Beiträge von Mingus

    Irving da es den Gerd Kommer ETF noch nicht so lange gibt, hast du wahrscheinlich zur Bereinigung auf die 1 Fonds Lösung auch ordentlich Kapitalertragssteuer zahlen müssen.

    Ich habe eine ähnlich Aktion in den letzten Jahren hinter mich gebracht, wobei nur maximal 50% des Depots betroffen war und die Gewinne noch überschaubar waren. Mir war dann die Steuer schon fast egal, denn ich wollte für die nächsten Jahrzehnte so aufgestellt sein, wie ich es mir wünsche. Deshalb liegt der aktuelle bei einem möglichen Verkauf zu versteuernde Gewinnanteil im Verhältnis zum Gesamtdepot bei nur 15%.

    Nun wirst du sicher vor der 1 Fonds Lösung auch schon ein halbwegs strukturiertes Depot gehabt haben, was man nicht zwingend hätte liquidieren müssen. Sind die durch die Bereinigung ausgelösten Steuerzahlungen in deine Überlegungen eingeflossen? Trackst du heute noch, um wieviel höher die Performance des Gerd Kommer Fonds sein muss, um die Beeinträchtigung durch die vorzeitig bezahlte Kapitalertragssteuer wieder aufzuholen?

    Ich verfolge Herrn Prof. Walz schon länger. Sein Hauptziel ist es aufzuklären, "Leo" d.h. leicht erreichbare Opfer für die Finanzindustrie zu vermeiden. Die Menschen, die hier schreiben, sind in der Regel Selbstentscheider oder auf dem Weg dahin. Sie haben freie Mittel zur Geldanlage zur Verfügung, einen halbwegs diversifizierten ETF Sparplan und sind bereits bezogen auf die Gesamtbevölkerung Gewinner.

    Was hier oftmals diskutiert wird, ist der letzte Feinschliff und auch hier gibt es von den hiesigen öffentlichen Experten wie Walz, Beck, Kommer, Weber, Fuchs oder auch Publikationen wie Finanztip, Finanztest, Finanzfluss usw. unterschiedliche Ansichten im Detail, aber auch irgendwo eine große Schnittmenge, an der man sich orientieren und seine eigene Anlagestrategie entwickeln kann. Sofern einer der zuvor genannten hustet, muss man sich nicht gleich verunsichern lassen, sofern die grobe Richtung stimmt.

    Zum Thema, ich würde einen Broker verwenden, der bei Problemen auch erreichbar ist und sich Probleme auch mal aus dem Weg räumen lassen. Ich kann gut mit 2-3 Brokern im Handling leben, bei mehr wird es aus eigener Erfahrung zu viel.

    Eigentlich braucht es aus Anlegersicht nicht verschiedene ETFs, es geht meist eher um steuerliche Belange wie das inzwischen beliebte 3x10 Modell von Finanztip, also das man alle 10 Jahre einen neuen ETF bespart, um bei Liquidierung nicht gleich auf die ältesten Positionen mit der höchsten Steuerlast zugreifen zu müssen. Die Höhe der Position ist dabei nicht von Belang.

    Die Investmentbranche legt immer wieder neue ETFs auf, meistens für aktuelle Trends. Wenn nicht dauerhaft das erforderliche Anlagekapital für einen wirtschaftlichen Betrieb erreicht wird, wird der ETF geschlossen oder mit anderen ETFs verschmolzen. Dadurch wird eine vorzeitige Besteuerung ausgelöst, die man eigentlich vermeiden möchte. Ich habe hier auch einen Lerneffekt durchlaufen müssen, bis ich dann nicht mehr irgendwelchen Trends hinterhergehechelt bin und selbst vorzeitige Besteuerungen ausgelöst habe.

    Eine Schließung eines ETFs mit +/- 1 Milliarde Anlagekapital und eine dadurch ausgelöste vorzeitige Besteuerung habe ich allerdings noch nicht erlebt. Wenn man das dennoch fürchtet, kann man natürlich mehrere ETFs auf den gleichen Index führen.

    Allerdings bin ich zuletzt bei der Wegzug Besteuerung hellhörig geworden, diese greift sofern ich das richtig verstehe, wenn die Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Wegzugs mindestens 500 TEUR betragen. Wenn man Pläne in dieser Richtung hat und in solchen Größenregionen beheimatet ist, kann man sich einmal damit beschäftigen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wegzugsbesteuerung

    TaroR Siehe den Link, der sich ersten Post dieses Fadens befindet

    Mit den Versicherungen halte ich es genauso, mehr habe ich auch nicht.

    Irving

    1. Haltet ihr nur 1 ETF auf 1 Bank, oder habt ihr auf mehrere Banken gestreut?

    2. Besitzt ihr von diesem ETF eine Insti-Tranche bzw. habt ihr das Gerd Kommer Team einmal danach gefragt, oder tatsächlich nur die Variante für normale Privatanleger?

    3. Hattet ihr schon einmal die Überlegung, eine steuersparendes Modell zu wählen? Der von dir geschätzte Herr Dr. Kommer hatte vor ein paar Jahren solche Modelle beworben

    4. Gibt bereits Pläne für die nachfolgende Generation, wie dieses Vermögen genutzt werden soll?

    Modularcurve muss man nicht schon heute bei Riester die Förderungen bei schädlicher Auflösung wieder zurückzahlen?

    Trotz schädlicher Auflösung kann es sich lohnen das "Spiel" ein paar Jahre mitzumachen. Derzeit zahlt mein AG in einen kleinen alten Banksparplan Riester. Ich warte schon seit Jahren darauf, es auf ein Aktien ETF basiertes Produkt umzustellen.

    Man kann sich aber dem aus Anlegersicht optimalen Zustand mit zunehmender Anlegererfahrung schon zu Lebzeiten annähern.

    Die Meisten werden in den Anfängerjahren ein paar mehr Spekulations- und Timingversuche unternommen haben.

    Vor allem können Tote im Gegensatz zu erfahrenen Anlegern nicht mehr mit frischem Kapital zukaufen.

    Das können dann nur die Erben, die dann teilweise unverhofft zum Depot kommen und potentiell wieder die gleichen Anfängerfehler begehen.

    Oder sie melden sich hier im Finanztip Forum oder Wertpapier-Forum an und bekommen dort den Ratschlag, erstmal alle Deka und Union Investment Produkte (bis evtl. auf Uniglobal) zu verkaufen und legen danach hoffentlich besser an als der Tote zuvor.

    Hallo Myrrisch

    Ich denke du siehst das alles sonnenklar und ich finde deine Pläne hören sich logisch und sinnvoll an.

    Deshalb habe ich mich über den 3ten Absatz von dir gewundert, warum du dich vom VERKÄUFER verunsichern lässt. Es ist alles allein deine Entscheidung und du brauchst diese Person und deren überteuerten Produkte nicht.

    Wenn du immer noch unsicher bist, kannst du auch mal eine Seite wie z.b. Fondsweb und deren Fondsvergleichstool nutzen und dann schauen, wie die Deka Produkte in der Vergangenheit im Vergleich zu einem World ETF abgeschnitten haben.

    Alles Gute!

    Ich finde die 2% Neugeld Aktion ist eine Blamage, ich kann hier keinen frischen Wind erkennen. 2% Zinsen sind für TR und SC Standard ohne Aktion oder man kauft sich einfach einen Geldmarktfonds.

    Unabhängig davon war bis jetzt sowieso mein Plan die Bank zu verlassen, da die Bank schon jahrelang keine attraktiven Konditionen mehr bietet. Diese peinliche Aktion bestätigt mich nur darin.

    Ich habe den ausschüttenden Xtrackers MSCI World Small Cap bei Smartbroker+ gekauft und meinen Teil zur Erhaltung beigetragen.

    Ich warte schon lange auf einen ausschüttenden World Small Cap ETF, nachdem der Vanguard ETF nicht mehr handelbar war. Der SPDR mit 0,45% TER war mir dann aber doch zu teuer und mit zu schlechter Tracking Difference ggü. dem ETF von Ishares mit 0,35% TER.

    Mal schauen wie sich der Xtrackers jetzt schlägt, mit 0,25% TER hat er gute Chancen. Wenn die Tracking Diffetence ähnlich gut wie bei Ishares ist, bin ich zufrieden.

    sam51 auch seriöse Banken bieten immer wieder Aktionen an, z.b. die ING. Von daher sehe ich nicht den großen Erkenntnisgewinn.

    Man sollte sich allerding möglichst intensiv die Teilnahmebedingungen durchlesen und sich anschließend penibel an jeden erforderlichen Schritt halten.

    Für mich war es bislang kein Problem den Kundenservice von Smartbroker+ telefonisch zu erreichen.

    Bei uns liegt das Geld auf einem Depot bei einer Filialbank, kann auch die Hausbank sein, solange keine Depotgebühren erhoben werden. Die Person muss immer selbst in der Lage sein zur Bank zu gehen, um über das Geld zu verfügen. Das Geld liegt in deutschen Staatsanleihen ETFs mit durchschnittlich 6 Monaten Laufzeit, entweder im ausschüttenden Ishares ETF oder in der thesaurierenden Variante von Xtrackers.

    Ja, die Filialbank kostet ein paar Gebühren mehr und ja bei Geldmarktfonds und Tagesgeldhopping würde man ein bisschen mehr bekommen.

    Es ist aber sicher, die Person erhält ihre Selbstständigkeit und ich habe meine Ruhe und kann gut schlafen. Alternative wäre ein Verzinsung zu 0,1% auf dem Tagesgeld der Hausbank, aus dieser Sicht eine große Verbesserung.

    Renteninformation einfach online abrufen... nie wieder gespannt wie ein Flitzebogen vor dem Briefkasten verbringen. Jetzt hat der Tag wieder Struktur

    Danke für den Tipp, wenn auch vielleicht für dieses Jahr zu spät, da die letztjährige Information am 06.09. erstellt wurde.

    Denke das kann sich sehen lassen?

    Die Rentenlücke von knapp 2000€ wird aktuell durch einen Sparplan mit 15% vom Netto geschlossen.

    Wie schauts bei Euch aus?


    mfg

    Die Rentenpunkte sind überdurchschnittlich, die private Vorsorge ist wahrscheinlich auch schon überdurchschnittlich.

    Das bedeutet jedoch nicht das es reicht, wenn du bei der privaten Vorsorge noch eine Schippe drauflegen könntest, z.b. auf 20% erhöhen, dann hättest du noch etwas mehr Puffer.

    Bei Sparplänen spielt das real keine Rolle, weil du pro Depot viele anlegen kannst und in einer Minute ein zweites Depot zusätzlich eröffnen kannst.

    Die Gebühren ansich sind viel zu hoch und quasi nicht mehr konkurrenzfähig.

    Wenn ich nur für einen bestimmten ETF einen Sparplan von 3.000 Euro aufsetzen möchte, dann kann ich das für ein Depot tun oder benötige ich dann 3 Depots?