Beiträge von ThomasPfister

    Mal ehrlich gesagt, man alles zum Guten oder Bösen verwenden. Ein kurioses Beispiel dazu: In Fürth gibt es zum Weihnachtsmarkt auch einen Mittelaltermarkt. Dort gibt es unter anderem einen Stand, der Messer, Äxte etc. im Mittelalter-Stil verkauft. Im letzten Jahr kam man dann aus Sicherheitsgründen auf die Idee, daß man die ausgelegten Waren lieber "versteckt" auslegt. Da sieht man mal, wie schnell ein "guter" oder zumindest "neutraler" Dekorationsartikel zu etwas Bösem wird.

    Es gibt auch andere Informationsquellen und Arbeitsangebote. Welchen Beruf hast du? Wie weit entfernt ist die nächste Stadt mit mindestens 100000 Einwohnern?

    Ich war Controller in einem kleinen Unternehmen und deshalb, wie alle aus dem ca. 5-köpfigen Management-Team auch Assistent der Geschäftsleitung. Soll heißen ich bin flexibel einsetzbar, von Personal, über Vertrieb, Logistik, Einkauf etc.

    Ich wohne schon in einer größeren Stadt.

    Zum Thema Infomationsquellen: In meinem privaten Umfeld stehen alle im Alter von ca. 60 Jahren vor der gleichen Thematik: Entweder haben sie schon einen Aufhebungsvertrag bekommen oder stehen knapp davor. Für die Zeit danach plant keiner mit einer weiteren Vollzeitstelle zum annähernd gleichen Gehalt. Sie wissen alle das ihr Vollzeit-Berufsleben zu Ende ist. Natürlich rutscht da keiner in die Armut bzw. Bürgergeld.

    Auch in meinen Vorstellungsgesprächen werde ich mit Fragen konrfontiert wie "Wie lange wollen Sie noch arbeiten?" oder "Beherrschen Sie diese oder jene Software, den in Ihrem Alter gibt es dafür keine Schulungen mehr?

    Personaldienstleister nehmen mich zwar gerne in ihrem Pool auf, doch auch diese sagen, die Chancen sind gering.

    Mit 58 nochmal etwas Neues anfangen sollte nicht das Problem sein, so lange es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt. Finanziell scheint es nicht zwingend nötig zu sein, womit die Auswahl für Alternativen groß sein sollte.

    Aber klar, wem alles vor der Haustüre präsentiert werden muss ("Jobaussichten"), der findet die anderen Wege nicht. Es gibt genügend andere Wege, Einkommen zu generieren. Einen hast Du schon gefunden mit Deinem Ehrenamt.

    Jetzt bin ich neugierig: Welche anderen Wege meinst Du?

    Zumindest scheint unserem Gesetzgeber das Problem bekannt zu sein, schließlich wird das Arbeitslosengeld für Ältere länger gezahlt.

    Auch bei meinen persönlichen Gesprächen mit dem Jobcenter wurde mir bestätigt, daß die Jobaussichten mau sind. Empfehlung: Selbständigkeit. Umschulungen lohnen sich nicht mehr.

    Das ist grundsätzlich richtig - die monatliche Belastung für Zins und Tilgung ist zunächst aber erstmal eine dauerhafte Verbindlichkeit.
    Grundsätzlich finde ich jahrelange Abhängigkeiten (in diesem Fall von einer Bank) nicht besonders gut - wenn ich investiere, nutze ich dazu Eigenkapital.
    Bis sich das rechnet, wird eine Weile ins Land gehen.

    Eher andersherum, die monatliche Belastung für Zins und Tilgung endet irgendwann, die Einsparung bleibt hoffentlich dauerhaft, natürlich muß auch mal in Reparaturen, Erneuerungen etc. investiert werden.

    ?

    ich habe mein vermögen mit nahezu keinen krediten aufgebaut, warum sollte ich sowas auch machen?

    ich habe auch weiterhin nicht vor irgendwelche, viel zu teuren, krediten zu arbeiten, wenn ich dass was ich brauche auch einfach direkt kaufen kann.


    Ich erinnere an meinen Ursprungsbeitrag:

    "Gibt es weitere Alternativen?

    Ich freue mich über Euren Gedankenaustausch."

    Du sollst gar nichts machen. Mache mit Deinem Geld, was Du für richtig hälst. Du mußt es vor Dir, eventuell Partner, Kinder etc. verantworten. Wenn ich noch Gott schreibe, dann landen wir gleich bei einer Diskussion über Religion - das war ein Witz.

    wegen nur 1000€ muss ich nicht an iliquides vermögen, obowhl 96% meines vermögens derzeit in immobilien oder aktienwerten investiert sind. und gerade mal 4% in direkt verfügbarem liquiden kapital (mit 1,65% verzinst)


    übrigens sowas wie PV, e-auto wärmepumpe etc. besitzt meine immobilie bereits, habe dafür teilweise ein paar Microsoft atkien verkauft, was aber nicht tragisch ist.

    Dann bist Du ja genau richtig unterwegs - Kompliment. Genau das meine ich.

    Hast du dir denn einmal durchgerechnet, wie viel Kosten du sparst und wie hoch die Zinsen für den Kredit sind? „Pi mal Daumen“ sollte man dabei nicht anwenden.

    Ich kann mir ja auch für 750.000€ ein Haus bauen mit Finanzierung. Dabei spare ich dann auch die monatliche Miete.

    Ich führe Buch über mein Vermögen. Liege netto bei ca. 8% pro Jahr bezogen auf die letzten 10 Jahre - Netto heißt bei mir nach Steuern und Kreditzinsen. Ich spreche bewußt vom Vermögen, ohne Immobilie, und nicht Depot.

    Natürlich ist eine Immobilie eine alternative Investition. Habe ich "leider" schon. Danke für die konstruktive Idee.

    Ich verstehe es offenbar genauso wenig wie hans2204 . Was bringt denn eine Reduzierung der monatlichen Energiekosten, wenn sich die dazu erforderliche Investition einschließlich Fremdkapitalkosten nicht rechnet?

    Ich zitiere mich mal selbst: "Muß man sich natürlich immer im Einzelfall genau anschauen und durchrechnen."

    Es gilt Investitionskosten, monatliche Einsparungen, monatliche Ausgaben, Wertsteigerung einzelfallbedingt im Blick zu behalten. Zusätzlich vielleicht auch das gute Gefühl "Etwas für die Umwelt" getan zu haben, oder man hat Spaß am Optimieren des Energieeinsatzes. Oder, oder.... Eben das ganze Bild im Blick behalten.

    Dann hast du noch 9 Jahre bis zum Renteneintritt? Da sollte doch noch Arbeit, ggf. Veränderung im nahen/mittleren Bereich möglich sein, oder? Bindet dich die Immobilie für etwas größere Entfernungen? Ich weiß, ist keine reizvolle Vorstellung. Aber vielleicht gibt es ja eine Art Kompromiss.

    Vorgezogen kann ich mit 63 Jahren mit Abschlägen in Rente gehen. Ab 60 kann ich förderunschädlich auf meine betrieblichen Renten zugreifen. Die Stellenangebote, die mir vorliegen, liegen ca. 40% unter meinem letzten Gehalt, somit auf Arbeislosen-Niveau. Dann würde ich noch mein Ehrenamt und die Pflegetätigkeit, die mir zumindest Rentenpunkte bringt, verlieren.

    Ein Umzug macht somit keinerlei Sinn. Außerdem hat meine Frau noch einen sehr gut bezahlten Job am Wohnort.

    Vielleicht wieder ein Ö/D Sprachproblem…aber wie kann etwas ein Ehrenamt und gleichzeitig gut bezahlt sein….schließt nicht das eine das andere per definitionem aus?

    Ich bin ehrenamtlicher Trainer und bekomme für 1,5 Stunden 80,- Euro. Im Jahr liege ich damit im Rahmen der steuerfreien Ehrenamtspauschale. Nach meiner Rechnung. 80,- Euro netto sind, zumindest bei mir, hoher Steuersatz, brutto ca. 150,- Euro. Sprich ich komme auf einen Stundenlohn von ca. 100,- Euro. Und das ist ein sehr guter Stundelohn. Zusätzlich macht das Ehrenamt Spaß und ist irgendwie ungezwungener, wie ein normaler Job.

    In dem man das Gebundene Kapital, teilweise in freies bzw. liquides kaptial tauscht.

    um einige der Förderungen zu bekommen benötigt es keinen Kredit. zumal "zinsgünstig" schon seit längerem wider vorbei ist.

    Verkauft man Wertpapierpositionen muß man das Geld entweder verkonsumieren oder es liegt meist schlecht verzinst herum. Das kann nicht die Lösung sein. Ein etwas extrem Beispiel: Die Lindt & Sprüngli-Aktie liegt bei etwa 100.000,- Euro. Selbst wenn ich sage ich will als Rentner 1.000,- Euro aus meinem Vermögen entnehmen, habe ich damit ein Problem.

    Noch größeres Problem stellen Immobilien dar. Ich kenne durchaus Fälle aus dem privaten Umfeld: Großes Haus, das sicher auch etwas wert ist, dafür ein bescheidener Lebensstil, weil man nur eine kleine Rente hat, sprich das ganze Geld steckt im Haus. Dann kommen Aussagen wie, "Ja, später im Heim, wenn wir das Haus verkauft haben, haben wir genügend Geld." Klar kann man sagen, wir verkaufen einen Streifen Land an den Nachbarn oder man vermietet ein Zimmer, um an flüssiges Geld ranzukommen. Doch, ob das eine so gute Lösung ist, wage ich zu bezweifeln.

    Staatl. Förderungen und zinsgünstigen Kredit sind kein Muß. Es gibt natürlich bei der KfW oder bei einigen Banken speziell für gewisse Umbauten entsprechend günstigere Kredite. Muß man sich natürlich immer im Einzelfall genau anschauen und durchrechnen.