Und dann setzt der ETF Handel noch einen drauf und verkauft per Algorithmus noch mehr,um am Ende der Woche seinen Index wieder gerade zu kriegen.
...du gehst davon aus, dass der ETF jeden Tag rebalanct. Ist aber nicht der Fall. Die meisten rebalancen quartalsweise. Die Konstellation zum Index wird dann wieder hergestellt, das ist richtig.
Im Crashfall entscheiden die Fontsmanager,ob sie mit dem Markt gehen oder investiert bleiben.
Es ist mit Daten sogar bewiesen, dass ein dauerhaftes drin bleiben im Markt besser ist, als im Abwärtstrend bei einer Schwellmarke zu verkaufen und danach erst wieder einzusteigen. Denn: Wo setzt du die Schwellmarke? -20% vom ATH? Wann steigst du wieder ein?
So Fondsmanager können auch nicht einfach mal eben das ganze Portfolio liquidieren. Alleine als Warren Buffet einen Teil seiner Apple-Position verringert hat, hat das den Kurs beeinflusst.
Du kannst dir die Studien von MorningStar anschauen, dass aktiv gemanagte Fonds auf die Standard-Indizes keine verlässliche Outperformance gegenüber der passiven Benchmark erreicht haben. Es ist purer Zufall, welcher Fond besser (oder schlechter) abschneidet und keine Garantie, dass er im nächsten Jahr es wieder schafft.
ETF verringert vom Handeln her die Menge an handelbaren Aktien, weil diese ja passiv sind und erst bei der Anpassung des ETF in den Handel kommen
Es ist wie bei Aktien. Kaufst du morgen eine NVIDIA-Aktie, dann kaufst du diese Aktie nur von einer anderen Person ab. NVIDIA hat dadurch keinen Gewinn, Mehrwert oder eine "Buchung" auf ihrem Konto. Das gleiche ist mit ETFs. Du kaufst die ETF-Anteile eines anderen ab, oder der ETF hat so viel Zufluss, dass er dadurch Liquidität hat und nun am Markt nach seinen Regeln einkaufen geht.
Weiterhin ein großer Denkfehler: ETFs als passiv zu sehen.
Es gibt aktive gemanagte ETFs und eben auch ETFs auf einen Index, ABER das heißt noch lange nicht, dass der ETF passiv ist.
- Wenn ich heute einen S&P500-ETF kaufe, ihn morgen wieder verkaufe. Ist das für dich passiv oder aktiv?

- Wenn ich heute von den Mag7 jeweils eine Aktie kaufe und nie wieder verkaufe. Ist das für dich dann passiv oder aktiv?
Ich denke du merkst das Problem deine Theorie. Nur weil ein Produkt nach klaren Regeln agiert und nicht dem Emotionen eines Fondmanagers entspringt, muss es nicht "passiv" sein. Viele setzen ETFs sogar als aktives Investmentvehicle ein.
die aktive Menge an frei gehandelten Aktien wird meiner Ansicht nach reduziert.
Solange die Firmen keine neuen Aktien herausgeben oder zurückkaufen, bleibt die Anzahl gleich. Der Preis für die Aktien wird steigen, wenn mehr Nachfrage als Angebot vorhanden ist.
=> Ob ich nun über den ETF 10x NVIDIA kaufe oder 10x NVIDIA ins Depot lege - wo ist da für dich der Unterschied?
Mich würde Interessieren bei welchem Prozentsatz eines Einzelwertes in ETF Hand sich die Gefahr eines massiven Herunterschaukelns aufbaut.
Die großen Kursschwankungen/Einflüsse haben ganz andere Investmentvehicles der Großinvestoren / Institutionellen. Da sind wir mit unseren paar ETF-Anteilen als Privatanleger ein Fliegenschiss auf der Windschutzscheibe 
... und die Theorie was ist, wenn jeder nur noch passiv in ETFs anlegt. Wird es nie geben, weil das wäre das gleiche wie wenn plötzlich morgen alle Menschen auf dem Mount-Everst stehen würden. Es wird immer welche geben, die dann einen anderen Berg besteigen. So ist es am Markt auch, weil es jemand gibt, der wo anders eine Chance sieht und eben nicht dem "Lemming-Train" folgt. Mir fällt gerade der Name für dieses Markt-Paradoxon nicht ein - vielleicht erinnert sich jemand anderes.
So, jetzt waren wir bei der Assetklasse Aktien. Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, ... das ist da noch gar nicht dabei. Anleihen haben u.a. ein größeres Gesamtmarktvolumen als Aktien.
Eine Assetklasse (bzw. den Markt) ohne den Rest zu betrachten ist sowieso etwas sinnbefreit.