Beiträge von PapaPacini

    Bei der ING muss man bei kurzlaufenden Anleihen und kleinen Volumen ein bisschen bei den Gebühren aufpassen.

    Bei der Anleihentreppe mit kurzlaufenden Anleihen ist es doch gerade das Ziel die Anleihen immer bis zum Ende zu halten. Da würden doch dann gar keine Verkaufskosten anfallen, oder?

    Beim Kauf muss man v.a. auf den Spread achten.

    Ich würde empfehlen ein Neo Broker für Anleihen zu verwenden

    Warum? Gibt es einen Unterschied zum Handel mit Einzelaktien/ETF oder geht es nur um die normalen Gebühren von 0,25% bis max. 70€ z.B. bei der ING?

    Das ist leider zusätzlich zur regulären Erhöhung geplant. Da die reguläre Erhöhung die letzten Jahre auch immer zwischen €200 und €300 betrug kannst Du also mit €500 bis €600 rechnen... :thumbup:

    Aber ist ja beim Höchstsatz inkl. Pflege auch nur ein Hunderter im Monat...

    Immer noch moderat?

    Ja, stimmt schon. Das macht wieder locker 10% Beitragserhöhung mit gleichzeitiger Leistungskürzung. Das macht die GKV natürlich noch uninteressanter und gleichzeitig die PKV v.a. für Angestellte durch den höheren Arbeitgeberzuschuss noch interessanter. Ob das so ein schlauer Schachzug von der Regierung ist, weiß ich nicht...

    Was mich eigentlich am meisten nervt ist, dass sich der Bund wohl ja auch zukünftig eher noch mehr versucht von der Finanzierung der GKV zurück zu ziehen durch Senkung des Zuschuss zum Gesundheitsfond und sich weiter nur minimal an den Beiträgen für Bürgergeldempfängern beteiligt. Für mich ist es einfach nicht zu verstehen, wie man als Politiker in der aktuellen Situation zu so einer Entscheidung kommen kann. Die ganze GKV-Reform ist für PKV-Versichterte echt super gelaufen und wird uns dann wohl auch in die PKV treiben...

    Mich auch! Wobei ich z.B. die Erhöhung der BBG um 300€ eigentlich sogar noch moderat finde. Ich gehe nur leider davon aus, dass wir nun aufgrund der demographischen Probleme alle paar Jahre bei neuen GKV-Reformen zuschauen dürfen, bei denen immer ein bisschen mehr an der Beitragsschraube v.a. für Gutverdiener geschraubt und gleichzeitig Leistungen gekürzt werden.

    Zitat von Spiegel.de von heute: "Der Bund will sich zudem schrittweise stärker an den Gesundheitskosten für Grundsicherungsempfänger beteiligen – zunächst aber nur mit 250 Millionen Euro jährlich mehr, ab 2029 dann mit 500 Millionen Euro. Im Gegenzug wird der allgemeine Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds ⁠der GKV bis 2030 um jährlich zwei Milliarden Euro gekürzt."

    Verstehe ich das richtig, dass der Bund anstatt die GKV zu entlasten, lieber noch Geld aus der GKV abzieht??

    Danke für die Info! So richtig kann ich die Zahlen des Handelsvolumens nich einschätzen. Da ich die Anleihe ja sowieso bis zum Ende halten möchte, hat die Liquidität außer evtl. beim Kauf (durch den Spread) aber auch keine Relevanz, oder?

    Ich habe noch weiter nach interessanten Anleihen gesucht und bin auf Landesschatzanweisungen gestoßen (z.B. die DE000A3823Q5). Haben diese bis auf die geringere Liquidität im Vergleich zu den KFW- oder Bundesanleihen noch weitere Nachteile? Die Sicherheit müsste ja eigentlich die gleiche sein.

    Die KfW ist exakt so sicher wie die Bundesrepublik Deutschland, bietet aber die minimal besseren Konditionen.

    Danke für den Tipp! Die hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Klar, bei stark steigenden Zinsen wäre die Rendite eines Geldmarkt-ETFs besser, aber ob das wirklich so kommt und auch über die nächsten 6 Jahre so bleibt, steht in den Sternen...

    Hallo Zusammen,
    Es geht um den risikoarmen Anteil meines Depots. Da die Zinsbindung unseres Hauskredites (1,35%) in 6 Jahren ausläuft, möchte ich einen Teil meines Geldes (100k) risikoarm anlegen. Das Ziel ist damit zumindest einen Teil des Kredites sicher tilgen zu können und nicht auf den Verkauf meines All-world ETFs, den ich hauptsächlich bespare, angewiesen zu sein. Da ich keine Lust auf Tagesgeldhopping habe, hatte ich eigentlich den Plan einen Geldmarkt-ETF zu kaufen. Ich tendiere aber nun u.a. aufgrund der aktuell besseren Rendite zu Bundesanleihen bzw. Bundesobligationen. Ich habe mir eine rausgesucht, die kurz vor Ende meiner Zinsbindung ausläuft (DE0001102580), sodass eine Rendite von knapp 3% sicher ist.
    Hat mein Plan irgendwelche Nachteile bzw. würdet ihr eine andere Anlageform für meine Situation empfehlen? Ich finde, dass Bundesanleihen generell (z.B. auch hier bei Finanztip) relativ wenig für Privatanleger empfohlen werden. Hat das einen Grund?

    Super Fazit! Noch als kleine Ergänzung: Mit der GKV ist man wahrscheinlich finanziell auf der besseren und v.a. sichereren Seite und mit der PKV sichert man sich leistungstechnisch (und v.a. gegen zukünftige Leistungskürzungen) ab.

    Trotzdem glaube ich persönlich, dass die PKV deutlich resilienter bezüglich der zukünftigen Probleme sein wird, was man in den Jahren bis zum Renteneintritt und auch danach sowohl an den Beiträgen als Gutverdiener als auch v.a. an den Leistungen im Vergleich zu GKV spüren wird.

    Mir kommen die Rentenhöhen im Vegleich zu den PKV-Beiträgen auch zu niedrig vor. Bei den Zahlen ist man trotzdem geneigt einfach in der GKV zu bleiben, sich im Rentenalter über jeden gesparten Euro zu freuen und lieber was von dem gesparten in Selbstzahlerleistungen zu investieren.

    Wenn denn die Familienversicherung als großer Kostenblock in der GKV erhalten bleibt.

    Genau das ist das Hauptproblem, das ich mit der GKV habe! Man versucht eine Rechnung für die nächsten Jahre (bzw. Jahrzehnte) aufzustellen, versucht möglichst viele Variablen zu berücksichtigen, entscheidet sich aus finanziellen Gründen für die GKV (z.B. Stichwort 1 Mio Unterschied in der Rentenzeit) und dann werden die Bedingungen nach ein paar Jahren geändert und somit die gesamte Rechnung über den Haufen geworfen.

    Klar könnte man auch dann noch wechseln, wenn sich die Bedingungen in der GKV für einen relevant verschlechtert haben, aber der Wechsel wird mit jedem Jahr teurer und evtl. auch aufgrund von hinzugekommenen Erkrankungen nicht mehr möglich.

    na dann kannst Du vermutlich unterscheiden, was bei eigenen Beschwerden oder denen der Kinder Pipifax ist und was wirklich gleich abgeklärt werden sollte. Dieser Einwand von mir entfällt also.

    Ich sehe aber auch, dass Ihr noch so jung seid, dass womöglich noch ein Kind kommt, das ggf. auch privatversichert werden müsste - wie sieht die Rechnung dann aus

    Das ist natürlich die Kehrseite und auch ein Punkt, vor dem ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst habe. Nämlich, dass man zu geizig ist und wegen SB/BRE eigentlich sinnvolle bzw. notwendige Untersuchungen aufschiebt und sich immer einredet, dass es schon nicht so schlimm sein wird. Als Mediziner ist man entweder Hypochonder und lässt alles und jedes untersuchen, oder man bagatellisiert alles, macht alles selbst und geht nie zu seinen Kollegen. Wir gehören eher zur zweiten Kategorie ;)

    Mit einem dritten Kinds würde sich die Rechnung natürlich bezüglich PKV weiter verschlechtern. Im Gegensatz zu der Rechnung von Sternich wäre die PKV aktuell sogar trotz der beiden Kids etwas günstiger und wäre dann mit einem dritten (was nicht geplant ist!) etwa auf GKV-Niveau bzw. minimal drüber.

    Konntest du denn immer aus deiner Praxis, also aus der Ferne, beurteilen, ob ein Taxi gereicht hätte?

    In den meisten Fällen schon. Während meiner Klinikzeit habe ich in solchen Fällen oft nachfragt, warum denn der Rettungswagen gerufen wurde. Man glaubt es kaum, aber das Argument, dass das Taxi so teuer wäre, kam immer wieder...

    Mich würde auch interessieren, wie dein aktueller Überlegungsstand ist PapaPacini. Schon aktiv geworden oder eine Tendenz?

    Ich bin weiter unentschlossen und habe auch schon überlegt, eine Münze zu werfen ;)

    Ich glaube wirklich rational kann man diese Entscheidung nicht wirklich treffen, da es einfach zu viele unbekannte Variablen gibt und wir alle nicht wissen, wie es in 20 Jahren aussieht.

    Im Vergleich der beiden Systeme PKV und GKV tendiere ich aktuell eher in Richtung PKV. Ich finde die PKV (Selbstbeteiligung, Beitragsrückerstattung, Abrechnung zwischen Arzt und Patient) ist deutlich effizienter. Die PKV-Versicherten bekommen ein Gefühl dafür, was Gesundheitsleistungen wirklich kosten und überlegen sich es bei manchen Sachen auch zweimal, ob sie dafür z.B. wirklich ins Krankenhaus laufen, den Rettungsdienst rufen oder auch überhaupt zum Arzt gehen. Die GKV ist für viele ein All-inclusive Programm, bei dem man sich alles leisten kann, ohne mit finanziellen Konsequenzen leben zu müssen. Ich habe es z.B. leider im Krankenhaus oft genug erleben müssen, wie lieber der Krankenwagen gerufen wird, um in die Klinik zu kommen und nicht das Taxi, da dieser ja umsonst ist. Auch wenn es sich nicht um einen Notfall handelt und man auch gut hätte beim Hausarzt behandelt werden können.

    Dieser Punkt zusammen mit meiner Angst vor der demographischen Entwicklung (weniger Beitragszahler UND v.a. viel mehr Alte mit masssiv höheren Gesundheitskosten) lässt mich für die GKV in Zukunft einfach schwarz sehen.

    Auf der anderen Seite schrecken mit natürlich Rechnungen, wie z.B. von dir mit finanziellen Unterschieden von über 1 Mio nach 40 Jahren schon auch ab...

    Wenn man sich die Zahlen anschaut und du alles rchtig gerechnet haben solltest, dann hätte ich auch größte Bedenken, in die PKV zu wechseln. Über 1,5 Mio Unterschied mit 85 ist schon ne Hausnummer!

    Für mein Gefühl betrachtest du die Beitragsentwicklungen aber auch etwas zu GKV-freundlich. Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass sich beide Systeme und deren Beiträge in den nächsten 20 Jahren weiter so entwickeln, wie sich sich in den letzten 20 Jahren entwickelt haben. Das große Problem der demographischen Entwicklung kommt erst in den nächsten Jahren so richtig und wird v.a. die GKV treffen. Bei deiner Berechnung driften beide Systeme ja v.a. ab Renteneintritt auseinander. Wie schon geschrieben, bezweifle ich z.B. stark, dass es die KVdR noch in der aktuellen Form gibt, wenn wir in Rente gehen werden. Aber das ist natürlich alles nur Spekulation...

    Für mich ist es einfach nicht nachvollziehbar, dass in der GKV die Gruppe der Rentner, die die höchsten Ausgaben erzeugen, den geringsten Beitrag zahlen. Der Rentner mit dem Millionendepot zahlt weniger als der Familienvater mit einem mittleren Einkommen. Ich persönlich finde, dass dieses System gerade vor dem Hintergrund zukünftiger großer finanzieller Probleme der GKV längst abgeschafft gehört. Aber wahrscheinlich führt die Altersstruktur der Wahlberechtigten dazu, dass sich auch in Zukunft kein Politiker an dieses Thema ran wagen wird, sodass es auch noch in 30 Jahren die KVdR gibt...