Beiträge von CrashAndChill

    Ich werde in Zukunft solche Beiträge mit einem großen 'Ironie-Tag' kennzeichnen. Ich dachte ein Augenzwinkern reicht. ;)

    Gar nicht bös gemeint, aber den Smiley konnte man als alles interpretieren. Für mich kam es so an, als würde hier ein ernst gemeinter, aber schlechter Ratschlag erteilt werden. ;) (Mein Smiley ist als "Nichts für ungut" zu verstehen, nicht als Ironie.)

    Rein finanzwissenschaftlich ist die sofortige Einmal-Anlage i.d.R. die bessere Entscheidung.

    Insbesondere dann, wenn das Geld ohnehin gerade voll investiert und die Entscheidung für das Marktrisiko bereits bewusst betroffen wurde. Einfach als Umschichtung von schlechten Produkten in bessere sehen, die es letztlich ja ist. :)

    Was meint ihr, sollte man solche Überlegungen zu den indexanbietern bei der Auswahl eines ETFs mit in Betracht ziehen oder haltet ihr das eher für unbedeutend? Was würde theoretisch mit einem ETF passieren, wenn der zugrunde liegende Index nicht mehr angeboten wird (weil der indexanbieter Pleite geht)?

    Ohne die Rechtsgrundlagen zu kennen, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ein ETF wohl auch ohne Insolvenz des Indexanbieters den Index wechseln kann. Einer meiner ETFs ist von MSCI auf STOXX umgestiegen. Im Fall einer Insolvenz dürfte sich der ETF also einfach einen vergleichbaren anderen Indexbieter suchen und die Aktien behalten.

    Beim ersten Verkauf habe ich Gewinn mitgenommen (ja ja - habe ich auch Steuer gezahlt)


    Nach dem Wiedereinstieg stehe ich wieder im Plus - wenn ich alles wieder verkaufe - nehme ich wieder Gewinn mit.

    Die Steuer müsste man als zusätzlichen Kursverlust einpreisen, was das Verkaufen noch unattraktiver macht. Dieses Geld ist weg und kann dir auch keine Zinseszins-Rendite mehr bringen, auf lange Anlagehorizonte nicht zu vernachlässigen. Und Plus ist nicht gleich Plus, es gibt Opportunitätskosten: Was wäre aus deiner Anlage geworden, wenn du nicht zwischenzeitlich ausgestiegen wärst. Wenn du deine Strategie mit der Benchmark Welt-ETF vergleichst, wirst du meistens hinten liegen (wenn du nicht zufällig mal einen Crash erwischst und dann die Erholungsphase nicht verpasst, was leider die Regel bei Markettiming zu sein scheint). Kurzum, mit dem realisierten Gewinn, den du danach aber doch wieder einfach nur in den Markt steckst und nicht in Brötchen, machst du in Wahrheit einen Verlust.

    Cloud-Services wie AWS sind nicht in Stein gemeißelt. Wenn die amerikanische Regierung - wie in der Vergangenheit geschehen - einfach mal so beschließen würde "Ihr handelt mit dem Iran, also verbieten wir Euch den Zugang zu [insert your favorite payment service]", dann könnte WERO auf eine andere Cloud umstellen, ohne dass das ein Kunde merkt.

    Die Migration auf eine andere Cloud ist nicht mal eben gemacht. Wenn das von heute auf morgen passiert, wird es in diesem Szenario auf jeden Fall längere Ausfälle geben, wenn man nicht parallel schon zweigleisig fährt. Und seine Daten ständig anderswohin synchronisiert, sonst liegen die in der gesperrten AWS und man hat keine Nutzerkonten und Metadaten mehr.

    Finanzschlumpf Das wäre die "Schwellenländer-Ergänzung" zum MSCI World, richtig? Woran erkenne ich ob der ETF therausierend oder ausschüttend ist?


    Entschuldigt bitte die vielen Fragen, aber es hilft mir doch sehr weiter!

    Ich kann sehr https://www.justetf.com/ empfehlen, da findet man alle Informationen zu ETFs übersichtlich dargestellt.

    Ausschütter oder Thesaurierer, da gehen die Meinungen auseinander. Meines Erachtens kann man Ausschüttungen jederzeit gezielt durch Verkauf von Anteilen eines Thesaurierers realisiseren, während die Ausschüttungen weniger planbar sind und (zumindest für mich) in der Ansparphase ungelegen kommen können. Und du zahlst beim Ausschütter auch in Jahren mit negativer Kursentwicklung Steuern auf Ausschüttungen. Und Steuer auf die Vorabpauschale zahlst du auch beim Ausschütter, wenn Dividenden < Vorabpauschale (dann Steuer auf die Differenz).

    Neben Staatsanleihen-ETFs gibt es auch die (zumindest für mich) etwas leichter zu verstehenden "geldmarktnahen" ETFs, die den €STR nachbilden und etwas unter dem EZB-Einlagenzinssatz liegen, aktuell 1,9%. Siehe auch €STR Tageswerte (Bundesbank). Finanztip empfiehlt z.B. WKN DBX0AN.

    Für deinen Fall wäre vielleicht ein Beratungsgespräch bei der Verbraucherzentrale nicht schlecht. Die bieten auch "Finanzberatung zu Altersvorsorge, Geldanlage, Kredit". Ich habe selbst allerdings keine Erfahrung mit denen.

    Würde ja absolut Sinn machen. Allein die VAP braucht den FSA komplett auf. Also sicher 1.000 Euro, die im Januar nicht vom Verrechnungskonto abgehen. Angelegt in seinem Welt ETF mit 6% sind das halt auch 60 Euro p.a., wenn das Saidis Familie so macht, sind wir schon bei 120 Euro. Wenn ich bedenke, wie bei anderen Dingen auf das Thema Sparsamkeit hingewiesen wird, kann ich diesen Hack nicht nach nachvollziehen, gerade bei so einem KISS Ansatz...

    Die Steuerersparnis bei 1000€ Freistellung beträgt rund 263€ (+ Kirchensteuer). ;)

    Ja, das wird als zu knapp angesehen, weil der Aktienmarkt in solchen Zeiträumen auch länger ins Minus rutschen kann. Z.B. Finanzkrise (wie 2008) morgen, dann braucht es u.U. mehrere Jahre, bis du wieder beim Einstandskurs bist. Und dann hast du das Geld nicht, wenn du es brauchst. Finanztip geht davon aus, dass am Aktienmarkt investiertes Geld 15 Jahre nicht gebraucht werden sollte, weil es damit zumindest in der Vergangenheit noch keine negative Rendite gab.

    Ich fasse auch noch einmal kurz zusammen: Du solltest dir Gedanken um dein Risikoprofil machen, also wie viel % vom Portfolio risikoreich in Aktien/Aktien-ETFs, wie viel risikoarm (also Geldmarkt oder Tagesgeld) angelegt werden sollen.

    Und dann überlegen, ob du noch an Amazon glaubst (und wie fundiert das ist 😉) und einen Teil behalten willst, also Amazon im Portfolio bewusst übergewichten willst. Aber sinnvollverweise die Position reduzieren, um das Einzelaktien-Risiko zu reduzieren und insgesamt mit den Einzelaktien auf nicht mehr als 5-10% zu kommen.

    Und anschließend gemäß der Gesamtallokation, die du bestimmt hast (z.B. 70/30), vom Erlös Welt-ETF-Anteile kaufen.

    Frage dazu: Mein Vertrag (Continentale) ist von 1998, leider auch größtenteils der Dynamik NICHT widersprochen, ich wusste es nicht besser.

    Diesen habe ich letztes Jahr beitragsfrei stellen lassen. Mir wurde in einem Telefonat vorab gesagt, dass ich den Vertrag noch einmal besparen müsste innerhalb der nächsten 3 Jahre, also nur 2mal schieben dürfe. Ist das so?! Er wäre zuteilungsreif in 2029. Bescheidene Summe, um die 40k.

    Ich bin auch gerade am Überlegen meine KLV von vor 2005 beitragsfrei stellen zu lassen. Dynamik gibt's keine mehr, aber in diesem Finanztip-Artikel "Beitragsfreistellung" heißt es, dass es bei Altverträgen sein kann, dass man durch die Beitragsfreistellung den Steuervorteil verlieren könnte:

    Zitat

    Achtung: Hast Du noch einen alten Versicherungsvertrag, der vor 2005 abgeschlossen wurde, ist es selten sinnvoll, die Beiträge auszusetzen. Denn jede Änderung an Deinem ursprünglichen Vertrag kann dazu führen, dass Du einen großen Vorteil verlierst: die Steuerfreiheit in der Auszahlung.

    Werde wohl mal die Versicherung fragen müssen.

    Was würdet ihr mir raten ? Einfach einen EM dazu nehmen also klassisch ~ 70/30 Aufteilung ?

    Randbemerkung: 70/30 ist keineswegs "klassisch", das wird nur (bei Finanzfluss) öfter so genannt. 😉 Hinter 70% Developed + 30% Emerging steckt eine Marktmeinung, dass eine BIP-Gewichtung besser wäre als eine Gewichtung nach Marktkapitalisierung. In der Vergangenheit war aber nach meinem Wissensstand die Gewichtung nach Marktkapitalisierung immer die bessere. ;) Und die bekommt man z.B. mit MSCI ACWI (IMI) oder FTSE All World. Darin sind EM mit 10-12% vertreten.

    Wenn in deinem MSCI World aktuell 2000€ stecken (so verstehe ich es, oder sind es schon 2000€ Rendite), dann könntest du ihn auch verkaufen und mit dem übersichtlichen Gewinn den Pauschbetrag ausnutzen, dann hast du nachher keinen störenden Posten im Depot. Laufenlassen tut aber auch nicht weh.

    Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Auch 0,4% oder 0,2% sind zu teuer. Und dass man das nicht nutzen muss, behebt das Problem nicht. Es werden ja Leute nutzen und für den einzelnen geht die Rechnung auch auf. Wenn ich den Finanztip Rechner nehme und 0,2% Kosten eingebe sieht das super aus und rational wäre, das Angebot zu nutzen. Es macht aber für uns insgesamt keinen Sinn bzw viel weniger als man denken könnte. Die Förderung kommt ja nicht aus dem Nichts sondern die zahlen wir selber mit den Steuern und die fließt dann teilweise in die Gebühren. Für die Anteile die lange gehalten werden sogar zum großen Teil. Auch wenn alle hier sich günstige Angebote aussuchen ändert das nichts daran, das wir alle trotzdem wie erklärt diese versteckte Belastung zahlen und dass es auch Leute gibt die 1% Angebote nehmen. Die bezahlen wir auch alle mit.

    Ja, auf die frühen Beiträge wird länger Gebühr erhoben. Gleichzeitig erwirtschaften sie länger Rendite. Bei 0,4% Effektivkosten (TER + AV-Depot-Gebühr) und angenommener 6% jährlicher Rendite ergibt sich eine effektive Rendite von rund 5,6% pro Jahr. Und die wirken auf deinen Eigenbeitrag und die Förderung gleichermaßen.

    Damit ist das Gegenteil der Fall: Frühe Investitionen bringen auch beim AV-Depot am meisten Rendite über die Laufzeit, also Eigenbeiträge und Förderung.

    Übrigens habe ich ein VWL-Depot, bei dem der Anbieter tatsächlich Anteile verkauft, um die Depotgebühr zu decken, das wäre also denkbar.

    Hinweis vorab: Sozialversicherungspflichtig sind die Auszahlungen aus dem AV-Depot nicht, nur 100% steuerpflichtig mit dem im Alter dann geltenden persönlichen Steuersatz. Du bekommst auf die Einzahlungen auch nur eine Steuererstattung, aber keine Sozialabgaben zurück.

    Der AV-Depot-Rechner von Finanztip wurde diese Woche weiter verfeinert, da am besten mal deine Zahlen eingeben, um ein Gefühl zu bekommen. Man kann dort auch mehr als die maximal geförderten 150€ monatlich eingeben und dann Annahmen über die Steuerlast mit Halbeinkünfteverfahren sehen. Es sind viele Variablen, die bei der Betrachtung eine Rolle spielen, u.a. Renditeerwartung, Effektivkosten, aktueller Grenzsteuersatz, Grenzsteuersatz im Alter. Letzteren setzt der Rechner derzeit mit 5% unter dem aktuellen an.

    Persönlich gehe ich davon aus, dass ich nicht viel falsch machen werde, die 1800€ einzuzahlen, mehr aber nicht. Beim regulären Depot ist man einfach viel flexibler, was die Verwendung des Kapitals angeht.