Jetzt will ich noch mal in beiden Fällen berechnen, welche Summen sich nach 14 Jahren ergeben hätten, wenn die monatlichen Einzahlungen mit welchen Zinsen auch immer verzinslich oder auch in Aktien oder ETFs angelegt worden wären.
Jetzt habe ich das mal überschläglich ausgerechnet:
Zur Erinnerung:
Als Beispiel die Zahlen (abgerundet (2011 - 2024)) aus dem 14jährigen Vertrag meiner Tochter (53), 1Kind (15):
24.000 Stand des Altersvermögens Ende 2024
17.800 Summe der geleisteten Altersvorsorgebeiträge
(-)5.400 Summe der insgesamt gutgeschriebenen Zulagen
(-)2.400 Summe der über die Altersvorsorgezulage hinausgehende Steuerermäßigung
1.300 Zinsen - in 24.000 enthalten und bei Kündigung sofort zu versteuern
(-) 150 Kündigungsgebühr
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16.050 erwartete Auszahlung
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Die SPK Detmold hat bei Vertragsabschluss vorgerechnet, weche Guthaben sich bei einer Einzahlung von 1.200 €/Jahr bei 2%, 4% und 6% Zinsen nach 10 Jahren ergeben würden.
Nun war der tatsächliche Anfangszins noch 1,8 %, nach einem Jahr schon nur noch 1,2 %, sank ständig weiter auf 0,01% (2018 bis 2021) und ist inzwischen wieder auf etwa 0,25% gestiegen.
Dazu gab es ab dem 6. Jahr (2016) einen Bonuszins von 0,5% und ab dem 11. Jahr (2021) einen Bonuszins von 1,0%. (16. Jahr 1,25%, 21.Jahr 1,5%) Da wurde noch mal geknausert.
Der Schlussbonus (2032, Tochter 60) auf alle Einzahlungen und Zulagen würde noch mal 5,5% betragen.
Nach 14 Jahren, die jetzt rum sind, habe ich ohne Zulagen und Steuerersparnisse folgende Guthaben bei jährlicher Einzahlung von 1.200 errechnet (ohne Gewähr)
bei 2% 17.800
bei 4% 20.300
bei 6% 23.300
mit ETFs ??.???
Das tatsächliche Guthaben Ende 2024 beträgt 24.500 + 2.500 (Summe der über die Zulagen hinausgehenden Steuermäßigungen (2013 - 2023)) = 27.000
Es sieht so aus, dass mit den Zulagen (5.400), der zusätzlichen Steuerersparnis (2.400) und den mickrigen Zinsen (1.300) eine bessere Rendite als 6 % erzielt wurde.
Wenn man die Zahlungen von 1.200/J jetzt einstellt und den Vertrag ruhend stellt, kommen bis 2032 (Tochter 60) ja noch steigende Zinsen hinzu und der Schlussbonus von etwa 800.
Da fragt sich der Vater, ob die Kündigung vom 03.05.2025 nicht verfrüht war, und, ob man mit der Ende Juni 2025 erwarteten Auszahlung von 16.000 € z.B. bei der Anlage in ETFs bis 2032 ein höheres Guthaben als etwa 29.000 erzielen könnte.
Ergänzend die Überlegung, was besser ist:
1.200 J in den Riestervertrag weiter einzuzahlen oder (bei Ruhestellung) die 1.200 (100 €/M) in einen ETF-Sparplan einzuzahlen.
Das 2032 (Tochter 60) erwartete Guthaben (bei Stopp der Einzahlungen) von 26.500 wird sicher zu hoch sein, um es wegen zu kleiner Rente von dann vielleicht 40 €/M ganz ausbezahlt zu bekommen.
Vergleichen muss man dann auch noch die Versteuerung der wahlweisen Sofortauszahlung von 30 % und die der dann verbleibenden Rente (wie hoch Herr Janders?) mit der Versteuerung der Erträge und Gewinne der ETFs.
Sodann kennt man noch nicht die Kosten für die Abzweigung von 25 % des Guthabens für die Rente ab 85 und weiß auch nicht, wie alt man wird.
Möglicherweise stellt meine Tochter diese Überlegungen an, um möglichst viel an ihre Tochter zu vererben.
Tatsächlich braucht sie in Kürze dringend ein neues Auto und müsste dafür einen Kredit von 12.000 € aufnehmen, zu welchen Zinsen auch immer.
Tatsächlich hat sie den Riestervertrag per E-Mail gekündigt, aber noch keine Antwort.
Und dann die schöne Frage, ob sie die Kündigung zum 30.06.2025 noch zurücknehmen könnte.
Jetzt seid Ihr dran!
berghaus 28.03.25