Beiträge von Schlaubi

    Persönlich plädiere ich für mehr Eigenverantwortung des Einzelnen. Bezogen auf das Thema AV bedeutet das, sich mit der persönlichen Situation auseinanderzusetzten und sich zu informieren:

    Was habe ich an Versorgungsansprüchen aktuell? Was brauche ich im Alter? Und wie kann ich meine Ziele erreichen?

    Dafür sind entsprechende Wahlmöglichkeiten und vernünftige Angebote erforderlich, die einfach gebaut, geringe Kosten haben und nicht die Versicherungswirtschaft subeventionieren. Ob das jetzt zwingend eine verpflichtende bAV sein muss mag dahinstehen. Das kann eine Wahloption sein. Das Argument „Das kann ich mir nicht leisten“ greift dabei für mich nur bedingt. Staatliche Förderung müsste dann auch nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, sondern könnte gezielt denjenigen zugutekommen, die sie tatsächlich benötigen.

    Das steht für mich nicht im Widerspruch zum Sozialstaat. Dieser sollte jedoch vor allem in besonderen Situationen unterstützen und nicht die Eigenverantwortung des Einzelnen ersetzen.

    Weis ja nicht ob das für dich eine Relevanz hat:

    Für mich war seinerzeit wichtig, das im Rahmen der Vorsorge für die Bevollmächtigten eine Vollmacht über den Tod eingerichtet werden kann. Das war bei Flatex gegeben. Hinzu kommt das die Bevollmächtigten relativ ergonomisch alle Konten im Blick haben. Der Depotübertrag ist ebenfalls im System mit und ohne Gläubigerwechsel möglich ist
    Leider bietet Flatex aktuell noch keine Benachrichtigung für die ggf. fällige jährliche Vorabsteuer an. Das gibt es bei anderen Anbietern Habe das aber Mal als Verbessubgsvorschlag angeregt und man sagte mir zu, das bei der Weiterentwicklung prüfen.

    Ich habe inzwischen Mal konkrete Berechnungen für Übertragungswerte in Höhe von 10.000€, 15.000€ und 20.000€ erstellt.
    Mit NV Bescheinigung, Aktien ETF Abzug von 30 % und Sparerfreibetrag würden bei allen drei Übertragungs- Werten keine Steuern fällig. Da ist sogar noch Luft für den Jon in den Semesterferien (Kurzfristige Beschäftigung < 70 Tage, SV frei).

    Bei eigener studentischer KV auch unkritisch.

    Wenn die Veräußerungsgewinne bei der Prüfung des Gesamteinkommens nach § 10 SGB V für die Familienversicherung als einmalige Einnahme bewertet würden, gäbe es auch hier keine Probleme. Sicherheitshalber werde ich das aber vorab der der KV nachfragen und bestätigen lassen. Das Einkommen im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung (< 70 Tage, SV frei) bleiben ohnehin außen vor.
    Denke aber im Grundsatz müsste das passen😊

    Gleichzeitig hat man keine Anreize für die private und betriebliche Säule geschaffen, nachdem erkannt wurde, dass Riester ein Rohrkrepierer ist.

    Ich frage mich warum es immer irgendwelche Anreize bedarf um selbst Verantwortung für seine AV zu übernehmen. Auch wenn ich seinerzeit nicht das Wissen hatte, dass ich heute habe war mir klar: Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen um einen gewissen Lebensstandard im Alter zu halten.

    Das Ganze ist ja aktuell noch recht vage. Im Grundsatz spricht auch nichts gegen eine verpflichtende BAV.

    Entscheidend ist was am Ende rauskommt und das macht den Unterschied:

    Szenario A: Der (deutsche) Klassiker

    • Entgeltumwandlung
    • Direktversicherung/Pensionskasse
    • Garantien
    • Versicherungsvertrieb
    • hohe Verwaltungs- und Abschlusskosten

    Dann teile ich deine Skepsis.

    Die Kritik an Riester war ja gerade, dass ein erheblicher Teil der Förderung durch Kosten, Garantien und ineffiziente Produkte aufgefressen wurde. Viele bAV-Verträge leiden unter ähnlichen Problemen: geringe Aktienquoten, hohe Kosten, komplizierte Portabilität beim Arbeitgeberwechsel und später noch Steuer- sowie teilweise Krankenversicherungsabgaben auf die Leistungen.

    Szenario B: Niederländisches oder Skandinavisches Modell:

    Dort gibt es oft:

    • automatische Teilnahme (Opt-Out oder Pflicht)
    • große kollektive Fonds
    • sehr niedrige Kosten
    • hohe Aktienquoten
    • keine bzw geringe Vertriebskosten für Millionen Einzelverträge

    Dann kann eine verpflichtende Zusatzvorsorge m.E. tatsächlich funktionieren.

    Der entscheidend wäre für mich daher nicht die Pflicht an sich, sondern wer das Geld verwaltet und zu welchen Kosten.

    Wenn ich seiner Zeit die Wahl gehabt hätte wäre mein Favorit klar Szenario B.

    Nur, dass ihr das Depot noch nicht gewechselt habt.

    Nochmal im Klartext: Die Anschaffungsdaten wurden incl. Vorabpauschale im Rahmen eines Depotwechsels übertragen und werden für jede Transaktion angezeigt. 😉

    Sieht dann für jede Transaktion so aus:

    Datum17.01.2017
    Transaktions-Nr.123456789
    Stück/Nom. (unverbraucht)244,00 Stk
    EinstandskursXX,XX EUR
    Devisenkurs1,0000
    Poolfaktor1,000
    LagerstelleClearstream Lux
    VorabpauschaleXXXX,XX EUR

    Kannst ja mal berichten, ob alle gut über die Bühne gegange

    Mache ich gerne. Wird bücken bischen dauern (Tochter ins Boot holen, NV Bescheinigung etc,…)

    Vermutlich gibts da keine brauchbaren (Online-) Rechner. Habe iwo gelesen das das auch mit KI klappen könnte (wenn man die richtigen Prompts verwendet😅)

    Moin,

    aus der gestrigen Diskussion kristallisieren sich für mich im Moment folgende Erkenntnisse heraus:

    Mein Portfolio würde ich nun wie folgt anpassen:

    - Reduzierung des MSCI World Anteiles durch steuerunschädliche Schenkung der ältesten Anteile im Rahmen Depotübertrag auf meine Tochter.

    - Unter Berücksichtigung ihres langen Anlagehorizontes: NV Bescheinigung beantragen und durch das sog. „rollen der Anteile“ ersparte Steuern in „frische Anteile „reinvestieren“. Hierbei wichtig: EK Grenzen der Familienversicherung beachten.

    - wenn Minijob in Betracht kommt: AV Depot für sie ab 2027 anlegen und mit Förderhöchstbetrag besparen bis sie eigenes Einkommen hat.

    - in meinem Depot: restliche MSCI World Anteile stehen lassen und künftig nur noch in den breiter gestreuten VANGUARD FTSE ALL-WLD UCI (VWCE) investieren. Der risikoärmere Anteil (Tages-/Festgeld) bleibt.

    Das waren wirklich wertvolle Hinweise. Besten Dank an alle!👏👏👏


    Es geht erstmal darum so früh wie möglich den Grundstock für ihre AV als Einmaleinzahlung in ETFs anzulegen Das wäre ja quasi der risikoreichere Baustein des Pantoffelportfolios. Falls ein Minijob Thema ist, könnte ich mir vorstellen die 1.800 € im Jahr zu übernehmen bis das Studium abgeschlossen ist und sie eigenes Einkommen hat. Den risikoärmeren Anteil könnte sie dann später selbst aufbauen. Sie wird uns ja ohnehin beerben, wenn nicht irgendetwas unvorhergesehenes dazwischen kommt (z.B Pflegebedürftigkeit). So der aktuelle Stand.

    Seid ihr mit eurer Tochter auch schon im Austausch über Finanzthemen ?

    Versuche sie für diese Themen zu sensibilisieren und sie ist sehr dankbar dafür.
    Da Sie aktuell wegen Auslandssemester nicht hier ist haben wir vereinbart, dass wir das in Ruhe besprechen wenn sie hier ist. Sie hat ohnehin im Rahmen unserer Vorsorgeregelung Depotvollmacht und ein eigenes Depot bei Flatex. Da sie im Herbst wieder ein Auslandssemester in Südamerika macht überlegen wir, dass ich umgekehrt eine Depotvollmacht für ihr Depot bekomme, damit ich das für sie hier managen kann. Die Idee mit dem „rollen“ hat einen gewissen Charme“😊. Im Nächten Jahr endet die Familienversicherung ohnehin aus Altersgründen.

    Schon interessant auf was man hier stößt😊👍

    Schon, ich denke kalt, mit diesem Move schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe:

    1. Rebalancing in eine Depot, wie du/ihr es gerne haben möchtet und

    2. ETf Gewinne steuerfrei realisieren. So kann deine Tochter später die Gewinne von einem höheren Niveau aus versteuern / muss deutlich weniger versteuern.

    Aber klar, ist ganz eure Entscheidung

    Sorry, jetzt ist der Groschen gefallen🫣😂

    Ich empfehle, Anfang 2027 für die Tochter zusätzlich ein Altersvorsorgedepot abzuschliessen und dort bis zur Förderhöchstgrenze von 150 EUR monatlich einzuzahlen

    Ja das habe ich schon im Blick, wenn ich richtig informiert bin ist das aber erst mit Aufnahme einer Erwerbstätigkeit möglich. Das dauert noch ein bischen, da u.U. noch der Master geplant ist.

    Oder bin ich da nicht auf dem Laufenden?🤔

    Ich bin mir sicher dass es der Beste Welt ETF ist. Nicht nur weil er Weltweit gestreut ist , sondern, weil er auch die Small Caps beinhaltet die ja am aufkommen sind.

    Wenn Du auf ein breite Streuung Wert legst hast Du für Dich die richtige Wahl getroffen.

    Ich frage mich allerdings bei diversen Bild-Beiträgen und dem ein oder anderen Beitrag in Foren, ob das wirklich eine gute Idee ist

    Bild ist für mich sicher kein relevanter Maßstab😅 Ich bin ja aufgrund der Finanztip Hinweise auch ins Überlegen gekommen, habe aber letztlich Abstand genommen und bleibe vorerst bei meiner bisherigen Wahl und werde künftig den VANGUARD FTSE ALL-WLD UCI (VWCE) stärker gewichten.