Beiträge von Julian-2

    Streicht man nun mit eigenem Verstand mutig alte und teure ETF raus und schaut nur auf die mit Fondsdomizil IRLAND, bleiben die ETF von HSBC und ein moderner Xtrackers auf den MSCI World IE00BK1PV551.

    In Frage kommt auch der Vanguard FTSE Developed World, der in letzter Zeit natürlich von Südkorea profitiert.

    Der Vanguard FTSE Developed World (IE00BKX55T58) - sieht auch sehr interessant aus. Danke für den Input!

    Momentan bleibe ich bei meinem Konzept aus HSBC MSCI + Emerging Markets, aber nach einiger Zeit (paar Jahre/gewisse angelegte Summe) werde ich meine ETFs wechseln.

    Auf den ersten Blick fällt mir auf, dass der FTSE Developed World (wie von dir erwähnt) Südkorea dabei hat. Ich meine in einem Podcast gehört zu haben, dass MSCI Südkorea aufgrund gewisser Regulatorik (bzgl. Börse/Aktien) bei ihnen als Schwellenland eingestuft ist. Das sind eben die Feinheiten zwischen den Indexanbietern.

    Persönlich nutze ich tatsächlich die ETF-Suche von Finanzfluss in Kombination mit extraETF gerne.

    Mittlerweile hat Amundi einige ihrer Prime Global (IE000QIF5N15) und Prime All Country World (IE0009HF1MK9) ebenfalls nach Irland umgezogen.

    ...aber wir driften hier etwas vom Thema des Beitragserstellers ab.

    Ich hoffe der Beitragsersteller lässt sich von unserem Ausflug nicht verwirren, entscheidet sich für ein Produkt seiner Wahl und wird über die Zeit die "Lorbeeren" des Investierens ernten können.

    Den HSBC ETF hast Du wohl genommen, weil Du einen vernünftigen ausschüttenden suchtest.
    Wir nutzen in der Familie alle den IE00BK1PV551.

    Ja und? Und wo genau ist jetzt das Problem an dem von HSBC?

    Ich habe den von HSBC aufgegriffen, weil diesen der Beitragsersteller vorgebracht / zur Auswahl gestellt hat. Um transparent zu sein, habe ich erwähnt, dass ich in diesen investiert bin.

    Es gibt so viele ETFs auf die Industrienationen, welche alle samt sich minimalst nur unterscheiden.

    Vielleicht hat dein Broker diesen im Angebot, mein Broker dafür den von HSBC kostenlos im Sparplan. Es wird immer Gründe für und gegen einen ETF geben, aber am Ende sind beide auf den gleichen Index und unterscheiden sich minimals in der TER bzw. Tracking Differenz (Fun Fact: Der etwas teurere ETF von HSBC hat eine bessere Tracking Differenz als der von Xtrackers und somit eine leicht bessere Gesamtperformance - aber die TD ist genauso unsicher wie die Rendite in der Zukunft).

    Man könnte zum Beispiel generell „Welt-ETF“ empfehlen und dann ergänzen „Wer Emerging Markets nicht dabei haben möchte, kann auch ETF auf den MSCI World kaufen“.

    Man/Frau muss mit der Zeit gehen.

    Eben. MSCI ist ja nur ein Indexanbieter :thumbup:

    Auf Industrienationen gibt es u.a. noch FTSE Developed World, Prime Global, und sicherlich noch andere die mir gerade nicht einfallen. Alle haben nur minimale Unterschiede zueinander, was die Konstellation angeht.

    Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, dass ich bei einem "Welt-ETF" spreche und wer mich nach einem Beispiel fragt, nenne ich ihm die oben genannten drei (MSCI, FTSE Developed, Prime Global) und dass es noch weitere geben könnte.

    1. Core MSCI World USD (Acc): 150€

    2. S&P 500 Information TECH USD (Acc): 100€

    3. MSCI ACWI (Acc): 50€

    Der Aussage von britty ist nichts hinzuzufügen :thumbup:

    Im Vergleich zum MSCI World Index, welcher nur große und mittelgroße Firmen aus Industrieländern enthält, sind im MSCI ACWI durch die Hinzunahme von Schwellenländern etwa doppelt so viele Länder und Einzelwerte vertreten.[6]

    Sowohl der MSCI ACWI als auch der FTSE All-World Index bilden Aktien mittelgroßer und großer Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern ab. Bei der Auswahl von Ländern und Aktien wird eine andere Methodologie verwendet, sodass sie nicht vollständig deckungsgleich sind.[7]

    Während der MSCI ACWI nur Aktien von großen und mittelgroßen Unternehmen (large and mid caps) enthält, finden sich in der MSCI-ACWI-IMI-Variante auch Aktien kleiner Unternehmen (small caps).


    Würde den MSCI World stehenlassen und 200 EUR in den ACWI packen. Und was die US-Technik anbelangt - ist schon üppig in den anderen ETFs enthalten.

    Danke für eure Antworten :)

    Ich habe noch viele Jahre bis es mal mit der Rente soweit ist 8o

    Meine Überlegung geht, wegen der breiten Streuung über die ganze Welt, gerade zum SPDR MSCI ACWI IMI (A1JJTD).

    Oder alternativ der HSBC MSCI World (A3DN5J), der ja die Industrieländer abdeckt.

    Es kann ja keiner in die Glaskugel schauen.

    Die Glaskugel hat keiner. Und mit den beiden Investments bist du diversifiziert aufgestellt.

    Aus einem Finanzbuch blieb mir ein Kommentar/Zitat hängen:

    "Gutes Investieren bedeutet nicht unbedingt, die richtige Entscheidung zu treffen. Es bedeutet vielmehr, es konsequent nicht zu vermasseln."

    Du bist an der Börse dein größter Feind und daher finde ich es wichtig eine Anlage/Depot aufzubauen, mit der man zufrieden ist - und auch stressige Zeiten durchhalten wird.

    Es wird immer einen Grund geben, warum die oben genannten Investments/Produkte für andere nicht geeignet sind und lieber etwas anderes haben wollen. Das ist das faszinierende an der Börse, aber zugleich das schwierige.

    So wie es sich liest, bist du damit zufrieden und wenn ich mich zwischen genau diesen Produkten entscheiden müsste, würde ich eher zu dem Spider MSCI ACWI IMI greifen. Damit hast du das meiste der Aktien-Börsenwelt im Depot - kostengünstig, transparent, einfach: Industrienationen, Schwellenländer und SmallCaps. Zugleich wird für dich mehrmals jährlich der ETF gebalanced, genau nach seinen transparenten Regeln.

    (für die Transparenz: Ich habe den HSBC MSCI in Kombination mit einem EM-ETF im Depot und in der Besparung)

    Ich würde Tagesgeld und Festgeld-Zinstreppe nutzen.

    GeldmarktETF nur wenn dein Broker sehr günstige Ordergebühren für Sparplan und Verkauf hat - oder du mit dem Tages/Festgeld über die Einlagensicherung kommst.

    Festgeld-Zinstreppe aufbauen wenn im Tagesgeld sich etwas Puffer angesammelt hat, um "gesicherte" gute Zinssätze zu haben. Ich würde da Zeitspannen von 1-3 Jahren Laufzeit jeweils nehmen.

    Da du den Plan konkret gefasst hast, wirst du das Eigenkapital zu der Zeit sicher benötigen. D.h. Festgelder würde ich bis kurz vorher machen/auslaufen lassen.

    Unabhängig von deiner Depotkonstellation und dass du für dich beschlossen hast, dass du den Betrag aus dem Erbe investieren willst.

    alle 3-6 Monate einen Anteil zu investieren. Ganz sicher bin ich mir dabei aber auch nicht.

    Der Satz liest sich eher so, als würdest du quartalsweise nur einen Betrag X investieren wollen also z.B. 100.000 € / 4 = 25.000 € Ordervolumen pro Quartal. Auch eine Möglichkeit, zwei andere Ideen weiter unten.


    Du schreibst der zu investierende Betrag ist ungefähr so groß wie dein Depot und du psychologisch damit haderst. Geht mir ähnlich, und kenne ich auch von Bekannten. Bei deiner Summe würde ich es wie folgt handhaben:

    • 50% direkt investieren
    • die restlichen 50% auf's Tagesgeld / Geldmarkt-ETF / Verrechnungskonto legen und entsprechend Sparpläne einstellen, sodass du in den nächsten 6 - 12 Monaten alles vollständig investiert hast.

    Beispiel 1:

    100.000 € Erbe

    => Einmalinvest: 50.000 € in deine vorhandene/gewünschte Allokation investieren

    => 50.000 € über z.B. 8 Monate stückeln = 6.250 € pro Monat
    Du kannst bei vielen Brokern z.B. 4x monatlich einen Sparplan anlegen = ca. 1.560 € pro Sparplan-Tag

    Beispiel 2:

    100.000 € Erbe

    => Einmalinvest: 50.000 € in deine vorhandene/gewünschte Allokation investieren

    => Jeden Monat 10.000 € Invest (z.B. 3 Orders) in Allokation bis der Restbetrag aufgebraucht ist.


    Am Ende werden beide Varianten auf lange Sicht kaum bis keinen Unterschied machen. Viel wichtiger sehe ich dabei deine mentale Ruhe und dass du deinen Plan verfolgst.

    Die verbliebene Geldmenge der Anteile ist gering. Ich bin darauf zum Glück nicht angewiesen. Und ich kann auch weiter warten. Aber ich frage mich, ob es vielleicht schlauer ist die "peanuts" 0,63 zu nehmen als zu die unklare Restzahlung zu warten, die dann eventuell noch geringer ist.

    Also ohne mich damit auseinandergesetzt zu haben, klingt die "Auflösung/Abwicklung" für mich so wie einen Insolvenz. D.h. ich würde da absolut keinen Cent mehr erwarten, den ich bekomme. Das Ding ist tot.

    Du kannst schauen, was du bei deinem Broker an der Börse für jeden Anteil bekommst. Die aktuellen noch vorhandenen, nicht in der abwicklung-befindlichen Immo-Fonds werden/wurden meist mit ca. 15 - 25 % Abschlag an der Börse gegenüber dem Fondgesellschaftpreis/Preis in deinem Depot gehandelt.

    Wenn du sagst die Geldmenge ist gering: Schau, was du an der Börse bekommst und trenn' dich. Erstens hast du dann noch etwas Geld und kannst das wo anders investieren und hast z.B. 2% Tagesgeld-Zins und zweitens hast du dich mental davon befreit - schließlich trägst du es 14 Jahre mit dir herum und lässt dir keine Ruhe.

    Also an der Börse steht der Fond mit 0,63 € pro Anteil.
    (2010: Waren es 57 € pro Anteil am Hochpunkt)

    DE0009802306

    Ich würde das Geld aus dem Immo-Fond (gedanklich) abschreiben. Wenn was auf's Konto ausgezahlt wird, super. Aber würde definitiv damit nicht mehr rechnen.

    Ansonsten - bei der Fondgesellschaft nachfragen? ;) Der Fond befindet sich ja in der Auflösung/Abwicklung seit 2012.

    Und dann setzt der ETF Handel noch einen drauf und verkauft per Algorithmus noch mehr,um am Ende der Woche seinen Index wieder gerade zu kriegen.

    ...du gehst davon aus, dass der ETF jeden Tag rebalanct. Ist aber nicht der Fall. Die meisten rebalancen quartalsweise. Die Konstellation zum Index wird dann wieder hergestellt, das ist richtig.

    Im Crashfall entscheiden die Fontsmanager,ob sie mit dem Markt gehen oder investiert bleiben.

    Es ist mit Daten sogar bewiesen, dass ein dauerhaftes drin bleiben im Markt besser ist, als im Abwärtstrend bei einer Schwellmarke zu verkaufen und danach erst wieder einzusteigen. Denn: Wo setzt du die Schwellmarke? -20% vom ATH? Wann steigst du wieder ein?

    So Fondsmanager können auch nicht einfach mal eben das ganze Portfolio liquidieren. Alleine als Warren Buffet einen Teil seiner Apple-Position verringert hat, hat das den Kurs beeinflusst.

    Du kannst dir die Studien von MorningStar anschauen, dass aktiv gemanagte Fonds auf die Standard-Indizes keine verlässliche Outperformance gegenüber der passiven Benchmark erreicht haben. Es ist purer Zufall, welcher Fond besser (oder schlechter) abschneidet und keine Garantie, dass er im nächsten Jahr es wieder schafft.

    ETF verringert vom Handeln her die Menge an handelbaren Aktien, weil diese ja passiv sind und erst bei der Anpassung des ETF in den Handel kommen

    Es ist wie bei Aktien. Kaufst du morgen eine NVIDIA-Aktie, dann kaufst du diese Aktie nur von einer anderen Person ab. NVIDIA hat dadurch keinen Gewinn, Mehrwert oder eine "Buchung" auf ihrem Konto. Das gleiche ist mit ETFs. Du kaufst die ETF-Anteile eines anderen ab, oder der ETF hat so viel Zufluss, dass er dadurch Liquidität hat und nun am Markt nach seinen Regeln einkaufen geht.

    Weiterhin ein großer Denkfehler: ETFs als passiv zu sehen.

    Es gibt aktive gemanagte ETFs und eben auch ETFs auf einen Index, ABER das heißt noch lange nicht, dass der ETF passiv ist.

    • Wenn ich heute einen S&P500-ETF kaufe, ihn morgen wieder verkaufe. Ist das für dich passiv oder aktiv? ;)
    • Wenn ich heute von den Mag7 jeweils eine Aktie kaufe und nie wieder verkaufe. Ist das für dich dann passiv oder aktiv?

    Ich denke du merkst das Problem deine Theorie. Nur weil ein Produkt nach klaren Regeln agiert und nicht dem Emotionen eines Fondmanagers entspringt, muss es nicht "passiv" sein. Viele setzen ETFs sogar als aktives Investmentvehicle ein.

    die aktive Menge an frei gehandelten Aktien wird meiner Ansicht nach reduziert.

    Solange die Firmen keine neuen Aktien herausgeben oder zurückkaufen, bleibt die Anzahl gleich. Der Preis für die Aktien wird steigen, wenn mehr Nachfrage als Angebot vorhanden ist.
    => Ob ich nun über den ETF 10x NVIDIA kaufe oder 10x NVIDIA ins Depot lege - wo ist da für dich der Unterschied?

    Mich würde Interessieren bei welchem Prozentsatz eines Einzelwertes in ETF Hand sich die Gefahr eines massiven Herunterschaukelns aufbaut.

    Die großen Kursschwankungen/Einflüsse haben ganz andere Investmentvehicles der Großinvestoren / Institutionellen. Da sind wir mit unseren paar ETF-Anteilen als Privatanleger ein Fliegenschiss auf der Windschutzscheibe 8o

    ... und die Theorie was ist, wenn jeder nur noch passiv in ETFs anlegt. Wird es nie geben, weil das wäre das gleiche wie wenn plötzlich morgen alle Menschen auf dem Mount-Everst stehen würden. Es wird immer welche geben, die dann einen anderen Berg besteigen. So ist es am Markt auch, weil es jemand gibt, der wo anders eine Chance sieht und eben nicht dem "Lemming-Train" folgt. Mir fällt gerade der Name für dieses Markt-Paradoxon nicht ein - vielleicht erinnert sich jemand anderes.


    So, jetzt waren wir bei der Assetklasse Aktien. Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, ... das ist da noch gar nicht dabei. Anleihen haben u.a. ein größeres Gesamtmarktvolumen als Aktien.
    Eine Assetklasse (bzw. den Markt) ohne den Rest zu betrachten ist sowieso etwas sinnbefreit.

    Dann bin ich ja mit 97% Aktienquote bestens vor dem Fehler geschützt :)

    Team 93% Aktienquote 8o Notgroschen und Rücklagen für Reparaturen und Co. vorhanden, sodass Stand heute ich das Depot nicht antasten muss. Was die Zukunft bringt, weiß keiner, aber nur in Angst zu leben, hilft einem auch nicht weiter.

    Wenn man sich die Börse der letzten Jahre anschaut, wird es zwangsläufig wieder eine Regression zum Mittelwert geben. Aber ob es Abstürze von 80% geben wird. Ah, ich weiß nicht. Und wenn doch, dann haben wir auf der Welt ganz andere Probleme als dass das Depot tiefer steht. Letztendlich ist das Aushalten des Risikos die Belohnung durch Rendite. Kein Risiko, keine Rendite. Da hilft dann nur die Diversifikation über alle Sektoren, viele Länder - und nicht 20x NVIDIA, S&P500 Technology ins Depot zu holen.

    Diese Artikel lassen mich sehr kalt. Schlechte Nachrichten, das Drücken auf Emotionen (v.a. Angst) und Panikmache sind eben die besten Click-Baits. Keiner öffnet einen Artikel in dem steht: "Der Markt hat wieder seine 6% p.a. geliefert. Business as usual."

    KI wird unsere Abläufe verändern. In manchen Bereichen sicherlich zum Bessern, in anderen zum Schlechteren. Nur weil KI drauf steht, muss es nicht zwingend die gute KI sein. Sie liefert oft so viele Fehler, unvollständige oder Fehlinformationen. Wenn ich alleine sehe, wie viele jährliche Pflichtschulungen ich zu/wegen KI nun machen muss. Da vergeht ein Arbeitstag... Es werden Jobs entfallen, dafür neue geschaffen. Das ist der normale Wandel der Zeit.

    1. Notgroschen aufbauen, zumindest einen kleinen Puffer von paar tausend €.
      Bei Wohnen in Miete: Kündigung => neue Wohnung => Kaution (das ist i.d.R. höher als verfügbares Haushaltsgeld)
      Job relativ sicher: Nur als Beamter, alles andere hat IMMER das Risiko. Um einige Monate seine Ausgaben gedeckt zu haben, bis du Lohnersatzleistungen bekommst.
      Beispiel: Bei 1.450 € * 6 Monate = 8.700 € Notgroschen
    2. Haushaltsbuch starten:
      Einkommen/Einnahmen vs. Ausgaben -- alles aufschreiben (ob bar oder Kartenzahlung). Das für mehrere Monate durchziehen. Dafür gibt es Apps, händisch auf Blatt Papier, Excel, ...

      Wie du schreibst, hast du 3.000 € Netto und 1.450 € Haushaltsausgaben (Fixkosten und flexible Kosten) => was passiert mit den 1.550 € ? Wo verpuffen diese?

    3. Ein paar € in die Hand nehmen und z.B. das Buch von Finanztip kaufen und lesen
    4. sich mit dem Thema Börse auseinandersetzen
      Du hast dort keinerlei Erfahrungen. Da bietet das Buch aus 3) gute Stützen und Vorgehensweisen. Du hast dich 40 Jahre damit nicht beschäftigt, da kommt es auf 1 Jahr auch nicht mehr großartig drauf an. Viel wichtiger ist es, dass du für dich die Finanzhygiene entwickelst, es bewusst betreibst und nicht "aus Zwang". Betreibt du es aus "Zwang" wirst du das Projekt "Vermögensaufbau/Altersvorsorge" über kurz oder lang eher wieder hinschmeißen und dein aktuelles Konsumverhalten fortführen. Dir eine Struktur aneignest und einen soliden Weg gehst. Deine Erwartungshaltung sollte realistisch sein, was die Rendite aus der Börse angeht. Hättest du vor 10 Jahren gestartet, wäre es deutlich besser, ABER es bringt nichts in den Rückspiegel zu schauen. Du hast dir heute den Entschluss gefasst damit zu starten! Also betrachte es ab heute und gestalte ab heute deine Zukunft.

      Langsam starten und sich z.B. an Schwankungen/Verluste "gewöhnen".

    Ich würde deinen Beitrag in mehrere Teile aufstückeln, das es verschiedene Thematiken sind:

    1. Fond vs. ETF => lohnt sich ein Wechsel, trotz Steuerereignis?
    2. Mehrere Deptos => für verschiedene Anlagestrategien/Vorgehen?

    Zu Thema 1:

    Ich habe in dem Zitat die Kosten und Links zu den jeweiligen Fonds ergänzt. Ohne Angaben über den aktuellen Gewinn (in €) des jeweiligen Fonds zu haben, nehme ich folgendes an:

    • Gesamtvolumen je Fond: 20.000 €
    • Kursgewinn je Fond: 10.000 € (= 10.000 € eingezahlt)
    • Keine Transkaktionskosten, kein Pauschbetrag berückstichtigt, 30% Teilfreistellung
    • Kosten für ETF: 0,25 % (eher ein teureres Welt-ETF-Produkt, aber um dem Fond eine Chance zu geben... :rolleyes:)

    Genutzte Rechner: https://www.finanzfluss.de/rechner/etf-wechseln/

    DWS ESG lowVolEuropa


    DWS Akku ESG
    Ammortisation dürfte deutlich kürzer sein, da in der Berechnung kein Ausgabeaufschlag enthalten sind.

    Für den DWS ESG LowVol Europa könntest du sowas wie den Stox600 ins Auge fassen.

    Für den DWS Akku ESG einen FTSE-All-World / ACWI / Prime-Global All Country oder wenn du die Nachhaltigkeitskriterien haben willst, sowas wie ESG / SRI des jeweiligen Indizes suchen.

    => D.h. egal wie viel Gewinn in diesen Fonds vorhanden ist, würde ich dir zur einer Umschichtung in kostengünstige ETFs raten. Überlege dir vorher, was du haben möchtest. Denn aus den Fonds ist für mich nicht ersichtlich, warum du z.B. LowVola, ESG oder Europa gekauft hast.

    => das Umschichten in eine Einzelaktie wie Telekom sehe ich maximal kritisch. Diversifikation nicht gegeben. Da wäre ich dann soweit zu sagen, dass du lieber die Fonds halten solltest als in die Telekom umzuschichten.


    Thema 2: Depots

    • Du kannst dir bei ComDirect ein Depot aufmachen, dort deine ETFs besparen und halten. Deinen Core/Kern aufbauen. Die Fonds sollten dort sicherlich handelbar sein - das vorher prüfen. Falls ja, kannst du deinen Depotübertrag von DKB => Comdirect anstoßen. Ggfs. die Fonds bei der DKB verkaufen? Das musst du schauen, was besser ist.
    • Bei Traderepublic sind deine Einzelaktien, dort tobst du dich mit deinem gewissen gesetzten Betrag aus, handelst mit Einzelaktien und kannst zeitgleich dieses Depot mit deinen ETFs benchmarken und sehen, ob du besser abschneidest.
    • Warum kostet dich das Depot bei der DKB 29,99 € pro Jahr?

    Tja,
    ich werde 55. Da erlaube ich mir mal die Frage, ob es überhaupt noch Sinn ergibt über so ein AV-Depot nachzudenken?:/
    So wie ich es aktuell sehe, muss ab 67 bzw. Rentenbeginn eine Auszahlung erfolgen (z.B. per Auszahlplan). Was macht man dann, wenn es mit 65/66 richtig rumst auf dem Kapitalmarkt und das Depot 30-40% an Wert verliert? Wir beim Auszahlplan dann irgendwann vor Beginn in einen Sicherungsfonds umgezogen?
    Bei meinem eigenen ETF-Depot kann ich eine Börsenkrise u.U. einfach aussitzen und meinen Kapitalbedarf aus meinen sicheren Anlagen beziehen.
    Was ist wenn man z.B. schon mit 63 in Rente geht. Kann man dann die Einzahlung stoppen und die Auszahlung erst ab 67 laufen lassen?

    Das Altersvorsorge-Depot wird mit Sicherheit nicht mehr für alle Personen geeignet sein. Für dich weniger als für den erst 18-Jährigen. Für mich darf das aber keineswegs ein Argument sein, dass man im Bereich des Rentensystems bezüglich Kapitalmarkt nichts unternimmt. Das System rast mit Vollgas gegen eine Wand.

    Bis 2027 und bis alles beschlossen ist, wird es noch dauern. Ich finde die Rahmenbedingungen gar nicht so schlecht und dass sie die Einzahlungs- und Fördersumme deutlich nach oben geschraubt haben. Davor war es fast wie das "Vermögenswirksame Leistungen", nice-to-have, aber ohne wirklichen Nutzen im Alter.

    • 65/66 richtig rummst am Kapitalmarkt -- das ist eben das Risiko für Rendite. Willst du Garantien, dann können sie auch Riester 2.0 machen, sodass es wieder keinem etwas bringt. So wie ich es lese, kannst du in dem Portfolio steuerneutral umschichten, d.h. es liegt dann etwas in deiner Verantwortung. Soweit ich es auch mal gelesen habe, soll das "Altersvorsorge-Depot" aus eine Art von 3 Depot-Arten gestaltet werden. Scalabel hat da glaube nur das "Depot 3" genauer beleuchtet. (Video von Finanzfluss von 01/26)
    • Bei meinem eigenen ETF-Depot kann ich eine Börsenkrise u.U. einfach aussitzen und meinen Kapitalbedarf aus meinen sicheren Anlagen beziehen -- dich zwingt ja niemand dazu, Geld in das Depot einzuzahlen. Und ich denke du kannst deine Einzahlungen jeder Zeit stoppen und pausieren - funktioniert beim Riestervertrag aktuell genauso.

    Ich würde die Thematik beobachten und abwarten bis es final beschlossen ist. Dann kann man sich über all die Punkte Gedanken machen. Danach muss man sowieso anschauen, welche Anbieter etwas anbieten und zu welchen Kosten letztendlich. Nur weil der Kostendeckel bei 1,5% liegt, muss es nicht 1,5% sein. Wenn wir überlegen, dass nur rund 20% der DE-Bevölkerung direkt/indirekt am Kapitalmarkt agiert, sind 80% noch gar nicht dort. Ein unfassbar großer unerschlossener Markt für die Banken und Broker! Da ist vielleicht das Altersvorsorge-Depot so das kleine "Marketingschild", worüber die Menschen an die Börse kommen und am Ende sogar zum finanziellen Selbstentscheider werden => eigenes Depot bei der Bank, Trading, ETFs, ...

    Und dass wir unser Rentensystem so wie bisher nicht mehr durchhalten können, sollte auch jedem klar sein. Die Veränderungen in dem System werden uns alle negativ treffen.

    Die Zinszahlungen waren jeweils 2100,00 Euro jährlich. Kann ich einfach eine Steuererklärung von mir aus per Elster abgeben, oder muss ich mich dazu erst mit dem Finanzamt in Verbindung setzen?

    Was ich mich Frage, wenn das Bundeszentralamt für Steuern von der ausländischen Bank automatisch informiert wird, dann müssten die ja seit 2024 Bescheid wissen. Setzen die sich dann nicht automatisch mit mir oder dem Zuständigen lokalen Finanzamt in Verbindung... und das dann mit mir?

    Soweit ich das weiß, bist du dazu verpflichtet diese Kapitaleinkünfte zu melden - unabhängig davon ob das Bundeszentralamt informiert wird oder nicht. Es ist nicht die Aufgabe des Finanzamtes dir das goldene Teller zu servieren, sondern du als Anleger bist dazu verpflichtet. Du hast dich letztendlich für die Ausländische Bank (aufgrund besserer Zinsen?) entschieden, wohlwissend, dass du die Steuern manuell abführen musst.

    Sie setzen sich mit dir in Verbindung, wenn du deiner Steuerpflicht nicht nachkommst und sie den Verdacht der Steuerhinterziehung haben :thumbup:

    Steuererklärung kannst du per Elster der mithilfe einer Steuersoftware machen.

    Zu beachten: Wenn du die Steuererklärung machst, reicht es glaube ich nicht, dass du nur die Kapitaleinkünfte angibst, sondern du musst es vollständig, also alles, angeben.

    Und als Rentner kannst du die Günstigerprüfung beantragen, sodass du ggfs. gar keine 25% KapSt zahlst, sondern die Zinsen mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz verrechnet werden, was geringer sein kann. Wenn du es beantragst, prüft das Finanzamt für dich und nimmt die für dich bessere Variante. Allerdings - du musst den Haken bei der "Günstigerprüfung" setzen, ansonsten nehmen sie nur die Variante mit der Kapitalertragssteuer.


    EDIT: Du hast meines Wissens nach 4 Jahre Zeit um die Steuererklärung abzugeben, aber aufgrund dessen dass du verpflichtet warst/bist, musst du mit Versäumniszuschlägen rechnen.

    Wenn du Anfang 2024 dort Geld angelegt hast, bist du doch für 2024 und nun auch 2025 zu einer Steuererklärung verpflichtet. Oder musst du nichts machen, insofern es unterhalb des Pauschbetrages ist?

    Letztendlich kennt das Finanzamt diese Zinsen nicht und könnte es als versuchte Steuerhinterziehung möglicherweise werten. Ich würde eine Steuererklärung abgeben und wenn es unterhalb des Pauschbetrags ist, musst du ja auch nichts nachzahlen. Somit wäre es zumindest den bürokratisch vollständigen Weg gegangen.

    Wenn ich hier an die wochenlangen Diskussionen im Forum zum Thema "welchen MSCI/ACWI/FTSE World/Kommer nehme ich denn jetzt am besten" oder auch "wie reduziere ich geschicktesten den USA-Anteil in meinem Portfolio", sollte man sich vielleicht gar nicht so stressen und nicht dem letzten Zehntelprozent Rendite hinterherhecheln, sondern mit einem beliebigen 60/40, 70/30 oder 80/20 Produkt von Vanguard, Xtracker oder Arero einfach sein Leben genießen und sich ein [anderes] Hobby suchen :thumbup:

    Optimieren an der falschen Stelle. Die meisten optimieren in diesem Bereich, weil es für sie sichtbar ist. Die Frage ist, was will man optimieren: Rendite? Risiko? Rendite-Risiko-Verhältnis? Drawdown? Je nach Ziel sind es andere Strategien.

    Nur als Beispiel:

    Machst du eine berufliche Weiterbildung, die z.B. der Arbeitgeber dir zahlt. Dafür hast du danach 10% mehr Netto für die gleiche Arbeitszeiten. Sind es 10% mehr Rendite für das "gleiche Risiko".


    Ich sehe es so: Ich investiere ich breitgestreute ETFs. Das bedeutet ja nicht, dass ich nicht gerne mich mit der Thematik auseinandersetze, Erfahrungsberichte und -strategien anderer Lese und in den Austausch gehe. Das Entscheidende sehe ich aber darin: Wenn ich es nicht machen will, hat das keinen Einfluss auf meine Geldanlage. Dafür zahle ich eine kleine Gebühr, dass das Rebalancing mein ETF-Anbieter übernimmt. Ich würde sagen, die von dir genannten Produkte sind was Vermögensaufbau betrifft alle samt besser geeignet als das Bankguthaben.

    Leider stellt Vanguard keine historischen Kursdaten zur Verfügung. Daher kann man bei Curvo erst seit 2020 mit diesen Life Strategy ETF vergleiche anstellen.
    Natürlich kann man sich selbst ein 60/40 Aktien/Anleihe Portfolio bauen. Aber die Vanguard Produkte rebalancen täglich. Das bekommt man dann einfach nicht mehr hin in einem Vergleich.

    So genau habe ich nicht geschaut. Das ist mir nur auf die Schnelle eingefallen. Hätte ja sein können, dass es diese mit einer längeren Historie gibt, sodass man es für den Vergleich nicht zusammenbasteln muss.

    Wie genau die Vanguard-Produkte funktionieren habe ich mich nicht mit beschäftigt. Aber wieder etwas gelernt! Ich bin darüber nur mal gestolpert und blieben mir im Kopf.

    Ob es für einen solchen Vergleich wirklich relevant ist, dass das tägliche Rebalancing berücksichtigt wird oder nicht. Für so eine Vergleichsrechnung würde ich mich jetzt nicht zu sehr verbiegen.