Steuertipps für Studenten (20 J., kein Einkommen) – Was sollte ich jetzt schon regeln?

  • Hallo zusammen,

    ich bin 20 Jahre alt, studiere aktuell und habe momentan noch kein steuerpflichtiges Einkommen. Da ich bereits angefangen habe, langfristig zu investieren (ETFs), möchte ich das Thema Steuern nicht erst angehen, wenn ich im Berufsleben stehe.

    Ich habe oft gehört, dass man als Student „auf Vorrat“ Steuern sparen kann, bin mir aber unsicher, wie ich das ohne aktuelles Einkommen am besten angehe. Mich würde eure Erfahrung zu folgenden Punkten interessieren:

    1. Verlustvortrag: Lohnt sich das für mein Erststudium überhaupt? Ich habe gelesen, dass dies oft erst ab der Zweitausbildung (Master) als Werbungskosten zählt. Gibt es Kniffe, wie ich Studienkosten (Laptop, Semesterbeiträge, Fahrtkosten) trotzdem für später „sichern“ kann?
    2. Günstigerprüfung: Macht es Sinn, trotzdem jedes Jahr eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn ich 0 € Steuern gezahlt habe?
    3. Eure Weisheit: Was hättet ihr steuerlich gerne gewusst, als ihr 20 wart und noch kein Geld verdient habt? Was könnt ihr mir mit auf den Weg geben?

    Ich freue mich auf eure Tipps und bedanke mich für eure Zeit!

  • Hier, ein paar Antworten. Würde auf jeden Fall eine machen. Was noch nicht anerkannt wird, Ausgaben, sind so samt Unterlagen schon mal dargelegt. Macht es später einfacher.

    Steuererklärung als Student: Warum Du eine machen solltest
    Warum Du auch ohne Einkommen als Student eine Steuererklärung abgeben solltest, was Du absetzen kannst und wie Du für die Steuererklärung nur 10 Minuten…
    www.mystipendium.de
  • Ich bin 20 Jahre alt, studiere aktuell und habe momentan noch kein steuerpflichtiges Einkommen. Da ich bereits angefangen habe, langfristig zu investieren (ETFs), möchte ich das Thema Steuern nicht erst angehen, wenn ich im Berufsleben stehe.

    Das ist eine gute Idee, allerdings ist es nicht so leicht, sich um Steuern zu kümmern, wenn man kein praktisches Beispiel in Form des eigenen Gehaltsnachweises vor sich hat.

    Ich habe oft gehört, dass man als Student „auf Vorrat“ Steuern sparen kann, bin mir aber unsicher, wie ich das ohne aktuelles Einkommen am besten angehe. Mich würde eure Erfahrung zu folgenden Punkten interessieren:

    1. Verlustvortrag: Lohnt sich das für mein Erststudium überhaupt? Ich habe gelesen, dass dies oft erst ab der Zweitausbildung (Master) als Werbungskosten zählt. Gibt es Kniffe, wie ich Studienkosten (Laptop, Semesterbeiträge, Fahrtkosten) trotzdem für später „sichern“ kann?

    Schreib es Dir zusammen. Was man hat, hat man.

    Für die erste Ausbildung (bei Dir vermutlich: das erste Studium (Bachelorstudium)) kannst Du 6000 Euro als Sonderausgaben absetzen. Wenn Du keine Einkünfte hast, verpufft das nach geltender Rechtslage. Sollte sich die Rechtslage ändern, wäre es praktisch, man hätte Belege gesammelt und Listen geführt, deswegen rate ich Dir dazu, das schon jetzt zu tun, auch wenn das im Moment nichts bringt. Außerdem beschäftigst Du Dich so mit dem Thema und wirst damit vertraut.

    2. Günstigerprüfung: Macht es Sinn, trotzdem jedes Jahr eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn ich 0 € Steuern gezahlt habe?

    3. Eure Weisheit: Was hättet ihr steuerlich gerne gewusst, als ihr 20 wart und noch kein Geld verdient habt? Was könnt ihr mir mit auf den Weg geben?

    Hast Du Kapitalerträge über 1000 € im Jahr? (Vorabpauschale nicht vergessen!). Wenn ja, zieht Dir die Bank Steuer ab, die Du als Sonst-Nicht-Verdiener im Rahmen einer Günstigerprüfung zurückbekommst. Dafür mußt Du dann eine Steuererklärung einreichen. Wahlweise könntest Du eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen, mit der bist Du bis um die 13.000 € Kapitalerträgen vor der Steuer sicher. Aber Vorsicht! Eine eventuelle Familienversicherung fällt ab um die 7000 € weg, somit ist das die relevante Grenze.

    Lies Dich in aller Gelassenheit ein. Du hast vermutlich noch einige Jahre, bis es für Dich ernst wird. Trockenübungen in Sachen Steuer sind total langweilig!

  • Auf jeden Fall gut, jetzt schon Listen incl.der Nachweise anzulegen. Das ist das, was mit jedem Jahr später, aufwändiger wird. Und da großzügig sein, es ändert sich ja dauernd etwas. Es dem Finanzamt überlassen, was sie anerkennen.

    Eine Steuer-App wie Tax (im Abo 16 EUR) ist eine gute Investition, weil sie dir aktuellsten Tipps gibt. Auch in Sachen Günstiger-Prüfung und Absetzmöglichkeiten. Im Folgejahr kannst du wiederkehrende Einträge übernehmen. Damit wird die Steuererklärung noch leichter.