Tut mir leid, aber da betreibst du billigen Populismus und ignorierst den Kern des Arguments. Lobbyisten gibt es nicht nur in Brüssel oder Berlin und nicht jeder arbeitet für einen Großkonzern bzw. entsprechenden finanziell gut ausgestatteten Verband. Was für den einen die gesunde Zivilgesellschaft ist, stellt für den anderen unerwünschten Lobbyismus dar. Der Abmahnverein ist hier ein Paradebeispiel. Aber auch Bürgerinitiativen gegen Windräder, Stromleitungen, Autobahnen, etc. sind abhängig vom Standpunkt gesunde Zivilgesellschaft oder Störfaktor. Ähnlich wie Gewerkschaften oder Kirchen. Aktuell bietet sich auch das Thema Flussvertiefung als Anschauungsmaterial. Viel Spaß beim Versuch einer wasserdichten Definition, welche Seite hier die bösen Lobbyisten sind.
Es ist vollkommen egal, von welchem Thema wir reden, welche konkreten Auswirkungen das hat und ob jemand explizit dafür bezahlt wird, ein Interesse zu haben. Die Asymmetrie ist da und dominiert die Frage, ob sich jemand für bzw. gegen ein Thema engagiert.
Ja, das sind alles Lobbyisten (oder im Powi-Deutsch: organisierte Interessen).
Was ich mit Zivilgesellschaft meine: Der einzelne Bürger hat nur die Möglichkeit, sich zusammenzuschließen, um ein Gegengewicht zu schaffen. Staatliche Regeln, die das verhindern, wird es in absehbarer Zeit nicht geben.