Beiträge von ThomasPfister

    Ein etwas anderes Beispiel aus meinem Berufsleben zu dem Thema: Unser Chef war jeden Sommer ca. 2 Monate in Urlaub. Jedes Mal hat sich in diesem Zeitraum ein gewisser Schlendrian eingebürgert. Also hat der Chef nach seiner Rückkehr kräftig auf den Tisch gehauen und teilweise mit wirklich neuen grundlegenden Ideen (Teams bekommen neue Namen, das Firmenlogo muß überarbeitet werden etc.) wieder frischen Wind ins Unternehmen gebracht. Und wirklich jedes Mal gingen die Umsatzzahlen wieder nach oben. Auch der innere Schlendrian war weg, jeder hat plötzlich wieder aktiver gearbeitet und sich jeden Schritt wieder genau überlegt bzw. hinterfragt, statt einfach nur die Tagesroutine abzuarbeiten.

    Wenn ich hier so manchen lese, dann ist "Neoliberalismus" eine viel zu moderate Beschreibung.

    Was wird am Eigenheim eigentlich groß gefördert, hab nix bekommen. Aber klar die Eigentumsquote ist ja eh viel zu hoch und der Sparfuchs wohnt sowieso zur Miete.

    Ach Witwenrente braucht auch keiner, wenn es die nicht geben würde, müsste ich wohl meine Mutter alimentieren.

    Arbeitnehmer Sparzulage musst du als Verheiratete zusammen unter 80k sein, hm. Das ist bei zweimal Vollzeit schon dürftig. Aber du zahlst sicher Spitzensteuersatz.

    Haut einfach weg den scheiss, ihr wollt scheinbar in einem anderen Land leben.

    Großes Mißverständnis, zumindest aus meiner Sicht. Unser Sozialstaat hat durchaus seine Existenzberechtigung, nur ist er uns entglitten.

    Wir können gerne die absolute Ausgabenhöhe belassen, wenn sie wirklich zielgerichtet den Bedüftigen zugutekommt. Da fange ich gerne bei mir selbst an - ich halte es für ein Unding, daß Millionäre die Arbeitnehmersparzulage erhalten.

    Dem kann ich zu 100% zustimmen.

    Ich will das mal mit ein paar Beispielen untermauen, die auch noch zeigen, daß der Staat ein Ausgabenproblem hat.

    Meiner Frau und mir geht es finanziell sehr gut, trotzdem haben wir immer noch Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Wir haben erst ein neues eAuto gekauft, auch dafür eine staatliche Förderung erhalten. Zusätzlich haben wir uns noch eine Balkonsolaranlage geleistet - keine Mehrwertsteuer gezahlt.

    Ebenso Schwiegermutter. Sie hat ein Bruttojahrseinkommen von ca. 45.000,- Euro, aus Renten und Kapitalerträgen, und zahlt 0,- Euro Einkommensteuer. Zusätzlich bekommt sie noch Pflegegeld.

    Aus meiner Sicht sollten viele dieser staatlichen Leistungen einkommensabhängig sein. In der heutigen Form sind sie teilweise Wahlgeschenke für die Reichen.

    Ein Einkommen von 69.400 EUR führt zu 18.012 EUR Einkommenssteuer, was einem Grenzsteuersatz von 42% einspricht (Spitzensteuersatz!) bzw. einem Durchschnittssteuersatz von 26%.

    Bitte mit den Begriffen aufpassen. Die obige Rechnung bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen. Das tatsächliche Einkommen, sprich Brutto-Einkommen, liegt wohl mindestens 20.000,- Euro höher für einen Alleinstehenden.

    Und wenn ich mir auf dem Flohmarkt einen Stift für mein Home-Office kaufe, ihn in der Steuer als Werbungskosten angebe, und nach Jahren diesen Stift verkaufe und sich dabei herausstellt, daß er aus echtem Gold mit Diamanten besetzt ist? Die Steuererklärung möchte ich sehen. Negative Werbungskosten, die absolut höher sind als die Einkünfte.

    Spaß beiseite. In der Realität wird das niemand so angeben. Obwohl, vor kurzem ging doch der Fall eines Bürgergeldempfängers durch die Presse, der seine Einnahmen durch Pfandflaschensammeln angeben hat und in Folge ein Kürzung seines Bürgergeldes hinnehmen mußte, bis sich Politker eingeschaltet haben. Also alles ist möglich.

    Vor Jahren habe ich dieses Hopping auch gemacht. Hat mit so ca. 2.000,- Euro im Jahr zusätzlich gebracht. Lief immer problemlos. Mittlerweile habe ich mein Depot mit einem günstigen Wertpapierkredit unterlegt und muß daher einer Bank treu bleiben.

    Wie immer liegt die Wahrheit dazwischen.

    Grundsätzlich regelt der freie Markt individuelle Bedürfnisse besser. Beste Begründung dafür: Jeder von uns trifft täglich hunderte Entscheidungen, mal kleine (eine Breze zum Frühstück) bis hin zum Immobilienkauf (große Entscheidung). Mal alleine mal in Gruppen. Gewollt (Einkaufen) oder ungewollt (Unfall). Und das ganze mal 80 Millionen oder sogar noch mehr auf EU-Ebene. Wie soll eine Super-Behörde das ganze planen. Die DDR ist daran gescheitert. Also ist der freie Markt die einzige funktionierende Alternative. Zumindest ich kenne keine andere. Bin aber offen für Vorschläge.

    Wenn dieser freie Markt ein Ergebnis liefert mit dem wir als Gesellschaft nicht einverstanden sind, z. B. weil ein Mensch mit Behinderung nicht oder nur eingeschränkt daran teilnehmen kann, dann muß man nachgelagert eingreifen, über z. B. finanzielle Hilfen oder entsprechende Sachhilfen.

    Da ich, bzw. wir - Meine Frau und ich, keine Kinder haben, spielen wir auch mit dem Gedanken einer Stiftung oder ähnliches. Erste Infos haben wir uns schon geholt. Etwas abschreckend finde ich die Kosten bei einer eigenen Stiftung. Deswegen meine grundsätzliche Frage an die Experten: Bei uns geht es um ein Vermögen von ca. 2 Mio Euro. Ist da überhaupt eine eigene Stiftung ratsam, oder eher eine Zustiftung oder sogar "nur" eine Schenkung?

    Schon mal Danke für Eure antworten.

    Na also, alles konform zu unserem Rechtsstaat. Paßt doch.

    Übrigens ADAC und Piratenpatei - welch dubiose Runde!

    Diese Lösung würde zu einem Überwachungsstaat führen, gegen den China harmlos ist: wer isst was, wer trinkt was, wer kauft was, schläft man genug, bewegt man sich genug ... ganz abgesehen davon, dass es ständig neue Erkenntnisse (und manchmal vielleicht auch nur durchs Dorf getriebene Säue) gibt, was nun gerade neuerdings ungesund ist und was dann nun doch nicht.

    Wieso funktioniert es denn bei "echten" Versicherungen? Haben wir z. B. im Verkehrsrecht einen Überwachungsstaat?

    So ist nun mal unser Rechtsstaat - sorry, kann ich da nur sagen. Klar kann man unseren Rechtsstaat ablehnen, vielleicht hilft Auswandern nach Nordkorea.

    Mir ist bewußt, daß unser Rechtsstaat und damit auch unsere ganze Gesellschaft nicht perfekt ist - das Paradies ist nur ein Wunschzustand. Ich weiß aber auch, daß der jetztige Zustand unseres Krankenkassensystem supotimal ist, deswegen muß was passieren. Ob meine Lösung DIE Lösung ist, weiß ich auch nicht, ehrlich gesagt, glaube ich, daß sie nur ein Baustein für mehr Veranwortung im Krankenkassensystem ist, allerdings hilft ein andauerndes Dagegenreden auch nicht weiter.

    Dagegen setzte ich den Schmetterlingseffekt aus der Chaostheorie.

    Mit solchen Beispielen läßt sich alles begründen. Wie ich schon gesagt habe, in der realen Welt würden sich damit dann Gerichte beschäftigen. Gutachten gegen Gutachten.

    Hast dir von den allen die Krankenakte zeigen lassen um zu verifizieren, dass diese nur wegen dem Rauchen in Behandlung sind?

    Was ist mit den sonstigen Lungenkranken? Dem Bäcker mit der Mehllunge vorwerfen nicht einen anderen Beruf ergriffen zu haben? Den Handwerkern vorwürfe machen nichts von den Gefahren von Asbest und anderen Lungengängigen Fasern gewusst zu haben obwohl die Experten damals meinten dass es ungefährlich ist? Wie steht es um das Radon-Gas im Haus? Selber schuld weil man das Haus auch wo anders hätte bauen können?

    Ich bin kein Raucher, aber habe mitbekommen wie man bei der Lungenkrebs-Nachbarin immer stichelte und vorwürfe machte, die hätte eben nicht so viel rauchen dürfen... dabei war die zeit Lebens Nichtraucher.

    Wie bei jeder "echten" Versicherung auch. Mit- bzw. Teilschuld ist das Zauberwort. Im Straßenverkehr heißt es auch bei einem Unfall mit überhöhter Geschwindigkeit - Mitschuld. Einbruch bei geöffnetem Fenster - Mitschuld. Bei der Krankenkasse gäbe es dann eine entsprechende Tabelle mit Prozentsätzen für die Mitschuld. Und wie im realen Leben auch - bei Streitigkeiten würden Gerichte entscheiden. Nach einigen Jahren hätte man für die große Mehrzahl der Fälle, wie z. B. das Rauchen, feste Prozentsätze.