Vervollständigung der Altersvorsorge bzw. Cash/ Flow Aufbau im mittleren Alter

  • Hallo Leute,

    ich habe lange Zeit im Forum hier und da mitgelesen und habe folgende Fragen. Wär über Anregungen dankbar. Ich würde mich als fortschrittlich finanziell gebildet sehen.

    Ich bin 40 Jahre, ledig, single. Wohne im Umkreis von 30-50 Km (45 min/ 1h) zu zwei Großstädten in Ostdeutschland zur Miete. Bin im öD angestellt. Einkommen ca. 3k netto. Ca. 1000 € im Monat free Cash

    Ich habe derzeit folgendes Vermögen:

    1. privat

    Rücklage 10 K, Autorücklage 2k, Sonstige Rücklage 3k, Urlaubsrücklage 1K

    Rente + Rente öD

    2. Investiv

    Portfolio 1 65K ETF-Sparplan (5400 €/ Jahr 2,5% steigend)

    ca 5 K in Rohstoffe + Risikoreiche Aktien

    Portfolio 2

    ca. 3 K in Long/ Short (ist quasi Lernportfolio)

    5g Gold (50 €/ Monat Sparplan erst begonnen)

    70K Cash

    Jetzt habe ich folgendes Problem. Selbst hier in einer mittelgroßen Stadt liegen Eigentumswohnungen bei. ca. 150 K und lohnen sich auf Grund der geringen Mieten nicht wirklich als Investition zum Vermieten. Einfamilienhäuser liegen bei ca. 400 - 500 K.

    Ich habe ca. 70 K free Cash und wollte diesen aktiv anlegen. Auch könnte ich meinen ETF-Sparplan (70%ACWI+30%EM) beleihen und mir dafür Immobilien auf Kredit kaufen. Habe hier aber keine Ahnung.

    Im hohen Alter werde ich wahrscheinlich eine Wohnung in einer Großstadt erben, so dass ich nicht wirklich Altersvorsorge betreiben müsste, andererseits würde mir eine gekaufte eigengenutzte Wohnung den monatlichen Cash/ Flow jetzt killen und ich könnte mich nicht verwirklichen.

    Ich habe allerdings nicht wirkliches technisches Know-How wie die Instandhaltung einer Immobilie zu betreiben ist.


    Also bieten sich finanziell folgende Szenarien an.

    Ich suche etwas um mein Portfolio abzurunden und Cash-Flow aufzubauen, nicht unbedingt späteres Vermögen für die Altersvorsorge.

    1. Kauf eines Mehrfamilienhauses (am Meer) in Stadt mit späterer eigenen Nutzung (Vermietung als Ferienobjekt)

    - hat mein Bekannter erfolgreich gemacht, habe aber wenig Kontakt zu Ihm

    - muss/ sollte man zur Bewirtschaftung hierfür in der Nähe ca. 50 Km wohnen?

    - welche kontakte sollte man schließen? Bzw. wen sollte man sehr gut kennen?

    - ist Zeitplan 1-3 Jahre realistisch um sich zu bilden? Benötigt man ein Coaching/ Mentor?

    - ist dies ein großer zeitlicher Aufwand, wenn eine Verwaltung dazwischen geschaltet ist?

    - Was sind die wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung des Immo-Investments? Ich gehe eher von einem stagnierenden immomarkt in Deutschland, v. a. bei Einfamilienhäusern aus, da diese bereits sehr teuer sind.

    - Welche Region/en bzw. Häuser sind geeignet für Anfänger? Welche eher nicht?

    - Wäre es empfehlenswert selbst in einer der Wohnungen einzuziehen?

    Bin seit 2006 im öffentlichen Dienst, also denke ich bin kreditwürdig, keine Schulden, kein Kredit

    Kann man einfach zur Bank gehen und nach dem höchsten Kredit fragen? Oder sucht man erst eine immobilie und fragt dann bei der Bank nach?

    Am liebsten würde ich nur die ETF als Sicherheit für den Immokauf hinterlegen und mit dem Cash liquide bleiben.

    2. Investments in Firmen

    Alternativ würde mich auch interessieren, direkt in Firmen zu investieren, wobei ich auch durch den aktiven Portfolioteil bereits dazulerne.

    Habt Ihr hierzu Erfahrungen, wie kompliziert und zeitaufwändig dies ist?

    Ich hatte bereits an einigen Finanzierungs-/ Vorstellungsrunden von Start-/Ups per Video teilgenommen. Dies war sehr interessant.

    3. Investition in Natur/ Land

    Ich interessiere mich sehr für Kakao (Verarbeitung/ Hertstellung) oder auch nur Land

    Eventuell könnte man auch in eine Plantage investieren.


    4. Investition in eigene Bildung

    Eventuell noch eine akademische Weiterbildung. Dies würde ich dann aus dem Cash nehmen.


    Vom Typ bin ich eher investiver statt unternehmerischer typ. Ich würde für mich ein mittleres Risiko bis Long/ Short portfolio (ohne Optionen und ohne Hebel) sehen.

    Auf jeden Fall wäre es cool, wenn ich einen monatlichen Cash-Flow mit begrenzten zeitlichem Umfang aufbauen könnte.

    Ich wäre über Eure Anregungen sehr dankbar und muss dazusagen, dass ich in meiner Jugend selbst Schulden hatte und quasi alles selbst erarbeitet habe (und mich auch belesen habe) und ich weiß wie schwer diese Zeit war. Darüber hinaus ist es halt auch nur Geld, was ich auch in Gesprächen mit sehr vermögenden Personen (zwischen 100 M - 1 Mrd. Vermögen) heraus bekommen habe und es auch sehr vereinnehmend sein kann, sich dauernd drum kümmern zu müssen und die rechtliche Gestaltung zu optimieren.

    Also schreibt mal Eure Empfehlungen, wie Ihr weiter vorgehen würdet.

    Vielen Dank

  • Kater.Ka 3. Februar 2026 um 05:55

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ca. 1000 € im Monat free Cash
    ...
    Auf jeden Fall wäre es cool, wenn ich einen monatlichen Cash-Flow mit begrenzten zeitlichem Umfang aufbauen könnte.


    Hmm,
    mir kräuseln sich immer die Fußnägel, wen ich so etwas lese. :/
    Wozu in aller Welt brauche ich bei 1K€ Free-Cash im Monat einen Cashflow aus meinen Investitionen? :/
    Wenn Du unbedingt einen Cash-Flow brauchts, dann überweise Dir von den 1K€ am Anfang des Monats 200€ auf ein Tagesgeldkonto und überweise Dir diese 200€ am 20. des Monats wieder zurück.
    Und schon hast Du Deinen 'Cashflow'.8o
    Und wenn ich lese wie viele einzelne Rücklagentöpfchen Du hast, bin ich beeindruckt. Ich habe eine Rücklage. Und ob ich davon jetzt den nächsten Urlaub bezahle, die Reparatur am Auto oder gar den nächsten Autokauf spielt keine Rolle. Ich kann jeden Euro nur einmal ausgeben. Und meine Euros haben keinen Aufdruck wofür Sie zu verwenden sind.;)
    Oder lasse ich den Urlaub sausen, weil die Cashrücklage nicht ausreicht, wenn der Urlaub jetzt ein paar Hundert € teurer wird als in der Cashrücklage vorgesehen? :/
    Ich würde mir an Deiner Stelle schlichtweg Gedanken darüber machen, das ich nur ein Vermögen habe und versuchen dieses Schubladendenken hinter mir zu lassen.

    PS: Ach ja, wenn man in ausschüttende ETF investiert gibt es auch einen regelmäßigen Cash-Flow aus der Geldanlage. Auch wenn man den faktisch gar nicht benötigt. ;)