Erfahrungen mit OnVista Bank

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    • Erfahrungen mit OnVista Bank

      Dieser Post ist eine kurze Bewertung der OnVista Bank (onvista.de) im Allgemeinen, und dem 5€-Depot im Besonderen.

      Erster Eindruck
      Der öffentliche Teil der Website bietet allerlei nützliche Tools rund um Aktien und Fonds und kann sich neben Morningstar oder finanzen.net durchaus sehen lassen. Nicht zu unrecht ist OnVista oft einer der ersten Treffer wenn man nach einer ISIN googelt. Insbesondere der Fondsvergleich (onvista.de/fonds/vergleich.html) ist ein sehr nützliches Werkzeug. MIt MyOnVista kann man kostenlos Musterportfolios und Watchlisten verwalten.
      Will man ein Depot eröffnen, muss man zunächst zwischen einer ganzen Reihe von verschiedenen Depottypen wählen (Freebuy, Classic, 5€, ...). Die Depots unterscheiden sich zum Teil sehr in den anfallenden Gebühren, für "langweilige" Buy-and-Hold Anleger ist das 5€ Depot eine gute Wahl.
      Das Eröffnen des Depots erfolgt über PostIdent.

      Das Online-Banking
      In dieser Kategorie gibt es von mir nur Kritik.
      1.) Login. Wie allzuoft im Bereich Internet-Sicherheit hat hier jemand versucht besonders clever zu sein, und hat es besonders schlecht gemacht. Das Passwort darf nur aus Ziffern und Großbuchstaben bestehen und maximal aus 12 Zeichen bestehen (das sind 62 bit Entropie). Nicht grade der Schutz den man sich für 5-stellige Geldbeträge erhofft. Außerdem muss das Passwort auf einer Bildschirmtastatur geklickt werden, dazu gibt es ein Zeitlimit bei dem ich es kaum schaffe 12 Zeichen rechtzeitig einzugeben.
      Beim normalen Login lässt sich die Tastatur zum Glück ausblenden und durch ein normales Passwortfeld ersetzen, für Freunde des Passwortmanagers ist deshalb noch nicht jede Hoffnung verloren. (Ich benutze KeePass+KeeFox. KeeFox kann die Felder automatisch füllen, und bei KeePass lässt sich im Autotype eine Pause einstellen, während der ich die Tastatur schnell wegklicke)
      2.) Transparenz. Während des Handels werden keine anfallenden Gebühren angezeigt. Beim Kauf werden die Gebühren auch nicht sofort abgezogen. Erst nach ein paar Tagen sinkt plötzlich der Kontostand und eine Nachricht in der Postbox schlüsselt auf wo das Geld geblieben ist. In der Gebührenübersicht steht nur "zzgl Fremdkosten". Wieviel das ist, erfährt man also erst später. Für das Verrechnungskonto gibt es außerdem keinen übersichtlichen Kontoauszug. Der Gesamteindruck ist dass hier aktiv versucht wird Gebühren so sehr wie möglich zu verschleiern.
      3.) Sparplanauswahl. Es gibt 26 Aktien-ETFs (justetf.com/de/find-etf.html?spc=4&assetClass=class-equity) die kostenlos bespart werden können. Darunter ist nur ein MSCI World (ausschüttend) und kein einziger Emerging Markets.

      Das 5€-Festpreis-Depot
      Die wesentlichen Fakten zum Festpreisdepot (festpreis-depot.onvista-bank.de/)
      + kostenlose Depotführung
      + Volumnenunabhängige Transaktionskosten
      + 6.50€ außerbörslich, 9.64€ für eine Limit-Order an der Börse (ja, es heißt "5€ Depot", siehe "Transparenz" weiter oben)

      Zusammenfassung
      Ich finde die Depotkonditionen super. Wenn man Fonds/Aktien in größeren Paketen kauft (zB 1000€), wird man kaum ein kostenloses Depot finden das günstiger ist. Für mich tröstet das auch über die schwache Sparplanauswahl hinweg. Leider ist bei mir noch nicht das Vertrauen entstanden, dass ich zu meiner Bank gerne hätte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
    • Hallo zammen,

      würde mich round-about @barbaz anschließen. Bin ein ausgesprochener und langjähriger Fan der öffentlichen Seite onvista.de/ und hatte aus diesem Grund (!) ein OnVista-Depot eingerichtet mit der Handelssoftware GTS® Basis.

      An diese Handelssoftware habe ich mich aber nie gewöhnen können: Hölzern, Strukturmängel erschweren die intuitive Bedienbarkeit, ich fange immer wieder an Dinge zu suchen und das Charting-Tool finde ich auch schwach. Mit GTS® Premium habe ich mich dann garnicht mehr groß beschäftigt.

      Möglicherweise ist diese Betonung hier ungerecht aber mit der Zeit habe ich halt kaum noch auf OnVista gehandelt, da
      hat's mich einfach nicht hingezogen, FreeBuy hin FreeBuy her. Es gibt jedoch auch diese Stimmen: "Wenn man das FreeBuy-System erst einmal verstanden hat, kann man als Kunde durchaus davon profitieren". Man kann ja auch mal eine Weile mit einem Demo-GTS experimentieren, um sich selbst ein Bild zu machen.

      Siehe etwa auch "http://www.onlinebrokervergleich.org/onvista-bank-erfahrungen-test/"

      mfG Wangang
    • Meine Erfahrungen mit der Onvista Bank GmbH
      Am 03.11.2015 um 08:27 Uhr habe ich über die OnVista Bank GmbH einen Turbo-Optionsschein (long) auf den Dax gekauft. Stückzahl 88.500 zum Preis von 0,72 € (Gesamtsumme: 63.720,- €). Der Auftrag wurde ordnungsgemäß ausgeführt. Einige Sekunden später wollte ich einen Verkaufsauftrag platzieren. Dies war mir jedoch nicht möglich, da technische Probleme seitens der Onvista-Bank vorlagen. Es wurden weder die aktuellen Brief- und Geldkurse und die ordnungsgemäße Gesamtperformance angezeigt, auch konnte ich keinen Handelsplatz in der Verkaufsmaske auswählen (siehe Screenshot), um meinen Verkaufsauftrag zu platzieren. Ich probierte es immer wieder, jedoch ohne Erfolg. In der Zwischenzeit ist der Kurs massiv eingebrochen und der Optionsschein wurde ausgenockt. Durch dieses technische Problem ist mir ein erheblicher Schaden entstanden (Totalverlust des Kapitals).

      In der Folge forderte ich die Onvista-Bank daher auf, den entstandenen Schaden unverzüglich zu regulieren und den eingesetzten Betrag i.H.v. 63.720,- € meinem Konto wieder gutzuschreiben.
      Mit Schreiben vom 9.11.2015 teilte mir die Onvista-Bank mit, dass sie von ihrer Seite kein Fehlverhalten feststellen konnte.

      Die Onvista Bank führt in ihrem Schreiben aus, dass ich um 08:40 Uhr mich ins Webtrading eingeloggt und versucht hätte eine Verkaufsorder zu erteilen, die mit einer Fehlermeldung abgelehnt wurde.

      Dies ist eine Falschbehauptung! Um 08:44 Uhr und um 08:46 habe ich zu Beweiszwecken mit meinem Smartphone mehrere Screenshots von der Verkaufsmaske im Webtrading gemacht, die eindeutig beweisen, dass mir die Erteilung einer Verkaufsorder überhaupt nicht möglich war.

      Desweiteren geht aus den mit der Onvista-Bank geführten Telefonaten ganz klar hervor, dass die Onvista Bank zum besagten Zeitpunkt tatsächlich technische Probleme hatte, so dass mir eine Erteilung des Verkaufsauftrages überhaupt nicht möglich war.

      Zudem widerspricht sich die Onvista-Bank in Ihren Schreiben.

      In der "Depotübersicht Wertpapiere" gibt es 2 Buttons. Einen "Kaufen" und einen "Verkaufen".

      Wieso ist da der Button "verkaufen"? Um den Verbraucher in die Irre zu führen?

      Bei anderen von mir ausgeführten Ordern konnte ich bisher auch über die "Depotübersicht Wertpapiere" verkaufen.

      Wieso auf einmal hier nicht?

      Auf meinen Vorwurf des technischen Problems hat die Onvista-Bank in keinem ihrer Briefe Stellung genommen, um die Vorwürfe zu entkräften.

      Ich habe nun einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beauftragt und werde hier über das weitere Vorgehen berichten.

      Hat vielleicht noch jemand die gleichen Probleme bzw. Erfahrungen mit der Onvista Bank?
    • Depotwechsel zu OnVista - Festpreis-Depot mit versteckten Zusatzkosten und ohne Wechselbonus

      Ich habe auf Empfehlung von Finanztip.de aufgrund der dort beworbenen günstigen Konditionen eines Wertpapierdepots bei der OnVista-Bank ein "Festpreis-Depot" eröffnet.

      Dann habe ich ETFs im Wert eines hoch 5-stelligen Betrags gekauft.

      Anschliessend habe ich mein bisheriges Aktien-Depot von der DAB Bank komplett zur Onvista-Bank auf mein Festgeld-Depot übertragen.
      Es beinhaltete "Namensaktien o.N." von Infineon und der Dt. Telekom - ebenfalls im 5-stelligen Wert - die bereits im Aktionärsregister registriert sind.

      Wenig später erhielt ich von Onvista (für die bereits registrierten Aktien) eine Rechnung von jeweils 0,89 EUR für "die Registrierung der Namens-Aktien (auf Ihren Namen) im Aktionärs-Register".

      Nach zwei längeren Telefonaten (zu einem Entscheidungsbefugten wollte mich die Dame des Customer Service nicht weiterverbinden) will die OnVista-Bank die Gebühr zwar "aus Kulanz" rückerstatten, jedoch müsse ich künftig beim Kauf weiterer Namensaktien erneut mit einer Berechnung dieser zusätzlichen Gebühr rechnen - zusätzlich zu dem Festpreis von 5,00 EUR + 1,50 EUR!

      Ausserdem gäbe es in meinem Fall auch keinen Bonus für den Depotwechsel zur OnVista-Bank und auch keinen Bonus für das geschlossene Depot bei der DAB-Bank...

      Mein Fazit:
      Erhält man bei anderen Banken Belohnungen für einen Depotwechsel, so überrascht die OnVista-Bank mit versteckten Zusatzgebühren und fehlender Belohnung für immerhin > 70.000 EUR geschenktem Anlagevolumen.
      Ich kann die Bank nicht weiterempfehlen und erwäge einen erneuten Depotwechsel !
      :thumbdown:
    • Es sollte normal im Preis/Leistungsverzeichnis drinstehen, ob/wenn die Registrierung von Namensaktien etwas kostet.
      Steht das bei Onvista nicht drin?
      Die DAB (von der aus du gewechselt bist) berechnet dies z.B. auch, mit 0,60 EUR, und es steht so in ihrem PLV.

      Wie ist denn die Begründung, wenn man fragen darf, dass du keine Depot-Wechselprämie erhälst?
    • Ich habe selbst keine Erfahrung mit der Onvista Bank, aber ich finde, dass kostenpflichtige taggleiche Teilausführungen bei dieser Bank eine ziemliche Kostenfalle sind. Diese sind nämlich lt. Preis- und Leistungsverzeichnis nur nur bei den Börsen Frankfurt, Xetra sowie bei Nasdaq, Nasdaq OTC, NYSE und Amex kostenfrei, an allen anderen Börsen wird die komplette Ordergebühr für jede Teilausführung kassiert. Besonders an Auslandsbörsen, wo die Onvista Bank 30 EUR pro Order nimmt, kann das ziemlich teuer werden.
      Ich hatte vor einiger Zeit eine Order an der Börse Toronto, die in 12 Teilausführungen (alle in derselben Sekunde) gesplittet wurde. Das hätte mich bei der Onvista Bank dann also 360 EUR Gebühren gekostet.
      Ich finde, Finanztip sollte darauf im Vergleich der Depotbanken deutlich hinweisen.
    • Hallo zusammen,

      leider ist das Thema etwas eingeschlafen, ich möchte aber auch ein paar Worte zur OnVista Bank verlieren.

      Ich bin selbst von der Consorsbank zur OnVista Bank gewechselt. Der Wechsel hat reibungslos funktioniert. Auch die Kaufdaten wurden ohne Probleme hinterlegt.

      Den Wechselbonus von 100 Euro habe ich von der OnVista Bank erhalten. Voraussetzung hierfür sind Fondsanteile (keine ETFs!) in Höhe von 8.000 Euro. Auch Aktien zählen hier nicht. Das kann der Grund sein, warum die Euronixe keinen Bonus erhalten hatte. Für die Schließung des alten Depots habe ich zusätzlich 50 Euro erhalten.

      Ich habe mich an die Schritt für Schritt Anleitung unter www.depotübertrag-prämie.de/onvista gehalten. Dort sind auch nochmal die Voraussetzungen für den Bonus erklärt.

      Die Abwicklung und die Käufe funktionieren problemlos. Ich muss dazu sagen, dass ich mich derzeit auf ETFs beschränke und die kostenfreie ETF-Sparpläne nutze.

      Fazit: Durchweg positive Erfahrungen mit der OnVista Bank. Breite Auswahl an kostenfreien ETF-Sparplänen. Wenn man die Depotbank wechseln möchte, dann kann man zusötzlich einen attraktiven Bonus abgreifen.

      LG