Riestervertrag lohnenswert?

  • Moin,

    da ich auch gerade alle Verträge durchrechne, wollte ich eure Einschätzung zu meinem Riester haben.

    Nach meiner Berechnung lohnt sich mein Riester-Vertrag falls ich älter als 78 werde. Richtig?

    Da ist noch nicht der Steuervorteil eingerechnet.

    **1. Monatliche Eigenbeiträge**

    - 2024-2038 (3 Kinder): 85,42€

    - 2039-2042 (2 Kinder): 110,42€

    - 2043-2044 (1 Kind): 135,42€

    - 2045-2049 (keine Kinder): 160,42€

    **2. Gesamteinzahlungen bis 2049**

    - Eigenbeiträge gesamt: 33.550€

    - Mit 4% Verzinsung: 37.854€

    - Zinsgewinn: 4.304€

    **3. Riester-Rente ab Juni 2049**

    - Monatliche Rente: 296,59€

    - Break-Even-Point: 10 Jahre, 7 Monate

    - Break-Even-Datum: Januar 2060

    **4. Kinderzulagen (pro Kind bis 25)**

    - Kind 1 (bis 2038): 4.500€

    - Kind 2 (bis 2042): 5.700€

    - Kind 3 (bis 2044): 6.300€

    - Grundzulage pro Jahr: 175€

    **5. Maximalbetrag pro Jahr**

    - Gesamtbeitrag: 2.100€

    - Davon Eigenbeitrag: variiert je nach Anzahl der Kinderzulagen

  • Finde ich nicht. Müsste es aber doch geben, oder? Rentenfaktor berechnet ist

    Berechnung des Rentenfaktors: (295,06€ × 10.000€) ÷ 16.711,13€ = 176,56

    Danke für den Hinweis mit dem Steuervorteil. Dann ist der Vertrag ja mit dem Steuervorteil in Kombination ein Beispiel, wo er sinnvoll ist. :)

  • Viel Diskussion über einen nicht vorhandenen Rentenfaktor, aber keine Einschätzung zur Sinnhaftigkeit des Vertrages

    Eine Nachfrage und eine Erwiderung Deiner Antwort, die eine Frage enthielt.

    Aber das ist mir jetzt auch zuviel Diskussion über den Umfang der Diskussion. Ausserdem ist das Thema auch zu alt, daher lassen wir das lieber. :sleeping:

  • Gerade der Steuervorteil, zumindest bei mir macht er ca. 30% aus, ist wohl der entscheidende Faktor.

    Der Steuervorteil ist der entscheidende Nachteil.

    Geschenktes Geld bei Riesterverträgen sind die Zulagen. Danach kommt ein Sparvertrag mit eher mittelprächtigen Renditen, dann kommt die Auszahlphase, in der Du die Auszahlungen versteuern mußt. Mit der Versteuerung der Auszahlphase nimmt der Staat Dir über die Steuer einen Teil der Zulagen wieder weg.

    Solltest Du bereits in der Sparphase Steuervorteile bekommen, dann werden die schon dann gegen die Zulagen gerechnet. Streng genommen bekommst Du überhaupt keine Zulagen mehr, sobald Du Steuervorteile bekommst, weil nämlich die Zulagen auf die Steuervorteile angerechnet werden. Wenn trotz Vollanrechnung der Zulagen noch Steuervorteile übrig bleiben, sind die Zulagen faktisch irrelevant.

    Nur wenige Leute haben 3 Kinder. Für 3 Kinder bekommt man 1075 € Riesterzulagen, also mehr, als man für 2100 € Einzahlung überhaupt Steuervorteile bekommen könnte. Dir bleibt also ein Restvorteil erhalten. Aber schon mit 2 Kindern hat ein Besserverdiener von den Zulagen nichts mehr, denn die bringen (mit der Grundzulage) 775 €, wohingegen man mit 2100 € Einzahlung 882 € Steuervorteile einheimsen kann (mit SolZ, Kirchensteuer und Reichensteuer sogar noch mehr).

  • Das ist ein spannender Gedanke. Aber der Riester zählt doch extra, oder? Ich habe ja auch noch andere Sonderausgaben, die ja gedeckelt sind. Da ich in der PKV bin, ist der Riester additiv und demnach ab Euro 1 auch steuerlich ein Vorteil. Es gibt ja keine Alternative.

  • Jetzt verstehe ich es: Du sagtest ja, dass die Zulagen abgezogen werden vom Steuervorteil. D. h. trotz drei Kinder ist der Vorteil eigentlich nur, dass ich JETZT finanziell profitiere und im Rentenalter durch die Besteuerung etwas Nachteile habe.

  • Dieses Thema enthält 77 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind.