Beiträge von ThomasPfister

    Die wichtigste Frage ist, wie kocht ihr bzw. was isst ihr? Ich spreche mal aus eigener Erfahrung: Meine Frau wollte unbedingt einen Dampfgarer. Ich: Wofür? Sie: Zum Aufwärmen. Ich: Wir wärmen so gut wie kein Essen auf. Sie: So macht das eine Arbeitskollegin. Also hin und her. Große Diskussion. Naja, Frau hat sich durch gesetzt und jetzt steht seit Jahren so ein Gerät fast ungenutzt rum. Wer hatte also recht? Bitte glaubt nicht, nur weil so ein Gerät rumsteht, werdet ihr euer Essverhalten oder -vorlieben ändern.

    Zweiter Punkt ist die Bedienung: Bei unserem AEG-Gerät einfach grottig. Schlimmer, wie jedes Software-Programm. Vom Unter- zum Unter- zum Untermenü. Absolut benutzerunfreundlich. Ein weiterer Grund warum das Gerät eher selten benutzt wird. Und dazu Zusatzfunktionen, wie z. B. Dörrautomatik. Sorry, ich bezweifel, daß das jemand nutzt.

    Wenn jemand ein Computerspieler ist und darüberhinaus alles benötigt, vom Dörren, Einkochen bis zum Dampfgaren, dann sehr gerne. Aber ehrlich gesagt, wenn ich mich so umhöre, kochen die Meisten immer ähnliche Gerichte.

    Neben der reinen Amortisation, stellt sich auch die Frage, wie wirkt sich eine solche Investition auf den Wert der Immobilie aus. Oder noch etwas weitergedacht, wenn schon am Dach gearbeitet wird, dann gleich das ganze Dach, Dämmung etc., je nach Zustand, modernisieren.

    Haben Wirtschaftswissenschaftler und erst recht Politiker dadurch sehr eingeschränkte Möglichkeiten, überhaupt gestalterisch erfolgreich in dem Bereich tätig zu sein? Müssten sie dann mehrere alternative - vielleicht sogar konträre - Optionen in Betracht ziehen und ausprobieren, die Ergebnisse und Konsequenzen hiervon permanent monitoren und ihre Aktivitäten entsprechend anpassen? Ist ein Politik-Apparat mit den gegebene Verfahren vielleicht sogar zu träge, um auf die raschen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren?

    Einfache Antwort - Ja.

    Gerade in einer Demokratie und dann noch bei Großprojekten haben Politiker nur "sehr eingeschränkte Möglichkeiten". Man nehme nur so ein Megaprojekt, wie Stuttgart 21, unanhängig, wie man selber dazu steht. Inklusive den Planungen, sogar ohne den Bauverzögerungen, ist das ein Projekt über Jahrzehnte. Jetzt kann sich jeder mal ausrechnen, wie viele Regierungen auf Bundes-, Landes- und Stadtebene da mitgeredet haben. Hinzu kommen noch zig Firmen, Berater etc. Da sind wir wieder, wie ich oben geschrieben habe bei der Chaostheorie oder viele Köche verderben den Brei. Ganz ehrlich gesagt, da ist jeder überfordert. Natürlich gibt es auch dafür Lösungen aus der Lehre, sprich Wissenschaft. Das Großprojekt in möglichst kleine selbständige Einzelprojekte aufteilen, die natürlich einfacher zu händeln sind. Ich persönlich möchte mit den Verantwortlichen für ein solches Großprojekt auf jeden Fall nicht tauschen. Ich habe einen heiden Respekt vor diesen Menschen. Da gibt es keine 35 oder 38,5 Stunden-Woche.

    Alos .... Ich habe VWL studiert. Wie bei allen, oder ich sage mal fast allen Wissenschaften, ist die Komplexität die Schwierigkeit. In der Theorie ist alles völlig rational, erklärbar, nachvollziehbar. Deswegen spricht man auch immer von einer ...-umgebung, sprich man schließt alle möglichen Wechselnwirkungen aus. Mal ein Beispiel aus der Praxis: Billard ist in der Theorie zu 100% berechenbar, schließlich gelten die physikalischen Gesetze, doch in der Realität ist jeder Billardtisch um enige Grad geneigt, wird kein Spieler die Kugel genau mit der berechneten Geschwindigkeit an der berechneten Stelle treffen. Auch hier reichen bereits wenige % Abweichung für größere Abweichungen. Das führt dann zur Chaostheorie. Und jetzt übertragen wir das mal auf 80 Millionen Menschen in Deutschland, dazu noch die Wechselwirkungen mit dem Ausland. Dann kommt sogar das Wetter dazwischen und schon haben wir eine ungeplante Dürre, sinkende Wasserstände mit Auswirkungen auf die Logistik und das sind nur Mini-Wechselwirkungen. Also sind wir wieder bei der Chaostheorie.

    Beim Thema Heim bin ich sehr gespalten. Aktuell betrifft das Thema Schwiegermutter. Seit 2018 ist sie in einem betreuten Wohnen untergebracht, vorher hat sie ein eigenes Haus gehabt. Schön ist das im Heim auch etwas geboten wird, Singen, Gymnastik, Film-Nachmittag etc. Allerdings wird ihr zuviel abgenommen. Mittlerweile kommen Aussagen von ihr "Das will ich nicht mehr machen", wie z. B. Briefe von Banken oder Versicherungen, sicher nicht immer das beste Erlebnis, lesen und verstehen zu müssen. Der beste Spruch von ihr kam vor ein paar Tagen "Ich hatte in Erdkunde eine 5 und seitdem will ich nichts mehr lernen". Und bei diesen Aussagen bekommt sie auch noch Unterstützung von den Mitbewohnern.

    Gesteigert wurde das noch durch einen kleinen Schlaganfall, den sie vor 3 Jahren hatte. Da laufen die Gespräche mit den Mitbewohnern dann folgendermaßen ab "Ich habe heute wieder alles vergessen." - "Ja, ich auch" Also ziehen die sich gegenseitig nach unten.

    Ich frage mich, wie wäre sie, wenn sie noch allein leben würde und quasi die Verantwortung selbst tragen müßte.

    Bei mir spielte VL am Anfang und nun gegen Ende des Berufslebens eine Rolle. Am Anfang, weil ich schon damals durch Ferien-, Studentenjobs in VL eingezahlt habe und nun durch Abfindung verteilt auf zwei Jahre auch wieder.

    Noch etwas allgemeines zum Thema: Ich halte die Konzeption der VL für falsch. Nur ein Beispiel, ein Millionärshaushalt durch Kapitaleinkünfte, der nur wenige Stunden in der Woche im Angestelltenverhältnis arbeitet hat Anspruch auf staatliche VL-Leistung. Gilt also umgangsprachlich nach dem Gesetz als arm.

    Ein anderer Punkt - da spreche ich aus persönlicher und aus meiner Erfahrung als ehrenamtlicher Mitarbeiter einer Schuldnerberatung: Vielen ist VL unbekannt und zu kompliziert. Ich kann mich da an meine Studentenjobs erinnern. Kollegen war es zu umständlich, obwohl der Arbeitgeber laut Tarifvertrag einen Anteil zahlen mußte. Und zu den Kollegen gehörten auch Studenten - "Ach, das lohnt sich doch nicht."

    Ich hatte meine VL immer direkt auf einen Hypothekenkredit zahlen lassen. Da ich die Rate nicht erhöhen durfte, war automatisch die Kreditbelastung auf meinem Girokonto um 40 € geringer.

    Unter dem Strich habe ich also den AG-Zuschuss immer direkt auf meinem Girokonto gehabt und musste keine zusätzlichen Verträge haben. Das war für mich die beste Lösung.

    Dafür gab es aber keine staatliche Förderung, oder?

    Ich sehe das sehr pragmatisch. Wenn die Bedingungen erfüllt sind erhalte ich vom Staat 80,- Euro für 400,- Euro, 20% Rendite, und dafür muß ich irgendwo eine Unterschrift oder eine Legitimation leisten. Das ganze über einige Jahr hinweg, bzw. bei einem Jobwechsel muß ich quasi eine zweite Bankverbindung für die Gehaltszahlung angeben. Dank Digitalisierung läuft die Anrechnung bei der Steuer heute automatisch. Resultat ein gigantisch hoher Stundenlohn.

    Falls Du damit das Unternehmen des großen Flusses meinst, dann

    kauft man dort besser gar nichts... Mindestlohn, Unterdrücken der kleinen Händler, Gründung Betriebsrat, US Nähe zu Trump, Schichtarbeit - muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

    Diese Beschreibung trifft so gut, wie auf jedes Unternehmen zu. Selbst die kleinste, regionale Dorfbäckerei hat keinen Betriebsrat, zahlt Mindestlohn und arbeitet in Schicht.

    Natürlich ist die Zukunft ungewiss. Aber du hast jetzt zwei Varianten:

    1. Nvidia weiterhin behalten. Einzelaktien sind sehr ungewiss und dank Mean Reversion ist die Chance auf weiterhin überdurchschnittliche Gewinne recht gering. Falls es nicht klappt, kannst du dich damit trösten, dass du insgesamt immer noch 1000% gemacht hast

    2. Verkaufen, Abgeltungssteuer schlucken und in einem breiten ETF die Durchschnittsrendite abgreifen. Nochmal 3000% sind natürlich auf das Geld nicht drin


    Ich wüßte, welche Variante ich hier wähle.

    Ich auch. Eindeutig 1. Eben Geschmackssache.