Beiträge von pmeinl

    Ich hatte nach Übertrag von DKB nach ING das gleiche Problem. Habe dem ING-Support u.a. geschrieben:
    "
    Nach Depotübertrag zur ING kann man die Anschaffungsdaten nirgends sehen. Es gibt lediglich im Dokument "Übertrag Eingang" den Hinweis, dass die Anschaffungsdaten hinterlegt sind, sobald die GuV-Anzeige funktioniert. Es wäre besser, wenn unter Bestandsdetails die (ja vorliegenden) Anschaffungsdaten anzeigbar wären, oder zumindest ein Hinweis käme, dass diese vorliegen."

    Übrigens wurden beim automatischen Import meiner Wertpapiere von ING nach Parquet und Finanzfluss Copilot die einzelnen Käufe nicht übertragen.

    Vorsorglich habe ich schon immer PDF-Kopien von allen Kauf- und Ertragsabrechnungen.

    Es gibt aber die Vorstellung, dass man etwas günstiger buchen kann.

    Solche Einsparungen sollte man bewusst gegen einfachere Problemlösungen (bei Stornierungen, Umbucherei, Verspätungen, Anschlussflügen) und Bequemlichkeit abwägen. Ich nehme nach Langstreckenflügen auch häufig nicht den günstigsten Transport zum Hotel, sondern lasse mich vom Flughafen abholen (übers Hotel oder von einem vorgebuchten Taxi) - nach dem Ertragen eines langen Fluges ist es mir das wert.

    Ich suche bei Google Flights, Skyscanner und Matrix Search. Buche aber direkt bei der Airline, um im Problemfall (Flugausfälle, Umbuchungen, Stornierungen) direkt mit der Airline zu kommunizieren, nur einen Ansprechpartner zu haben und die oft restriktiveren Stornierungs- und Umbuchungsbedingungen der Portale zu umgehen.

    Ich bevorzuge Direktflüge, weil ich es nicht mag, für Stopovers auf Flughäfen rumzuhängen. Wenn schon ein Stopover, dann sollte der für mich mehrere Tage dauern.

    Bei mehreren Flugetappen bevorzuge ich eine einzige Airline und ein einziges Ticket für alle Flüge - damit lassen sich Probleme wie Verspätungen leichter handhaben.

    Verbreitete Empfehlungen zum günstigen Flüge buchen wie günstigste Tage, anonym auf die Buchungsseite browsen oder per VPN, oder auf Last Minute warten, halte ich für Mythen. Für Langstreckenflüge kann es sich aber lohnen, frühzeitig zu buchen, für Asien mit 3 bis 6 Mon Vorlauf.

    20 % waren früher bei niedrigeren Beiträgen zu KV + PV und einem geringeren zu versteuernden Anteil der Rente ein ordentlicher Proxy. Eine normale Rentenhöhe unterstellt von mind. 1700 Euro dürfte das für zukünftige Rentner zu optimistisch kalkuliert sein, wenn dann die Rente zu annähernd 100 % versteuert werden muss und die Beiträge zu KV + PV vielleicht auch noch mal zwei Punkte höher liegen.

    Bei heydorn gibt's diverse Nettorechner für Renten.

    Interessanter Beitrag:
    Former Chief Economist (BIS) Explains Monetary Endgame - YouTube

    Paul Buitink talks to William White, an economist who worked at the Bank of England, Bank of Canada, Bank of International Settlements (where he was chief economist) and the OECD. William is 82 years old and has decades of experience as in insider.

    They discuss the dismal state of cooperation between the West and the Global South. They also dive into the perilous state of the eurozone due to France's financial troubles. Is the euro sustainable? What was the role of the BIS at its creation?

    William also explains how the boom bust cycle works, how central banks always resort to money printing and why he saw the Great Financial Crisis coming. We are currently in bubble territory.

    He sums up all the bad alternatives out there when it comes to curing our financial system. He also gives his view on how the likelihood of a Bretton Woods II is.

    Meine Sicht auf die Entwicklung der real existierenden EU, die immer mehr die Geschicke ihrer Mitglieder bestimmt, ist wie folgt:

    Diese "ekelt und ängstigt" mich zwar nicht - bereitet mir aber erhebliche Bedenken und Sorgen. Anspruch und Wirklichkeit fallen seit vielen Jahren nämlich immer weiter auseinander und die unvermeidlichen "Rendezvous mit der Wirklichkeit" häufen sich.

    So wie mir auf der Mikroebene eine robuste und resiliente Finanzaufstellung wichtig ist, wäre mir eine solche auch auf der Makroebene lieber und deutlich angenehmer - statt mich als integralen Bestandteil - aufgrund von Unterlassungen aber auch Handlungen - einer zur Selbstverzwergung tendierenden supranationalen Konstruktion wiederzufinden.

    Mal Deinen Wertungen folgend: Wie wären wir denn konkret besser aufgestellt? Ohne EU? Ohne Euro? Resiliente Finanzaufstellung? ...

    Eine Ergänzung: Bei dem Punkt oben würde ich mir wirklich überlegen wie sinnvoll das ist. Meiner Erfahrung nach neigt insbesondere der Deutsche zu Moralapostelei und versucht dann durch Einzelaktionen sein Gewissen zu beruhigen, ohne das große Bild zu sehen. Meistens medial angefeuert. Wenn du deinen USA-Anteil senkst, weil du denkst, dass dort antidemokratische Tendenzen zu sehen sind, dürftest du auch nicht in China investieren (einer der größten Posten im ARERO). Was ist mit den anderen Emerging Markets? Viele sind entweder keine lupenreine Demokratien oder machen überwiegend mit solchen Geschäfte. In dem Bereich sind übrigens auch europäische Unternehmen keine Engel.

    Das kann ich teils nachvollziehen. Für mich bedeutete es: Es ist nicht die Aufgabe des Einzelnen, „die Welt zu retten“!

    Es lässt sich darüber streiten, ob eine interessengeleitete oder eine wertegeleitete Außenpolitik besser für uns ist. Beides sagt sich leicht, am Ende wird es ein Mischmasch.

    Meine Sicht auf die USA ist wie folgt:

    Das Anbiedern grosser Tech-Konzerne an rechtspopulistische, postfaktische und religiotische Bewegungen in den USA, getrieben von rechts-libertären Tech-Unternehmern wie Peter Thiel, ekelt und ängstigt mich. Die Präsidentschaft von Trump ist kein Ausrutscher, sondern Ausdruck einer langfristigen Entwicklung der USA hin zu einer illiberalen Macht.

    Unser bisheriges Verhältnis zu den USA ist m.E. unwiederbringlich vorbei. Die vorgenannten politischen Bewegungen dort sind mit europäischen (meinen) Werten nicht vereinbar. Der neue amerikanische Expansionismus und das erpresserische Verhalten (z.B. bei den Zöllen) sind völlig inakzeptabel. Wir sollten uns speziell der antieuropäischen (spalten wollenden) Haltung der USA bewusst sein. Unsere Politiker sollten natürlich weiter „lächeln, während sie Scheiße fressen“, aber nicht mehr hauptsächlich reagieren, sondern konsequent nach unseren (europäischen) Interessen handeln – mit dem festen Wissen: Es ist vorbei. Auch bei uns kann es so weit kommen, dass nur noch unsere Institutionen die Demokratie (für eine gewisse Zeit) aufrechterhalten.

    Unser Verhältnis mit Russland ist auch vorbei. China ist unser systemischer Rivale.

    Etwas erleichtern könnte das ein Auszahlplan, wie ihn bspw. Flatex anbietet

    @Amnesty Danke für deine Anregungen.

    Zu "Mühe": Ein Grund für mich hier im Forum zu schreiben ist, mir über meine eigenen Entscheidungen und Gedanken klar zu werden.

    Was meinst du mit "Junk Bonds" im FIO?

    Ich habe den FIO, weil ich einen Anleihenfonds mit auch Unternehmensanleihen wollte. Mit grösserer Chance, die Inflation auszugleichen, als mit Staatsanleihen. Er dient mir als Puffer zwischen Investitionstopf und Verbrauchstopf, um Einbrüche im Aktienmarkt für 3J auszusitzen. Laut dem neuen Buch von Bengen (Erfinder der 4% Regel), A Richer Retirement, Fig. 8.8., wären 6J vielleicht besser.
    Vgl:
    Leitfaden zur rationalen Finanzplanung // Dr. Andreas Beck: Geld anlegen und davon leben (2025)
    PDF dazu: Geld anlegen und davon leben
    Macht das mit dem FIO in diesem Kontext Sinn?

    Bei meinen Recherchen zu Entnahmeplänen mit automatischen Auszahlungen fand ich einzig den der Gefa Bank:
    Entnahmepläne mit automatischen Auszahlungen aus Fonds- oder ETF-Depots soll es z.B. ING, bei Flatex, Scalable Capital oder Smartbroker, finvesro, bevestor geben. 2023 ETF-Entnahmeplan: Monatliche Auszahlungen erreichen.
    LIFO-Strategien zur Steueroptimierung lassen sich damit vermutlich schlecht umsetzen. Ohne Zugang den jeweiligen Depots konnte ich zur tatsächlichen Verfügbarkeit von Entnahmeplänen nichts Genaues klären - Entnahmepläne scheint es aber (meist?) nicht mit dem allgemeinen Broker des Anbieters zu geben, sondern nur in deren Vermögensverwaltung – mit entsprechend hohen Kosten..

    Wenn Du Dein Portfolio mit prozentualer Verteilung postest, könnten wir ein bisschen konkreter sagen, ob ein LS Portfolio + risikoarmer Teil dazu eine gute Alternative wäre.

    Bin 68J und 7J in Ruhestand.

    Habe bereits, passend zu meinen Lebensumständen, meine Banken auf 2 reduziert (fürs Reisen und Robustheit braucht’s mind. 2 Banken).

    pmeinl
    31. August 2025 um 20:41

    Mein Investitionsportfolio ist bereits einfach:

    Vanguard FTSE All-World: 33 %
    Fixed Income One: 44 %
    Arero: 10 %
    Xtrackers II EUR: 13 %

    Es ist mit 56% risikoarmen Anlagen sicherheitsorientiert. Betrachte ich den Barwert meiner Renten hinzu, sogar mit 90% sehr risikoarm.

    Risikobehaftete Anlagen wie Aktien dienen mir rein der Diversifikation, um mein Vermögen abzusichern. Ein Großteil meines Einkommens und Vermögens (Renten, Cash, Bankeinlagen, Immobilie, Geldmarktfonds) steckt in Deutschland/Europa/Euro – ein Klumpenrisiko.
    Höhere Renditen über der Inflationsrate sind für mich zweitrangig, da mein Einkommen lebenslang auskömmlich ist, ohne dass ich besondere Risiken eingehen muss – „Genug ist mir genug“

    Für den Fall, dass meine geistigen Fähigkeiten nachlassen oder ich keine Lust mehr habe, mich um meine Finanzen zu kümmern, denke ich über weitere Vereinfachungen und deren Umsetzung nach.

    • Geldmarkt (6J Verbrauch) + Mischfonds (ARERO?, LifeStrategy?)
    • Alles in Geldmarkt, nur noch 1 (Filial?) Bank
    • Großteil des Kapitals in Sofortrente

    Aktuell überlege ich vom Vanguard FTSE All-Word in den ARERO umzuschichten. Aufgrund der Diskussionen um US- und Big-Tech Lastigkeit. Vielleicht auch mehr, weil mich die zunehmende Entwicklung der USA hin zu einer illiberalen Macht und die Anbiederei der grossen Unternehmen anekeln. Habe schön häufig aus solchen Gefühlen sachlich nachteilige Entscheidungen getroffen - aber ich fühle mich damit besser.

    Gibt es einen Grund, warum das Portfolio einfacher werden soll?

    Ich überlege, wie ich meine Portfoliostrategie vereinfachen könnte, für den Fall, dass meine geistigen Fähigkeiten nachlassen oder ich keine Lust mehr habe, mich um meine Finanzen zu kümmern. Falls ich mal vereinfache, ginge das mit dem Verkauf bestehender Anlagen zur Umschichtung in die Zielallokation einher. Weil ich mein Vermögen möglichst komplett verzehren will, macht ein passives Liegenlassen alter Anlagen keinen Sinn.

    Als ich mir die Alternativen LifeStrategy und ARERO näher ansah, war ich überrascht, wie unterschiedlich deren Zusammensetzungen (Länder, Branchen, ...) sind und wie deutlich weniger US-lastig der ARERO ist.

    pmeinl
    17. September 2025 um 22:11

    Was ist mit "bei mir zusätzlich ca. 20% GKV-Beitrag" gemeint?

    Als freiwillig GKV-Versicherter zahlt man GKV-Beiträge auf alle Einnahmen (gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mitglieds) also nicht nur auf Gehalt oder Renten sondern auch auf Mieteinnahmen und Kapitalerträge.

    Auf Antrag erhält ein freiwillig GKV-Versicherter GRV-Rentner einen Beitragszuschuss von der GRV. Dieser ist jedoch auf die Hälfte des GKV-Beitrags für die Rente gedeckelt. Beiträge für die Kapitalerträge zahlt der Versicherte also voll selbst.

    Ich denke allerdings, dass mit "Renten" eher Anleihen gemeint sind.

    Nein. Es geht mir um die Einbeziehung Wertes von sicheren Renten in die Risikobewertung des Gesamtportfolios.

    Beispiel: Der risikobehaftete Anteil (z.B. Aktien) von 60% eines 60/40 aufgeteilten Investitionsportfolios von 1 Mio. € sinkt durch die Einbeziehung des Barwerts von 330 T€ einer monatlichen DRV-Rente von 2 T€ auf 45 %. Das Gesamtportfolio besteht zu 45 % aus risikobehafteten Anlagen und zu 55 % aus risikoarmen.

    Ich habe bei meiner Finanzplanung für den Ruhestand Renten und Investments ganzheitlich in einem Gesamtportfolio betrachtet:

    • % Lebenslange Renten
      DRV, bAV, pAV
    • % Investment-Portfolio
      • % Risikoarmer Teil
        Tagesgeld (Festgeld), Anleihen, Geldmarktfonds
      • % Risikobehafteter Teil
        Aktien, Immobilien, Rohstoffe
      • % Mythischer 😊 Teil
        Gold

    Renten habe ich mit ihrem Barwert berücksichtigt.
    Leibrentenrechner - Statistisches Bundesamt

    Den Wert einer Immobilie könnte man auch sehr niedrig ansetzen und dann zum risikoarmen Teil zählen.

    Generell scheint es zwar sinnvoll, mit zunehmendem Alter die Aktienquote zu erhöhen, vgl. Rising Equity Glidepath. Aber für mich sind höhere Renditen über der Inflationsrate zweitrangig, da mein Vermögen lebenslang auskömmlich ist, ohne dass ich besondere Risiken eingehen muss – „Genug ist mir genug“.

    Risikobehaftete Anlagen wie Aktien dienen mir rein zur Diversifikation, um mein Vermögen abzusichern. Ein Großteil meines Einkommens und Vermögens (Renten, Cash, Bankeinlagen, Immobilie, Geldmarktfonds) steckt komplett in Deutschland/Europa/Euro – ein Klumpenrisiko, auch wenn ich kein Euroskeptiker bin.

    Bin seit 7J im Ruhestand.

    Denke aktuell über eine weitere Vereinfachung meiner Portfoliostrategie nach – für den Fall, dass meine geistigen Fähigkeiten nachlassen oder ich keine Lust mehr habe, mich um meine Finanzen zu kümmern.
    Siehe auch: RE: 60/40 Portfolio mit mehreren ETFs vs. Vanguard Lifestrategy 60

    Eine Vereinfachung (z.B. auf Geldmarktfonds und ARERO) ginge mit einer Umschichtung in die Zielallokation einher. Das bedeutet Verkauf bestehender Anlagen. Den resultierenden Renditeverlust durch entgehende Renditen auf den Steuerbetrag (bei mir zusätzlich ca. 20% GKV-Beitrag) würde ich hinnehmen. Je nach persönlichem Steuersatz liegt die Steuerlast aber unter den pauschalen 25% Kapitalertragssteuer (Günstigerprüfung).

    Ich lege das Geld meiner alten Eltern so an, wie sie es selbst bisher in ihrem Leben getan haben. Auch wenn es dabei an Wert verliert. Wie sich das auf die Höhe meines Erbes auswirkt, ist dabei irrelevant.

    Rechne Dir mal konkret die Renditeunterschiede verschiedener Anlagealternativen aus und wäge zusammen mit Deiner Mutter ab gegen die Komplexität der Abwicklungen.

    Eine Sofortrente brächte wohl so 300 bis 400€ / Mon lebenslang. Vielleicht kann sie Rente leichter ausgeben, als sich Kapital auszahlen zu lassen. Ich weiß, die Renditen sind hier mager. Aber es wäre sehr einfach und sicher gegen Enkeltrick-Betrug etc.

    Bei meinen Überlegungen zur Vereinfachung der Portfoliostruktur im Alter habe ich mir die Alternativen LifeStrategy und ARERO näher angesehen. Mir war vorher nicht klar, wie unterschiedlich deren Zusammensetzungen (Länder, Branchen, ...) sind.

    Vanguard LifeStrategy 40% Equity UCITS ETF Accumulating | IE00BMVB5M21 | A2P7TJ
    ARERO - Der Weltfonds | LU0360863863 | DWS0R4

    Das finde ich auch im Kontext Dr.Walz und das nachgewürzte ETF-Depot - Geldanlage interessant.

    Und mir wurde klar: Eine Vereinfachung der Portfoliostruktur erfordert den Verkauf bestehender Anlagen und die Umschichtung in die Zielallokation. Dabei fallen Steuern auf Kapitalerträge an – und bei freiwilliger Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung zusätzlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Dadurch gehen die Vorteile einer Steuer- und Beitragsstundung verloren: Die entsprechenden Beträge existieren nicht länger zur Renditegenerierung im Portfolio. Aber wenn man nicht sofort umschichtet, wird das Portfolio halt nicht einfacher.