Beiträge von ThomasPfister

    Reihenhäuser, da muss nur in den Niederlanden geschaut werden. Kleine Grundflächen, Gemeinschaftsflächen. Keine Zersiedelung wie oft hier.

    Es fehlen in Deutschland auch ausreichend Tiny-House-Projekte.

    Tiny-Houses sind bei uns auch teilweise Zeitwohnsitze, ähnlich wie Dauercamper - ich kenne da solche. Dann liegen viele Tiny-Houses, zumindest wenn ich mir so die Werbeprospekte anschaue sehr idyllisch am See in Wäldern mit viel Platz drumrum etc. Ob das so umweltfreundlich ist, bezweifel ich mal.

    Ich mache mich jetzt mal unbeliebt. Zuerst muß man unterscheiden zwischen Einfamilien- bis Reihenhäuser und auf der anderen Seite Mehrfamilienhäuser. Die erste Kategorie fällt aus meiner Sicht allein schon wegen des immensen Platzverbrauchs raus aus der Kategorie Umweltschutz. Für mich ein persönliches Beispiel: Ich wohne in einem 44-Parteien-Haus, Wohnungsgröße von ca. 90 bis 140 qm zwei Eingänge, Balkone, Terassen, Altbau, zum Einzug vor ca. 20 Jahren komplett saniert, vor dem Haus ein Allee, im ganzen Stadtteil nach meinem Empfinden sehr viel Grün. Auf der Grundfläche des Hauses könnten ca. 3 Einfamilienhäuser oder vielleicht 5 Reihenhäuser stehen, im Vergleich zu 44 Parteien, also ca. das 10-fache. Ich behaupte mal ganz frech, da könnten die, wenn man nur Reihenhäuser nimmt niemals so umweltfreundlich beim Bau und Unterhalt sein um den Platzverbrauch auszugleichen.

    Seit dem Verkauf der Firma, weht ein anderer Wind und die einstmals sehr gute Unternehmenskultur wurde zerstört. Dazu kommt ein radikaler aber nicht immer nachvollziehbarer Sparkurs und eine Zerstückelung des Unternehmens. Ich schaffe es oft nicht mehr meinen Mitarbeitern zu erklären warum so manche absurde Entscheidung sinnvoll sein soll. Wir bauen nichts mehr auf, sondern kürzen nur noch zusammen, das mag finanziell notwendig sein, mich zermürbt es auf die Dauer und ob es tatsächlich zum nachhaltigen Erfolg führt, bezweifle ich sehr. Die meisten jüngeren Leistungsträger haben schon gekündigt und das bemerken auch die Kunden.

    Das habe ich auch vor ca. 25 Jahren erlebt. Glücklicherweise ging dann das Unternehmen pleite und mein Ex-Chef hat mich zurückgeholt und für mich war die Welt wieder in Ordnung.

    Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Angestellte ziemlich genau wissen was aus Arbeitgebersicht eigentlich gemacht werden sollte, wo die Fehler liegen und lagen und warum man dieses oder jedes als Chef tun sollte. Warum gründen diese Profis eigentlich nicht selbst und setzten all die noblen Ideen um? :/ Eine Firma, die vorzugsweise ältere Arbeitnehmer mit Erfahrung einstellt, zum Beispiel...

    Da bin ich ganz bei Dir.

    Wenn du und dein Chef Menschen nur nach ihrem Geburtsdatum bewerten könnt, seid ihr absolut überflüssig ! Anscheinend zählt Erfahrung. Lebensarbeitsleistung, Führungsqualitäten, enormes KnowHow, Teamfaähigkeit, die Fähigkeit Jüngeren Wissen zu vermitteln usw. nichts für euch, einzig die Angst im Alter könnte mal einer Krank werden. Das sind auch die Probleme die Deutschland heute hat, wie man auch an den aktuellen Diskussen der Wirtschaft und der Politik sieht. Ältere sind nur noch lästig und Kostenfaktoren, nicht Wert auch nur eine müde Mark in diese zu investieren. Anstatt ältere Menschen weiterhin in den Jobs zu halten versucht man die allerortens los zu werden und ab 50plus am besten keinen mehr einzustellen. Nur wird diese Gruppe immer größer, hat enorme Ressourcen, die Jugend wird immer schlechter Ausgebildet und die Anzahl der jungen schrumpft dazu noch. Aber du und dein Chef sei ihr Jugendwahn gegönnt, fällt euch irgendwann mal gewaltig auf die Füße.

    Aber schön das du in deinem Portfolio neben Ablehnung ab einem gewissen Alter auch an so Sachen wie Paralleluniversum und Zeitreisen denkst, ihr beiden könntet direkt in die Politik gehen.

    Wünsche darf jeder haben. Doch meine Frage war, was mache ich mit der Realität.

    Zur Realität auch eine meiner Lebensgeschichten: Der Chef, den ich oben schon erwähnte, hat mal sein Unternehmen verkauft. Der neue Eigentümer, ein internationales Unternehmen, hat neue Hard- und Software angeschafft, eine weitere Managementebene eingeführt und sogar Geld für einen Rollstuhlfahrstuhl ausgegeben. Resultat: Nach einigen Jahren war das Unternehmen pleite, sprich alle, in dem Fall auch der einzige Rollstuhlfahrer, hatten ihre Jobs verloren.

    Sicher kann man einwerfen, ich habe jetzt zwei Extreme kennengelernt und geschildert. Als Lösung sehe ich deswegen die soziale Marktwirtschaft, die ich befürworte und unterstütze.

    Der grosse Fehler, den meiner Erfahrung nach Leute wie dieser Personalchef machen ist der, dass sie selbst nie in den Spiegel schauen und dann überrascht sind, wenn es sie selbst mal trifft...=O

    Dazu ein Schwank aus meiner Jugend. Anfangs habe ich Mitarbeiter nach ihrer Qualifikation eingestellt. Mein Chef mahnte mich zur Vorsicht: Ältere sind öfters krank. Ich als Grünschnabel, wußte natürlich alles besser. Also zahlte ich Lehrgeld und mein Chef stand schmunzelnd vor mir, wer hatte recht.

    Pflege, Enkel und Ehrenamt. Alles wichtig und doch etwas völlig anderes als eine entlohnte Beschäftigung und direkte Anerkennung und dem täglichen Überwinden von kleinen und großen Herausforderungen. Die Zahlen beim Thema Altersdepression sprechen da eine klare Sprache.

    Dazu ein Beispiel aus meinem Umfeld, natürlich nicht repräsentativ: Mein Nachbar ist 80, hatte ein eigenes Unternehmen, geht heute noch mindestens einmal die Woche ins Büro, um seiner Tochter, die das Unternehmen übernommen hat, ein wenig zu helfen, hält noch Kontakt zu seinen alten Geschäftspartnern, spielt regelmäßig Tennis. Sich mit ihm zu unterhalten ist eine Freude. Natürlich hatte er jetzt mal was an der Prostata - nähere Details weiß ich natürlich nicht. Dagegen meine Schwiegermutter abenfalls mit 80, seit 1970 "nur" Mutter und Hausfrau. Sie kann nicht einmal ihre Post sortieren, geschweige denn Rechnungen verstehen. Ist auch egal, sie hat genügend Geld. Da wird einfach gezahlt, ohne Prüfung. Gesundheitlich, kleiner Schlaganfall mit leichter Demenz, läuft ziemlich unsicher.

    Ebenso meine Eltern, zwar beide schon verstorben. Mann hat bis zur Rente gearbeitet, Frau seit 1968 auch Mutter und Hausfrau. Mein Vater hat sie deutlich überlebt, obwohl er Übergewicht hatte und starker Raucher war.

    Das wichtigste an Deiner Aussage ist das Wort Herausforderung. Der Mensch muß sich an etwas Reiben; er braucht neue Herausforderungen. Das hält das Gehirn fit.

    Man muß zwischen Mirko- und Makroökonomie unterscheiden.

    Im "Kleinen" entscheidet jeder Mensch für sich rational, was immer das heißt. Weniger arbeiten, mehr Freitag bei weniger Geld. Oder unbedingt mehr Geld haben und länger Arbeiten. Wir leben in dieser Hinsicht in einer freien Gesellschaft. Solange jeder für sich seinen Lebensstil selbst finanzieren kann, ist das OK.

    Makroökonomisch sieht das natürlich ein wenig anders aus. Da sind zum einen die knappen Kassen, dann noch - wie stark ausgeprägt auch immer - der Fachkräftemangel und sicherlich noch andere Restriktionen. Zwischen all diesen Planken muß die Politik eine Rentenlösung finden, um möglichst allen oder zumindest möglichst vielen gerecht zu werden, denn ansonsten droht der Wähler mit Abwahl.

    Und, meinst Du es wäre bei einem späteren Renteneintritt nicht das Gleiche gewesen? So ist es dann halt dann 1, 2 oder 4 Jahre früher dazu gekommen.:rolleyes:

    Das sehe ich genau so. Nur hat das eben nichts mit Arbeit zu tun. Vor allem kann ich ein Buch hinlegen, wenn ich keine Lust mehr darauf habe es heute weiter zu lesen.
    Auf der Arbeit muss ich manche Dinge fertig machen, damit ein paar hundert Leute morgen wieder arbeiten können. Oder ich muss am Wochenende arbeiten. Ob ich jetzt Lust dazu habe oder nicht.

    Sicher wäre es das gleich, es sind ja die gleichen Menschen, doch dann wären es nach meiner Aussage noch 1, 2 oder 4 Jahre bei besserer Gesundheit.

    Das entscheidende Wort ist müssen - richtig erkannt. Ich betrachtete meine Arbeit oder eher Beschäftigung immer als ein Sollen oder Können. Und wie schon gesagt, finde ich den Begriff Beschäftigung besser, wie Arbeit. Arbeit wird bei uns immer zu negativ ausgelegt. Und was ist mit dem Opa, der sich um die Enkel kümmert? Die Eltern verlassen sich auf den vereinbarten Termin, also ist es ein Muß. Oder was ist mit dem ehrenamtlichen Mitarbeiter. Auch er hat Termine, die er einhalten muß. Ich will damit sagen, die Grenze zwischen Muß, Kann oder Soll ist sehr schmal.

    Grundsätzlich natürlich richtig. Mir ist allerdings der Begriff "Arbeitsleben" zu kurz, bzw. zu negativ gegriffen.

    Ich habe leider auch schon Menschen kennengelernt, die früher aus dem Berufsleben ausgeschieden sind und danach nur faul vor dem Fernseher saßen. Resultat: Übergewicht, Desinteresse, Depressionen und damit auch Krankheiten.

    Ich bin daher der Meinung der Mensch braucht generell eine Beschäftigung oder Herausforderung, egal welcher Art, um körperlich und geistig gesund zu bleiben. Das kann die "Arbeit" sein, aber genauso die regelmäßigen Ausflüge mit den Enkelkindern, regelmäßig Sport, das Ehrenamt oder auch das Fernsehen als Hobby, wenn ich sage, dazu hole ich mir jetzt das Buch oder über die Zeit recherchiere ich jetzt mal etwas nach. Oder auch eine Mischung daraus.

    Hoffentlich hat man dann für so ein Leben genügend Geld auf die Seite gelegt. Doch das ist ein anderes Thema.

    Respekt, das ist sicher manchmal eine schwere Aufgabe und große Verantwortung. Ich hoffe, dass dies von den Klienten auch so gesehen wird.
    Ich habe während meiner Berufstätigkeit in den einsatzfreien Zeiten mit einigen jungen Kollegys ihren Finanzstatus und das Zahlungsgebaren angesehen und Tipps gegeben, wie man es besser machen könnte. Bei manchen hat es gefruchtet, andere kaufen auch heute noch viel auf Kredit, anstatt vorher die Summe anzusparen oder fahren mit Schulden auf dem Bank- und Kreditkartenkonto 2x im Jahr in den Urlaub. Da rollt eine große Welle von Privatinsolvenzen durchs Land.

    Vielen Dank für Deinen Respekt mir gegenüber. Wie immer im Leben, mal hat man Erfolg mal weniger.

    An eine große Welle von Privatinsolvenzen glaube ich nicht. Nach meiner Erfahrung gibt es grob gesagt zwei Gruppen von Überschuldeten. Bei den einen gab es ein einmaliges Ereignis (Beispiele: Die alleinerziehende Mutter, deren alleinverdienender Ehemann plötzlich ins Ausland abgehauen ist oder der Selbständige, dessen Geschäftsidee gescheitert ist), bei den anderen liegen Multiprobleme (schlechter Schulabschluß, mangelhafte Bildung, Krankheit, keine Unterstützung aus dem Elternhaus etc.) vor. Der ersten Gruppe kann man ganz gut helfen, Privatinsolvenz, Schulden weg, danach wieder bei Null beginnen. Bei der zweiten Gruppe muß man an die Ursachen ran, was weitaus schwieriger und langwieriger ist.

    Generell muß man sagen, können viele mit einer Überschuldung sehr gut leben. Sie bekommen ein Pfändungsfreies Konto, ca. 1.500,- Euro, bei Kindern, besondere Lebensumstände, wie Krankheit, erhöht sich dieser Betrag, und fertig. Und in dieser Höhe liegt auch meistens dann das Nettoeinkommen. Was später aus diesen Menschen wird, sprich Altersarmut. Darum müssen sich dann die Gemeinden vor Ort kümmern.

    Größeres Problem sehe ich im politischen und gesellschaftlichen Bereich. Diese Menschen fühlen sich ausgestoßen, ob berechtigt oder nicht, ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall empfinden diese Menschen so, was zur Folge hat, daß in den Wahlkabinen die extremen Parteien gewählt werden.

    Als ehrenamtlicher Mitarbeiter einer Schuldnerberatung würde uns eine KI die Rechnungen, Mahnungen, Schreiben von Inkassobüros, Gerichtsvollzieher etc. und auch Kontoauszügen auslesen und sortieren könnte äußerst viel Zeit einsparen. Unabhängig davon muß natürlich dem Schuldner natürlich ohne KI der Umgang mit offenen Forderungen erklärt werden.

    Vielen, vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung.

    Als gelernter Prozessmanager frage ich mich allerdings, ist das heute im Zeitalter von Computer, Datenvernetzung etc., zumindest in der westlichen Welt, oder der EU, oder zumindest in Deutschland, noch up to date.

    Wie viele Depotüberträge machst du so im Jahr? Ich habe bisher noch nie ein Depot an einen anderen Anbieter übertragen....

    Ein Suchmaschinenergebnis mit der Frage nach der Dauer eines Aktiendepot-Übertrags:

    Abschluss des Übertrags

    • Der Übertrag wird in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen abgeschlossen, abhängig von den beteiligten Verwahrstellen.

    Ich finde, da bist du mit 6 Tagen doch noch gut bedient!

    Depotüberträge kommen bei mir regelmäßig vor. Ich nutze gerne Neukunden-Aktionen.

    Der gesamte Vorgang dauerte bei mir auch etwa 3 - 4 Wochen. Die von mir erwähnten 6 Tage, bezogen sich auf den Zeitraum zwischen Aus- und Einbuchung.

    Du schreibst selbst, Du weißt nicht, warum der Vertrag nicht gefördert wurde. Um so ein Produkt muß man sich kümmern. Es können sich immer mal die gesetzlichen Vorgaben ändern. Such Dir einen normalen Aktienfonds zum besparen. Da mußt Du Dich um deutlich weniger kümmern. Das ist kein Vorwurf. Wenn jemand keine Lust hat mehrmals täglich aus seiner Wohnung rauszugehen, dann ist ein Hund das falsche Haustier. Vielleicht ein Aquarium.