kredit, keine Schenkung. Je nach Noten (so mein Wissen), muss nur teilweise zurückgezahlt werden. Ich würde sogar schon so weit gehen, dass jeder Azubi, Student das Bafög erhalten sollte. Jeder Euro der in den Bereich investiert wird, bekommt er i.d.R. deutlich mehr zurück. Dafür muss er aber auch die Rahmenbedingungen schaffen.
    Wir als Nation haben keine Rohstoffe, sondern nur Wissen, Innovation, Know-How. Wie Norwegen ihr Öl behütet und damit ihr Land fördert, so sollten wir es im Thema Wissen tun.

    Ich stelle dann mal die Provokative Frage: Warum sollte jemand das AVD haben, während der Bürgergeld bezieht? ;)

    Wenn wir so denken, dann geht nie etwas vorwärts. Für den Staat (und uns als Nation) ist es unfassbar günstiger, wenn wir dem Vermögensaufbau der jungen Menschen über so ein AVD fördern, sodass er mit höherer Wahrscheinlichkeit im Alter auf keine Sozialhilfe angewiesen sein werden. Rechne einfach aus, was 30 Jahre Förderung im AVD den Staat kostet vs. 30 Jahre Grundsicherung. Wir in Deutschland haben eines der geringsten Rentenniveaus und jeder der es schafft neben den Pflichtbeiträgen einen nennenswerten Betrag am Kapitalmarkt zu investieren, ist sowieso in der oberen Vermögensspitze. Wir dürfen aber die Menschen am unteren Ende nicht vergessen und ich bin davon überzeugt, dass es uns als Nation helfen wird, wenn wir diesen Menschen über so ein gefördertes AVD ihren Lebensalltag im Alter verbessern. Ökonomisch und gesellschaftlich. Ich finde es sehr gut, dass das AVD nicht an Bafög oder Co. gekoppelt ist, schließlich ist das Geld NICHT verfügbar (außer man kündigt). Die Einzahlungen dort haben ein definiertes Ziel: Altersvorsorge (und nicht Vermögensaufbau). In der Altersvorsorge ist allerdings ein Teil von "Vermögensaufbau" zwangsweise enthalten.

    Die Person aus dem Thread ist finanziell gesehen in einer privilegierten Lage, was nicht so viele haben. Ich finde es aber richtig, dass auch diese Personen nicht von dem AVD oder Bafög ausgeschlossen werden. Wenn man nur von Menschen fordert, aber ihnen nie etwas gibt, ... das funktioniert auf Dauer nicht und sie suchen sich Alternativen.

    Sicherlich hätte ich mir das AVD damals schon gewünscht (zumindest die Richtung) oder auch dass ich Bafög erhalten hätte. Wenn wir aber sagen, "das hatte ich damals auch nicht" --- würden wir immer noch in Höhlen leben.

    Die Rechnung könnte nicht ganz stimmen, da Sie im BU Fall

    weiterhin fürs Alter sparen,
    zusätzlich Ihren Krankenversicherungsbeitrag alleine bezahlen
    den Entfall des Beitrags zur GRV kompensieren und
    auf die BU Rente ggf. noch Steuern zahlen müssen

    Ich habe den Thread aufmerksam verfolgt. Einige hatten das Glück und benötigten ihre BU nicht, haben sich ein tolles Leben und Vermögen aufbauen können.

    Mir hat es allerdings zu denken gegeben, dass ich den Schritt gehe und meine BU erhöhen werde (ohne aktuelle Veränderung der Lebenssituation, mit dem Angebot der Versicherung). Mit meinem Alter, mit meinem Einkommen und aktuellem Beruf bin ich in einer sehr privilegierten Situation, aber das schützt nicht vor Krankheiten/Unfällen/Verletzungen/Infektionen/...

    Bei Veränderung meiner Lebenssituation (z.B. Lebenspartner, Kinder, Heirat, Immobilie) hätte ich unabhängig der Gedanken/Ratschläge aus dem Thread hier die BU-Rente deutlich erhöht / mitgezogen.

    Ich hoffe natürlich, dass sich sie nie benötigen werden. Allerdings habe ich einiges gesehen und erlebt, wie schnell es sich ändern kann. Psychische und Nervenerkrankungen nehmen drastisch zu ... ein gesellschaftliches Problem. Ich habe nur einen Körper, eine Gesundheit. Wenn ich in die Situation komme, möchte ich nicht zusätzlich zur Krankheit den psychischen Stress von Existenzängsten haben - das nicht sonderlich der Genesung hilft.

    Mit einer guten BU habe ich die Sorge nicht. Ich muss nicht nach spätestens 18 Monaten (Ende Krankengeld) irgendwie wieder voll arbeiten, mich trotz zunehmender gesundheitlicher Beschwerden auf Arbeit schleppen etc.

    Danke auch dir für deine verschiedenen Inputs! Deine Anregungen haben mich auch zu dem Entschluss gebracht, meine BU nochmals zu überdenken und letztendlich nun den "Plan" gefasst diese zu erhöhen.

    Damals habe ich mich geärgert, dass ich nicht früher einen all world bespart habe und will mich nicht wieder ärgern..

    Sparplan pausieren, um damit dein Kind zu finanzieren (Kleidung, Einrichtung, ...) ist doch was völlig anderes als seinen Sparplan zu pausieren, um zu konsumieren.

    Sehe es so: Du hast vor einiger Zeit mit dem Besparen eines Welt-ETFs begonnen, der dir bis jetzt eine ordentliche Rendite (auch nach Inflation) beschert hat. Sei darauf stolz, dass du es bis hier her geschafft hast.

    Nicht viel ich weiß, ist ja risikoreicher

    Mehr Risiko ohne Aussicht auf mehr Rendite. Der Markt kompensiert das MehrRisiko nicht mit Mehr Rendite. Es basiert rein auf Hoffnung und bei sowas eher so herum denken: Du investiert mtl. 80 € in diesen Sektor-ETF. Er kann 100% machen, aber auch aufgrund der Branchenanfälligkeit sich auch halbieren.

    Der Welt-ETF hingegen kann das auch passieren, aber dann haben wir wirtschaftlich andere Probleme als uns um den Sparplan zu kümmern. Zudem sind im Welt-ETF bereits 30% davon enthalten, also du nimmst diese Rendite sowieso schon mit.

    Wie schreiben viele erfolgreiche Investoren: Es ist nicht entscheidend die höchste Rendite zu haben, sondern über eine lange Zeit durchschnittliches zu leisten. (-> bedeutet damit, dass man nicht unnötig große Risiken eingehen sollte, das dein Vorgehen gefährdet).

    ein Jahr nur aufs Sparbuch

    Ich hoffe du meinst mit Sparbuch -> Tagesgeld. Notwendige Liquidität (Notgroschen, geplante Ausgaben für's Kind) sollten sowieso Vorrang vor dem ETF-Sparplan haben.

    Schöne Grüsse an den Freund: 15 Jahre, nicht 15 Wochen oder 15 Tage...

    Es sind keine ETFs wie ein FTSE All-World, ACWI o.ä. Die Finanzbranche hat mehr zu bieten, nicht nur schlechtes was außerhalb der "Buy&Hold"-Bubble sinnvoll sein kann.

    Diese 15 Jahre bezieht sich auf die historischen Daten des MSCI-World mit der statistischen Auswertung über Monte-Carlo-Simulationen. Nach den 15 Jahren hatten selbst die schlechtesten Verläufe eine positive Rendite. Wichtig anzumerken, ist allerdings, dass dies eben auch nur weiterhin gilt, wenn die Zukunft sich mit Crashs, Volatilität, usw. ähnlich wie die Vergangenheit verhält.

    Trotzdem war sein Verkauf ein emotionaler, also schön den Downside mitgenommen, ausgestiegen und die Upside verpasst. :thumbup: Kurz um: Geld verloren, immerhin hat er nun einen frischen Verlusttopf ^^

    Alle wissen dass die MSCI Indizes am XX und die FTSE Indizes am YY Space X in die Indizes aufnehmen. Also müssen ETF auf diese Indizes an/um den jeweiligen Tagen die Aktien kaufen.
    Das ist einfach so und hat auch nix speziell mit Space X zu tun sondern betrifft alle Aktiengesellschaften die in einen der Indizes aufgenommen werden. Und die Profis wissen genau wie viele Mrd. Kapital dann bewegt werden und nutzen dass dann auch gezielt aus (Stichwort: Index-Frontrunning).

    Für uns aus Privatanlegersicht, haben diese Institutionellen einen "Vorteil". Dennoch sind für mich die Informationen frei zugänglich und in der Theorie bereits eingepreist. Die Frage ist nur wie stark und ob es zusätzlich zu dem bereits eingepreisten Preis noch emotionsbasiertes Handeln kommt, ala "ich wette auf steigenden Kurs, weil Nachfrage durch ETFs ja steigt"-Orders :thumbup:

    Als Unternehmen finde ich die Raumfahrtsparte von SpaceX unglaublich spannend - alleine aus technischer Sicht. Man kann vom organisatorischen und Setup drumherum halten, was man möchte. Aber alleine die Technik, die Abläufe was in den letzten Jahren erreicht wurde. Davor kann man nur mit dem Hut zücken! :huh: 2025 hatten sie 165 Raketenstarts, während unsere europäische Raumfahrt auf ganze 8 kam.

    Zudem mit der Wiederlandung und Wiederverwendung der Raketen. Dass Raumfahrt kein CO-neutrales Business ist, sind wir uns wohl alle klar. Aus Umweltaspekten ist das Wiederverwenden der Rakete ein wahnsinniger Erfolg.

    Wäre das Geschäftsmodell ohne das KI-Zeug, hätte ich vermutlich den IPO zu dem dann genannten Preis gezeichnet. Indirekt mit paar € bin ich über meine ETFs ohnehin dabei.

    Finde auch immer wieder lustig, was so alles stets eingepreist ist.

    Aufgrund der effizienten Märkte ist bereits jede Information direkt eingepreist. Sowohl positiv als auch negativ. Wenn sie in den Nachrichtenportalen durch Journalisten geschrieben wird, ist die Information bereits im Markt eingepreist. Dass du einen Wissensvorsprung gegenüber dem Markt hast, indem du diverse Onlineportale wie ntv, Handelsblatt, ... liest, wage ich sehr zu bezweifeln. Denn wenn der Journalist die ersten Buchstaben tippt, hat er bereits die Information.

    Das was hier im Forum über SpaceX sowohl positiv als auch negativ geschrieben wird, ist vieles rein emotionsbasiert. Ich habe hier bisher keinen Beitrag gelesen, welcher die Zahlen, die Geschäftsfelder & Co. analysiert und darauf einen Kauf/Verkauf mit Anlagezeitraum und für sich mit einem Ausstiegsszenario definiert. Jeder sagt nur "überbewertet", aber warum seid ihr anderer Meinung als der Markt? Ob die aktuelle Bewertung gerechtfertigt ist, kann ich bei bestem Willen nicht bewerten. Das was ihr mit "überbewertet" meint, ist eure Emotion. Ihr als Person seid nicht bereit für den Preis diese Aktie zu kaufen. Das ist das gleiche wie beim Autokauf. Ich bin auch nicht bereit für einen BMW 120.000 € zu zahlen und kaufe lieber ein Auto für deutlich weniger. Ein anderer sieht die 120.000 € als fairen Preis für das Auto an und ist es bereit zu zahlen (auch weil er es kann).

    Nur weil eine Firma negative Geschäftszahlen hat, heißt das nicht, dass es ein Ramschladen ist. Demnach wäre Bosch auch ein Ramschladen, da sie letztes Jahr negative Zahlen hatten (u.a. aufgrund Abschreibungen für Abfinden für Vorruhestand).

    Trade Republic ca. 3,3 Aktien bekommen und dann gestern auf 15 Stück aufgefüllt. Bei 150 Euro spätnachmittags live beim gemeinsamen Tee-trinken gekauft. Die Leute können es nicht lassen.

    Nur weil du nicht bereit bist in das Geschäftsmodell aus deinen eigenen Gründen einzusteigen bist, muss man andere dafür nicht ständig niedermachen. Für sie ist es ein fairer Preis und sie möchte mit ihrem Geld das Geschäftsmodell unterstützen. Nur weil du und ich anderer Meinung sind und nicht direkt investiert sind.

    Ich habe mich u.a. dagegen entschieden, denn die Zusammenlegung mit der KI und Raumfahrt war für mich u.a. ein KO-Kriterium. Wäre SpaceX nur das Raumfahrtbusiness geblieben, hätte ich es mir überlegt. So hat jeder seine Gründe dafür oder dagegen und das sollte jeder respektieren ohne die Entscheidung der Person mit Aussagen wie "Die Leute können es nicht lassen." abzuwerten.

    Wer die Regeln mit den Indizes nicht mag, kann sich andere Indizes suchen oder muss sich am Ende eben einen eigenen ETF aus Einzelaktien zusammenbauen. Heutzutage alles möglich. Man kann eben nicht alle Vorteile ohne Nachteile haben und das schöne an den ETFs ist ja: Die Regeln kann jeder anschauen und für sich entscheiden.

    Zurück zum Crash... 📉 ;(

    Wo Crash? 8o

    Irgendwann, eines Tages wird es zwangsweise irgendein Ereignis geben, das die Börse nach unten treibt. Bis dahin ist eher die Frage: Wie viel Rendite nehmen wir vorher noch mit während andere an der Seitenlinie warten bis sie mitspielen wollen :/

    Darum mag ich meine Welt-ETFs: Prognosefrei, unabhängig der Nachrichtenlage. Jeden Monat stumpf mein Überschuss reinpumpen und zurücklehnen. Hier bisschen im Forum stöbern, interessante Lebensgeschichten lesen, hin und wieder ggfs. Ratschläge geben und ansonsten das Leben genießen.

    Eine kleine Anekdote: Ein Freund hat mir in seiner Nachtschicht an dem Tag geschrieben, als der Iran die Straße von Hummerus (8o) wieder mal blockiert hatte, dass ich schnell einen bestimmten ETF verkaufen sollte. Ich gemütlich geschlafen, morgens geschaut: +2,5% und meine Signale standen auf Kaufen bzw. Halten. Seitdem wieder ordentlich nach oben gelaufen und wie man nun hört, gab/gibt es ja eine Vertragsunterzeichnung zwischen USA und Iran (halt wie lange...:rolleyes:). Selbst wenn man die Nachricht nun direkt mit Handlungen (Verkaufen aus Angst um fallender Kurse) untermalt hätte, wäre man sowieso zu spät gewesen. Börse ist eine Achterbahn, auf und ab, aber mit einem deutlichen langfristigen Aufwärtstrend. Er ist aus seinem ETF ausgestiegen, relativ am Tiefpunkt, während sein ETF danach deutlich wieder hochgelaufen ist. Seitdem ist er nicht eingestiegen und schaut mit dem Kapital zu.
    (P.S: Es sind keine Welt-ETFs auf die breit gestreuten Indizes)