Unfall
Bild: IMAGO / STL

Immer wieder kommt es zum Streit mit Versicherungen, wenn Autofahrer ihren Kfz-Versicherer wechseln und ihren Rabatt mitnehmen wollen – die sogenannte SF-Klasse. Viele dieser Fälle landen bei der Schlichtungsstelle der Versicherungen, wie Ombudsmann Wilhelm Schluckebier diese Woche berichtete. Meist sind die Versicherer im Recht.

Bei der Autoversicherung spielt es eine große Rolle, wie lange Du unfallfrei gefahren bist. Jedes Jahr ohne Unfall wirst Du eine Schadenfreiheitsklasse hochgestuft. Es geht los mit 0 (Fahranfänger) oder ½, dann folgen 1, 2, 3 und so weiter. In SF-Klasse 0 ist die Versicherung etwa doppelt so teuer wie in Klasse 3.

Wer in eine neue Versicherung wechselt, kann seine SF-Klasse mitnehmen. Wenn Du einen Preisvergleich machst, wirst Du daher immer nach der SF-Klasse gefragt. Nur: Das heißt noch lange nicht, dass der neue Versicherer die anstandslos übernimmt.

Das Problem ist der Rabattschutz. Wenn Du einen Unfall baust, wirst Du in der SF-Klasse zurückgestuft – und zwar gleich um mehrere Klassen. Um ihre Kunden zu binden, bieten daher viele Versicherungen inzwischen einen „Rabattschutz“ an: Gegen einen Aufpreis hat man einen Schaden im Jahr frei, ohne SF-Klassen zu verlieren.

Vielen Versicherern ist egal, welche Rabattstufe Du mit Deiner alten Versicherung ausgedealt hast. Sie interessiert, wie lange Du tatsächlich unfallfrei warst, und berechnen anhand dessen den Preis neu.

Unser Tipp: Überlege Dir genau, ob sich ein Rabattschutz lohnt. Meistens tut er es nicht. Hattest Du schon Unfälle, frage die alte Versicherung, welche SF-Klasse Du tatsächlich hast. Oder wechsle zu jemandem, der den Rabattschutz übernimmt.

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Matthias Urbach
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Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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