Geldanlage bei Alter >60?

  • Hallo, ich fand in der Community nichts Sinnvolles zum Thema Geldanlage mit 60+. Gibt es dazu bereits Beiträge und/oder Tipps?

    Danke und viele Grüße

    manz

  • Hallo manz,


    um was zu sagen, müsste man mehr wissen. Wieviel soll wozu wie lange angelegt werden? Geht es um notwendige Altersvorsorge … oder Beträge, die im Zweifel sowieso dereinst an Nachfahren vererbt werden (sollen)?


    Vielleicht soviel: Gängiges Mantra sind die 15 Jahre, die jeder Euro in einem marktbreiten ETF Zeit haben sollte. Wer 61 ist, und Betrag X frühestens mit 76 benötigt, kann diesen so anlegen.


    Viele Grüße

    TamInvest

  • Hallo, ich fand in der Community nichts Sinnvolles zum Thema Geldanlage mit 60+. Gibt es dazu bereits Beiträge und/oder Tipps?

    Danke und viele Grüße

    manz

    Hallo.


    Hier gibt es einige Teilnehmende in der Community, die 60+ sind. Vielleicht einmal die Beiträge von z. B. Altsachse  McProfit  JDS durchstöbern, da ist einiges an Weisheit zu finden. :thumbup:

    Nebenbei: Das Alter ist ein Parameter von vielen, es kommt immer auf die Gesamtsituation an.

  • Das Alter ist ein Parameter von vielen, es kommt immer auf die Gesamtsituation an.

    So isses! - Dazu zählen viele Parameter / Faktoren, ohne deren Kenntnis niemand eine seriöse Empfehlung abgeben kann.

    Du brauchst deshalb aber keinen Striptease hinlegen! Wichtig zu wissen wäre zunächst dein Motiv. Wozu willst du Geld anlegen? Geht's um zwünf oder gar um drölfzig Euronen? Wie groß ist die Anlagesumme in Relation zu deinem Gesamtvermögen? Aus welchen 'Bausteinen' besteht dein Gesamtvermögen? Mit welchen Arten der Geldanlage kennst du dich aus? Wieviel Zeit willst/kannst du für die 'Pflege' deiner Geldanlage investieren?...

  • Daher wäre die Inspiration der Empfehlung vorzuziehen. Je mehr ich selbst ersinne, desto natürlicher fühlt sich das für mich an, desto leichter fällt es mir, mich an meinen Plan zu halten.


    Deswegen ja auch meine Empfehlung zum Stöbern.

  • Hallo manz willkommen im FT Forum,

    zu deiner Frage fehlen, wie von den Kollegen geschrieben, wichtige Informationen. Da ich knapp unter deinem Alter bin, mal meine Vorgehensweise.

    Ich habe meine Geldvorräte, nach meinem Sicherheitsbaustein in einem ETF MSCI World liegen, mein Plan ist mit 63 in Rente zu gehen.

    Habe mir einen Plan gemacht, was mein jährlicher Bedarf zu diesem Zeitpunkt sein wird, dieser Betrag wurde für 5 Jahre in den Sicherheitsbaustein verschoben. Der Rest ist weiterhin investiert. Weiterhin habe ich einen zweiten Sicherheitsbaustein bei der GRV, hier bin ich dabei freiwillige Zahlungen zu tätigen, nächstes Jahr erfolgt die letzte Zahlung. Solltest du auch in die GRV zahlen, finde ich diese Möglichkeit interessant, hier hat man in etwa einen Inflationsausgleich. Weiterhin bekomme ich reichlich 40% meines eingezahlten Betrages über die Steuererklärung zurück. Bei Interesse einfach einen Termin bei der GRV vereinbaren, bei mir war die Beratung sehr gut. Ist natürlich eine Wette auf das zu erwartende Alter, momentan ist man nach zirka 12 Jahren im Plus. Viel Erfolg! Weitere Fragen? Gerne hier stellen.

  • Vielleicht soviel: Gängiges Mantra sind die 15 Jahre, die jeder Euro in einem marktbreiten ETF Zeit haben sollte. Wer 61 ist, und Betrag X frühestens mit 76 benötigt, kann diesen so anlegen.

    Hmmm... das ist auch so ein (meist) falsch interpretierter Glaubenssatz. Mit jenen plus/minus 15 Jahren ist i.d.R. gemeint, dass man in diesem Zeitrahmen in der Vergangenheit keinen Verlust eingefahren hat... und erwarten kann, dass dies auch künftig so sein wird.

    Wer sich näher mit vernünftig gestrickten Entnahmeplänen befasst, wird auch ohne dieses 'Mantra' gut fahren können... und hierbei kommt es wiederum auf die Gesamtsituation an... und noch mehr auf das Volumen. Motto: Doppelt so viel, wie ich eigentlich benötige, ist besser gut ;)

  • Hmmm... das ist auch so ein (meist) falsch interpretierter Glaubenssatz. Mit jenen plus/minus 15 Jahren ist i.d.R. gemeint, dass man in diesem Zeitrahmen in der Vergangenheit keinen Verlust eingefahren hat... und erwarten kann, dass dies auch künftig so sein wird.

    Wer sich näher mit vernünftig gestrickten Entnahmeplänen befasst, wird auch ohne dieses 'Mantra' gut fahren können... und hierbei kommt es wiederum auf die Gesamtsituation an... und noch mehr auf das Volumen. Motto: Doppelt so viel, wie ich eigentlich benötige, ist besser gut ;)

    Da stimme ich bei allem voll zu … hier im Forum scheinen mir manchmal die 15 Jahre aber so eine Art heilige Kuh zu sein … deshalb auch das ironische „Mantra“ … ?

  • Hmmm... das ist auch so ein (meist) falsch interpretierter Glaubenssatz. Mit jenen plus/minus 15 Jahren ist i.d.R. gemeint, dass man in diesem Zeitrahmen in der Vergangenheit keinen Verlust eingefahren hat... und erwarten kann, dass dies auch künftig so sein wird.

    Wer sich näher mit vernünftig gestrickten Entnahmeplänen befasst, wird auch ohne dieses 'Mantra' gut fahren können... und hierbei kommt es wiederum auf die Gesamtsituation an... und noch mehr auf das Volumen. Motto: Doppelt so viel, wie ich eigentlich benötige, ist besser gut ;)

    Diese Aussage ist meines Erachtens nicht falsch, irgendwie braucht man auch bei Aktiensparen eine gewisse Regel und da bleibt nur die langjährige Vergangenheit, wenn wir wüssten was die Zukunft bringt, würde die Zahl der Millionäre sprunghaft ansteigen. Wenn man es heilige Kuh nennt, kann man es so machen, aber was soll man sonst für eine Statistik verwenden? Habe hier noch nichts sinnvolles gelesen. Sicherlich kann es 14 Jahre nach dem Einstieg zu einen gewaltigen Crash kommen, deshalb hat man seinen Sicherheitsbaustein, um nicht genau dann verkaufen zu müssen und der sollte dann gerade als Rentner deutlich höher gewählt sein um über den Monat zu kommen.

  • Hallo manz willkommen im FT Forum,

    zu deiner Frage fehlen, wie von den Kollegen geschrieben, wichtige Informationen. Da ich knapp unter deinem Alter bin, mal meine Vorgehensweise.

    Ich habe meine Geldvorräte, nach meinem Sicherheitsbaustein in einem ETF MSCI World liegen, mein Plan ist mit 63 in Rente zu gehen.

    Habe mir einen Plan gemacht, was mein jährlicher Bedarf zu diesem Zeitpunkt sein wird, dieser Betrag wurde für 5 Jahre in den Sicherheitsbaustein verschoben. Der Rest ist weiterhin investiert. Weiterhin habe ich einen zweiten Sicherheitsbaustein bei der GRV, hier bin ich dabei freiwillige Zahlungen zu tätigen, nächstes Jahr erfolgt die letzte Zahlung. Solltest du auch in die GRV zahlen, finde ich diese Möglichkeit interessant, hier hat man in etwa einen Inflationsausgleich. Weiterhin bekomme ich reichlich 40% meines eingezahlten Betrages über die Steuererklärung zurück. Bei Interesse einfach einen Termin bei der GRV vereinbaren, bei mir war die Beratung sehr gut. Ist natürlich eine Wette auf das zu erwartende Alter, momentan ist man nach zirka 12 Jahren im Plus. Viel Erfolg! Weitere Fragen? Gerne hier stellen.

    Das ist ein Plan. Auf "kurzem Ende" ist die DRV eine echte Anlagemöglichkeit (wenn Paragraph 187a SGB VI funktioniert). Die Rentenversicherung kann zwar nicht langfristig verzinsen, aber einen annähernd unschlagbaren Rentenfaktor bekommt sie schon hin.

  • Diese Aussage ist meines Erachtens nicht falsch, irgendwie braucht man auch bei Aktiensparen eine gewisse Regel und da bleibt nur die langjährige Vergangenheit, wenn wir wüssten was die Zukunft bringt, würde die Zahl der Millionäre sprunghaft ansteigen. Wenn man es heilige Kuh nennt, kann man es so machen, aber was soll man sonst für eine Statistik verwenden? Habe hier noch nichts sinnvolles gelesen. Sicherlich kann es 14 Jahre nach dem Einstieg zu einen gewaltigen Crash kommen, deshalb hat man seinen Sicherheitsbaustein, um nicht genau dann verkaufen zu müssen und der sollte dann gerade als Rentner deutlich höher gewählt sein um über den Monat zu kommen.

    Da die „heilige Kuh“ von mir kam, sage ich mal was dazu … natürlich, die Statistik sieht so aus mit den 15 Jahren und das ist ja auch okay … aber es ist eben eine theoretische Statistik.


    Und um nur einen Parameter zu benennen, der das relativiert: Die Wirklichkeit dürfte in den seltensten Fällen so sein, dass jemand ausschließlich am Zeitpunkt x investiert, sondern auch zu den Zeitpunkten x + 0,38 und x plus 1,43 und x + 3,22 usw. Dann mag eine isoliert betrachtete Einzelinvestition zum Verkaufszeitpunkt y im Minus liegen, drölf andere Einzelinvestitionen im Plus gleichen das aber locker aus.


    Hier klingt es aber manchmal so … ich übertreibe, um zu verdeutlichen … als würde man in Dantes Hölle eintreten, wenn man nicht jeden einzelnen Cent 15 Jahre im ETF liegen lässt.

  • Hier klingt es aber manchmal so … ich übertreibe, um zu verdeutlichen … als würde man in Dantes Hölle eintreten, wenn man nicht jeden einzelnen Cent 15 Jahre im ETF liegen lässt.

    Ist ein bisschen wie mit anderen Lebensbereichen. Ich kenne keinen den es je getroffen hat, aber wenn es mich trifft, bin ich im Arsch.

  • Sonntagskommentar von McProfit aus dem Schwabenladen

    Hallo liebe Börsenfreunde hier,

    Sonntag ist für mich immer der Tag wo ich statt einer Tageszeitung die vielen Kommentare und Meinungen der Forumsteilnehmer hier lese. Heute geht es um die Frage: Kapitalanlage im Alter.

    Diese Frage kann man ohne weiter Info nicht seriös beantworten.

    Auf was kommt es bei der Antwort an?

    Dazu gehören viele persönliche Infos:

    Lebt der Fragesteller Herr MANZ in einer eigenen Immobilien oder zur Miete?

    Ist die Immobilie bezahlt oder gibt es noch Hypotheken oder gar andere Kredite?

    Lebt er mit einer Ehefrau oder Lebensgefährtin oder gar noch mit Kindern zusammen als Familie?

    Gibt es überhaupt Kinder?

    Wenn ja sind diese Kinder schon berufstätig mit eigenem Einkommen?

    Hat der Fragesteller noch ein laufendes Einkommen?

    Gehalt, Lohn, Honorare, Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit, Mieteinnahmen? Kapitalerträge?

    Will man für die Erben Vermögen erhalten oder ist das eher unwichtig?

    Handelt es sich bei der Frage nach ANLAGE im Alter um vorhandenes Vermögen?

    Wenn ja wie ist das bisher angelegt?

    Oder handelt es sich neues Vermögen das man z.B. auf Grund einer Erbschaft, einer Abfindungszahlung oder durch Verkauf des bisherigen Betriebes bekommt?

    Erst wenn man diese Antworten hat, kann ein Berater eine echte Antwort geben die auf die Situation des Fragestellers zugeschnitten ist.

    Die ganzen Ratschläge hier für Aktien oder Fonds oder ETFs sind alle schon mal sehr solide.

    Wenn jemand aber im Alter im eigenen Haus wohnt und sein sonstiges Vermögen nicht noch weiter vermehren will sondern mangels bedürftiger Erben lieber seinen Lebensstandard erhöhen will, dann muss man schon ins Detail gehen.

    Das Einfachste wären Aktien oder ETF Fonds mit Schwerpunkt Dividende und zwar ausschüttend! Dann würde man zugunsten regelmäßiger Ausschüttungen auf einen höheren Wertzuwachs bewusst verzichten und hätte ab sofort zusätzlich zu seinem Normaleinkommen noch Dividenden die sogar bei der Auszahlung schon versteuert sind und somit keinen Aufwand verursachen. Dividenden von mindestes 2% p.a netto nach Steuer sind im Moment realistisch, wenn man auch auf die Qualtität der Firmen achtet und nicht nur auf die Dividende.

    Wem die 2% zu wenig erscheinen, sollte daran denken, dass Divdienden seit Jahrzehnten im Durchschnitt Jahr für Jahr nicht nur bezahlt werden sondern auch jedes Jahr steigen.

    Das führt zu einer ständige steigenden Rendite. D.h. die 2% sind nur die Anfangsrendite.

    Ich bin als Ü70 Anlager seit 40 Jahren an der Börse und habe bei meinen Altaktien heute Dividenenrendite von teilweise 40% p.a. bezogen auf den damaligen Kaufpreis.

    Das hilft natürlich einem heute 60jährigen nicht viel, weil er nicht mehr so lange Zeit hat wenn es ihm nicht nur um Vermögenserhalt für die Erben geht.

    Ich will daher auch nur darauf hinweisen, dass die Dividende immer nur die Anfangsrendite ist die sich Jahr für Jahr steigert.

    Fazit:

    Ohne persönliche Angaben zu der Lebenssituation ist keine echte Anlageberatung möglich, das gilt nicht nur für Ü60-Menschen sondern für jedes Alter.

    Schönen Sonntag noch, ganz besonders an Alle die meinen wieder endlos langen Text bis zu Ende gelesen haben. Euer McProfit.