James Choi ist Economy Prof in Yale und hat eine neue, praxis-orientierte Theorie zur persönlichen Aktienquote herausgegeben.
Ich hatte noch keine Zeit das in Tiefe zu lesen. Aber grob wird hier anstelle sowas wie "100 - Lebensalter", mehr Faktoren mit einbezogen , z.B. auch das Humankapital und seine Volatilität. Hat das schon jemand von Euch gelesen und sich einen Reim drauf gemacht?
https://www.nber.org/papers/w34166
Es gibt dazu Berichterstattung unter anderem im Wall Street Journal, aber das ist hinter der PayWall.
Practical Finance: An Approximate Solution to Lifecycle Portfolio Choice
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Hinweis aufgrund einer Meldung: unten auf der Seite ist ein Download-Link, der drei Downloads ohne Registrierung ermöglicht.
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Hat das schon jemand von Euch gelesen und sich einen Reim drauf gemacht?
Muss man sich nicht antun.
Mein Frau kennt aus der Literatur sein Lebenszyklusmodell.
Es ist sehr auf die US-Gesellschaft zugeschnitten. Ob der Job „sicher“ ist, spielt eine wichtige Rolle.
Zentral ist die Idee, dass man nicht nur sein aktuelles Depot betrachten sollte, sondern sein gesamtes ökonomisches Vermögen. (Das wiederholen einige hier auch öfters).
Dazu zählt neben dem Finanzvermögen auch das sogenannte Humankapital, also der Barwert der zukünftigen Arbeitseinkommen.
Diese zukünftigen Einkommen wirken bei vielen Berufen relativ stabil und damit ähnlich wie eine Anleihe. (Wichtig in den USA).
Junge Menschen besitzen daher viel „anleiheähnliches“ Humankapital und können ihr Finanzportfolio stärker in Aktien investieren.
Mit zunehmendem Alter schrumpft das Humankapital, während das angesparte Vermögen wächst.
Dadurch steigt die Bedeutung von Marktschwankungen für das Gesamtvermögen, was eine geringere Aktienquote sinnvoll macht.
Im Unterschied zu Faustregeln wie „100 minus Alter“ ergibt sich die optimale Quote individuell aus Vermögen, Einkommen, Risikoneigung und Berufssicherheit.
Ziel ist nicht maximale Rendite, sondern die Maximierung des erwarteten Lebenszeit-Nutzens aus Konsum.
Die Kernaussage lautet: Je größer das Humankapital im Verhältnis zum Finanzvermögen, desto höher kann die rationale Aktienquote sein.Bedeutet vereinfacht, dass der 50-jährige mit sicherem Job und z.B. 300.000 Euro im Depot bei einem Einkommen von 90.000 Euro noch z.B. 85 % Aktuenquote fahren darf.
Das muss für jeden Einzelfall anhand einer Formel ermittelt werden.
Danke hier an meine Frau, die das diktiert hat. Die Artikel von Choi zu lesen nennt sie für normale Menschen in Deutschland „WOT“.Also lieber raus in die Natur.
Die Formeln sind hier enthalten. Wer also seine persönliche Situation nachrechnen möchte, kann das problemlos tun.
https://www.nber.org/system/files/w…4166/w34166.pdf
https://som.yale.edu/faculty-resear…tory/james-choi -
Auch von mir vielen Dank an deine Frau für ausführliche Antwort, Tomarcy !