Guten Abend,
ich habe im Jahr 2001 eine fondsgebundene Rentenversicherung bei der Skandia abgeschlossen, die bis 2031 läuft und mit bisher durchschnittlich knapp 90 Euro bespart wurde. Ich habe zwei Fonds, die zu je 50% gekauft werden - theoretisch und laut Vertrag jedenfalls. Praktisch ist es so, dass ich von einem der beiden Fonds 2003 3.4 Anteile hatte und 2025 5.0 Anteile. Der Fonds (DWS ESG Investa LD) ist aber keineswegs 2003 so günstig und wenige Jahre später sehr teuer geworden.
Sehr verwundert war ich über die Entwicklung von 2008 zu 2009: Während ich 2008 noch 4,98 Investa-Anteile hatte, waren es 2009 nur noch 4,21 Anteile. Es ist zu keinem Zeitpunkt eine Änderungsauftrag von mir erteilt worden, auch wurden alle Beiträge in voller Höhe gezahlt.
Darüber hinaus habe ich auf keinem der Papiere aus den letzten 24 Jahren auch nur eine Zahl zu den Abschluss- oder Vertriebsgebühren gefunden, auch nichts zu Verwaltungs- und Fondskosten.
Ich wollte den Vertrag eigentlich ruhen lassen und hatte mich aus diesem Grunde näher mit ihm beschäftigt, wobei ich mich noch nicht mit der Rechtmäßigkeit des Widerruf-Textes beschäftigt habe, aber es scheint nicht mehr ganz so einfach zu sein, den Vertrag rückabzuwickeln, und ohne Rechtschutzversicherung möchte ich auch nicht das Risiko einer Klage eingehen.
Was mache ich aber sinnvollerweise mit den o.g. Informationen und wie sind diese einzuordnen? Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass weitere Vermögenswerte wie ETFs, Festgeld, Tagesgeld und Immobilie vorhanden sind und ich in diesem Leben sicherlich keine Versicherung dieser Art mehr abschließen werde, aber die Skandia möglichst auch nicht einfach so "davon kommen lassen" möchte.
Grüße aus dem Norden