Standard Life FREELAX eine gute Anlage?

  • Hallo, meine Frau zahlt schon ein paar Jahre in eine sog. "aufgeschobene Rentenversicherung" ein, die in einen Fonds der Standard Life investiert.
    Leider erhalten wir seitens Standard Life alljährlich nur eine lapidare mögliche Wertentwicklung bei angenommenen Zuwächsen von 2-8% p.a., nicht aber einen Kontoauszug mit eingezahltem Geld, den genauen Kosten sowie den Status und idealerweise ein Langzeit-Chart.
    Es ist also schwer bis unmöglich zu beurteilen, ob sich diese Investitionen überhaupt lohnen (für uns, nicht nur für den Anbieter!).
    Deshalb meine Fragen:
    1.) Taugt das Produkt?
    2.) Gibt es ein Langfristchart zu dem Produkt?
    3.) Welche Kosten sind damit verbunden?
    4.) ...oder sollte man lieber in z.B. einen ETF investieren und Standard Life ruhen lassen?
    Danke + Gruß

  • Es scheint sich keiner dazu bereit zu finden, Dir zu antworten.
    Also mach' ich das mal.

    Zum einen ist es meines Erachtens nach unpassend, in diesem Forum eine Frage nach einem konkreten Produkt zu stellen.

    Es kann natürlich sein, dass hier jemand mitliest, der das gleiche Produkt hat und sich damit auskennt.
    Allerdings ist es nicht ohne Risiko, über ein konkretes Produkt negative Äußerungen zu machen.

    Vor allem wenn man - aus Sicht des Produktherstellers - falsche Tatsachenbehauptungen aufstellt, könnte man sich schadensersatzpflichtig machen. Die Meinungsfreiheit nach Art. 5 Abs. 1 GG schützt nur die eigene Meinung.

    Wenn ich über einen anderen oder über ein Produkt Aussagen tätige nach dem Motto "das ist so...", dann muss ich höllisch aufpassen, dass ich meine Behauptungen auch belegen kann.

    Nun zu Deiner Frage: Auch ich kenne das konkrete Produkt nicht. Allerdings sollte Dir die Gesellschaft die gewünschten Auskünfte geben können. Schreibe mal direkt den Vorstand an. Der steht mit Namen auf jedem Briefkopf in der Fußzeile. Und stelle präzise Fragen. Ich bin sicher, Du wirst Antworten bekommen. Wahrscheinlich nicht vom Vorstand selbst - aber der gibt das dann mit dem nötigen Druck in die zuständige Abteilung. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

    Generell: Nach meiner Meinung (Art. 5 Abs. 1 GG!) eignen sich Versicherungsprodukte NICHT für den langsfristigen Kapitalaufbau, wenn Du den Versicherungsschutz nicht brauchst. Bei jedem Versicherungsprodukt hast Du immer die Risiko-Kosten für den jeweiligen Versicherungsschutz mitzubezahlen. Ausserdem sind die Verwaltungskosten der Versicherer auch nicht von Pappe.

    Wenn es also nur um's Sparen geht, bist Du mit anderen Formen der Geldanlage auf jeden Fall besser bedient.
    Und für den Versicherungsschutz gibt es Risikoversicherungen z.B. für den Todesfall oder den Fall der Berufsunfähigkeit.
    Die kosten nur einen Bruchteil der Prämie für einen kapitalbildenden Vertrag - und tun genau das, was sie sollen: sie schützen die Familie vor Einkommensverlusten, wenn der Hauptverdiener ausfällt.

    Und dann gibt es noch den steuerlichen Aspekt. Die Basis-Versicherungen (anderer Begriff: Rürup-Rente) halte ich auch für attraktiv. Allerdings nur dann, wenn der Betreffende einen hohen Steuersatz hat und möglicherweise z.B. als Selbstständiger nicht gesetzlich rentenversichert ist.

    Hoffe, das hilft Dir weiter.

    • Offizieller Beitrag

    Du solltest bei Standard Life anrufen. Die Kollegen der Hotline können Dir per Mail eine Übersicht über die Wertentwicklung der einzelnen Tranchen zukommen lassen.

    Auch die Kosten sind nach InfoVVG §2 dem Versicherungsnehmer in Euro und Cent mitzuteilen,
    hierzu kannst Du Deinen Versicherer beauftragen. Dieser muss dann die Aufteilung der Sparleistung wie folgt darstellen:

    - Sparanteil
    - Risikokosten
    - Verwaltungskosten
    - Abschlußkosten
    ================
    = monatlicher Beitrag

    Daran kannst Du erkennen wie hoch die Kosten sind. Alternativ lässt sich das ganze auch berechnen, wenn Du die Ablaufleistung, den aktuellen Rückkaufswert und die kommenden Beiträge hast.

    "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

    Lee Iacocca, amerik. Topmanager

  • habe für eine Freelax aufgeschobene Rentenversicherung mit 12 Jahren Laufzeit eine Nettorendite von 6,7% erwirtschaftet.
    Dies entspricht einer Bruttorendite von 8,93% - das erzielt keine andere Anlageform (ausser einer mit extrem hohem Risiko vielleicht, die allerdings für mich nicht in Betracht kommen).

    Weitere Freelax Rentenversicherungen erzielen eine Nettorendite von 4,79 - 8,22 %. Selbst der untere Wert sucht seinesgleichen bei alternativen Anlageoptionen.

    Alles steuerfrei da vor dem 01.01.2005 abgeschlossen.

  • habe im Sept. 2003 ebenfalls ein SL Freelax, 13 Laufzeit Jahre, abgeschlossen. Läuft infolge dessen heuer, Ende Sept. - reguläres Laufzeitende - aus. Wäre froh, nur die Hälfte der von Ihnen angegeben Rendite erwirtschaftet zu haben. Werde meine Erfahrungen berichten.

    • Offizieller Beitrag

    Die können Sie rudimentär aus den Versicherungsbedingungen herauslesen oder aber auch "ausrechnen".

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