Maske
Bild: IMAGO / Political-Moments

Dieses Wochenende laufen die meisten bundeseinheitlichen Regeln zum Schutz vor Corona aus. Ab Sonntag soll es nur noch einen „Basisschutz“ geben: im Wesentlichen eine Maskenpflicht in Bus-, Bahn- und Luftverkehr, sowie in Arztpraxen. Zudem Test- und Maskenpflichten in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Sammelunterkünften. In Schulen und Kitas ist noch eine Testpflicht, aber keine Maskenpflicht mehr vorgesehen. Das beschloss am Freitag der Bundestag mit den Stimmen der Ampelkoalition.

Die meisten Regeln enden

Beim Einkaufen zum Beispiel wird dann keine Maske mehr nötig sein. Allerdings gibt es eine Übergangsfrist bis zum 2. April, in der die Bundesländer die bisherigen Maßnahmen aufrechterhalten dürfen. Die meisten wollen das auch tun. Hier findest Du eine Übersicht der Regeln in den Ländern.

Nur noch wenn es zu besonderen Infektionsschwerpunkten („Hot Spots“) kommt, dürfen die Bundesländer auch künftig regional weitergehende Maßnahmen wie 3G oder 2G+ per Landesgesetz beschließen.

Keine Homeoffice-Pflicht mehr

Mit den Beschlüssen endet auch 3G am Arbeitsplatz sowie die Pflicht, Homeoffice anzubieten, wo möglich. Du hast also keinen Anspruch mehr, zuhause zu arbeiten. Deine Arbeitgeberin muss aber dafür sorgen, dass Du vor gesundheitlichen Gefährdungen geschützt bist. Etwa durch Abstand, Lüften, Maskentragen. Tests und Homeoffice können weiter angeboten, aber nicht mehr vorgeschrieben werden.

Verlängert wurde dagegen die großzügige Kinderkrankengeld-Regel: Du kannst weiter freinehmen und Kinderkrankengeld beziehen, wenn Dein Kind aufgrund einer Quarantäne in Hort, Schule oder Kita nicht betreut werden kann – selbst wenn Dein Kind selbst nicht krank ist. Die Regel gilt nun bis 23. September. (Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hieß es, die Regel sei ausgesetzt. Der Bundestag hat dies im letzten Moment anders beschlossen.)

Länder halten Regeln für unzureichend

Die Beschlüsse kommen in einer Phase, in der die Infektionszahlen so hoch sind wie nie: Zuletzt wurden in 24 Stunden fast 300.000 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der schwer Erkrankten liegt dagegen deutlich unter früheren Höchstwerten. Aktuell werden knapp 2.300 Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt. Zuletzt gab um die 200 Tote am Tag.

Auf der Bund-Länder-Konferenz kam es am Donnerstag zu einem Eklat: Die Länder bezeichneten fast einheitlich die Bundesvorgaben als nicht ausreichend, um Corona bekämpfen zu können. Sie fühlten sich vom Bund bei der Neuregelung übergangen. Die Bundesregierung wandte dagegen ein, dass die Omikron-Variante weniger gefährlich als frühere Varianten sei, die Krankenhäuser aktuell der Lage gewachsen seien.

Kein sorgenfreier Sommer

Sollten wieder gefährlichere Varianten auftreten, werde man die Regeln anpassen, erklärte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Allerdings werde es keinen sorgenfreien Sommer geben, so der Minister weiter, dafür sei Omikron zu ansteckend und die Impfquote zu niedrig.

Am Donnerstag debattierte der Bundestag außerdem erstmals über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona. Darüber soll Anfang April entschieden werden.

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Matthias Urbach
Autor

Stand:

Matthias Urbach war von 2014 bis 2022 stellvertretender Chefredakteur von Finanztip. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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