Persönlich plädiere ich für mehr Eigenverantwortung des Einzelnen. Bezogen auf das Thema AV bedeutet das, sich mit der persönlichen Situation auseinanderzusetzten und sich zu informieren:
Was habe ich an Versorgungsansprüchen aktuell? Was brauche ich im Alter? Und wie kann ich meine Ziele erreichen?
Dafür sind entsprechende Wahlmöglichkeiten und vernünftige Angebote erforderlich, die einfach gebaut, geringe Kosten haben und nicht die Versicherungswirtschaft subeventionieren. Ob das jetzt zwingend eine verpflichtende bAV sein muss mag dahinstehen. Das kann eine Wahloption sein. Das Argument „Das kann ich mir nicht leisten“ greift dabei für mich nur bedingt. Staatliche Förderung müsste dann auch nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, sondern könnte gezielt denjenigen zugutekommen, die sie tatsächlich benötigen.
Das steht für mich nicht im Widerspruch zum Sozialstaat. Dieser sollte jedoch vor allem in besonderen Situationen unterstützen und nicht die Eigenverantwortung des Einzelnen ersetzen.